Posts by Karasek

    Quote from "Booni"


    In Zittau gibt's auch noch ein uraltes Schwimmbad, das auf seine Wiedereröffnung wartet...


    Darüber kann man sich hier informieren:
    http://www.zittau.de/stadtbad/stadtbad_index.html\r
    http://www.zittau.de/stadtbad/stadtbad_index.html


    Derzeit versucht man gerade das Bad zu restaurieren und wieder als Stadtbad zu nutzen. Ein anderes Bad aus den 70ern wird deshalb geschlossen (2 Bäder sind zu viel).
    Leider sind die alten Becken so klein (das Bad stammt aus den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts) das man einen modernen Anbau hinzufügen wird. Das ist auf dem oberen Link erläutert. Die Front welche dazu aufgeborchen wird sieht man auf dem Modell dieser Seite ganz gut:
    http://www.hs-zigr.de/bauwesen/bau/Tomlow/ForschungRekonstruktionen.html#Anchor-Architektonisch-46840\r
    http://www.hs-zigr.de/bauwesen/bau/Toml ... isch-46840


    Einerseits wird dieses Bad nur mit einem größeren becken funktionieren, gleichzeitig aber muß man sagen das auf der Rückseite des Bades Platz genug gewesen wäre und das Erscheinungsbild unter einem Anbau dort nicht gelitten hätte.
    Ich habe noch nicht rausbekommen was aus der alten Wellenmaschine wird bzw. ob sie überhaupt noch besteht.

    Quote from "Elsner83"

    Bei Ebay wird gerade eine alte Postkarte von Görlitz-Moys angeboten, da sieht man noch mal die Kirche dazu (auf der ehem. Luisenstraße war ich auch, da ist auch noch alles so wie auf der Postkarte, mit dem Wasserturm (oder was auch immer das ist).



    Nette Gebotshöhe btw.... und noch 5 Tage bis zu bieten! :schockiert:

    Vielleicht sollte sich die Stadt Dresden vorher einmal gründlich mit den Privatisierungserfahrungen anderer Städte vertraut machen, sei es bei Wohnungen oder Wasser.
    Wohnungsprivatisierungen laufen meist nach dem Schema: Stadt verwaltet preiswerten Wohnraum und hat Einnahmen. Stadt hat Schulden, die vor allem auf die letzten Steuerreformen und folgenden Steuerausfälle zurückzuführen ist. Stadt will Schulden tilgen und verkauft alles was nicht niet- und nagelfest ist. Kritische Stimmen werden mit dem Hinweis kaltgestellt das private Betreiber immer kostengünstiger und damit auch für den Bürger besser sind. Wohnungen werden an privaten Investor verkauft. Dem reicht die Rendite nicht, also erhöht er Qualität und Preise des Wohnraums. Wohnraum wird teurer, Bürger hat weniger in der Tasche, Stadt hat keine Einnahmen aus Wohnraum und weiter steigende Schulden, Rentenfond in den USA freut sich über steigende Rendite.
    Beim Wasser läuft es übrigens noch krasser, wenn gewünscht kann ich hier mal auflisten wie es in Berlin gelaufen ist. Das ist wirklich ein Musterbeispiel des Privatisierungs- Wahns.


    Verkauf gesellschaftlichen Eigentums (nichts anderes ist es!) an Einzelne hat fast immer nur kurzfristige Effekte, langfristig gewinnen nur die privaten Eigentümer.

    Quote from "Miwori"

    Ich sehe das genauso skeptisch wie Harmonica,
    An den demographischen Fakten kann sich keiner vorbeimogeln.
    Viele ähnliche Wohnungen in weit besserer Lage stehen ein halbes Jahr oder länger leer, bis sich wieder ein Mieter findet.


    Wer in Dresden 2006/2007 203 Wohnungen voll bekommen will, muß die Mieter woanders abwerben und zwar nicht nur aus den Plattenbauten, sondern auch aus der Neustadt oder Friedrichstadt.


    Eine wirtschaftliche Dynamik, die auf eine bevorstehende Massenzuwanderung hindeutet, kann ich trotz einiger positiver Impulse nirgends erkennen.



