Posts by Apollo

    Na toll :thumbdown::thumbdown::thumbdown:


    Wenn das das Ergebnis nach einem Invest 17 Mio ist, hätte man es auch lassen können. Am Gesamteindruck hat sich nichts geändert. Außer dass jetzt noch mehr Drähte über der Straße hängen.
    Was gerade eine wertige und gut konzipierte Stadtmöblierung ausmachen, wird leider von vielen Städten extrem unterschätzt. Hier kann man so viel zum Positiven oder zum Negativen wenden. Hier hat man die Chance völlig versemmelt. Extrem schade.

    Wie kann man den Kaiserpalast nicht lieben? :applaus::applaus::thumbsup::thumbsup:


    Meiner Meinung nach einer der am besten komponierten Bauten des überladenen Historismus. Er symbolisiert im besten Sinne genau diese Epoche. Auch wenn es selbst hier im Forum einige anders sehen aber für mich ist es ein Kulturdenkmal. Kein Dresdenbesucher würde einen Besuch dieses Haus verpassen.


    Für den Kaiserpalast würde ich auch selbst eine Mauer hoch ziehen. Ich bin mir auch sicher, dass es genug Spenden für die Fassaden geben würde.


    Ach :kuss: ein herrlicher Bau. Die Stadt sollte das Grundstück und das dahinter an einen Investor verschenken mit der Auflage die Fassade zu rekonstruieren. Das wäre mal Stadtpolitik für Dresden!

    Ich hoffe aber die Kirche wird dann nicht abgerissen oder droht da etwa sowas? :/


    Aber das Innere ist echt toll. Willst du mal hin solange es noch zu besichtigen ist?

    Hey Sebastian :thumbsup:


    Ich war gestern mal wieder in Essen. Habe da die zwei sehr interessanten Kirchen St. Nikolaus und die Thomaskirche in Essen Stoppenberg gesehen, aber leider nur im vorbeifahren. Hast du da Bilder oder willst du die vielleicht mal vorstellen? :thumbsup::D

    @Tom


    Erst mal herzlich Willkommen im Forum. Schön jemanden aus Kassel hier zu haben. Ich habe ja einige Fotos zu Kassel hier eingestellt als ich zur letzten Documenta da war und ich muss sagen, dass die Stadt viel zu schlecht gesehen wird.
    Ich bin mit den niedrigsten Erwartungen hin gefahren und muss sagen, dass die Stadt auch heute noch sehr viel zu bieten hat. Die Orangerie mit Park. Der Documenta Platz im Herz der Stadt, der Herkules und die Wilhelmshöhe, das Naturkundemuseum, das Rathaus und die Stadtmauer bzw. Befestigung. Und es ließe sich fortsetzen. Klar gibt es im Zentrum auch viele Schattenseiten. Aber ich habe da deutlich schlimmere Städte gesehen. Ich mochte auch die landschaftliche Einbettung extrem gerne. Wie auch in vielen NRW Städten wäre hier mit gezielten Veränderungen in zentralen Bereichen ein riesiger positiver Effekt möglich. Ich denke, dass der Welterbetitel vielleicht das ein oder andere anstoßen wird, weil die Wahrnehmung der Stadt nun eine andere ist.
    Ich werde jedenfalls nach der Fertigstellung der Bauten auf der Wilhelmshöhe nochmals nach Kassel kommen :thumbsup:

    Hier kann man sich jede Begrünung sparen. Hier wird sich eh nie jemand aufhalten. Aber die Leute im Rathaus können sich auf die Schultern klopfen. Hat man hier doch die Visionen der DDR 30 Jahre später doch noch verwirklicht. Ein Hoch auf den Sieg des Sozialismus :thumbdown::thumbdown:

    Was für eine furchtbare Baracke. Man hätte den historischen Resten einen letzten Dienst erweisen sollen und sie gleich mit platt machen sollen.
    Das ist moderne Massenmenschenhaltung in modifizierten Wohnbatterien. Und wie kommt man auf dieses Orange? Was hat das mit dem Dresdner Zentrum zu tun? Mal wieder nix. Ein hilfloser Versuch das zu verdecken was dieses Teil ist. Ein Plattenbau der 2000-er Jahre.
    Ich bin über solche "Bauten" mittlerweile so sauer. Soll man das doch irgendwo auf der grünen Wiese bauen. Aber neben dem Zwinger? Bahhhhhhhh.

    Eine wirklich tolle Galerieidee, der ich gerne etwas beisteuere.
    Die Sophienkirche ist meiner Meinung nach eine der schönsten Berliner Kirchen, sie steht in der Spandauuer Vorstadt in der Nähe des Hackeschen Marktes in einem der relativ wenig zerstörten Stadtteile Berlins. Die Kirche wurde als Saalbau von Philipp Gerlach Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Der barocke Turm nach den Entwürfen von Johann Friedrich Grael wurde 1734 fertiggestellt. Besonders bemerkenswert sind die tollen Stuckarbeiten im Inneren. Berühmt wurde die Kirche durch die Rede von Martin Luther King 1964.



