Posts by Stephan

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    Die Tage des Flughafens Tempelhof sind offenbar gezählt: Bei der Abstimmung über den Erhalt des historischen Wahrzeichens der Stadt zeichnet sich ein Scheitern des Volksentscheids ab - die Wahlbeteiligung fiel weit geringer aus als erwartet. [...]

    http://www.spiegel.de/politik/…and/0,1518,550006,00.html


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    27. April 2008 Der Volksentscheid zum Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tempelhof ist deutlich gescheitert. Bei der Abstimmung am Sonntag votierten nur 21,7 Prozent der Wahlberechtigten für die Offenhaltung des traditionsreichen innerstädtischen Flughafens, wie der Landeswahlleiter nach Auszählung aller Stimmen am Abend mitteilte. Für einen Erfolg des Volksentscheids wäre ein Anteil von 25 Prozent erforderlich gewesen. Es war der erste Volksentscheid in der Geschichte Berlins. [...]

    http://www.faz.net/s/Rub61EAD5…Scontent.html?rss_aktuell


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    Der Volksentscheid zur Offenhaltung des Berliner Flughafens Tempelhof ist klarer als erwartet gescheitert. Mit 21,7 Prozent der Stimmen wurde die notwendige Zustimmung von einem Viertel der Wahlberechtigten verfehlt. Die Befürworter des City-Airports bewerten den Volksentscheid dennoch als Erfolg. [...]

    http://www.welt.de/berlin/arti…fen_Tempelhof.html#reqRSS

    In einer Video-Kolumne ärgert sich Zeit Kolumnist (?) Martenstein über Partymeister Wowereit:


    http://www.zeit.de/video/player?videoID=200804240b6d1b&from=rss\r
    http://www.zeit.de/video/player?videoID ... b&from=rss


    In der F.A.Z erörtern Nils Minkmar und Volker Weidermann das Für und Wieder des Flughafens:


    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E2E6ED52AD3364D79B67BD9C54CAF2314~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\r
    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE6496 ... ss_aktuell


    Schließlich befindet sich noch ein brandneuer Artikel in der Welt:


    " Berliner Ungehorsam peitscht Emotionen hoch
    Der Kampf um den Flughafen Tempelhof weist über die Stadt hinaus. Für viele ist er eine Möglichkeit, sich sanft, entschieden und auf begrenzte Zeit in das politische Gesehen einzumischen, sich aufzulehnen. Wird sich der Bürgerzorn künftig an jedem zweiten kontroversen Thema entzünden?"


    http://www.welt.de/berlin/article1941486/Berliner_Ungehorsam_peitscht_Emotionen_hoch.html#reqRSS\r
    http://www.welt.de/berlin/article194148 ... tml#reqRSS


    Die Kommentare in der WELT-ONLINE sind auch immer lesenswert! Es ist im übrigen erfreulich, dass dort der Kommentarbereich immer offen ist und relativ wenig zensiert wird, ganz im Gegensatz zu den restlich "Qualitätsmedien".

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    Knapp 2,44 Millionen Berliner sind morgen aufgerufen, über die Zukunft des Luftbrücken-Flughafens Tempelhof abzustimmen. Nach Angaben des Landeswahlleiters brauchen die Initiatoren des Volksentscheids, die den Flughafen offenhalten wollen, mindestens 609.509 Ja-Stimmen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat bereits vorab angekündigt, das Votum des Volkes ignorieren zu wollen, eine Einstellung, die ihm inzwischen Kritik aus den eigenen Reihen ein- und die Berliner gegen sich aufbringt. [...]


    http://www.pi-news.net/2008/04/morgen-tempelhof-retten/\r
    http://www.pi-news.net/2008/04/morgen-tempelhof-retten/

    Stararchitekt Foster und das Grandhotel Dolder



    Die Neubauten sehen aus wie aus den Siebziger Jahren, einfach scheusslich!


