Posts by Reinhard

    Leserbrief an die Westfälischen Nachrichten:


    << Harmonie statt Brüche >>


    Wenn der münsterische Verleger Wolfgang Hölker vom Coppenrath-Verlag sein neues Projekt am Hafen vorstellt, dann kann er zu recht stolz auf dieses Gebäude sein.


    Während andere Bauherren und Architekten mehr auf die üblich gewordene "Ritter-Sport-Architektur" (quadratisch, praktisch, gut) setzen und damit vielfach Brüche zu der altehrwürdigen Industrie-Architektur des 19. Jahrhunderts erzeugen, soll nunmehr ein Haus geschaffen werden, das die Tugenden der Backstein-Nutzbauten eines Karl-Friedrich Schinkel in sich vereint: praktisch, formenreich und schön zugleich zu sein.


    Schinkel war nicht nur preußischer Generalbaumeister, er war es auch, der den unverputzten Backstein für repräsetative Gebäude hoffähig machte.
    So mag man nicht an einen Zufall glauben, wenn der Coppenrath-Neubau im besten Sinne stark an die Berliner Bauakademie erinnert.
    Nicht an der Spree in Berlin sondern am Stadthafen Münsters entsteht nun ein Haus, an dessen Stil und Qualität sich die Bauherren des Hafen-Areals messen lassen müssen!


    "Wundervoll!" dachte ich und ließ mir das Exposé kommen.
    Lage: wie erhofft.
    Umfeld: wie zu erwarten.
    Wohnungszuschnitte: von brauchbar bis zu "sehr gut".
    Preise: puuuh! ...um die € 10.000,oo pro qm Wfl.


    Bei € 5.000 hätte ich ja zugeschlagen, bis 7.000 hätte ich es mir noch überlegt - aber € 10.000 ???
    Es ist ja schließlich nicht die Falconiergasse in Mitte sondern das Schätzchen liegt im Westend!

    Ob die Dachterrasse des Humboldtforums angenommen werden wird, kann heute noch keiner sagen.
    Schließlich kommt es auch darauf an, ob man im Sitzen eine gute Aussicht hat und wer dieses Café betreibt.
    Für mich steht eines fest:
    Wenn das Dachterrassen-Café Ende Oktober 2019 in Betrieb sein sollte, dann werde ich dort mit meinen Angehörigen meinen 70sten Geburtstag gehörig feiern!
    Darauf freue ich mich jetzt schon...

    Aus dem Wahlprogramm der Berliner AfD für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September:


    "Die Historische Mitte behutsam entwickeln
    Berlin hat wie kaum eine andere Stadt unter der Zerstörung seiner historischen Stadtmitte als Folge des Zweiten Weltkrieges und der rücksichtslosen Beseitigung der verbliebenen Baudenkmäler durch die sozialistische Baupolitik der DDR zu leiden gehabt.
    Mit der Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses ist nun ein bedeutender Anfang für eine Aufwertung und teilweise Rückgewinnung der Historischen Mitte Berlins gemacht.


    Die AfD regt an, das Gebiet zwischen Berliner Rathaus, Humboldtforum (Berliner Schloss), Marienkirche und Fernsehturm („Marx-Engels-Forum“) als zentralen Ort der Berliner Stadtgeschichte im historischen Maßstab ähnlich dem angrenzenden Nikolaiviertel als Wohngebiet mit Kleingewerbe und kulturellen Einrichtungen wiederherzustellen.


    Hierüber ist eine Volksbefragung herbeizuführen. "



    Also, damit kann ich sehr gut leben!

    ich muß so ca. sechs Jahre alt gewesen sein, da zeigte mir mein Großvater ein Photo vom Schinkelplatz, das Ende der 20er Jahre aufgenommen worden sein muß. Er arbeitete dort bis zum Konkurs der Darmstädter Nationalbank in der Hauptgeschäftsstelle und saß bei schönem Wetter in den Mittagspausen auf der halbrunden Steinbank, die jetzt wieder da steht.
    Schrecklich, was statt des ehrwürdigen Bankhauses heute dort platziert wurde.
    Wie sehr unterscheidet sich die Atmosphäre von damals von der heutigen. Der Zuckerbäcker-Stil der DarmNatBank korrespondierte gut mit dem Eosanderportal des Schlosses und das Nationaldenkmal füllte würdig, was heute nur eine Brache ist.
    Leider ist dieses Photo verschollen. Ich würde es gerne hier einstellen!