    Nein, dass sind keine Kriegsbilder aus dem Archiv, so sieht es hier noch immer aus





    Decke

    Bremen wird immer mehr zu einem der größten Skandale des BRD-Wiederaufbaus. Man muss den Eindruck haben, dass hier fast mehr durch Abrisse als durch den Krieg verloren ging. Was Pagentorn hier so fantastisch zusammen trägt, ist eine Anklage an alle Entscheidungsträger der damaligen Zeit. Hier wurde Kultur aktiv vernichtet. Es ist furchtbar. Es fehlen einem eigentlich die Worte :crying:

    Quote from Philipp

    Gab es doch zu den Schlossfassaden allein städtebaulich nun wirklich keine tragfähige und nachhaltige Alternative.

    Das ist deine und meine Meinung, aber du wirst genau so viele Leute finden, die es kategorisch anders sehen und die mit der selben Überzeugung sagen werden, dass eben genau diese andere Lösung eigentlich alternativlos war.
    Daher ist es doch ein großer Erfolg, dass wir uns mit unserer Meinung durchgesetzt haben und eben nicht die anderen! Und darauf sollte man stolz sein und das Projekt sich nicht kaputt reden lassen oder was noch trauriger ist, es sich selber kaputt reden!
    Ich bin davon überzeugt, dass das Berliner Schloss heute keine Chance mehr auf Umsetzung hätte. Dafür ist das Klima in Berlin nicht mehr vorhanden, es hätte sicherlich einen Volksentscheid gegeben und ich bin mir sicher, der wäre nicht gewonnen worden. Und das nicht, weil das Schloss an sich keine Mehrheit hat, sondern weil bestimmte Gruppen aus bestimmten Richtungen (man schaue nach Potsdam) das Schloss für ganz andere Dinge instrumentalisiert hätten. Vom aktuellen Berliner Senat ganz zu schweigen!
    Es war ein extrem kleines Zeitfenster, indem eine Umsetzung dieses Projekts möglich war. Man hat damals zugegriffen, auch wenn jeder sich sicher noch mehr gewünscht hätte. Aber wie war das doch gleich mit der Taube, dem Spatz und dem Dach? Die historischen Fassaden, die Kuppel, die Portale, das nimmt uns niemand mehr. Es wird bleiben, egal wer im Senat sitzt oder welche Bürgerinitative sich bildet. Alles andere kann man gelassen sehen und ich bin mir sicher, dass es das noch nicht war. Wir werden den ein oder anderen Innenraum zurück erhalten. Und nach meinem Gefühl schneller als manche hier denken!

    Das APH ist manchmal doch ein etwas merkwürdiges Forum. Ich finde es schade, dass der jetzige Erfolg so klein geredet wird. Wenn man selbst den großen Erfolg des Wiederaufbaus des Stadtschlosses so schlecht redet, dann sehe ich schwarz für alle zukünftigen Projekte, denn die hier von einigen erwünschte 100% Lösung wird es nie geben.
    Sie ist weder finanzierbar noch - und das muss man, auch wenn man es anders sieht - gesellschaftlich durchsetzbar. Auch zu meinem Bedauern gibt es diese riesige Rekobewegung nicht, wo Hunderttausende auf die Straßen gehen und eben nicht gegen AKW oder Kohle demonstrieren sondern für mehr Rekos. Diese Realität muss man dann doch auch mal anerkennen. Architektur ist ein Nischenthema, das 99 Prozent der Leute schlicht nicht interessiert oder sie es beläufig mit kriegen, was sie aber nachts nicht schlaflos zurück lässt.
    Wenn man nun bedenkt, wie gering die Relevanz von Architekturfragen in der Bevölkerung ist und wenn man sieht, mit welch immensen Kosten das Thema Bauen verbunden ist, dann denke ich, ist in den letzten Jahren unglaublich viel erreicht worden. Denn gerade in einer eher links geprägten Kukturlandschaft ist es trotzdem gelungen, ungeheuer viele Projekte zu realisieren.
    Und ja, man muss in einer Demokratie damit leben, dass es zu Kompromissen kommt. Ein Putin kann eben etwas von oben verordnen. Das kann man in Deutschland aber eben nicht. Da muss man eben verschiedene Interessen und Positionen zusammen bringen.
    Und wenn hier einige von einer privat finanzierten Komplettreko träumen, dann frage ich mich schon, ob man da länger als 1 Sekunde drüber nachgedacht hat. Eine Komplettreko nur des Außenbaus und der wichtigsten Innenräume würde locker die eine Milliarde Marke nehmen. Und das, ohne diese Räume dann für etwas anderes außer für Schauwerte nutzen zu können? Das geht vielleicht in Dubai, wo das Geld in Deutschland her kommen soll, wo man bei Stadtschloss aktuell mit Mühe die 100 Millionen voll bekommen wird (was ein phänomenales Ergebnis ist), das muss man mir erst mal aufzeigen, denn ich halte das für völlig utopisch.
    Und was man auch vergisst, weil jetzt so vieles selbstverständlich erscheint, wie knapp die Entscheidung für das Schloss damals war. Die eingesetzte Kommission hat mit nur einer Stimme Mehrheit für den Wiederaufbau gestimmt. Das Schicksal des Schlosses hing am seidenen Faden. Und zwar für weit weniger Schloss, wie nun aktuell kommt. Ich habe es schon mehrmal gesagt. Damals ging es nur um die drei Außenfassaden und den Schlüterhof. Dass noch die Kuppel, das Eckrondell, die Innenportale, die Portaldurchfahrten dazu kommen, war damals nicht zu erwarten.
    Ich rate so kurz vor dem Ende des Jahres 2018 und dem beginnenden Jahr 2019, wo wir uns auf die Eröffnung des Schlosses freuen können, zu etwas mehr Dankbarkeit und etwas mehr Gelassenheit. Die Rekonstruktion des Schlosses - auch in seiner jetzigen Form - ist ein Geschenk. Eins mit kleinen Makeln, das ich mir dadurch aber nicht kaputt machen lasse. Die Zeit wird uns noch mehr Schloss bringen. Das Leben ist eben kein Sprint, sondern manchmal ein Marathon! Und man sollte auch nicht vergessen, dass das historische Berliner Schloss auch nicht in 10 Jahren erbaut wurde. Gutes braucht eben manchmal seine Zeit!

