Posts by S.Hartmann

    Danke an Heinzer.


    Mich befremdet diese Diskussion hier sehr.

    Es werden Argumente mit der Lupe gesucht, die meisten sind nicht einmal haltbar und oft nur um damit den aktuellen Zustand des Hansaviertels kritisieren zu können und somit seinen persöhnlichen Geschmack zum Ausdruck bringen.

    All dies dann auch noch aus unser heutigen Sicht ohne Rücksicht auf die damaligen Zustände.


    Wäre es nicht sinnvoller dann anders herum zu denken? Wie würdet ihr aus der heutigen Situation das Viertel umbauen(ohne Rücksichtnahme auf den Denkmalstatus)?


    Auch wenn ich das Hansaviertel mag, ich glaube auch hier ist der status quo nicht für die Ewigkeit.


    Wikos

    'Die ideologisch motivierte Planung...[der] funktional-gegliederten Stadt, völlig in die falsche Richtung gelaufen.'

    Ideologisch motiviert - ja, aber es wurde aus damaliger Sicht ein modernes Schaufenster für Berlin geschaffen, mitten in Berlin West, genau vor der Nase des Ostblocks. Solch eine Ausstellung konnte nur ideologie-beladen sein.

    In die falsche Richtung gelaufen: - nein, es war nun einmal Ausstellungsgelände, mit Einfamilienhäusern für den Stadtrand bis zum Punkthochhaus. Ein Erfolgt war es damals, man lese nur die Berichte aus damaliger Zeit und internationaler Presse.

    Für die Bewohner ist es seit seiner Errichtung ein angenehmes, ruhiges, grünes und lebenswertes Viertel geworden. Für die Funktion des Wohnens, wofür es geschaffen wurde, kann man es also als Erfolg werten. Ein lebendiges 'städtisches' Viertel ist es aber nicht.


    Ideologie in der Architektur gibt und gab es immer und in den meisten Fällen ist dies nicht negativ.

    Danke für die Fotos vom Schlüterhof:

    Für mich ist HIER die zurecht kritisierte OSTfassade. Sie hällt sich so sehr hinter dem Barock zurück, dass keinerlei Gestaltungswillen mehr zu sehen ist. Ein wirkliches Armutszeugnis.

    Mit der Ostfassade zur Spree kann ich leben, da sie im Kontext des heutigen Berlin halbwegs funktioniert.


    zu den Figuren auf der Kuppel:

    Einen Mobilkran für einen Tag heranzuordern kostet nicht die Welt. Man kann getrost die Figuren Stück für Stück später heraufheben.

    Am Postdamer Schloss gut zu beobachten, sobald neue Figuren fertig sind werden sie angeliefert und heraufgehoben. So füllt sich dort die Dachlandschaft langsam mit Figurenschmuck.


    Somit kann man weitere Spender motivieren. Ein Warten bis alle 8 fertig sind wäre schade.

    Danke an UrPotsdamer... Jeder kann es mögen oder nicht...Aber das Büro zu beschimpfen ist nicht hinnehmbar.


    Ich bin selber Landschaftsarchitekt und sehe die Lösung von BBZ als interessante Lösung auf die Ausschreibung. Es ging ja nicht darum den früheren Zustand herzustellen, sondern eine Lösung für heutige Anforderungen, die barocke Fassade und dem Konzept des Humboldt Forums zu finden (die Idee die drei Kontinente darzustellen und somit eine kostenlos öffentlich zugängliche Verbindung zur Ausstellung herzustellen finde ich gut ).


    Ich bitte daher abzuwarten, der aktuelle Zustand verdeckt oder beeinträchtigt die Fassade nicht.


    Ihr kennt auch nicht das Pflegekonzept, vielleicht sollen die Birken klein gehalten werden um den Taiga Charakter beizuhalten.


    Wenn in 10 Jahren zuviel verdeckt wird, kann man immer noch krach machen. Pflanzen sind kein béton.


    Grüße aus Frankreich.

