Posts by Georg Friedrich

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    Quote from "Webmaster"

    und eine slawische Minderheit gab es im äußersten Südwesten Oberschlesiens (ganz im Gegensatz zur ethnischen Zusammensetzung im Osten Oberschlesiens, die Gegend von Neisse war ja auch nicht Gegenstand der Volksabstimmung von 1921) meines Erachtens nicht.


    Das denke ich auch. Anders als etwa Oppeln, welches eine Stadt mit deutscher Mehrheit und polnischer Minderheit war, die bereits ein polnisches Umland hatte, lag Neisse klar westlich der deutsch-polnischen Sprachgrenze (die jedoch nie ganz so scharf war wie die deutsch-tschechische in Böhmen). 1884 zeigten sich die Sprachverhältnisse in Schlesien ungefähr so: http://www.deutschlanddokumente.de/Bilder/krtSchlesien.jpg
    Bis zur Vertreibung 1945 kam es sicherlich im nach dem 1. Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil Oberschlesiens zu einer weiteren Assimilierung der polnischen Bevölkerung hin zum Deutschen. Die Karte stellt den Anteil der Polen vermutlich sogar eher großzügig dar.

    Eine barocke Klosteranlage der Kartäuser von dieser Größe und in dieser Geschlossenheit dürfte eine absolute Rarität sein. Kartäuserklöster waren ja überhaupt immer recht dünn gesät und dann hat sich ausgerechnet die bedeutendste deutsche Niederlassung des Ordens in barockisierter Form ziemlich vollständig über die Zeiten gerettet - ein Glücksfall. Die Raumausgestaltung von St. Anna ist, wie eigentlich immer bei Dominikus Zimmermann, wunderbar.


    Ein weiterer Glücksfall ist, dass ein einmaliges Kunstwerk, nachdem es durch unglaubliche Dummheit seinen Bestimmungsort verlassen hat, wieder nach Buxheim zurückgebracht werden konnte. Doch dazu folgen bestimmt noch einige Bilder...

    Dass es in Dießen neben dem wunderbaren barocken Kloster auch einen schönen Ort gibt, war mir bisher unbekannt. Am besten gefallen mir das Klosterrichterhaus und der Maurerhansl, die bereits irgendwie schwäbisch anmuten.

    Abgerissen wurden also für das jetzige Projekt Gänsmarkt 12 (Gasthaus Rose) und 14 sowie das sog. Friesingerhaus aus dem Jahre 1914.


    Friesingerhaus:
    http://www.swp.de/bad_mergenth…gerhauses;art5642,1044421
    http://app.swp.de/bad_mergenth…schwindet;art5642,1048452



    In der Vergangenheit besorgte von Stetten bereits in der Ochsengasse den Abriss von vier "abbruchreifen" Häusern, wo sich heute das Stadthaus Grüner Baum befindet. Geht es nach Seiner Durchlaucht muss demnächst auch das Bierhals-Gebäude (in unmittelbarer Nähe zum Alten Rathaus) abgerissen werden. Dieses Haus, dessen Fassade, Keller und Innentreppe denkmalgeschützt sind, betrachtet der Freiherr als "nicht zu halten".



    Der Kulturverein Bad Mergentheim äußert sich zur besorgniserregenden Entwicklung in der Stadt folgendermaßen:


    Quote

    Seitens des Kulturvereins erklärte dessen Vorsitzender Bernd Schepermann, "wir wollen uns ganz neutral und sachlich informieren und vor keinen Karren spannen lassen". Per Satzung sei Neutralität seines Vereins vorgeschrieben. Dieser Grundsatz hinderte aber den Ehrenvorsitzenden des Kulturvereins, Dr. Wolfgang Sàlat, nicht daran, die Architektur des "Stadthauses Grüner Baum" in der Ochsengasse, wo "eine gewisse Idylle verloren gegangen" sei, als "ein bisschen fantasielos" zu bezeichnen, während er die von Stetten-Pläne für den Gänsmarkt als "nicht so schlecht" einstufte. Und überhaupt wünschte er sich "zeitgemäßes Bauen".