    Diese wirtschaftliche Dynamik gibt es zwar auch in Dresden nicht, aber immerhin wird Dresden bis 2020 einen leichten Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Vorwiegend aus der sächsischen Provinz, also der Lausitz oder dem Erzgebirge, wo die Probleme des Wohnungsleerstandes noch weit krasser zu Tage treten (werden). Görlitz hat ja schon jetzt einen Leerstand von 50% in der Innenstadt.
    Dabei sind ja in Sachsen die Kaltmieten für Altbauwohnungen gar nicht so viel teurer, es sind vor allem die Nebenkosten und der oftmals fehlende Komfort aufgrund der Parksituation. 50-100€ machen bei Leuten ohne Geld schon sehr viel aus.
    Wobei auch noch dazu gesagt werden muß das die Politik auf derartige Probleme nur unzureichend Antworten findet. Städte wie Görlitz, Zittau oder Bautzen schrumpfen jetzt schon auf vorindustrielle (!) Einwohnerzahlen zurück, also müßte logischerweise eine Rückbewegung der Einwohner zurück in die Kernbereiche der Stadt geschehen. Das geschieht aber nicht, so das nun der zweite Verlust der Altstädte droht, nachdem man sie 40 Jahre sich selbst überließ.

    FREITAG, 17.2.06
    12:30-13:55 | Berlin - Alexanderplatz | Krimi/Drama | SWR


    Ich habe den Film leider noch nie gesehen und weiß nur das es ein Klassiker ist, aber AFAIK sieht man einige Berlin- Aufnahmen der frühen 30er.

    Ich weiß ja nicht wie die Gesellschaft Historischer Neumarkt finanziell bestückt ist, aber ich glaube in dem Fall täte eine Kampagne ganz gut welche das Problembewußtsein der Bürger schärft. Ich könnte mir da eine Plakatserie vorstellen die an ein paar zentralen Punkten in Dresden positioniert wird. Grundgedanke: wie ein Dresdner Original verfälscht wird. Als Motiv z.B. das Schokoladenmädchen mit Coca Cola statt Schokolade auf dem Tablett, der Goldene Reiter mit dem Gesicht Friedrich des Großen, die Zitronenpresse mit Hammer und Sicher obenauf, das Blaue Wunder in Gelb usw.. Das alles auf richtig großen Plakaten und mit 'nem griffigen Slogan drunter, sonst nix.

    Und ich würde in erster Linie den künstlerischen Wert und das Vorhandensein von Restelementen entscheiden lassen, nicht die Aussage des Denkmals oder die Angst vor politischen Anschlägen.
    In dem Zusammenhang fällt mir die Berliner Siegessäule ein, deren Aussage auch nicht gerade freidlich ist und die auch schon den ein oder anderen Anschlag zu verkraften hatte, trotzdem stellt sie heute niemand mehr in Frage.

    Quote from "Booni"


    Hingegen muss ich mir anhören, dass das Geld, was ich z.B. für den Wiederaufbau der Rampischen 29 gespendet habe, in Afrika viel sinnvoller verwendet werden könnte...


    Dann sollen diese Leute bitte konsequent sein und statt des neuen BMWs einen gebrauchten Panda fahren, statt Armani No Name- Produkte tragen und statt der Fernreise einen Waldspaziergang machen. All der eitle Tand, der letztendlich nur der eigenen Eitelkeit schmeichelt, ist völlig unnötig und ließe sich als freiwerdende Ressource in Afrika verwenden.

    Zitat:
    "sieht einen quadratischen, eingeschossigen und verglasten Bau mit Untergeschoß und Lichthof vor"


    Mensch, das nenne ich Kreativität!
    Das es für so etwas noch keine Software gibt die derartige Geniestreiche automatisch generiert?!

    Das ist schon ein interessanter Gedanke, nämlich der das uns aufgrund des "Zivilisationsbruchs" Rekonstruktionen verwehrt bleiben sollen. Scheinbar bleibt diese Idee aber, obwohl dieser Zivilisationsbruch europaweit wirkte, auf die Enkel der Täter beschränkt, da doch die Enkel der Opfer in Polen mehr oder weniger unwidersprochen ihren Rekonstruktionsvorhaben nachgehen können. Und dabei wohlgemerkt deutsche Kulturleistungen wiederherstellen, worüber im Falle Danzigs sicher auch Herr Grass nicht böse ist.
    Mir kommt es so vor als sollten wir heute in eine Art immerwährende, selbstgewählte Geiselhaft für den Zivilisationsbruch unserer Vorfahren genommen werden, die uns daran hindert zurückzuschauen und uns an das zu erinnern was vor dem Zivilisationsbruch war. Denn die Rekonstruktion alter Architektur ist ja nichts anderes als ein Fenster in eine vergangene Zeit, durch das dann längst vergessene Geschichte wieder lebendig wird. Und davor scheint sich ein Teil der Gesellschaft zu fürchten, als kämen nämlich mit der Geschichte auch die Verführungen zurück.

    Quote from "Antiquitus"


    Aber warum Putin unbedingt ein Haus an der ostdeutschen Ostsee kaufen will, verstehe ich nicht ganz.


