Posts by S.Hartmann

    Nur mal zur Info... Ein gut gepflanzter Stadtbaum hat mindestens eine 9m3 Pflanzgrube, besser wären 12m3 - 15m3, da in unseren Innenstädten kein richtiger Boden mehr vorhanden ist. (über Jahrhunderte verdichtet, aufgeschüttet mit bauschutt etc.).


    Berlin hat extrem viele Bäume. Neupflanzungen sind nur leider nicht immer an gleicher historischer Stelle möglich. Heute gibt es viel mehr Leitungen im Boden und die reglementierten Abstände zu Bäumen sind größer als früher. Zur Gründerzeit gab's Wasser, Abwasser und Gas fertig.

    Heute gibt's dazu : viel mehr Wasser und Abwasser, Strom, fernwärme, x verschiedene kommunikationsleitungen, Strassenbeleuchtung...


    Sonst bin ich voll eurer Meinung für viel Grün in der Stadt. Erst recht weil es mehr und mehr Studien gibt die die Vorteile objektiv fananziel beziffern können, mit denen dann Politiker überzeugt werden können.

    Ich glaube die Aussage von Lederer bezog sich schlicht auf den Eröffnungsakt an sich.

    Aktuell werden europaweit alle Art von Veranstaltungen mit Menschenansammlungen bis in den Hochsommer hinein abgesagt.


    Wäre doch schade das Schloss mit 1m Abstand zwischen jedem Besucher zu eröffnen.

    Da liegt es nur nahe den Termin etwas zu verschieben um sicher zu gehen eine grosse Party organisieren zu können und dann gibt es auch keinen Zeitdruck für die Arbeiten.

    Ihre Meinung bleibt Ihnen natürlich gelassen, doch erschließt sie mir nicht. Als Individuum, aber als gesellschaft sollte man sich an seine negative Vergangenheit erinnern, damit man für das hier und jetzt Lehren ziehen kann.


    Wenn sie angeführt hätten, daß es bereits genug Erinnerungsstatten und noch Mauerreste gibt... Ok

    Das Internationale Handselszentrum an der Friedrichstrasse ist aber, im Vergleich zu den beiden CityWestTürmen, nicht so wahrnehmbar als Fussgänger. Man sieht es eigentlich erst wenn man direkt daneben steht.
    Da muss ich den Anderen hier schon recht geben. Die beiden Türme sind sehr präsent.


    Nur meiner Meinung nach eher bereichernd und die Gründerzeitler stört das wenig, die treten durch ihre eigene Plastizität eher noch hervor. Aber ist ja immer Ansichtssache.

    Klar stellen die beiden Türme die KWGK in den Schatten. Ich finde sie trotzdem sehr passend und den Ort deutlich urbaner, als noch vor einigen Jahren. Die beiden unterschiedlichen Kubaturen (rund vs. eckig) und Materialität ergänzen sich klasse. Eine Aufwertung des Sockels der Kirche fehlt nur noch.


    Um nochmal das alte Argument herauszuholen:
    ein Wiederaufbau der Kirche würde Sie deutlich untinteressanter machen, da sie ja nicht gerade eine gestalterische Spitzenleitung Ihrer Zeit war, sondern sehr solide entworfene und gebaute "Trendware" und es ähnliche Kirchen noch Landesweit gibt(bzw. dessen sehr ähnliche Vorbilder im Rheinland ).

    Den Lenin-Kopf haben die Medien sicher eher in den Vordergrund gerückt, da er noch vielen Menschen ein Begfriff ist. Die Siegesallee kennen doch nur noch recht wenige. Die Allee wurde auch zur Entstehungszeit nicht wirklich gelobt und von Zeitzeugen eher abfällig bewertet. Künstlerisch sind wohl die meisten Werke (ob Siegesallee, Lenin, Soldaten etc.) alle nicht herausragend. Der gemeinsame Punkt: es handelt sich bei allen Statuen um Propagandawerke.


    Hoffen wir mal, dass der Medienhype um den Lenin-Kopf viele Menschen anlockt, so dass diese sich dann auch mit den anderen Werken auseinandersetzen.

    Ach Neusser, der Schinkelplatz hat eine Wechselpflanzung. Je nach Jahreszeit wird diese geändert.
    Ein wenig Unkraut lässt sich auch kaum vermeiden, ausser man schickt jede Woche jemanden zum Unkrautzupfen.
    Unkrautvernichtungsmittel, wie Sie leider immer noch in vielen anderen Ländern verwendet werden, verwendet man glücklicherweise nicht mehr in Berlin.