    Quelle: http://www.swp.de/bad_mergenth…auf-Abriss;art5642,994239


    Wer sich stets bereits vor der Schlacht kompromissbereit gibt, immer "zeitgemäß" sein möchte, um ja nicht allzu stark anzuecken oder gar als weltfremder Romantiker verschrien zu werden, und dabei nicht erkennt, dass sein Anliegen eben nicht dem derzeitigen politischen Zeitgeist entspricht, der hat natürlich von Anfang an keine Aussicht auf Erfolg...

    Der schlimmste Verlust für das Stadtbild dürfte der Abriss von drei Giebelhäusern in der Münsterstraße nördlich des Barönchens (für einen Eingang) sein. Darüber hinaus werden auch das Gebäude der Commerzbank an der Emsstraße (für einen weiteren Eingang), die (gesamte ?) Häuserzeile an der Hohen Lucht (für noch einen weiteren Eingang) und etliche Häuser im Inneren des Areals, darunter vermutlich u. a. das Hans Niermann-Haus (für den Aussichtsturm) abgerissen. Informationen (Adresse, Alter, Denkmalstatus) zu den einzelnen Häusern konnte ich leider nicht finden - es könnte sein, dass tatsächlich nur das Barönchen unter Denkmalschutz steht, das erhalten und saniert werden soll.


    Insgesamt ein unglaublich rücksichtsloses Projekt. Im sog. Sanierungsgebiet wird nicht saniert, sondern das Areal vielmehr zum Abrissgebiet gemacht. Und was sagen die Politiker zu ihrer Tat?


    Quote

    Die Politik zeigte sich nach der Vorstellung fraktionsübergreifend zufrieden mit den Plänen. „Das ist keine Pseudolösung“, sagte Ausschussvorsitzender Horst Dewenter (CDU) zum geplanten Aussichtsturm. Besonders freue ihn, dass denkmalgeschützte Gebäude wie etwa das „Barönchen“ erhalten bleiben. Dieses soll nach Aussage von Hermann Klaas saniert werden und später „unabhängig von der Ems-Galerie“ genutzt werden.


    „Das ist eine Lösung, die die Stadt bereichert - vor allem die Partie zur Ems“, sagte Josef Niehues (CDU). Besonders der Aussichtsturm werde ein Gewinn für Rheine sein. Auch Günter Löcken (SPD) lobte die Pläne der Architekten. „Das sieht absolut nicht nach Rückseite aus“, sagte er. Rüdiger Grawe (Grüne) lobte die fraktionsübergreifende Unterstützung für das Projekt. „Wir müssen es unterstützen, damit sich so schnell wie möglich etwas tut“, forderte Grawe.

    Quelle: http://www.westfaelische-nachr…ekommt_Aussichtsturm.html


    In Rheine scheint man in der Wirtschaftswunderzeit schon viel Altbausubstanz abgebrochen zu haben. Die Stadt besitzt bereits ein scheußliches Karstadtgebäude. Lernen will man jedoch offenbar aus den Fehlern der Vergangenheit nicht, sondern stattdessen den vor Jahrzehnten einmal eingeschlagenen Weg auch im 21. Jahrhundert kraftvoll fortsetzen.


    Das Projektgebiet aus der Luft: http://binged.it/tp7thH

    Die Stadtanlage Freystadts folgt einem ganz strengen Straßenmarktschema mit freistehendem Rathaus - eine der bayerischen Städte, deren Anlage stark an Städte in der heutigen Slowakei erinnert.


    Ein Glück, dass man die "Übertünchung" des Innenraums der Wallfahrtskirche Maria Hilf aus dem 19. Jahrhundert wieder rückgänig gemacht hat. Malereien und Stuckierung dürften sich nach der bewegten Baugeschichte der Kirche heute in einem stark erneuerten Zustand präsentieren.


    Quote from "Markus"

    Dohlen am Außenbau (Vogel des Jahres 2012), diese im übrigen nützlich und stubenrein


    Und auf den beiden Toren scheint der Weißstorch ein Nest zu haben.


    Quelle: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.