    Nana, wie soll man denn das verstehen? :zwinkern:
    Der Mann ist halt Deutschland- Fan. In Russland haben ja viele ein Faible für die deutsche Kultur.
    Bei den derzeitigen russischen Verhältnissen kann ich mir gut vorstellen das das Haus vom russischen Staat restauriert wird und dann heimlich, still und leise in Putins Besitz übergeht. So als Sommersitz für den verdienten Präsidenten in Ruhestand.
    Wobei man anmerken sollte das Russland nach dem 2. WK ja ein deutscher Landstrich zugefallen ist der eine durchaus vergleichbare Bädertradition hat (Thomas Mann hatte dort ein Haus). Aber die Ecke scheint wohl völlig tot zu sein.

    Jürgen
    könntest Du mal paar Angaben zum Buch machen, also welches Jahr, die wievielte Auflage, wie viele Seiten.
    Bin zwar eher Schlesien- Sammler, aber das Buch würde ich mir mal zulegen.

    Quote from "saibo"


    1) Ähm... warst du jemals in der Hofkirche?
    2) Auf den Farbdias sind die Deckenfresken in den Seitenkapellen abgebildet. Und die haben den Krieg unbeschadet überstanden. Bis auf eine( ich glaube die Bennokapelle), die hat man dann beim Wiederaufbau zu einem Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung umgestaltet. Das ist meiner Meinung nach aber sehr gelungen.


    1) Ähh... *kopfkratz*... ja, vor 10 Jahren oder so.
    2) Oh, äh, ja, ich versinke beschämt im Boden.
    Ich habe mir das gerade nochmal im Bildindex angesehen... da hatte ich wohl falsche Vorstellungen, die von der irrigen Annahme ausgingen eine katholische barocke Kirche müßte in jedem Fall bunter sein als es die Hofkirche wohl jemals war und die durch die Farbdias noch verstärkt wurden.
    Sorry, jetzt bin ich peinlich berührt... :augenrollen:

    Ist vielleicht nicht der richtige Thread, aber einen besseren habe ich nicht gefunden. Egal.
    Ich habe mir letztens im Farbdia- Archiv mal die Aufnahmen aus dem Innern der Hofkirche angesehen und war überwältigt. Derart grandioser, farbenfroher Barock in einer Kirche ist eigentlich das Einzige was wir in Sachsen überhaupt nicht haben... selbst die Preussen haben sowas!
    Gabs eigentlich irgendwann mal Bestrebungen diese Malereien nachträglich zu rekonstruieren oder gibt es da aktuelle Bestrebungen?

    Quote from "Stefan"

    wirklich eine sehr interessante seite,
    gibt es weitere oder vergleichbare seiten
    aus Tschechien?


    Keine die mir bekannt ist. Die Stadt ist neben Prag aber auch die größte Sehenswürdigkeit im Land.
    Übrigens, vielleicht fällt das ja anderen auch auf, aber die Geschichte der einzelnen Häuser endet immer irgendwann im 19. Jahrhundert, damit man sich nicht am komplizierten 20. Jahrhundert abarbeiten muß.

    Quote from "Harmonica"


    Es stimmt schon, dass die frisch sanierten Altbauten in Görlitz und anderswo (siehe Leipzig-Thread) etwas wie geleckt aussehen. Andererseits, fährt man zum Beispiel durch die Tschechische Republik, kann man vielerorts sehen, wie die Fassaden nach jahrzehntelanger Verwahrlosung aussehen! Schmuddelig in meinen Augen. Dann lieber frisch saniert - altern werden die Fassaden schon noch von selbst...


    Das Tschechien (geht mir als Grenzbewohner übrigens schwer über die Zunge) :zwinkern: ins Spiel gebracht wird ist ganz interessant, denn dort versteht man es durchaus so zu restaurieren das es nicht wie geleckt aussieht.
    Ich war vor ein paar Monaten übers Wochenende in Krummau/Cesky Krumlov und suchte vorher im Internet ein Hotel. Mit Erstaunen mußte ich feststellen das Hotels, die für mich runtergewirtschaftet aussahen, mitunter bereits mehrfach restauriert wurden. Beispiel:
    http://www.ckrumlov.cz/de/mesto/objekt/i_kaj66.htm


    Und hier alle historischen Objekte zum anklicken:
    http://www.ckrumlov.cz/de/mesto/objekt/i_seznam.htm


    PS: die Site könnte doch eigentlich auch in die Linkliste aufgenommen werden, so ausführlich wie die historische Altstadt vorgestellt wird?! :?: