Posts by Elsner83

    Das freut und beruhigt mich sehr. Ich habe mir sowas schon gedacht, schon wegen des tolles Ergebnisses in der Landskronstraße.

    Ja abgesprungen wird in Görlitz oft, sei es aus finanziellen Gründen, fehlender Mieter, zuviel Bürokratie oder zu strengem Denkmalschutz.

    Daher freue ich mich schon jetzt auf das Ergebnis (und natürlich auf Updates zwischendurch), da es wirklich eines der exponiertesten Lagen ist und mit 27 (!!!) Fensterachsen eine der längsten Gründerzeitfassaden in Görlitz (ich glaube nur das ehem. Victoria Hotel am Postplatz hat mehr).

    Schön auch, das sie zwei Fensterachsen wieder öffnen wollen. Auf dem nochmal geschicken Foto sieht man gut, das die Fensteröffnungen nur zugemauert wurden, auf der historischen Postkarte sind sie auch noch offen.

    Viele Grüße innerhalb Berlins :smile:

    Ja ich dachte mir schon das von der Landeskronstraße 38 innen nicht mehr viel erhalten ist. Aber ein paar Aufnahmen von der vorbildlich sanierten Fassade und ein paar Details vom historischen Geländer oder Türen würden ja schon reichen.

    Schön das es auch im Hintergrund weiter geht. Ich hatte nur die Befürchtung, das die Stadt wieder zu lang braucht und der Eigentümer letztendlich abspringt und bei seinen Objekten in Zittau bleibt. Dies ist schon oft so passiert in Görlitz, was gerade bei diesem Haus sehr schade wäre, an das sich noch niemand rangetraut hat die letzten Jahrzehnte.

    Vielen Dank auch für das Vertrauen hier eine Visualisierung zu veröffentlichen. Leider sieht sie mit der gelben Klinkerfassade, den tiefen Fensteröffnungen und dem modernen Giebelabschluss wie ein Neubau mit aufgeklebten Stuck aus (in Berlin typisch für Neubauten oder Sanierungen). Auch das französische Fenster und der fehlende Stuck an der Spitze oben sieht wie die Aufstockungen in Berlin aus.
    Ich hoffe das liegt nur an der Visualisierung, da Sie ja auch die Fassade der Landeskronstraße 38 denkmalgerecht saniert haben und bei der Brautwiesenstraße 22 ja sogar bereits zwei Achsen der Fassade der Spitze neuen Putz und Stuck besitzen. Gerade die fünf Ziergiebel machen den Reiz des Gebäudes aus, daher hoffe ich sehr das sie wieder kommen. Sie wurden ja erst im Rahmen der Sicherung mit den Balkonen abgenommen.


    Vollständig restaurierter Putz an der Spitze (nur die Balkone fehlen noch):


    Ecke-Rauschwalder-Brautwiesenstrase09c444cff975af2c.jpeg


    Noch vorhandene 5 Ziergiebel und 3 Balkone in den 90ern:


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    Die Planung wäre sogar noch eine Verschlechterung des aktuellen Zustands, aber das liegt hoffentlich nur an der Visualisierung:


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    Viele Grüße von Berlin nach Berlin.

    PS: Könnten Sie nochmal das Foto hochladen vom Innenraum mit den Balkongittern drin, was Sie bisher nur als PDF hochgeladen haben, aber noch nicht als Bilddatei.

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Sie sind also der Projektpartner, ihre Kontaktdaten kann man ja auch auf der Homepage für die Landeskronstraße 38 sehen. Leider gibt es auf der Seite keine Fotos vom Haus (Fassade, Flur, Treppenhaus, Ausblick), nur Visualisierungen und Grundrisse. Reicht natürlich für die Vermietung aus, wäre aber interessant für Denkmal interessierte Menschen wie mich, da sie auch bestimmt einige historische Details wiederhergestellt haben (Türen, Fenster, Geländer, Fassade, Gauben), die auch den Wohnwert erhöhen.

    Es freut mich sehr, das die Brautwiesenstraße 22 nun wirklich saniert wird, die Görlitzer kennen das Haus sicher nur unsaniert. Schade das es immer noch keine Baugenehmigung gibt, da der Artikel in der SZ über die Pläne zur Sanierung bereits vom Ende August war! Traurig das sich in den 4,5 Monaten seit dem immer noch nichts in der Richtung getan hat. Die Stadt braucht manchmal sehr lang und verprellt damit teilweise auch die Investoren.

    Ich hoffe das alles bei diesem Projekt nun glatt läuft und auch dass das andere (viel größere) Projekt in Angriff genommen werden kann. Die Gegend um die Rauschwalder Straße hat es dringend nötig.

    Wollen Sie jetzt wirklich mit der Sanierung beginnen? Ich hoffe sehr das es klappt, da es ein Blickfang am westlichen Eingang zur Innenstadt ist und in dieser Bügeleisenform einmalig in Görlitz ist. Sie hatten ja schon gesagt, das es in Görlitz sehr lang dauert bis man eine Baugenehmigung erhält und Sie dann lieber ihre Projekte in Zittau forführen wollen, falls es noch länger dauern sollte.

    Sie wollten doch auch die Ecke Cottbuser/Rauschwalder zum altersgerechten Wohnen ausbauen. Leider haben Sie auf die Rauschwalder Straße 61 im Dezember nicht mehr mitgeboten. Ich hoffe Sie haben das Projekt nicht aufgegeben, auf Grund von langsamer Bürokratie.

    Schon die Landeskronstraße 38 ist sehr schön geworden, mit historischen Dachgauben, die vor der Sanierung gar nicht mehr vorhanden waren.

    Ich hoffe dass das Eckhaus nun nach jahrzehntelangem Leerstand saniert wird, den die Gegend drumrum hat sehr gelitten in den letzten Jahren. Früher stand es mal eingerahmt von anderen Häusern (siehe Postkarte). Die Häuser rechts wurde noch in der DDR für die Straßenbahn abgerissen (die dann auch wiederum 1986 eingestellt wurde) und links wurde weitere sieben Gründerzeithäuser in den 90ern abgerissen.


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    Rechts das eventuell geplante Sanierungsgebiet Rauschwalder/Ecke Cottbuser Straße (die Nummer 61 ist da noch gar nicht gebaut)

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    Bereis realisierte Sanierung der Landeskronstraße 38:

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    Ich war am Freitag da und es wird tatsächlich schon die erste Stütze betoniert.

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    Wie man sieht wird nochmal der gleiche Kasten daneben gebaut (Fundamente sind schon im Boden erkennbar bis zur Baggerschaufel links). Dann kommt der eigentliche Anbau noch oben drauf um auf Parkett Ebene zu sein (der Saal befindet sich in der ersten Etage der Stadthalle). Damit ist diese Fassade dann für immer verdeckt und durchbrochen.

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    Wie hier nochmal von allen Seiten zu sehen ist:

    https://fotos.verwaltungsportal.de/seitengenerator/4aa31a60f8b96a826987cd1935af9113204479/gross/anbau_variante_4.jpg

    Die Visualisierungen sind sehr aktuell, damit gehen die ja gerade auf Tour, so auch am 16.4. in der Jugendherberge.

    Der Leuchter in der Visualisierung ist auch der derzeitige Leuchter, man sieht angeschnitten die unteren zwei Bögen. In den anderen Bildern sieht man die ja auch im Ganzen.

    Mit den zweiten Rang das kann sein, aber der Stuck zwischen und unter den Fenstern wird nicht wieder kommen, wurde auch in der Führung gesagt. Schade wenn man bedenkt, das Millionen für diesen häßlichen Anbau bereit stehen, aber nicht für den Innenraum.

    Zumal auch dieser Stuck noch teilweise vorhanden ist hinter einer weiteren "Pappe" zwischen den Fenstern. Aber schon in der Musterachse bleibt dieser Zustand bestehen. Rechts neben der Bühne wurde die Pappe teilweise abgenommen. Man sieht die Holzlatten und den Stuck darunter.

    Quelle: Screenshot vom virtuellen Rundgang

    Auf der Facebook Seite des Vereins gibt es eine neue Visualisierung vom Wandelgang vor dem Großen Saal, darin sieht man auch diese neuen Kristall-Leuchter: Bild

    Außerdem gibt es auch eine Präsentation die zur Zeit in mehreren Bürgerversammlungen vorgestellt wird, aber auch HIER als PDF runtergeladen werden kann, darin auch ein paar neue Visualisierungen vom Saal.

    Leider werden im Saal nicht die historischen Stuckelemente und Lampen wiederhergestellt. Nur die Decke, der Bereich um die Orgel und die Brüstung des ersten Rangs (mit den rekonstruierten Engelsköpfen) werden im Zustand der Erbauungszeit sein, der Rest leider nach wie vor im Zustand des Umbaus in der NS-Zeit.

    Vorzustand HIER (man beachte die Lampen sowie die Bereiche unter den Fenstern)

    Zukünftige Planung HIER

    Quellen sind die von Fusajiro genannten Seiten, besonders zu empfehlen ist der virtuelle Rundgang, wo auch Räume gezeigt werden, die noch nie öffentlich zugänglich waren, auch als VR möglich. Hier nochmal der LINK.

    Es tut mir leid, das mein Beitrag nur ein Zweizeiler ist und angeblich auch noch in "Stammtischmanier" (ich fand in diesem Fall eben das Verhältnis von Aufbau zu Abriss Dauer außergewöhnlich). Wenn Sie sich meine anderen Beiträge anschauen, schreibe ich sonst nicht so kurz. Ich war früher u.a. der Einzige der regelmäßig Updates von Görlitz gepostet hat, aber auf Grund geringer Resonanz (oder sinnloser Disskusionen) habe ich das stark reduziert und reagiere nur noch selten, sondern bin eher stiller Leser.

    Ich wollte hier einfach mal überhaupt eine Reaktion auf Ihren Beitrag posten, da dies 27 Stunden lang keiner gemacht hat, ich aber Ihre Informationen interessant fand.

    Ich empfinde 12 Monate Abriss sehr lang, wenn man sieht, das Gründerzeitler meist in wenigen Tagen verschwinden (plus wenige Wochen Tiefenentrümmerung) und selbst Plattenbauten meist in wenigen Monaten. Das dieser Plattenbau noch nicht von Schadstoffen bereinigt wurde, wusste ich nicht, da ja schließlich schon der Vorbau abgerissen wird und ich dachte wenn der Bagger schon da ist, geht es dann weiter. So eine Entkernung dauert natürlich Monate, das ist klar. Aber Dank Ihrer detaillierten Ausführung weiß ich nun wie der Abriss die nächsten Monate vonstatten geht.

    Es fehlt doch sowieso noch ein Bogen an dieser Stelle (dafür war an der anderen Seite einer weniger vor dem Krieg), den könnte man einfach nach historischen Vorbild wiederaufbauen, dann ist auch genügend Platz für Radfahrer und Fußgänger und das Gesamtbild wird nicht gestört.

    Die alte Rampe inkl. Straßenpflaster und Straßenbahngleisen gibt es ja noch:

    https://i0.wp.com/koelschgaenger.net/wp-content/uploads/2019/04/44585363_448028058935843_8040050212560961536_n-2.jpg

    Oh, da wurde wohl mein Facebook Beitrag und auch meine Fotos genutzt und ich wurde noch nicht mal als Urheber genannt.

    Naja, dann muss ich es nicht extra nochmal hier einstellen :augenrollen:

    Auch wenn es Naturstein ist, sieht es durch den präzisen Schnitt und die Größe der Steine aus wie ein neu geplasterter Bahnhofsvorplatz, vorher saß es eben historisch aus. Ich liebe diese kleinen Steine, so ist auch der Bereich um die Semperoper gestaltet. Selbst die DDR hat da mehr drauf geachtet (die ja diese beiden Plätze in den 1980ern neugestaltet/wiederaufgebaut hat). Und sowas am schönsten Platz der Stadt :augenrollen: :kopfschuetteln:

    Vorher:

    Jetzt:

    Wow, nach 300 Jahren ist die Sonnenuhr wieder so zu sehen :schockiert:

    Noch ein Update zum Senckenberg Neubau, weil danach gefragt wurde. Es ist keine hervorstehende Fassade geworden wie in den ursprünglichen Entwürfen, dafür eine glatte aber verklinkerte (Vollziegel) Fassade, die die Bodenschichten (Forschungsgebiet von Senckenberg) darstellen soll. Als liebevolles Detail wurden auf Augenhöhe verschiedene Bodentiere in einige Ziegel eingraviert.

