Posts by Stephan

    Den Mollerbau in Darmstadt (Kategorie C) könnte man auch noch in die Liste aufnehmen. Das war früher das Hoftheater, heute ist dort das Hessische Staatsarchiv und das Darmstädter Stadtarchiv untergebracht. 1819 nach Entwürfen Georg Mollers errichtet. Im zweiten Weltkrieg zerstört und von 1986-1994 wiederhergestellt. Es standen lange Zeit nur die Außenmauern, heute erstrahlt das Gebäude weitgehend in altem Glanz. Jemand von euch hat im August Fotos aus Darmstadt in der Galerie eingestellt, dort ist der Moller-Bau auch zu sehen. Ansonsten habe ich mir mal die Bilder hier "ausgeliehen":


    Ruine


    Rekonstruiert


    Die Assoziation die ich hatte, als ich den Begriff Stadt-Loggia gelesen habe war in etwa die gleiche, als wenn man außerhalb Italiens von "Piazza" statt Platz spricht. Nämlich: Treffpunkt der Stadt, viel Leben,
    Freizeit, das Leben genießen, vor allem aber südländisches (mediterranes) Lebensgefühl. Man kennt ja des Deutschen Sehnsucht nach dem Land in dem die Zitronen blühen. Wird also die Bezeichnung "Loggia" gezielt verwendet um eben diese Sehnsucht zu befriedigen und etwas ähnliches zu schaffen, einen stark frequentierten Stadtraum in dem man sich gerne aufhält? Dabei hat man allerdings vergessen, dass dazu vor allem eine ansprechende (architektonische) Formensprache gehört. Die ist aber nach meinem Verständnis bei diesem "Gestell" nicht gegeben, das ganze ist mir zu "akademisch" soweit man das so sagen kann.


    Ist übrigens ein spannenender Kontrast zu dem Lebkuchenhäuschen auf der linken Seite, auch die Farbe ist irgendwie frech. :zwinkern:

    @ Kardinal, in der Frankfurter Rundschau (glaube ich) war mal ein Artikel dazu. Darin stand, dass viele Teile der Goldenen Waage in Götzenhain in der Albert-Schweitzer-Straße 24 eingebaut sind. Da war doch auch irgendwas mit Glasbausteinen... Wer erinnert sich?

    Deine Bilder verdeutlichen das Problem ganz gut. Was mir noch nicht ganz klar ist, ob das Quartier VI auch definitiv gebaut wird. Das Gewandhaus wird wohl nicht wiederhergestellt, es lag nur zu einem Teil auf dem Areal des Quartier VI (lag es doch, oder?). Wie aber soll die Bebauung aussehen, wenn keine Vorgängerbauten die "Richtung" vorgeben. Eine modernistische, die auf Brüche abzielt kann ich mir nicht denken, eher etwas angepasstes.


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    Er findet solche Kontinuität nicht schlecht im Sinne einer zueinander passenden Architektur an diesem Platz, der zu einem der schönsten in Europa werden soll.


    Stichworte: Zueinander passend, Koninuität.

    Der Leipziger Platz enttäuscht mich, teilweise sehen die Gebäude aus wie mit Sandstein verkleidete fünfziger-Jahre Bauten. Der Platz hat so ein Potenzial geboten, vielleicht auch mal traditioneller zu bauen, vor allem gilt er doch als 1A-Lage. Zu einer 1A_lage gehören aber auch 1A-Gebäude, wie kann man da dermaßen belangloses hinklotzen. :schockiert:


    Jetzt was anderes: Vor dem U-Bahnhof steht ein Schild mit der Überschrift "Orte des Schreckens die wir niemals vergessen dürfen". Weshalb fehlen darauf die Vernichtungslager Belzec und Sobibor, weiß von euch jemand mehr darüber? Wessen Initiative war das? Weshalb stehen nur die genannten auf dem Schild? Ansprechpartner usw.? Bin dankbar für jede Information!


    Was mich freut ist, dass die Bilder mal einen ganz schonungslosen Blick auf Berlin geben, ohne "Postkarten-Motive".


    P.S. An der amerikanischen Botschaft wird ja schon eifrig gebaut, davon habe ich bis jetzt nichts mitgekriegt :D

    In dem Artikel steht es ja schon richtig drin:


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    Mister Nô: eine merkwürdige Randerscheinung an auf historischem Pflaster.


    Spinner ist genau das treffende Wort dafür, Antiquitus!

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    Kein Pilot darf am Weihe-Wochenende niedriger als 1,7 Kilometer über dem Boden die Kirche und deren Umgebung überfliegen.


    Die Anweisungen wurden wohl erlassen um die Öffentlichkeit zu beruhigen. Jemand der einen Anschlag plant wird sich davon bestimmt nicht von seinem Ziel abbringen lassen. Der Sicherheitsabstand von 1,7 Kilometer (Höhe und Radius?) reicht eigentlich nicht aus um angemessen zu reagieren. Die Reaktionszeit wäre bei einem Flugzeug das einige hundert Km/h fliegt auch gar nicht gegeben. Was will die Polizei eigentlich dann tun, wenn sich eine Maschine auf Kollisionskurs mit der Frauenkirche befindet? Versucht der Polizeihubschrauber die Terroristen dann abzudrängen oder wollen die Polizisten am Boden mit ihren Heckler und Koch die Maschine abschießen?


