Posts by Stephan

    Die neuen Kandelaber hinter dem Brandenburger Tor und Unter den Linden gefallen mir wirklich, was solche Details doch ausmachen. Wie die Stadt ihr Gesicht verändert ist ja unglaublich. Ich erinnere mich an das Brandenburger Tor als die Mauer noch stand, ca. 1985, damals war alles so trostlos und hinter der Mauer war alles grau in grau. Ich habe mich damals als Kind noch gewundert was für ein Bauwerk das wohl ist und was die Soldaten und die Mauer zu bedeuten hatten. Damals standen dort auch solche "Bühnen" auf die man steigen konnte um in den Ostteil zu sehen. Hmm, eigenartig wie die Zeit vergeht. Zwanzig Jahre sind doch eigentlich nichts...


    Was stand eigentlich auf dem Gelände des Staatsratsgebäudes früher? Ist der verhüllte Mittelrisalit eines der Portale des Schlosses von dem Karl Liebknecht die Republik ausgerufen hat? Das Gebäude ist übrigens Potthässlich!


    Auf das Markgrafen-Palais bin ich schon sehr gespannt. Habe aber die Befürchtung dass mit dem Begriff Palais schindluder getrieben wird und es nur so genannt wird um gewisse Assoziationen zu wecken. Ich kenne das Projekt nämlich nicht. Aufklärung wäre nett!


    Außerdem finde ich es bedauerlich, dass am Leipziger-Platz die Gebäude alle so kahl sind. Weshalb arbeitet dort denn niemand detaillierter, mit Gesimsen, Pilastern Säulen und Kapitellen? Schade, Schade...

    In der "Frankfurter Neue Presse" sind ein paar Leserbriefe zum Thema Altstadt:


    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2542272\r
    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2542272


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    ...Es gäbe so viele Gründe aufzuzählen, warum nun auch zwischen Römerberg und Dom ein Teil der Altstadt wieder erstehen soll; doch eigentlich sollte in einer Demokratie ein ganz bestimmter Grund alleine schon ausreichen: Die Menschen wollen es!


    Demokratie ist guuuuuut!

    Gestern war Tag der offenen Tür in der Alten Stadtbibliothek. Scheinbar war es ein voller Erfolg, denn der Ansturm war enorm. In der Frankfurter Rundschau ist ein Artikel dazu:


    http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/frankfurt_und_hessen/?cnt=738572\r
    http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frank ... cnt=738572


    Wenn ich mir auf dem Bild die Frauen auf der Treppe ansehe und dazu solche Kommentare lese muss ich schon etwas schmunzeln.


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    Ein Grüppchen erörterte, ob der Gelbe Saal oben nicht zu gelb aussieht, oder ob man nicht gerade da "den Geist spürt". Eine Literatin stand klar auf Gelb: "Dieser Raum hat eine Schwingung, hier würden die Leute zuhören!"


    Ein bisschen gemeckert wurde natürlich auch:


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    Warum Kronleuchter mal aus mattem Messing, mal aus glänzendem Messing gefertigt sind und ob nicht moderne Leuchten "ein lebendigeres Raumempfinden" gebracht hätten. Ob es überhaupt zulässig sei, ein verloren gegangenes Haus wieder hinzustellen und "etwas vorzugeben, was nicht wahr ist". Ob es nicht angemessener gewesen wäre, beim Wiederaufbau "die alte Ordnung aufzunehmen und ins Heute zu übertragen". Dass andererseits aber auch "eine künstliche Patina schrecklich wäre".

    Die Einweihung der Alten Stadtbibliothek war am Mittwoch, heute ist dort "Tag der offenen Tür". Bei euch im Forum sind heute ja sehr gute Bilder vom Gebäude zu bestaunen, das nur mal so nebenbei.


    Eines der wichtigsten Rekonstuktionsvorhaben ist für mich die Schinkel´sche Bauakademie in Berlin. Tja, und sonst das übliche, Berliner Stadtschloß, Frauenkirche. Ach und was schade finde weil es immer ein bisschen untergeht ist das Rathaus in Wesel.

    Den Wiederaufbau in Potsdam stelle ich mir auch sehr schwer vor. Wenn ich das schon lese fange ich an zu kochen!


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    ...nach dem Motto "Kein Geld für Kindergärten, aber Preußen-Schlösser aufbauen"


    Speziell die Garnisonskirche muss ja für die PDS ein rotes Tuch sein. Preußen, Militarismus, ...bla, bla...


    Dass Günther Jauch sich so für seine Stadt einsetzt finde ich lobenswert, habe mal in einem Bericht gesehen, dass auch Wolfgang Joop sich sehr für seine Stadt einsetzt. Er hat wohl auch viele Villen mit seiner finanziellen Unterstützung vor dem Verfall gerettet. Ausgezeichnet!


    Und die Studenten, na ja, die wollen sich und vor allem allen anderen beweisen wie kreativ und toll sie doch sind. :augenrollen:


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    Die zahlreichen Potsdamer Studenten lehnen die Rekonstruktion auch weitestgehend ab. Gerade die Architekturstudenten kommen ja immer wieder mit den abwegigsten Ideen für Potsdam.


    Auf jeden Fall muss ich irgendwann mal nach Potsdam, es scheint sich zu lohnen.

    Wie gut, dass es Initiativen gibt die sich um Sachen kümmern die sonst verloren gingen. Das Projekt gefällt mir gut, nur funktioniert der Verweis auf die Seite bei mir nicht richtig. Alles was ich sehe ist die erste Seite mit dem Weinberg und der Villa. Genau diese Villa würde mich interessieren. Wer war der Architekt, wer war der Auftraggeber, wie ist der heutige Zustand und wie sieht die zukünftige Nutzung aus?


    Das verstehe ich nicht ganz:


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    So die gußeisernen Rahmen der einst die Reben schützenden Fenster.


    Wieso Fenster, wie muss ich mir das vorstellen, etwa wie ein Gewächshaus? Wenn das so wäre, müsste es ja in Potsdam ziemlich ungünstig mit dem Weinbau-Klima sein. In Sancoussie wachsen doch auch Weinreben und das ohne Wetterschutz, oder ist dort ein anderes Mikroklima!?


    Eine Sache stört mich doch etwas:


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    "Warum sollen einzelne Handwerkerinnungen und die Potsdamer Rechtsanwälte oder Zahnärzte nicht Teile des Weinberges kaufen können?"


    Wieso wird hier ausgerechnet von Rechtsanwälten und Zahnärzten gesprochen? Das klingt doch etwas Elitär.

    Das Medien-Echo zu den Plänen Dominik Mangelmanns ist ja gewaltig und sorgt für einen ziemlichen Aufruhr, gut so, hoffentlich wird daraus was!


    Danke saibo, dass du das hier eingestellt hast, als ich es nämlich im DAF zuerst gelesen habe, wollte ich es nicht hier einstellen. Dachte mir es lesen ja sowieso viele im DAF. Ich bin übrigens auch durch einen link "von drüben" auf APH aufmerksam geworden. Ich mag beide Seiten und sogar Skyscraperpage. Den Zwist kann ich gar nicht verstehen.

    Gerade erst entdeckt:


    "Frankfurt am Main steht angesichts der von Christoph Mäckler entworfenen Neuen Stadtbibliothek vor einer Nachempfindung des Klassizismus"


    1. Seite:


    http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/architektur/?cnt=735580\r
    http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultu ... cnt=735580


    2. Seite:


    http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/architektur/?cnt=735580&cnt_page=2\r
    http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultu ... cnt_page=2


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    Wollte man fragen, warum Frankfurt heute so dasteht, wie es sich als mittlere Großstadt und Global City zeigt, liegt eine Antwort darin, dass beide in den letzten Jahrzehnten eine immer wieder grobianische Behandlung erfahren haben, in besonderer Weise durch ihre Planungsdezernenten. Sie bestand in ungestümen Modernisierungsvorstößen und Maßstabsprüngen. Fad war dabei das Interesse gegenüber dem architektonischen Erbe.

    Die Alte Stadtbibliothek ist heute (Dienstag, den 4. Oktober) eröffnet worden. Der Vorsitzende des Fördervereins, Volhard, übergab Oberbürgermeisterin Petra Roth symbolisch den Schlüssel. Der Wiederaufbau hat rund 7 Millionen € gekostet. Das Geld stammt zum größten Teil von der Hertie-Stiftung.


    Volhard sagte zur Einweihung "eine Wunde der Stadt" sei geschlossen worden. Hoffentlich nimmt der gelungene Wiederaufbau allen Gegnern von Rekonstruktionen in Frankfurt etwas den Wind aus den Segeln. Die nächste Wunde der Stadt liegt nämlich nicht weit entfernt, es ist........... die Altstadt.

    Ha, der Bericht war weitgehend positiv. Dieter Bartetskie, Architektur-Kritiker der FAZ, kam auch zu Wort. Es wurden auch Filmaufnahmen der unzerstörten Altstadt gezeigt, unglaublich. Ach ja, Bartetskie nannte die Ostzeile etwas polemisch "Lebkuchenhäuser". Aus dem bin ich sowieso nicht ganz schlau geworden.


    Wer hat´s noch gesehen?

    In der "Welt" gibt es einen Artikel zu den Plänen die Altstadt wiederaufzubauen.


    http://www.welt.de/data/2005/10/01/782826.html\r
    http://www.welt.de/data/2005/10/01/782826.html


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    Ein Architektenwettbewerb sollte Lösungsvorschläge bringen. (...) Aber die Jury tat, was alle Wettbewerbsjurys tun, in denen Architekten sitzen: Sie wählte den schnittigen, brav "modernen" Entwurf der Frankfurter Architektengemeinschaft KSP Engel und Zimmermann aus ("Massemodell"), der die Historie ignoriert. Flachdächer und ein neuer "Krönungsweg", der schnurgerade (und geschichtswidrig) auf den Domturm zuläuft, schienen den Juroren "zeitgemäßer" zu sein. Aber da kollidierten sie mit dem neu erwachten Interesse an Identität und Tradition.


    Habe langsam das Gefühl, als dreht sich der Wind uns zugunsten.

    Weiß gar nicht was einige gegen den neuen Entwurf haben, der ist doch viel besser! Mir gefallen die beiden mittleren Gebäude sehr gut, da weniger Glas eingeplant ist... und erst die Fassadengliederung... Das linke Gebäude finde ich dagegen nicht so toll, es wirkt so unruhig.

    Die Gerbermühle in Frankfurt wird restauriert, außerdem wird ein mittelalterlicher Turm wiederaufgebaut. Erstmals 1311 schriftlich erwähnt beherbergt die Gerbermühle heute ein Ausflugslokal in dem schon Goethe ein- und ausging. Er feierte dort auch seinen 66. Geburtstag und dichtete: "Von der Ilme bis zum Rheine / Mahlen manche Mühlen / Doch die Gerbermühl am Maine / Ist's worauf ich ziele."


    Verantwortliche Architekten sind Jourdan & Müller, Frankfurt.


    Die Gerbermühle war mir bis jetzt überhaupt kein Begriff und für alle denen es genau so geht habe ich hier noch einige links:


    http://www.fr-aktuell.de/resso…n/architektur/?cnt=717401


    http://www.ingenieurgruppe-bau…orisch/GerbermuehleF.html


    http://www.altfrankfurt.com/Main/Gerbermuehle


    http://www.sachsenhausen-live.…/gastro/gerbermuehle.html