    Blankenfelde-Haus in der Spandauer Straße 49 um 1871: Das Blankenfelde-Haus war bis 1620 das Stammhaus der Berliner Patrizier- und Ratsfamilie Blankenfelde. Im Kern reichte das Gebäude noch in die Zeit um 1380/1390 zurück, womit es das älteste Bürgerhaus der Stadt gewesen sein dürfte - bis zu seinem Abriss im Jahr 1889, als es dem Neubau eines Kraftwerks weichen musste.

    Das Ensemble aus Rathaus, Magistratsbau, den anschließenden Gebäuden der Sattlertorstraße und der Stadtkirche im Hintergrund gehört sicherlich zu den schönsten in Franken. Alljährlich ist dort übrigens auch einer der schönsten Adventskalender zu finden. Die älteren Fachwerkbauten der Stadt erinnern ein wenig an das alte Nürnberg. Ansonsten verkauft sich Forchheim aufgrund der vielen entstellenden Ladenausbauten leider unter Wert.

    Selbst Projekte, mit denen sich das chinesische Regime gezielt propagandistisch in Szene setzen möchte, werden von deutschen Architekten willig umgesetzt. Meinhard von Gerkan, Stephan Schütz und weitere Architekten aus dem Hamburger Büro gmp planten Chinas neues Nationalmuseum, mit 200.000 Quadratmetern das größte Museum der Welt. Natürlich ist das nichts anderes, als wenn irgendwo ein Wohnblock oder eine Tiefgarage gebaut würden...


    Siehe: http://www.zeit.de/2011/14/China-Peking-Nationalmuseum

    Das scheint ein nahezu komplett erhaltener historistischer Kirchenbau zu sein. Nach Krieg und Purifizierungsmaßnahmen der 50er bis 70er Jahre können solche Innenräume ja nicht mehr als Massenware gelten. Das Äußere der Anstaltskirche ist so traditionell ausgeführt, dass man sie auf den ersten Blick fast für einen echten Barockbau halten könnte. Die Kirche dürfte ein unbekannter, aber hochwertiger Sonderling aus dieser Epoche sein.

    Aus bescheidenen Anfängen erwachsen, 1713 und 1808 abgebrannt und im 19. Jahrhundert repräsentativ wiederaufgebaut unter der Leitung des preußischen Architekten Carl Ludwig Engel zeigt sich Helsinki heute als klassizistisch-gründerzeitliche Stadt. Nett anzusehen, aber mir fehlt bei solchen Städten immer die geschichtliche Tiefe. In irgendwie vergleichbaren Städten wie Schwerin stehen wenigstens in der Mitte noch ein gewaltiger gotischer Dom und hier und da ein paar Fachwerkhäuser.


    Lobenswert erscheint, dass das Denkmal Zar Alexanders II. nach 1917 nicht niedergerissen wurde. Aus Mitteleuropa kennen wir ja ganz andere Vorgänge aus dieser Zeit.

    Den Kommerz wird man von einem solchen Projekt sicherlich nicht fernhalten können. Ja, man wird realistischerweise vermutlich sogar gezielt auf eine Kommerzialisierung setzen müssen, wenn ein solches von einem Verein getragenes Projekt, das auf freiwillige Mitarbeit angewiesen ist, über mehrere Jahrzehnte hinweg erfolgreich umgesetzt werden soll. Allein durch die knappen finanziellen Mittel irgendwelcher Universitätsfakultäten (die einzige "Alternative", die mir zur Realisierung eines derartigen Unternehmens einfiele), fern von der freien Wirtschaft, ließe sich so etwas doch nie verwirklichen.


    Dieser Geist ist übrigens alles andere als neu. Der Bau der großen Nationaldenkmäler der Kaiserzeit wurde auch häufig von Vereinen getragen, die zur Finanzierung z. B. Lotterien einrichteten. Idealismus hat noch nie ohne wirtschaftliche Grundlage funktioniert.

    Wenn es nach mir ginge, hätte man sich gar nicht lange mit einer Einzeldenkmalerfassung aufgehalten, sondern einfach den gesamten Altstadtbereich sofort unter strengsten Denkmalschutz gestellt, wovon sämtliche Vorkriegsgebäude automatisch betroffen wären. Eine Wohnungsbaugenossenschaft (schon allein der Begriff verursacht bei mir Bauchschmerzen) mit Abriss- und Neubauabsichten hat an einem solchen durch die Geschichte "geheiligten" Ort nichts verloren. Dass man nach den Verlusten des Bombenkriegs nicht einmal einer ehemals freien Reichsstadt wie Memmingen mit sehr bedeutendem Gebäudebestand einen solchen Schutz zugedacht hat, zeigt, dass in diesem Land etwas Grundlegendes nicht stimmt.

    Baugruppe Mittelalter
    Bauernhaus aus Höfstetten


    Das Bauernhaus aus Höfstetten (Landkreis Ansbach, Stadt Heilsbronn) war bis 1980 der Forschung völlig unbekannt. Damals sollte das eingeschossige, äußerlich unscheinbare Bauernhaus abgebrochen werden. Bei der Hausbegehung stellte sich jedoch heraus, dass in dem Gebäude ein Innengerüst steckte, das dem der bekannten Nürnberger Schwedenhäuser ähnelte. Durch eine Jahrringuntersuchung von fünf Proben wurde das Baujahr 1367/1368 ermittelt - man hatte zufällig mal eben eines der ältesten bäuerlichen Bauwerke Europas entdeckt. Trotz zweier dokumentierter Umbauten 1625 (Inschrift auf Eckquader) und 1817 (Inschrift auf Türsturz) blieb die innere Holzkonstruktion mit dem Dachgerüst aus dem 14. Jahrhundert in wesentlichen Teilen erhalten. 1980 wurde das Höfstettener Bauernhaus abgebaut und 1984-1987 im Fränkischen Freilandmuseum wiederaufgebaut.
















    Rekonstruierte hölzerne Stube: Die Decke stammt aus dem Haus, der Ofen ist nach Kachelfunden aufgebaut.








    Baugruppe Mittelalter
    Schwedenhaus aus Almoshof und Stadel aus Höchstetten



    Das Schwedenhaus aus Almoshof (Stadt Nürnberg) wurde 1554 erbaut, im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut (Teile der Wände ausgewechselt), 1985 abgebaut und 1992-1995 wiederaufgebaut. Das Schwedenhaus aus Almoshof - "Schwedenhaus", da aus der Zeit vor dem "Schwedenkrieg" (= Dreißigjähriger Krieg) stammend - ist seit langem ein bekanntes Objekt der fränkischen Hausforschung. Das Kleinbauernhaus wurde bereits 1940 vom bekannten Hausforscher Rudolf Helm beschrieben. Seine Bekanntheit konnte leider trotzdem nicht verhindern, dass es an seinem Entstehungsort nicht erhalten wurde und nur durch eine Translozierung ins Fränkische Freilandmuseum für die Nachwelt bewahrt werden konnte.






    Die Bauweise des Schwedenhauses entspricht weitgehend der des spätmittelalterlichen Höfstettener Bauernhauses (welches ich zum Abschluss vorstellen werde), obwohl das Bauholz erst 1554 geschlagen wurde.




    Stadel aus Höchstetten (Landkreis Ansbach, Stadt Leutershausen): 1527 erbaut, 1996 abgebaut, bis 2000 wiederaufgebaut

    Baugruppe Mittelalter
    Archäologisches Dorf



    Das Archäologische Dorf präsentiert anders als der Rest des Fränkischen Freilandmuseums keine Gebäude aus originaler historischer Bausubstanz, sondern anhand von Grabungsbefunden frei rekonstruierte Häuser aus dem 10. bis 12. Jahrhundert, d. h. aus einem Zeitraum, aus dem sich keine aufrecht stehenden bäuerlichen Wohnhäuser erhalten haben.
    Links: Grubenhaus mit Webstuhl
    Mittig: Firstpfostenhaus (u. a. nach Befunden aus Neuwied am Rhein)



    Wie man am diesem zusammengebrochenen Gebäudeteil am Grubenhaus erkennt, sind die früh- und hochmittelalterlichen Bautechniken bis heute nur lückenhaft erforscht. Archäologische Grabungen bringen zwar Baumaterialien und einige Baustrukturen ans Licht, wie jedoch eine dauerhafte Hauskonstruktion im Detail erfolgt sein könnte, muss mit Hilfe der experimentellen Archäologie ermittelt werden.





    Das Firstpfostenhaus war ein Wohnhaus mit offener Herdstelle und abgetrenntem Schlafteil


    Baugruppe Ost: Regnitzfranken-Frankenalb
    Stadel aus Buttendorf, Stadel aus Dechsendorf und Mühle aus Unterschlauersbach



    Stadel aus Buttendorf (Landkreis Fürth, Markt Roßtal): Erbaut 1725, verlängert 1760, Abbau 1981, Wiederaufbau 1981




    Rechts: Stadel aus Dechsendorf (ehem. Großdechsendorf, Stadt Erlangen): Erbaut 1680, Abbau 1986, Wiederaufbau 1987-1988
    Links: Mühle aus Unterschlauersbach (Landkreis Fürth, Gemeinde Großhabersdorf)



    Die Mühle aus Unterschlauersbach wurde 1124 erstmals urkundlich erwähnt. Das heutige Gebäude wurde 1575-1576 erbaut, 1601 erweitert, 1981 abgebaut und 1981-1984 wiederaufgebaut. Leider habe ich - aus welchen Gründen auch immer - keine Bilder vom Inneren gemacht.




    Im Hintergrund zwischen den Bäumen ist die Windsheimer Altstadt zu sehen.

    Baugruppe West: Mainfranken-Frankenhöhe
    Amtshaus aus Obernbreit mit Scheuer, Gasthaus aus Mühlhausen, Kommunbrauhaus aus Schlüsselfeld



    Amtshaus aus Obernbreit (ehem. Schwarzenberger Straße 4, Landkreis Kitzingen): Steinernes Erdgeschoss erbaut 1554 (Inschrift), Obergeschoss 1571 (Jahrringbestimmung) bis 1588 (Inschrift), Abbau 1993-1994, Wiederaufbau 1994-2002
    Im Hintergrund eine Obernbreiter Scheuer aus dem Jahr 1657



    Auffallend die flächendeckende Quadermalerei am Außenbau des Amtshauses - möglicherweise eine Verbindung nach Böhmen (die Schwarzenberger hatten in Obernbreit Herrschaftsrechte inne)



    Kelter in der Durchfahrtshalle des Erdgeschosses













    Die Täfelung der Stube mit ihren "kannelierten" (mit Längsriefen versehenen) Pilastern, Klötzchenfriesen und einer Kassettendecke stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Von der Einrichtung der Stube hat sich jedoch nichts erhalten. Die Stubenbänke wurden nach Spuren ergänzt. Der Kachelhofen (um 1600) ist eine Leihgabe des Reichsstadtmuseums im Ochsenhof in Bad Windsheim.





    Gasthaus aus Mühlhausen (Landkreis Erlangen-Höchstadt a. d. Aisch): Erbaut 1518, umgebaut 1572 und im 18. Jahrhundert, Abbau 1985, Wiederaufbau 1994-1996
    Das ist das Mühlhausen, in dem kürzlich das Rosenzweighaus (Marktplatz 5) abgerissen wurde. Wertschätzung für das bauliche Erbe und Intelligenz im Umgang mit demselben scheinen in dieser Gemeinde noch nie sonderlich vorherrschend gewesen zu sein...



    Kommunbrauhaus aus Schlüsselfeld: Erbaut 1844-1845, Abbau 1988, Wiederaufbau 1994
    Brauen war ehedem in Franken kein ausschließlich privates Gewerbe einzelner Personen, sondern meistens gemeinschaftlich organisiert (in einigen wenigen Fällen ist dies bis heute der Fall). In den Gemeinden stand ein sog. "Kommunbrauhaus", in dem jeder Bürger brauen dürfte, auf dessen Grundbesitz ein Braurecht lag.



    Blick auf die Baugruppe aus Kleinrinderfeld (Landkreis Würzburg) sowie Retzstadt und Retzbach (Landkreis Main-Spessart) - ein gelungenes, neu erschaffenes Dorfensemble