    "Um das grandiose Grand Hotel Dolder in eine zeitgemäße Luxus-Ikone zu verwandeln, engagierte man in Zürich den Stararchitekten Norman Foster - und zahlte einen hohen Preis. [...] Das jetzt nach einem spektakulären Um- und Anbau durch den britischen Stararchitekten Norman Forster wieder eröffnete Dolder Grand in Zürich ist ein Versuch sachte an eine vergangene Ära der Hotellerie anzuknüpfen. [...] Mit dem Dolder-Projekt in Zürich wagte sich der heute 72-jährige Foster 2002 an seinen ersten Hotelbau. Im Juni 2004 schloss das 1899 erstmals eröffnete, etwas abgewirtschaftete, damals noch Grand Hotel Dolder genannte Haus. Vier Jahre und geschätzte Baukosten von rund 275 Millionen Euro später, befindet sich das Hotel in der "soft opening phase"; die ersten Suiten (ab 530 Euro) können bezogen werden. [...] Leicht war Fosters Aufgabe nicht, denn der historische Kern war stilistisch eine schwere Hypothek. Erbaut wurde Grand Hotel im Schweizer Holzstil, einer urigen Bauweise, die üblicherweise tragende Elemente wie Holzbalken als Zierelemente interpretiert und einen - wenn auch bescheidenen - Hang zur Ornamentalik aufweist. Das von Jacques Gros entworfene Dolder ist ein Meisterstück dieses Baustils. Drei Türmchen und mehrere Turm ähnliche Erker verzieren das Haus. [...] Um dieses Holzschlösschen gruppiert sich nun Fosters Arbeit, die im wesentlichen aus einem Sockel samt neuem Untergeschoss, einem Ballsaal mit Kuppel und vor allem zwei Seitenflügeln besteht, die das alte Dolder schlangenhaft umwinden. [...] Denn der High-Tech-Baumeister Foster, Schüler des genialischen Architektur-Tüftlers Buckminster Fuller, baute etwas lieblos, wie es ihm und seiner Architekturfabrik oft vorgeworfen wird: Einen schmucklosen Komplex aus Glas und in braunstichigem Anthrazit schimmernden Metall, mit einem wuchtigen Sockel aus Kalkstein, der, nähert man sich von der Stadt, wie eine Festungsmauer wirkt und das historische Schlösschen eher verschluckt als umschmeichelt. [...] Vielleicht hat man sich in Zürich allzu sehr vom weltweit grassierenden Stararchitekten-Kult verführen lassen. Investor Urs Schwarzenbach hatte dem städtischen Bauvorstand zunächst den Entwurf eines anderen Architekten vorgelegt und sich eine Abfuhr eingehandelt. Ob er für so ein wichtiges Projekt nicht einen internationalen Wettbewerb ausschreiben könne? Schwarzenbach zauberte daraufhin Foster hervor, der ihm zuvor das grandiose Apartmenthaus Chesa Futura im mondänen St. Moritz beschert hatte. Der Baubeauftragte beschied dem Investor daraufhin, bei so einem großen Namen brauche es ja keinen Wettbewerb mehr. [...]"


    Viele Bilder: [url=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,547401,00.html]Luxushotel-Architektur: Wenn das Dornrschen wsste! - SPIEGEL ONLINE[/url]


    Offizielle Seite: http://www.doldergrand.ch/
    Wikipedia-Eintrag: The Dolder Grand – Wikipedia
    Weiterer Artikel: http://www.nextroom.at/buildin…id=28612&article_id=24504



    Das Bild stammt aus dem Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/B…Hotel_-_Aussenansicht.jpg

    Erfreulich, dass die Landungsbrücken wenigstens annähernd wiederhergestellt werden. Übrigens, sehe ich richtig, dass auf dem ersten Bild im Hintergrund die Galaxy von Celebrity im Dock liegt?

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    Flughafen Frankfurt -
    Rohbauarbeiten am Airrail-Center stehen still - 18. April 2008 Der Bau des Airrail-Centers auf dem Dach des Flughafen-Fernbahnhofs in Frankfurt steht wegen eines Streits mit einem Bauunternehmen großenteils still. Die Arbeiten ruhten bereits seit Mittwoch, sagte ein Sprecher der IVG Immobilien am Freitag. Der Komplex mit Büros, Hotels und Geschäften ist ein gemeinsames Projekt der IVG und des Flughafenbetreibers Fraport. Dem Bauunternehmen Alpine wurde der Auftrag inzwischen entzogen. Die Firma wirft dem Bauherrn nun vor, bei dem 660 Millionen Euro schweren Bauvorhaben handele es sich um einen „Schwarzbau“. [...] Alpine behauptet, wegen fehlender Bestätigungen der Bahn-Behörde nicht weiterarbeiten zu können. Die IVG hingegen beteuert, die Genehmigung habe für alle fraglichen Arbeiten vorgelegen. [...]


