Posts by Stephan

    Zitat:
    Zum Projekt gehört auch der Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg bis auf das Portal zerstörten Thurn-und-Taxis-Palais. Mit der angekündigten Rekonstruktion des barocken Kleinods aus dem Jahr 1730 hatten die Investoren auch die Zustimmung der Stadtoberen zum Gesamtprojekt gewonnen. Frankfurt bekommt damit sein einziges Stadtschloss zurück - allerdings nicht naturgetreu.



    Was ist denn mit dem letzten Halbsatz nun wieder gemeint?


    Heute morgen habe ich in irgendeiner Zeitung gelesen, dass nur die Fassaden wiederaufgebaut werden. Die Räume im Innern werden nicht wiederhergestellt. Deshalb schreiben die Zeitungsfritzen wahrscheinlich "nicht naturgetreu".

    Die Kosten von 40 Mio. € haben mich auch gewundert.


    Aufgrund ihrer Geschichte haben die Polen wohl ein anderes Verhältnis zu Rekonstruktionen als wir. Polen sieht sich eigentlich immer in der Opferrolle, [...], deshalb kann ihnen kein Kritiker vorwerfen die Vergangenheit zu relativieren oder die alten Zeiten herbeizusehnen.


    [EDIT Antiquitus: Modifiziert]

    Die Stadt Warschau plant den Saski-Palast am Pilsudski-Platz wieder aufzubauen. Das Gebäude wurde 1944 während des Warschauer Aufstandes zerstört. Der Name Saski-Palast (Sächsischer-Palast) bezieht sich auf König August den Starken und seinen Sohn August III die den Bau in Auftrag gaben und später erweitern ließen. Er galt seiner Zeit als das schönste Gebäude in Warschau. Die neue Nutzung sieht ein Museum für Johannes Paul II vor. (kathpress 24.04.05 bp) Das ist allerdings noch nicht alles, es wird außerdem noch geplant den Bruhla-Palast nebenan zu rekonstruieren. Die Fertigstellung ist für 2008 geplant, die Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro trägt die Stadt.



    Hoffentlich ist das in Ordnung, wenn ich das Bild hier einfüge :peinlich: .


    Und noch ein paar Verweise:


    http://www.e-warsaw.pl/inwestycje/rewitalizacja.htm\r
    http://www.e-warsaw.pl/inwestycje/rewitalizacja.htm
    http://www.um.warszawa.pl/wydarzenia/wp2020/3_05_en.php\r
    http://www.um.warszawa.pl/wydarzenia/wp2020/3_05_en.php
    http://www.um.warszawa.pl/wydarzenia/wp2020/3_04_en.php\r
    http://www.um.warszawa.pl/wydarzenia/wp2020/3_04_en.php
    http://www.eurobuild.com/viewdetails2.asp?id=14187\r
    http://www.eurobuild.com/viewdetails2.asp?id=14187
    http://archiwum.warszawa.um.gov.pl/niemiecki/nie13.htm\r
    archiwum.warszawa.um.gov.pl/niemiecki/nie13.htm


    Einige großformatige Projekt-Bilder gibt es hier, ihr müsst nur etwas runterscrollen:


    http://forum.skyscraperpage.com/showthread.php?s=ff97ba5d13f05bf60130567784c98b86&threadid=62361\r
    forum.skyscraperpage.com/showthr ... adid=62361


    Im Gespräch waren auch modernistische Lösungen für die Struktur des Platzes, die scheinen aber vom Tisch zu sein!

    Sensationell! Man kann sich kaum vorstellen, dass dort nahezu sechzig Jahre nur ein Schuttberg war und wenn ich erst an die Widerstände denke die es gab. Ich glaube die ganzen Nörgler, Zweifler und ewigen Mahner wissen gar nicht welch ein Gewinn die Frauenkirche und die Neubebauung des Neumarktes für Dresden ist. Unglaublich, die ganze Handwerksarbeit, die Formenfülle und und und...


    Nur für was die Löcher sind kann ich dir auch nicht sagen. Vielleicht Anschlüsse oder Befestigungen für Beleuchtung?