    In Paris und Umgebung hat man noch bis vor zwei Jahren kräftig Gift verstreut, dadurch sahen selbst die Landstrassen schön "ordentlich" aus. Gesund für die Umwelt geht aber anders.

    @ Kaiser Karl und ähnliche.


    "Also ich muß ehrlich sagen, dass der alte Belle Alliance Platz noch eine hohe Aufenthaltsqualität besaß"
    - erklär mir mal bitte woran Sie das festmachen? Hast du den Platz noch erlebt?


    Anhand von Postkarten (ob von früher oder heute) kann man fast nichts über die reale Wirkung eines Platzes aussagen.

    In der Architektur halte ich Ornamentik weniger für überflüssig, da Sie ebenfalls einen klaren Zweck erfüllt: dem Auge Abwechslung und Kleinteiligkeit zu bieten und zu repräsentieren.


    Da W II. aber klare Anordnungen in seinem Testament hinterlassen hat, sollte man diese respektieren. Desweiteren ist das Mausoleum zu klein für die Innenstadt. Es gehört in einen Park, wo es ja auch aktuell steht.

    Ich denke auch das diese Diskussion überflüssig ist. Man sollte seinem Wunsch folgen und Ihn dort liegen lassen. Eine Monarchie wird mit hoher Warscheinlichkeit nicht mehr in Deutschland entstehen.


    Wenn Sie aber andere Themen besprechen möchten, sollten Sie den Strang umbenennen und das Mausoleum heraushalten, da die Diskussion sehr abdriftet.


    Zu den letzten Beitragsverfassern: Warum so pessimistisch?
    Die Zukunft ist immer ungewiss. Die aktuelle Situation kann bereichernd sein, wenn man zusammenarbeitet. In den arabischen Ländern wird eher noch Ornamental und "klassisch" gebaut, als bei uns. Wenn also ein Teil der zugereisten Menschen sich bei uns dauerhaft niederlassen möchte, kann dies eine Chance sein auch diese Tradition hier mehr zu sehen. Die Integration muss aber funktionieren und die Menschen sollen sich auch als Deutsche fühlen.


    Man sollte niemals gegen Ströme arbeiten, die man nicht aufhalten kann, sondern in die richtigen Kanäle leiten und mit Ihnen arbeiten.

    Na die Unterschiede der Fassaden im einfachen Mietskasernenbau waren jetzt nicht so riesig. Selbst hier in Paris kann ich oft die deutlich repräsentativeren Fassaden nicht den Zeiten zuordnen, da sie einfach gleich aussehen; Da muss man dann schon mal auf das Datum schauen und man stellt fest dass ein Haus von 1869 aussieht wie eins von 1892 zwei Ecken weiter.


    Dies ist aber auch der Zeit damals geschuldet, die Trends haben sich damals noch nicht ganz so schnell geändert.

    Danke bilderbuch.


    Dies ist auch mein Empfinden, jedesmal wenn ich an dem Haus vorbeigehe. Kein "erhobener Zeigefinger", auch nicht das abstrakt erlebbare neue aufgebaute Berlin, sondern die direkte Wirkung der plastischen Zerstörungen - dies ist die Qualität des Gebäudes und macht die Ereignisse von damals erlebbarer als jeder Film.


    Desweiteren scheinen hier Einige zu fürchten ganz Berlin wäre voll von solchen Gebäuden. In Wirklichkeit ist deren Zahl doch sehr gering.


    Für mich eine sehr gelungene Renovierung und Konservierung.



    Bernd Ludwig - etwas überspitzt gefragt: können Sie eigentlich nach Rom oder Pompeii reisen? Dort stehen massen an Ruinen, schmerzt es Sie nicht extrem, das diese nicht wieder aufgebaut werden?

    gut man muss die Häuser nicht schön finden, sind sie auch nicht. Aber die Gründerzeitler in PBerg waren auch nicht einfallsreicher. Immer gleiche Lochfassade, nur mit jeweils anderem Stuck aus dem Katalog.

    Marly-le-Roi


    oh bitte nein. Ich kenne den Park ganz gut. Dies wäre eine komplette Neuschöpfung. Es gibt doch nur ein paar Architekturzeichnungen als Quelle. Wie das Gebäude konkret gebaut, bemalt und ausgestattet war weiss doch niemand mehr. Es gibt ja nicht einmal Fotos, da es schon seit 200 Jahren verschwunden ist.


    Der Park müsste auch komplett nachgebaut werden.


    Der jetzige Zustand mit dem Grundriss des Schlosses als Erinnerung ist schon ok. Vielleicht könnte man noch die Grundrisse der Gästehäuser ergändzen, das würde die alte Wirkung wieder in Erinnerung rufen.