    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EE30A8FAF23454EB7925CC9FB0A0195C4~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\r
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2 ... ss_aktuell

    Weil der Faden zur Waldschlösschenbrücke zu meinem Erstaunen seit 3 Monaten gesperrt ist, setze ich das Neueste dazu in dieses Unter-Forum:


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    DRESDNER WALDSCHLÖSSCHENBRÜCKE
    Denkmalrat macht Druck


    Letzte Chance für Dresden: Kurz vor der Entscheidung um den Weltkulturerbe-Status fordert der internationale Denkmalrat, die Bauarbeiten an der Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal sofort einzustellen. Dresden - Sollte der Bau der Waldschlösschenbrücke fortgesetzt werden, könnte Dresden schon in den kommenden Monaten den Weltkulturerbe-Titel verlieren. Im Streit um den Bau der Brücke im Dresdner Elbtal nennt der internationale Rat für Denkmalpflege, Icomos, einen Tunnel als "einzige Lösung". [...] Seit November vergangenen Jahres wird die Brücke im Dresdner Elbtal gebaut - die Unesco hatte daraufhin gedroht, der Flusslandschaft den Titel Weltkulturerbe abzuerkennen. [...] Ein Bürgerbegehren für einen neuen Entscheid, bei dem über einen Tunnel abgestimmt werden soll, wurde mit rund 21.000 Unterschriften eingereicht. Die Entscheidung wird der Stadtrat am 30. April fällen - noch ist nicht ausgeschlossen, dass diese Alternative realisiert wird. [...]


    Dresdner Waldschlsschenbrcke: Denkmalrat macht Druck - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

    Im innerstädtischen Bereich der Behrenstrasse / Charlottenstrasse in Berlin Mitte wird das ehemalige Senatsgebäude in ein Büro und Geschäftsgebäude umgebaut. Über den gesamten Komplex werden 2 zusätzliche Geschosse, das 5.OG und das 6.OG errichtet.


    Bauherr:
    Bonn Visio Immobilienverwaltung GmbH & Co.KG
    Vertreten durch Dr. Haas
    Seestraße 35
    14974 Ludwigsfelde / Genshagen


    Technische Daten:
    Verbaute Fläche: 3.600 m²
    Bruttogeschoßfläche: 25.200 m²
    Bruttorauminhalt: 113.000 m²
    Geschosse: 8
    Gesamthöhe: 38 m


    Veranschlagte Gesamtkosten TGA 6.138.000,00 €
    Bauzeit
    April 2007 – Juli 2008


    Auftragssumme
    Rohbau und Abbruch: ca. € 4,00 Mio.
    Spez. Tiefbau: ca. € 1,40 Mio.


    Vom ursprünglichem Gebäude bleibt nur die prachtvolle Fassade stehen, der Gesamteindruck wird noch dazu durch die zusätzlichen Geschosse zunichte gemacht. Der Entwurf sieht für die Aufbauten eine Gestaltung in Glas und Stahl vor.


    http://www.favier-tga.de/projekte/behrenstrasse.html\r
    http://www.favier-tga.de/projekte/behrenstrasse.html Mit Bild!
    http://www.schommer-architekt.de/\r
    http://www.schommer-architekt.de/
    http://www.alpine-bau.de/index.php?main=/de/sto/berl/hb/rohb/behrenstrasse1.html\r
    http://www.alpine-bau.de/index.php?main ... asse1.html

    Woher habt ihr die Information, dass der Entwurf von den Patzschkes kommt? Unter obigem Verweis wird der Name nicht genannt und auf der Seite der Patzschkes steht darüber auch nichts. Unter deren Projekten wird er nicht aufgeführt und auch sonst konnte ich nichts darüber finden. Über das ganze Projekt gibt es, bis auf Dirks Verweis, keinerlei Informationen. Mir erscheint das alles etwas spekulativ, wenngleich mir der Entwurf zusagt und ich mich freuen würde sollte er tatsächlich realisiert werden.


    Ich habe jedoch ein weiteres Bauprojekt (zum Haare raufen!) in der Behrenstraße gefunden für das ich aber einen neuen Faden eröffne.

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    Das Potsdamer Stadtschloss
    Kostengünstiger Sparbarock - 11. April 2008 Potsdam erhält sein Stadtschloss zurück. Sein Stadtschloss? Nein, der Landtag wird ab 2012 in einem Zwitter residieren, außen Anmutungsbarock, innen serielle Zweitmoderne und oben Alice im Wunderland, die gerade vom Pilz genascht hat, der sie vom Winzling zur Riesin wächsen lässt, deren Kopf das Dach ihres Zwergenhauses durchstößt. Im Klartext: An diesem Donnerstag hat Brandenburgs Landtag beschlossen, die einstigen barocken Außenfronten, ganz so, wie es die Zwanzig-Millionen-Euro-Spende von SAP-Milliardär Hasso Plattner verlangt, zu kopieren. [...] Ein notdürftig barock verbrämtes Gebilde


    Nun ja, im Detail könnte sich noch einiges ändern. Denn zum Landtagsbeschluss vom vergangenen Donnerstag gehört auch, dass jene sechs, 2007 mit Entwürfen betrauten Baukonsortien ihre alten Vorschläge entsprechend den neuen Forderungen des Landtags und des Spenders abändern. Pragmatisch, wie derlei Unternehmen sind, werden sie ihre Architekten instruieren, bis ein notdürftig barock verbrämtes Gebilde herauskommt, das nicht mehr ist als die dreidimensionale Umsetzung von Raumquoten und Rentabilitätstabellen. [...] Ein Gutes hat das Ganze: Potsdam ist so etwas wie der Probelauf für die anstehende Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses. Seit vorgestern wissen wir, was gestalterisch an der Spree vermieden werden muss.


    http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~EFE58D2E8E6D0497AB6FE2C43BE684DD0~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\r
    http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420 ... ss_aktuell


    http://www.faz.net/s/Rub3DFC0DABC5664C30AC70700DD10A965D/Doc~E7BA028FCB69C47B99912865626B0032A~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\r
    http://www.faz.net/s/Rub3DFC0DABC5664C3 ... ss_aktuell

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    Neue Hürden für Altstadtbebauung - 07. April 2008 In der Frage, wer die Bebauung des Dom-Römer-Areals übernehmen soll, ist das von der Stadt Frankfurt favorisierte Modell offenbar hinfällig. Das geht aus einem Rechtsgutachten für den Magistrat hervor, das der F.A.Z. vorliegt. Darin wird der Stadt nahegelegt, das Projekt – und zwar alle Leistungen wie Abriss, Planung, Bau und Erbbaurechte einzeln – europaweit auszuschreiben. Als weitere Möglichkeiten nennen die Anwälte der Kanzlei CMS Hasche Sigle, entweder eine sogenannte Inhouse-Gesellschaft zu gründen oder die Leistungen sogar direkt durch die Stadt zu vergeben. [...] Altstadtprojekt vor dramatischen Schwierigkeiten


    Im Planungsdezernat wurde der Eingang des Gutachtens bestätigt. Zu den möglichen Konsequenzen für das Altstadt-Projekt wollte sich der Sprecher von Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) jedoch nicht äußern [...] Sollten sich das Rechtsamt der Stadt und der Magistrat der im Gutachten niedergelegten Meinung anschließen, stünde das Altstadtprojekt vor dramatischen Schwierigkeiten, lautet die vorherrschende Meinung im Römer. Schon die Vorbereitung der Ausschreibungen werde sehr viel Zeit kosten, die Koordination ungeheuer aufwendig sein. [...]


    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~ED4E5F4385F5540AFBBDF4EFBA0BC140F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\r
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2 ... ss_aktuell

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    Rückkehr der goldigen Kugeln


    Spektakuläre Montage: In rund hundert Metern Höhe haben Industriekletterer vier vergoldete Kugeln auf den Turmspitzen des Berliner Doms angebracht. Für 125.000 Euro wurden die Ornamente aufwendig restauriert. [...] Vier vergoldete Kugeln prangten ursprünglich auf den vier Spitzen des Gotteshauses. Im Laufe des Tages kehren sie auf das Dom-Dach zurück. Die Restaurierung der Kugeln kostete nach Angaben einer Dom-Sprecherin 125.000 Euro. Wegen der Arbeiten sind Teile der Karl-Liebknecht-Straße gesperrt.