    Wenn du die "Schnecke" meinst... Damit kann ich leben, es ist zwar nicht besonders schön, aber hässlich ist es auch nicht. So wie ich das mitgekriegt habe wird die "Schnecke" den Leuten immer als architektonische Sensation verkauft, à la: "Der Stararchitekt I. M. Pei hat sich herabgelassen das Zeughaus aus dem Mief der Vergangenheit in die Zukunft zu holen. Mit seinem Anbau ist ihm der große Wurf gelungen und er hat Berlin ein neues Wahrzeichen geschenkt... bla, bla, bla..." Und dann stehen alle Pseudointellektuellen in ihren schwarzen Rollkragenpullovern und Hornbrillen davor und erstarren in Ehrfurcht vor soviel Genialiät.

    Sagebiel schrieb: "Der allgemein öffentlich zugängliche Teil umfasst Counter, Shop, Café und
    WC's sowie Wechselausstellungen, die ohne Eintritt zugänglich sein sollen."


    Ääähh, was ist denn ein Counter, ist das ein Zählgerät für die Besucherzahlen oder so ähnlich? Noch eine Frage: Weshalb hat das Gebäude die Form eines Autos, besteht da ein Zusammenhang mit Fluxus? Ansonsten würde ich das ganze für bloße Effekthaschrei halten.

    Zitat Antiquitus: "auf den Bildern könnte man den Putz beinahe für Sandstein halten."


    Ich habe auch erst überlegt ob das Sandstein ist oder Putz. Wollte sogar schon hier rumfragen.


    Das mit der Glascheibe und dem Bücherregal darunter ist ja an für sich eine gute Idee, es hat bloß niemand daran gedacht, dass Glas nicht kratzfest ist.

    Ein Haus ist ein Haus ist ein Haus ist ein Haus. Nur weil man die Altstadt rekonstruieren will bedeutet das noch lange nicht, dass die politischen, wirtschaftlichen, hygienischen Verhältnisse dieser Zeit wiederkehren. Das zu behaupten ist doch der totale Schwachsinn! In erhaltenen Fachwerk-Ensembles sind die Zeiten ja auch nicht stehen geblieben. Es geht hier um eine riesige Chance Stadtreparatut zu betreiben, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Es sollte unbedingt die Bürgerschaft mit einbezogen werden, denn die müssen damit später auch leben. Für Experimente ist das Gebiet der Altstadt, die Keimzelle Frankfurts, nicht geeignet. Was zum Beispiel wäre, wenn dort im Stil der derzeitigen Mode gebaut würde? Müsste man dann auch irgendwann mal diese Gebäude "modernisieren", wie jetzt das Historische Museum? Jeder Architekt kann wunderbar auf akademische Art seine Gebäude erklären, das aber ist dem Durchschnittsbürger zu abstrakt, er vertraut seinem "Bauchgefühl". Es sollte sich also niemand (im Falle der Altstadt) von den Erklärungsversuchen der Architekten beeindrucken lassen, dazu ist das Gebiet aufgrund seiner Geschichte und Bedeutung für Frankfurt zu bedeutend. Die Stadt bietet genug Gelegenheiten im Stil der heutigen Zeit zu bauen, doch bitte nicht im Gebiet der Altstadt.

    In der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau ist heute ein Artikel über die bevorstehende Kommunalwahl und das Wahlkampfthema Altstadt.
    http://www.fr-aktuell.de/resso…rt_und_hessen/?cnt=731242


    Zitat:
    "Es ist kein Zufall, dass die SPD mit dem "Projekt Heimat Frankfurt" in den Wahlkampf zieht und dass die Christdemokraten versprechen, zu Füßen des Doms so weit irgend möglich die historische Altstadt wieder erstehen zu lassen."


    Der dumme Kommentar des Autors gefällt mir aber überhaupt nicht!