    Zur Aufbauleistung unserer Eltern- und Großelterngeneration (paßt auch irgendwie zum 8. Mai):


    Dieses Land ist UNSER Land
    Was Eltern mühsam sich gebaut
    Aus Trümmern hoch mit eig´ner Hand
    Auf festem Grund, nicht flücht´gem Sand
    Was uns als Erbe anvertraut
    Das zu schützen, Freunde, schaut!


    ...ist von mir! :peinlich:

    Ja, das denke ich auch, Hannoveraner.


    Mit der Anhebung der erforderlichen Spendensumme von 80 auf 105 Mio € sollte die bislang unbefriedigende Struktur bereinigt werden.
    In den 80 Mio waren nämlich die Spenden für das Eckrondell und die Kuppel nicht enthalten.
    Das führte immer wieder zu Irritationen, wenn einmal die eingegangene Summe benannt wurde und man dann den fehlenden Rest (ohne Kuppel und Rondell) zu den 80 Mio bezifferte.
    Jetzt werden die 105 Mio einschließlich aller "Zutaten" genannt - und gut ist´s! baby2000:)

    Das ist alles genau im Plan! :daumenoben:


    Die jetzt teilweise sichtbare Trommel (Tambour) endet ca. 5 Meter oberhalb der Galerie.
    Auf den Renderings sieht man oberhalb des achteckigen Aufbaus eine Balustrade.
    Sie ist ca 1,6 Meter hoch und verdeckt einen Teil des Tambours.
    Der obere Rand wird von einem Fries eingefasst, der die Dachrinne der Kuppel trägt und die Trommel zusätzlich kürzer erscheinen läßt.


    Was jetzt noch oben drauf kommt ist die Kuppel (+ 15 m), die Laterne (+ 8 m) und das Kreuz (+ 7 m). :engel:
    Man muß sich also noch 30 Meter hinzu denken! :tongue: cclap:) :harfe:

    Das Vorhängen von barocken Fassaden vor die alten aus der Renaissance hat vor allem Schlüter machen müssen, Eosander von Göthe mußte nur auf den Verlauf der Grundmauern Rücksicht nehmen und durfte ab der Sicke an der Südseite alles abreißen, was seinen Bauten im Wege stand.
    Das waren aber im Wesentlichen Stallungen, Remisen und Gesindeunterkünfte.
    Die größeren Fenster am Westflügel und in den Innenhöfen wurden allesamt später erst so verändert.


    Damals wie heute war soetwas ein Graus für die jeweiligen Baumeister, die gerne die Symmetrie bewahrt wissen wollen... ;)

    Genau diese Frage hatte "Herr Lampe" auch an den Förderverein Berliner Schloß e.V. gerichtet und er bekam
    am 18.03.2015 folgende Antwort:

    Die Wiederherstellung der 16 Balustradenfiguren über den Portalen
    ist zwar vorgesehen, aber in den Kosten noch nicht berücksichtigt.
    Wir werden uns um deren Rekonstruktion und die dafür notwendigen Spenden
    erst bemühen, wenn die Schlossfassaden und die Kuppel insgesamt
    durchfinanziert sind.
    Hier sind viele Elemente später nicht nachrüstbar.


    Diese Figuren kann man auch später jederzeit nachschöpfen und dann mit
    einem Kran auf die Balustrade setzen. Deswegen besteht im Gegensatz zu
    den Fassaden kein Zeitdruck
    .


    Alles klar - vielen Dank für die Info, Herr Lampe! :blumen:


    Einerseits finde ich es ja schön, dass das Schloss auf den Renderings in all seiner Pracht abgebildet wird.


    Andererseits ist sicher, dass weder die Uhrentürmchen rechts und links
    der Kuppel kommen werden, noch wird der Dachabschluß oberhalb der
    Balustrade so glatt und niedrig in Erscheinung treten.
    Auch ist sehr ungewiss, ob die immer wieder gezeigten Skulpturen auf der Balustrade zu stehen kommen.
    Zumindest sind sie nicht in dem Spendenkatalog mit aufgeführt.


    Wir sehen bereits jetzt, wie unangenehm die Technikaufbauten das harmonische Bild stören werden.
    Diese Aufbauten überragen - entgegen allen bisher veröffentlichten Bauzeichnungen - die Balustrade erheblich! :gehtsnoch:


    Das ist sehr, sehr schade!

    Auf der Seite des Bundesamtes für Raumordnung ist ein kleines Rendering vom Schloss zu sehen, das keinerlei Skulpturen auf der Ballustrade zeigt.


    Auch wenn das hier schon gesagt worden ist: Ich bin entsetzt, dass eine Simplifizierung à lá Potsdamer Landtags-Schloss kommen soll. :zungeorange:
    Wir werden das wohl nur durch höheres Spendenaufkommen verbessern können...