    Die Schmuckelemente waren im Oktober vergangenen Jahres demontiert worden, weil sich in ihnen Wasser gesammelt hatte. Die Kugeln wurden dadurch langsam vom Rost zerfressen. Entdeckt worden waren die Schäden bei Untersuchungen des Daches. [...] Der 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff in Anlehnung an italienische Hochrenaissance und Barock errichtete Dom gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten Deutschlands und steht heute unter Denkmalschutz.


    Drei Bilder befinden sich unter dem kompletten Artikel unter: http://www.spiegel.de/kultur/g…aft/0,1518,544268,00.html

    Wissen.de schrieb:


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    In Deutschland kann man nicht mal mehr einen Flughafen bauen, ohne dass dazu 20 Jahre sämtliche Gericht bemüht werden, sich 10 Bürgerinitiativen gründen und am Ende alles scheitert, weil die siebenbürger Bacheidechse irgendwo rumschleicht.


    Prinzipiell gebe ich dir Recht. Man muss jedoch bedenken, dass wir in einer, keineswegs idealen, Demokratie leben und zu einer demokratischen Gesellschaft gehört auch die Mitbestimmung. Es mag zwar nicht immer von Vorteil sein, siehe Eurofighter, Transrapid und den Flughafenausbau, ist aber unser System. Dubai, wie auch nahezu sämtliche islamischen Staaten, sind keine Demokratien und demnach wird dort gemacht was die Führung verlangt. Hinzu kommt der immense Reichtum durch die Erdölvorkommen der nahezu alles möglich macht.


    Zu den Bauvorhaben:


    Die Inseln "The Palm 1+2" und "The World" sind ökologischer Irrsinn und bringen die Fauna und Flora unter Wasser durcheinander. Befürchtet wird auch, dass in den Kanälen der Insel der Wasseraustausch auf Dauer nicht gewährleistet ist und das Wasser mit der Zeit brackig wird (Brackwasser). Möglicherweise versanden die Wasserwege der Inseln auch irgendwann.


    Keine Kritik habe ich zu äußern wenn es um das Burj al arab und den Burj Dubai geht. Beide Gebäude sind/werden auf ihre Art attraktiv und gelungen.


    Das im Bau befindliche Hotel Atlantis ist ein Abklatsch des Atlantis auf den Bermudas und purer Kitsch.


    Jetzt zu dir, Wissen.de: Deine Aggressivität im Umgang mit Friedrich von Gaertner wirkt befremdlich. Wenn du ein Thema eröffnest, musst du damit rechnen, dass es auch kritische Stimmen gibt. Jubelarien wird Dubai im APH-Forum nicht auslösen, vielleicht probierst du es im DAF, Skyscrapercity oder Skyscraperpage.

    Auszüge eines Kommentars zum Humboldt-Forum aus der F.A.Z von Andreas Kilb:


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    Kein anderes Gebäude, das in den nächsten Jahren in Deutschland entstehen wird, hat eine ähnliche symbolische Bedeutung wie das Humboldt-Forum im Berliner Stadtschloss. Dabei ist schon der Name des Projekts Symbol. Das Stadtschloss, dessen Wiederaufbau der Bundestag im Juli 2002 mit parteiübergreifender Mehrheit beschlossen hat, wird nur in seiner äußeren Hülle und im kleineren der beiden geplanten Innenhöfe der Residenz der preußischen Hohenzollern gleichen, deren Kriegsruine die DDR unter Ulbricht im Jahr 1950 sprengen ließ. [...] Der Parlamentsbeschluss von 2002, der die Errichtung der historischen Barockfassade an drei Seiten und den Bau des sogenannten Schlüterhofs vorsieht, zeigt an, worum es beim Berliner Stadtschloss geht: Es ist ein politisches Gebäude, ein Schloss des Staates, es ist kein Triumph des Bürgersinns wie die wieder aufgebaute Frauenkirche in Dresden. [...] Das Schloss wird ein Wahrzeichen des wiedervereinigten Deutschlands sein, so wie der Palast der Republik, an dessen Stelle es tritt, ein Zeichen der Teilung Deutschlands war. [...] Der Gestaltungsspielraum des vierstöckigen Gebäudes hinter den barocken Fensterreihen ist gering; die großen Namen der internationalen Baukunst setzen ihre Kreativität offenbar lieber für prestigeträchtigere Aufträge ein. Aber gerade in seiner Gebundenheit liegt auch die Chance dieses Neubaus. [...] Aber so ungewiss die Finanzierung dieses Galeriebaus ist, so vage sind bei Licht betrachtet die Pläne für das Humboldt-Forum. Die Dahlemer Sammlungen werden nur etwa die Hälfte der 48.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche des Schlossbaus füllen. Für den Rest ist eine Mischnutzung aus Cafés, Galerien, Veranstaltungs- und Bibliotheksräumen vorgesehen, die keineswegs überzeugend wirkt. Von alledem gibt es in Berlin genug. Was aber fehlt, ist ein repräsentativer Museumsbau für die Gemäldegalerie der Hohenzollern, eine der drei bedeutendsten Sammlungen klassischer Malerei in Deutschland. Warum soll sie einen Platz am Katzentisch der Museumsinsel erhalten, während in den Saalfluchten des Humboldt-Forums eine riesige konzeptionelle Lücke klafft? [...] Und ein Gebäude, das zu den architektonischen Wahrzeichen des Landes zählen wird, darf nicht zur Hülle für ein kulturgastronomisches Allerlei werden. Die Gemäldegalerie würde dem Stadtschloss ein museales Fundament geben, auf dem die bunte Vielfalt der wissenschafts- und kulturgeschichtlichen Sammlungen aufbauen könnte. [...]


    http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E57AFB17F94C04E5EA4B04624288EA8F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\r
    http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420 ... ss_aktuell

    In Berlin erinnert, direkt neben dem Holocaust-Mahnmal, eine Ausstellung des Vereins "Berliner Unterwelten" an die damals geplante "Welthauptstadt Germania".


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    [...] Blickfang ist ein Modell der gigantischen Nord-Süd-Achse, die Hitlers Generalbauinspekteur durch die Stadt schlagen wollte. Es stammt aus dem Fundus des Fernsehfilms „Speer und Er“, ist nicht ganz korrekt, weil stark verkürzt, aber im Vergleich zu Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude wird hier höchst anschaulich, welche gewaltigen Proportionen die geplanten Bauwerke gehabt hätten.
    Ausgehend von einem riesigen Südbahnhof am Flughafen Tempelhof sollte eine Via Triumphalis bis zu einem neuen Nordbahnhof im Wedding reichen. Als Kulminationspunkt war die 290 Meter hohe „Große Halle“ im Spreebogen geplant. Ihr Scheitelpunkt wäre so hoch geworden wie die Kugel des heutigen Fernsehturms am Alexanderplatz.


    Gut besoldete Gedenkprofis rümpfen gern die Nase über solche Ausstellungen ehrenamtlicher Enthusiasten, die mit ihren Mitteln an die Geschichte der Stadt erinnern. [...] Bei der Vorbesichtigung schaute auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vorbei, der selbst in einem Ministeriumsgebäude aus den Dreißigerjahren arbeitet. „Das wären keine bewundernswerten architektonischen Leistungen geworden“, resümierte er seinen Eindruck, „sondern das war Ausdruck eines totalitären Staates“. Damit formuliert er zwar den korrekten politischen Konsens, unterschätzt aber vermutlich die Faszination, die Großbauwerke dieser Art bis heute auslösen, egal welcher Couleur die Bauherren sind. [...] Wer die Pläne Speers abseits der monumentalen Nord-Süd-Achse betrachtet, findet den Geist des 19. Jahrhunderts, etwa beim vergleichsweise moderaten Straßen-Durchbruch durch das Herz der Stadt nach Osten, bei dem in der Manier des Pariser Stadtplaners Haussmann die neuen Gebäude mit der älteren Bebauung verknüpft werden sollten. Es wäre die bis dahin größte Umgestaltung Berlins geworden.
    Aber wer diese Pläne mit den Visionen der Nachkriegsplanung eines Hans Scharoun oder Le Corbusier vergleicht, wird erkennen, dass die Großmeister der Moderne – hätte man sie gelassen – viel mehr traditionelle Stadt abgerissen hätten als Speer. [...]