    Es gibt außerdem noch genug andere Möglichkeiten Anschläge durchzuführen.


    Man kann nur hoffen, dass von einem weitgehend wiederhergestelltem Neumarkt und der Frauenkirche selbst ein Signal ausgeht von dem z. B. das Projekt Stadtschloß Berlin oder andere Rekonstruktionsvorhaben profitiert. Ich denke hier an den positiven Effekt für Bürgerinitiativen die sich für ihre Städte einsetzen und noch mit allen möglichen Wiederständen zu kämpfen haben. Der Neumarkt Dresden ließe sich dann ausgezeichnet als Musterbeispiel für Stadtreparatur verwenden, auch im Hinblick auf die Frankfurter Altstadt.

    Ist das große Gebäude im Hintergrund das Hotel Kaiserhof? Wenn ja, dann dürfte ein Wiederaufbau aufgrund seiner Geschichte für die nächste Zeit ausgeschlossen sein. Ich hätte damit keine Probleme, ist ja nur ein Haus. Würde sich gut machen als Luxusappartement-Haus. Hotels gibt es ja schon genug in Berlin, glaube alleine schon über zehn Fünf-Sterne-Häuser.


    Tja, der Wilhelmplatz war einer der schönsten in Berlin und heute... Es wäre trotzdem senstionell wenn er wiederentstünde. Den U-Bahn-Ausgang mit Beeten dürfte man doch eigentlich ziemlich leicht wiederherstellen.

    Ganz genau, würde ich auch nicht erwähnen, das bietet zu viel Angriffsfläche. Vielleicht gehe ich auch zu der Veranstaltung, mal sehen. Ich befürchte nur dass die Gegner nicht sachlich bleiben und mit "Argumenten" kommen die einen in eine Ecke mit Personen stellen die "alte Verhältnisse, Zucht und Ordnung, usw." wiederherstellen wollen. Gerade fällt mir noch mein Lieblingswort "Deutschtümelei" ein :weinen:


    Wie auch immer: Beteiligen werde ich mich auf keinen Fall an der Diskussion, habe mit solchen Dingen schlechte Erfahrungen gemacht.

    Ich bin jetzt etwas verwirrt. Weil mich die Sache mit dem Markgrafen-Palais nicht losgelassen hat, habe ich mal die Suchmaschine angeworfen. Dachte nämlich es handelt sich hier um einen Neubau, laut Baunetz handelt es sich dabei aber um eine Restaurierung der "beiden historischen Bürohäuser" (Behren-Palais und das Markgrafen-Palais). Ich freue mich schon auf das fertige Objekt, scheint mir nämlich eine ganz schicke Ecke zu werden.

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    Würdest du wegen dieses Rathauses extra aus der Altstadt rausmarschieren, es dir ansehen, und dann wieder zurück in die Altstadt latschen


    Nee, würde ich nicht. Auch wenn ich die Fünfziger nicht ganz so schlimm finde, so habe ich doch andere Baustile im Sinn die mich interessieren.

    Stadthaus? Mmh, ich war mir eigentlich sicher das es ein Einkaufszentrum ist, ist ja schon so lange her dass ich in Wetzlar war. Einig sind wir uns auf jeden Fall das der Kasten missglückt aussieht. Das kann ich aber vom neuen Rathaus nicht sagen. Fünfziger Jahre, oder? Es steht nicht in der Altstadt und zerstört somit auch nicht das Fachwerk-Ensemble, ich weiß nicht warum, aber mir gefällt das Ding irgendwie (Bis auf die "Brücke"). Wer weiß wie nachkommende Generationen die Bauten der Fünfziger bewerten werden, ich finde nämlich die siebziger Jahre schlimmer. Wenn ich da an meine Grundschule denken musste, die war komplett aus Sichtbeton-Fertigteilen gebaut und grau gestrichen...

    Sehr schöne Bilder von Wetzlar. Ich war während meines Zivildienstes insgesamt fünf Wochen in der dortigen Zivildienstschule :augenrollen: , die Stadt habe ich gar nicht als so intakt in Erinnerung, weiß aber noch, dass sich viele über das Einkaufszentrum aufgeregt haben weil es so hässlich ist.


    Das hier meine ich:


    @Ben, danke für deine Erläuterung!


    Zu den Generälen: Was haben die Erben von Käthe Kollwitz da zu melden, müsste nicht eine Behörde entscheiden wo die Statuen aufgestellt werden?
    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die Statuen an ihrem "neuen" Standort durch die Sonneneinstrahlung stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Sie heizen sich im Sommer stark auf, das Material dehnt sich, in der Nacht kühlen sie sich wieder ab, das Material zieht sich zusammen und auf diese Art wird das Material stark beansprucht. Direkt an der Neuen Wache stünden sie mehr im Schatten, deshalb wäre das der bessere Standort. Außerdem bildet das dann wieder einen Zusammenhang. Neue Wache...Generäle, aha :idee:
    Wie ich außerdem gelesen habe waren früher Hüfthohe Gitter um die Standbilder, wäre heute auch wieder von Vorteil wegen Vandalismus und so...


    Ich glaube die Informationen zu den Generälen habe ich auf einer Seite gelesen, die Stadtbild Berlin, oder so ähnlich heißt. Vielleicht weiß ja einer von Euch mehr darüber.