Posts by Esteban

    Man merkt, dass du noch nicht in Dresden warst. :zwinkern:
    Zwar kann ich dir in Bezug auf die Innenstadt schon recht geben, wo auch ich den urbanen Charakter an einigen Ecken schmerzlich vermisse, allerdings ist Dresden flächenmäig recht groß, und die Innenstadt macht nur einen kleinen Teil der Fläche aus.
    Es gibt in Dresden auch außerhalb der Neustadt genug Ecken, wo sichs durchaus Leben lässt...

    Allerdings muss man beachten, dass die Logenanordnung, wie sie vor dem Krieg bestanden hat, nicht von Anfang an existiert hat sondern erst später gestaltet worden ist. Wenn mich nicht alles täuscht müsste das so gegen Anfang des 20. Jh. Passiert sein.
    Außerdem war noch ein Rang mehr, wo sich heute die Beleuchtung befindet.

    Quote from "Miwori"


    Das Gebäude rechts ist übrigens von Erlwein entworfen und erbaut. Bin mal einige Zeit immer daran vorbei gekommen, und auf der kleinen Hinweistafel, die irgendein Ortsverein davor aufgestellt hatte, war die Rede von einer in Aussicht stehenden Sanierung. Daraus ist dann wohl aber doch nichts geworden, denn der Beginn sollte schon vor Jahren gewesen sein.

    Quote from "Antiquitus"


    Also mir gefällt's nicht, find's sogar hässlich.
    Das liegt aber vermutlich vor allem daran, dass in Berlin nicht nur einige, sondern fast die meisten größeren Locations so kaputt aussehen.
    Ich weiß auch überhaupt nicht, wo in Deutschland diese ausgeprägte Affinität zum Morbiden, Verfall und Kaputten herkommt. In anderen Ländern ist das beiweitem nicht so ausgrepägt. Hier hat man bisweilen das Gefühl, cool ist nur, was auch kaputt ist. Das ist nicht mein Fall.


    Eigentlich finde ich, dass hier in Deutschland immer alles viel zu sehr auf Hochglanz poliert wird. Wenn ich da an einige Städte in Frankreich oder Italien denke. (Man denke nur an Venedig, das ja zu nicht unerheblichen teilen völlig vergammelt ist, und trotzdem, oder gerade deswegen, Touristen aus aller Welt anzieht.) Dieser morbide Charme, wie du so schön sagst, fehlt mir manchmal in Deutschland, mit seinem Perfektionismus.
    Aber das kann ja jeder finden wie er will. Ich persönlich hab schon lange nicht mehr ein Dresdner Bauwerk gesehen, dass mich mit seinem Mix aus Alt und Neu so begeistert hat. Ehrlich. Ich finds total klasse.

    Also ich finde den Hauptbahnhof außerordentlich gelungen, und auch die unverputzten, roten Ziegel haben eine ganz eigene Wirkung, die mich sehr anspricht. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich generell ein Gegner der Totsanierung von Gebäuden bin, die danach nur noch aalglatt und völlig charakterlos aussehen.
    Wenn man den alten Hbhf. noch kennt, ist es schonein ganz anderes Gefühl durch eine solche lichtdurchflutete, helle und freundliche Halle zu schlendern.


    Was die Bilder in den Rundbögen betrifft: so schön waren die auch nicht. Man kann es ja auf dem Bild nicht wirklich gut erkennen. Wäre zwar ganz nett gewesen, sie wieder zu integrieren, da sie ja mittlerweile auch ein Teil der Geschichte des Bahnhofes waren, aber so exorbitant groß ist der Verlust auch nicht. Da machen die hohen Fenster schon mehr her, und dies ist ja wahrscheinlich auch der ursprüngliche Zustand.

    Mir gefällt der Entwurf auch überhaupt nicht. Das was auf dem einen Bild zu sehen ist, sieht wirklich fatal nach Platte aus. Zwar soll das Gebäude mit Sandstein verkleidet werden, aber laut Feßmayer ist dies nicht zwingend, und kann auch durch ein anderes Material ersetzt werden. Wie wärs denn mal mit Stahl? Wäre ja mal was anderes. Oder warum nicht gleich recyclete Plastepfandflaschen?


    Mir scheint, die Architekten haben diesmal ganz bewusst auf einen Bruch verzichtet und die Stimmung des Linde-Hauses gegenüber aufgenommen. :augenrollen:

    Also ich finde den Entwurf von kulka durchaus nicht schlecht.
    Noch spannender ist in meinen Augen aber der Entwurf von dem Büro de Architecten Cie aus den Niederlanden, die auch den zweiten Preis bekommen haben. Das ist doch mal echt abgefahrene Architektur, die zeigt, dass mordernes nicht immer gleichbedeutend mit einfallslos und austauschbar ist. Leider nur wird in diesem Entwurf nicht die alte Wabenstruktur des Zentrum Warenhauses wieder mit aufgenommen, bzw. nur angedeutet.
    Deswegen ist Kulkas Entwurf als 'Nachfolger' für den Silberwürfel der geeignetere.

    Also ich finde die von Euch so genannten Schießscharten tausendmal innovativer als diese absolut öden, nichtssagenden Bauten der Töpferstraße. In Beton gegossene Beliebigkeit, mehr ist es doch nicht, eines unterscheidet sich kaum vom anderen und am Altmarkt steht dasselbe noch mal in grün. (bzw. nicht mal das)
    Die Töpferstraße hätte in meinen Augen durchaus auch so etwas vertragen können, ohne dass es dem Neumarkt geschadet hätte, aber so zeichnet sie sich nur durch Langeweile aus.