    Sind dies 100% abgeklärte Informationen?

    Die Namensschilder hängen ja sicher noch am Baum, da die Baustelle noch nicht abgenommen wurde.


    Es würde mich wundern, da es gegen die Idee und Zeichnungen von BBZ sprechen würde, Diese zeigen eine Visu mit nur 4m Höhe, was sicher zu gering ist, aber ich glaube 12m Höhe sind kein Problem für die Fassade( nur bis zur 1. Etage ). Die Fassade ist hier relativ repetitif, keinerlei besonderen Ornamente werden verdeckt und Birken eher leicht und lassen den Blick durch.


    Auf der Nordseite erwarte ich auch nicht ein so schnelles Wachstum, sind ja eigentlich Pionierbäume die Licht benötigen.


    Der aktuelle Zustand wird für die nächsten 10 Jahre akzeptabel bleiben. Kein Grund zur Panik oder Verunglimpfung der Planer.

    Erst einmal hoffen das die Bäume gut anwachsen und schauen wie sie mit der Nordseite klarkommen. Danach kann man immer noch zurückschneiden und jung nachpflanzen, um permanent dieses PfanzenBild zu erhalten.

    Und jeder sollte erst einmal durch die fertigen Beete hindurchlaufen, bevor er urteilt. Ich schätze alle werden eher positiv überrascht sein, wie dies die Fassade eher noch beleben und aufwerten wird (gerade am mit der Abendsonne und dem Schattenspiel).

    Als Skulptur aus der Luft sieht das Stadion in kapetown gut aus. Wie verhält es sich aber aus der besucherperspektive? Ich sehe hier viel beton und leere. Darum gefällt mir das Stade de France nahe Paris auch nicht so sehr. Man wird von viel grau in grau empfangen. Gerade bei Stadien ist die Kommunikation von Fassade und aussenraum extrem wichtig, bestes Beispiel Olympiastadion München.

    Ob Licht nun künstlich oder natürlich, es ist sehr expressif eingesetzt beim ICC, mich hat es damals bei meinem Besuch beeindruckt.


    Berlin ist reich und gibt glücklicherweise noch relativ viel für Kultur aus. Ich denke hier eher global oder Europaweit, statt nur auf deutschem Niveau.


    Ein kulturelles Erbe zu erhalten ist Aufgabe jeder neuen Generation, und dieses Erbe endet nicht mit dem Jahr 1918, das ICC ist ein herausragendes Gebäude seiner Zeit. Man muss es nicht mögen.

    Für mich ein faszinierender Bau, schön auf seine Art. Mit einem Repräsentationswillen eines Barockschlosses, viel Platz zum sehen und gesehen werden. Raum erleben, Licht und Schatten. Und wie ein Barockschloss, nicht wirtschaftlich zu betreiben. Es wird immer Verlust machen.


    Eine gemischte gesunde und reiche Gesellschaft wie sie es in Berlin gibt, sollte genug Mittel zur Verfügung stellen um Barockschlösser, antike Tempel und ein space age Bauwerk finanziell unterstützen zu können.


    Ich hoffe auf eine Nutzung für dieses einzigartige Gebäude und eine Lösung für das Asbest Problem.

    Nur mal zur Info... Ein gut gepflanzter Stadtbaum hat mindestens eine 9m3 Pflanzgrube, besser wären 12m3 - 15m3, da in unseren Innenstädten kein richtiger Boden mehr vorhanden ist. (über Jahrhunderte verdichtet, aufgeschüttet mit bauschutt etc.).


    Berlin hat extrem viele Bäume. Neupflanzungen sind nur leider nicht immer an gleicher historischer Stelle möglich. Heute gibt es viel mehr Leitungen im Boden und die reglementierten Abstände zu Bäumen sind größer als früher. Zur Gründerzeit gab's Wasser, Abwasser und Gas fertig.

    Heute gibt's dazu : viel mehr Wasser und Abwasser, Strom, fernwärme, x verschiedene kommunikationsleitungen, Strassenbeleuchtung...