    "Je mehr die Politiker wetteifern, desto mehr gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Es gibt in Frankfurt städtebaulich keinen Weg zurück ins späte Mittelalter. So, wie auch die politischen, wirtschaftlichen, hygienischen Verhältnisse dieser Zeit für die Gegenwart nicht erstrebenswert sind."


    Es wird also spannend!

    "Die Erinnerung an die Frankfurter Altstadt wird geprägt von Bildern, Geschichten und Namen. Eine emotionale Bindung an Situationen bestimmt die Wahrnehmung und Vorstellung der Altstadt. Diese werden überlagert mit neuen Bildern und Eindrücken die sich im Laufe der letzten Jahrzehnte ergeben haben. Diese - City Snapshots – bilden die Grundlage für die Entwurfselemente."


    Das steht auf der Seite der Architekten die den ersten Preis gewonnen haben. In Hessen nennt man so was "dummes Gebabbel".

    Der Leserbrief trifft es genau auf den Punkt, Stichwort "in alter Pracht". Na ja, wir sind nun mal in Deutschland. Ach und ein Mahnmal gibt es da auch? Sensationell! Die Lösung mit der Tiefgarage ist doch allerdings gut gelöst worden wie ich finde. Zumindest hört sich die Beschreibung ganz vernünftig an.


    Damit kann ich aber nicht so viel anfangen: "Statt Strahler und Laternen sorgen schmale Lichtstelen für eine auf die Gebäudefassaden konzentrierte Beleuchtung. Dies verstärke die Wirkung der "Versunkenen Bibliothek".


    Spielt "versunkene Bibliothek" auf die Bücherverbrennung an, oder wie soll ich das verstehen?

    "Einige Spuren belassen die erfahrenen Künstler und Restauratoren, um Geschichte erfahrbar zu machen."


    Scheint ja gerade groß in Mode zu sein "Geschichte erfahrbar zu machen", wer denkt sich sowas aus? Wahrscheinlich Leute die die Last der deutschen Schuld auf ihren Schultern tragen. Ich kann´s echt nicht mehr hören, nirgendwo ist Geschichte mehr zu erfahren als in deutschen Städten. Oder woher kommen die ganzen architektonischen Prothesen der Nachkriegszeit?

    Welches Schloß meinst du denn, Schloß Lissa oder das Stadtschloß? Ist ja auch egal, guck mal unter http://www.bildindex.de nach. Eine der besten Seiten zu Kunst und Architektur die längst zerstört oder verschollen sind. Oder suchst du Bücher? Dann kann ich dir http://www.zvab.com empfehlen.


    Das hier kann ich auch noch anbieten: http://www.breslau-wroclaw.de/de/breslau/gh/schloss/


    Ansonsten suchst du bei Googel, obwohl man da ja nur selten das findet was man auch sucht.

    Den hab ich auch gelesen und mich wahnsinnig geärgert, dass es so dumme und verbohrte Menschen gibt!


    Glaube sogar das war derselbe der das mit dem Technischen Rathaus geschrieben hat. Gästebuch der Frankfurter Rundschau, oder so.

    Das war wohl ´ne grausame Zeit, die siebziger. Man diskutiert und argumentiert, aber die Vertreter des "Wir machen alles schöner und besser" lassen sich davon überhaupt nicht beeindrucken. Das ist fast so, als würde man gegen eine Wand reden. Auf jeden Fall ein interessanter Artikel.


    In irgendeinem Gästebuch habe ich mal einen Eintrag gelesen von einem Spinner, der meinte, das Technische Rathaus würde sich gut neben den Dom und die vorhandene Bebauung einfügen.


    Zu den geborgenen Trümmern: Damit würden sich doch Rekonstruktionen anbieten. Es würde vielleicht den Kritikern etwas den Wind aus den Segeln nehmen, weil ja noch etwas origanles vorhanden ist. Auch wenn das nicht mehr sehr viel ist.


    Das Haus in Götzenhein würde ich ja gerne mal sehen. Mit Glasbausteinen??? :schockiert: Wenn ich eine Kamera hätte würde ich es ja mal fotografieren, aber halt! Ich hab ja gar kein Auto!