    Nun ja, ein Aufbau dieser Kirchen und andere Kirchenruinen (z.B. Zionskirche) ist wohl eher unrealistisch, zumal auch nicht wirklich Bedarf besteht.


    Ich finde, gerade die St.Pauli Ruine hat durch ihre jetzige (bzw. hoffentlich bald wieder mögliche) Nutzung mehr Sinn, als ein Gotteshaus, welches leer steht.

    Also ich finde um sich ein abschließendes Urteil über die neue Haltestelle am Postplatz machen zu können, sollte man erst einmal abwarten, bis es fertig ist.
    An Hand einiger Stahlkonstruktionen kann zumindest ich noch nicht erkennen, wie das Endergebnis aussieht.


    Das Modell fand ich immer ganz zufriedenstellend und edel.
    Das man die Züge möglicherweise besser an zwei Bahnsteigen nebeneinander hätte halten lassen sollen, um ein Gedränge und Gerenne von vorn nach hinten zu vermeiden, ist ein ganz anderes Problem.

    Weltkulturerbe ist nun aber nicht der Neumarkt, sondern das Elbtal vom pillnitz bis Übigau als einzigartige Verbidnung von Landschaft, Stadt und Architektur.
    Von daher würde ich nicht denken, dass sie das Gewandhaus sonderlich stören würde.


    Ich hoffe nur, dass Bürgermeister und Stadtrat sich einer kooperativeren Taktik zuwenden, als sich nur auf den Bürgerentscheid zu berufen. Aber anscheindend tut sich ja einiges in diese Richtung.


    Es wäre schon sehr beschämend, wenn der Titel Dresden so schnell wieder aberkannt werden würde.

    Heute war in der SZ ein Interview mit Herbert Feßenmayr von der Stadtentwicklung.
    Unter anderem kam das Gespräch auch kurz auf die Gewandhausproblematik.


    Quote

    Am Neumarkt wird die Bebauung der Gewandhausfläche kritisiert. Ist sie nötig?


    Ja- europäische Städte waren mit hoher Stadtbaukunst immer dicht bebaut. Es gab keine riesigen Flächen vor den Kirchen. Das ist ein Erbe der DDR-Zeit. Im Übrigen wollen wir dort einen Zugang zu den alten Stadtmauern hertsellen.


    Den Verweis auf die Historie finde ich in diesem Zusammenhang gelinde gesagt etwas lapidar. :augenrollen:

    Die Dächer sollen sich irgendwie selbst reinigen. Nach einer Weile werden sie von der sonne gebleicht und sehen dann schön hell aus.


    Und dass sich auf der Prager nachts keiner mehr rumtreibt liegt sicher nicht (nur) an der Architektur der Gebäude. Das Nachtleben floriert in Dresden eben wo anders. Auf der Prager gibt es da eigentlich überhaupt keine Möglichkeiten sich zu vergnügen bis auf einen zwielichtigen Nachtclub direkt am Bahnhof mal abgesehen.
    Die Prager ist eben eine Einkaufsmeile, die Clubs sind wo anders.

    Ich war gestern seit längerem mal wieder auf dem Altmarkt unterwegs.
    Am Hotel de Saxe sind jetzt auch die Läden im Erdgeschoss fertig gestellt und die Gerüste sind größtenteils weg. Allerdings hat man jetzt auf dem Balkon einen seltsamen Überbau konstruiert. Vielleicht will man den jetzt dort mit der Pflasterung beginnen...


    Bei VVK ist man mittlerweile im Vierten Obergeschoss angekommen. Bei Prisco sieht man nicht viel wegen der Planen, aber dort ist man größtenteils bis zu den Dachstühlen gekommen.


    Auch beim Erlweinspeicher fallen mittlerweile die Baugerüste.


    Habe leider keine Digicam, mit der ich das dokumentieren kann, aber vielleicht hat ja wieder mal jemand anderes Zeit...

    Quote from "GanskeStortSett"

    Doch, die beiden neogotischen Türme hatte die Kirche bis zum Ende - sie waren erst 1864 gebaut worden und blieben bis zum Abriß.


    Ich hatte da an dieses Bild gedacht. 1933 wurde der neugotische Zierrat der Türme wieder entfernt, und die Türme wurden mit Kupfer gedeckt.



    Quelle: http://www.bildindex.de

    Das Bild kann aber nicht dirket vor dem Krieg entstanden sein, denn da war der Garten in dieser Form auch schon nicht mehr vorhanden. Vielmehr waren die vier großen Springbrunnenbecken und die Rasenflächen in der jetzigen Form angelegt.
    Außerdem war das Denkmal des ersten sächsischen Königs nicht mehr dort, sondern müsste sich auch schon in dem kleinen Park neben dem japanischen Palais befunden haben, in dem es jetzt noch steht.
    Auch der Zwingergraben wurde erst mit der Rückgestaltung in eine baraocke Gartenlandschaft wieder ausgehoben. Das müsste so Mitte/Ende der 20er Jahre gewesen sein.


    Auch hatte die Sophienkirche vor dem Krieg meines Erachtens nicht mehr diese neogothischen Türme.

    In Radebeul steht auch das Schlößchen Wackerbarths Ruh, allerdings etwas außerhalb.
    http://www.schloss-wackerbarth.de/


    Es gehörte einst (wer hätte das gedacht) dem Grafen von Wackerbarth, der es 17279 bis 1729 von Knöffel errichten ließ. Derselbe Herr, der sich in Dresden das Kurländer Palais errichten ließ. (auch von Knöffel.)


    Heute ist es Sitz des gleichnamigen Staatsweingutes, das vor allem Sekt herstellt. Die Gegend, in der es liegt, ist allerdings nur mittelmäßig beschaulich. Fast gleich gegenüber steht ein großer Baumarkt. Na ja.