    Sonst bin ich voll eurer Meinung für viel Grün in der Stadt. Erst recht weil es mehr und mehr Studien gibt die die Vorteile objektiv fananziel beziffern können, mit denen dann Politiker überzeugt werden können.

    Ich glaube die Aussage von Lederer bezog sich schlicht auf den Eröffnungsakt an sich.

    Aktuell werden europaweit alle Art von Veranstaltungen mit Menschenansammlungen bis in den Hochsommer hinein abgesagt.


    Wäre doch schade das Schloss mit 1m Abstand zwischen jedem Besucher zu eröffnen.

    Da liegt es nur nahe den Termin etwas zu verschieben um sicher zu gehen eine grosse Party organisieren zu können und dann gibt es auch keinen Zeitdruck für die Arbeiten.

    Ihre Meinung bleibt Ihnen natürlich gelassen, doch erschließt sie mir nicht. Als Individuum, aber als gesellschaft sollte man sich an seine negative Vergangenheit erinnern, damit man für das hier und jetzt Lehren ziehen kann.


    Wenn sie angeführt hätten, daß es bereits genug Erinnerungsstatten und noch Mauerreste gibt... Ok

    Das Internationale Handselszentrum an der Friedrichstrasse ist aber, im Vergleich zu den beiden CityWestTürmen, nicht so wahrnehmbar als Fussgänger. Man sieht es eigentlich erst wenn man direkt daneben steht.
    Da muss ich den Anderen hier schon recht geben. Die beiden Türme sind sehr präsent.


    Nur meiner Meinung nach eher bereichernd und die Gründerzeitler stört das wenig, die treten durch ihre eigene Plastizität eher noch hervor. Aber ist ja immer Ansichtssache.

    Klar stellen die beiden Türme die KWGK in den Schatten. Ich finde sie trotzdem sehr passend und den Ort deutlich urbaner, als noch vor einigen Jahren. Die beiden unterschiedlichen Kubaturen (rund vs. eckig) und Materialität ergänzen sich klasse. Eine Aufwertung des Sockels der Kirche fehlt nur noch.


    Um nochmal das alte Argument herauszuholen:
    ein Wiederaufbau der Kirche würde Sie deutlich untinteressanter machen, da sie ja nicht gerade eine gestalterische Spitzenleitung Ihrer Zeit war, sondern sehr solide entworfene und gebaute "Trendware" und es ähnliche Kirchen noch Landesweit gibt(bzw. dessen sehr ähnliche Vorbilder im Rheinland ).

    Den Lenin-Kopf haben die Medien sicher eher in den Vordergrund gerückt, da er noch vielen Menschen ein Begfriff ist. Die Siegesallee kennen doch nur noch recht wenige. Die Allee wurde auch zur Entstehungszeit nicht wirklich gelobt und von Zeitzeugen eher abfällig bewertet. Künstlerisch sind wohl die meisten Werke (ob Siegesallee, Lenin, Soldaten etc.) alle nicht herausragend. Der gemeinsame Punkt: es handelt sich bei allen Statuen um Propagandawerke.


    Hoffen wir mal, dass der Medienhype um den Lenin-Kopf viele Menschen anlockt, so dass diese sich dann auch mit den anderen Werken auseinandersetzen.

    Ach Neusser, der Schinkelplatz hat eine Wechselpflanzung. Je nach Jahreszeit wird diese geändert.
    Ein wenig Unkraut lässt sich auch kaum vermeiden, ausser man schickt jede Woche jemanden zum Unkrautzupfen.
    Unkrautvernichtungsmittel, wie Sie leider immer noch in vielen anderen Ländern verwendet werden, verwendet man glücklicherweise nicht mehr in Berlin.


    In Paris und Umgebung hat man noch bis vor zwei Jahren kräftig Gift verstreut, dadurch sahen selbst die Landstrassen schön "ordentlich" aus. Gesund für die Umwelt geht aber anders.