    Die Hartmannstraße 14 wurde auch frisch saniert, ich habe leider auf dem Handy kein Vorher Foto:

    Am Demianiplatz soll das letzte unsanierte Haus von einer privaten Familie saniert werden. Ein großes Vorhaben für Privatleute: Eckhaus, also viel Fassade und wenig Hoffläche, sowie 5 Etage, knapp 200qm laut Homepage: demianiplatz56.de

    Die Sporergasse 5 wurde auch endlich fertig gestellt, nachdem bereits vor 34 (!!!) Jahren, also noch zu DDR Zeiten, mit der Sanierung begonnen wurde. Dabei wurde die seitliche Fassade bereits entstuckt, dabei blieb es nun aber leider. Fenster und Dach wurden auch bereits 1989 erneuert, was jetzt aber natürlich schon wieder überholt ist.

    In der Stadthalle wurde bereits eine Probeachse (2 Versionen) angebracht:

    Hier der Übergang zur originalen freigelegten Brüstung, noch ohne Köpfe. Leider wird sie aus Sicherheitsgründen erhöht, ansonsten aber sehr schön.

    Auch seltene Neubauten sind entstanden.

    Hier in der Vorkriegslücke Handwerk:


    Positiv ist die Putzfassade, negativ die bodentiefen und vorallem versetzten Fenster.

    Ein weiterer Neubau entstand in der erst in den 90ern entstandenen Lücke im Obersteinweg 20a. Das gleiche Fenster Problem wie oben, nun aber auch noch mit Kunststoff- und Holzfassade, was sicher schnell schäbig aussehen wird. Das einzige interessante Detail ist die Dachtraufe, die sich schräg an die beiden Nachbarn anpasst.

    Es gibt mal wieder neue fertiggestellte Sanierungen in Görlitz. Hier am Nikolaigraben, wo am vorderen Haus schon vor Jahren sogar die fehlende Etage wiederhergestellt wurde und nun auch das hintere Gebäude abgerüstet wurde. Leider wurde der Giebel vereinfacht, ansonsten alles vorbildlich.

    Quelle: oben Wikipedia User SchiDD September 2014, unten Eigenes Werk September 2023

    Ist euch gar nicht aufgefallen, das es sich beim Neubau Schulterblatt 37-39 und eine exakte Kopie des Eckgebäudes neben der Roten Flora handelt, außer das eine zusätzliche Etage eingefügt wurde (aber selbst die ist nur eine Kopie der Etage darunter), außer das eben die Ecke fehlt, dafür aber Balkone dazu gekommen sind. Also ist es eigentlich eine Kopie bzw. Rekonstruktion am neuen Ort, also keine vollständige Neuschöpfung.

    Das Vorbild, der Eckbau an der Roten Flora, ist ja selbst auch nur eine Ergänzung einer unzerstörten Hälfte, also auch keine Neuschöpfung und jetzt eben noch eine Kopie davon 200 Meter weiter. Ist natürlich toll das so etwas überhaupt neu gebaut wird, aber die Ornamentik war mir so ausgewogen, das es nur von einem Gründerzeitler kommen kann und eben keine Neuschöpfung ist, die ja meist etwas komisch proportioniert sind (deswegen auch die unpassenden Abstände zwischen den Balkonen, weil die ja eben auch neu sind :zwinkern: ).

    Ich weiß nicht ob es derselben Bauherr bzw. Architekt ist oder ob einfach dreist abgekupfert wurde. Aber ansonsten ist es eine gute Idee für Baulücken, aber nicht ungedingt wenn das Original nur 200 Meter daneben steht. ablachen:)

    (AppleMaps)

    (Klabauter auf skyscrapercity)