    http://www.welt.de/kultur/article1800032/So_monumental_sollte_Germania_werden.html#reqRSS\r
    http://www.welt.de/kultur/article180003 ... tml#reqRSS


    Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Dezember 2008 im Pavillon am "Holocaust-Mahnmal", Gertrud-Kolmar-Straße/Hannah-Arendt-Straße zu sehen.

    Heute in SPIEGEL-ONLINE:


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    Sie bauen Parlamentsgebäude, ganze Städte und am liebsten im gigantischen Maßstab: Deutsche Architekten sind weltweit tätig - vor allem in autoritären Staaten wie China, Vietnam und Libyen. Doch wie halten es die Baukünstler mit der Moral? [...] Gerkan, der in Berlin den Hauptbahnhof plante, ist dabei, Hanoi ein neues Gesicht zu geben: modern, nüchtern, international und transparent. Solche Attribute stehen im merkwürdigen Kontrast zum dortigen politischen System. Vietnam ist keine parlamentarische Demokratie, so wenig wie China. [...] Asien und die arabischen Länder sind Magneten für deutsche Architekten. Milliarden werden hier verbaut, meist im Großmaßstab. Von moralischen Skrupeln ist wenig zu hören. Einzig der deutsche Architekt Christoph Ingenhoven bekannte jüngst im SPIEGEL, er wolle "auf keinen Fall für die Repräsentationsbauten eines nichtdemokratischen Regimes verantwortlich sein". [...] Sicherlich, auch andere bauen in autoritären Ländern: zum Beispiel Rem Koolhaas in Peking die Zentrale des staatlichen TV-Senders, Herzog und de Meuron das Nationalstadion für die Olympischen Spiele im Sommer, Norman Foster den neuen Flughafen von Chinas Hauptstadt. Doch stehen der Niederländer, die Schweizer und der Brite nicht so sehr im Schatten der Geschichte wie ihre deutschen Kollegen. [...] Hans Stimmann war einst ein mächtiger Mann in Berlin. Von Anfang der neunziger Jahre bis 2006 bestimmte er fast ununterbrochen als Senatsbaudirektor das Gesicht der neuen Hauptstadt. Er legte sich mit Architekten an, er verordnete Grundregeln. Stimmann wurde angefeindet, auch der Faschismusvorwurf fiel. "Schon allein Anlehnungen an neoklassizistische Architekturpositionen oder die Verwendung von Steinfassaden wurden verfemt", erinnert er sich. [...] Heute beobachtet er das Engagement der deutschen Architekten, etwa in China, nicht ohne Verwunderung. Dort werde bei manchen Projekten rücksichtslos die Bevölkerung vertrieben - "und kein Architekt stellt die Frage nach der moralischen Dimension seiner Planungen. Hier wird noch einmal die ganze Scheinheiligkeit deutlich, mit der manche Debatten bei uns geführt werden", sagt er zu SPIEGEL ONLINE. [...] Den Traum, sich in die Ewigkeit einzuschreiben, erfüllten einst Könige und Diktatoren. Heute sind es turbokapitalistische, autoritäre Systeme im roten oder grün-muslimischen Gewand. Auch sie wollen, im Zeitalter der Globalisierung, die Dekoration ihrer Macht. Und viele deutsche Architekten liefern sie ihnen. [...]


    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,524081,00.html\r
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 81,00.html

    Das Palais stand jahrelang zum Verkauf, habe es mehrmals unter Immobilienanzeigen gesehen und mir die Aufnahmen aus dem Inneren angesehen. Das einzig beeindruckende dürfte der Rosenholzsalon, oder so ähnlich, sein. Kunstgeschichtlich interessant ist das Palais nach meinem Empfinden nicht. Na ja gut, jetzt kümmert sich eine eingeheiratete Prinzessin darum, dass es nicht verfällt.