    Im DAF wurde über das Wettbewerbsergebnis für das Bürogebäude des Bundestages Unter den Linden 62-68 direkt neben der neuen Botschaft Polens (die noch immer nicht im Bau ist) berichtet.
    Und es wird.... Trommelwirbel... ein Rasterbau. Wer konnte nur damit rechnen? stickpoke:)
    http://www.deutsches-architekt…hp?p=620931&postcount=555


    Dieser Bau wirkt wie ein Klon der Ostseite des Humboldtforums und wie ein Zwilling des künftigen Botschaftsgebäudes. Also alles beim Alten im Hause Lüscher. Da hat sich wohl jemand schnell nochmal selbst ein Geschenk unter den Weihnachtsbaum gelegt :augenrollen:
    Ich finde das sehr bedauerlich, denn mit der Botschaft zusammen entsteht hier auf zig Metern ein äußerst uniformes und langweiliges Quartier in bester Leipziger Platz Tradition. Dass das nicht unbedingt für Aufenthaltsqualität steht, sollte jedem klar sein.
    Für einen Prachtboulevard sind diese ganzen herzlosen Bauten jedenfalls völlig ungeeignet. Wieder eine vertane Chance, wieder Bauten auf Zeit, wieder aus den Fehlern nix gelernt.
    Berlin, du kannst so schwierig sein :weinen:

    Der Bahnhof wäre in Köln relativ leicht wiederherzustellen. Denn sowohl die gesamte Gleishalle wie auch der historische Wartesaal sind ja erhalten. Es fehlt praktisch nur die Fassade zum Platz. Und diese könnte theoretisch bei einer anstehenden Sanierung relativ leicht vorgeblendet werden.
    Jetzt aber das große Aber: nirgendwo anders sehr ich ein solchen Szenario aktuell als unrealistischer an wie in Köln. Es gibt überhaupt keine Anzeichen in Politik oder Bevölkerung, dass das aktuell gewollt ist. Zudem handelt es sich um ein Gebäude der Gründerzeit was das ganze nochmal unrealistischer macht. Man hätte mit dem Bahnhof, dem Domhotel und der kompletten Neuordnung des Roncalliplatzes einen wesentlichen Teil des alten Kölns wieder erlebbar machen können. Aber man wird diese Großchance bedauerlicherweise komplett verstreichen lassen. ;(

    Die FAZ berichtet über den Vorschlag zur Oper/Schauspiel:

    Quote from FAZ

    Die Debatte um die Zukunft der Städtischen Bühnen ist um einen Vorschlag reicher: Ein Immobilienunternehmer und ein Architekt aus Frankfurt schlagen vor, für die Städtischen Bühnen einen Neubau an ihrem bisherigen Standort zu errichten, der von drei Hochhäusern eingefasst ist. Durch die Vermarktung der drei etwa 120, 140 und 190 Meter hohen Türme könnten nach ihren Berechnungen die auf gut 600 Millionen Euro geschätzten Baukosten für Oper, Schauspiel und Kammerspiel ganz oder zum Großteil erwirtschaftet werden.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/rh…-schauspiel-15952714.html


    Ob eine Rekonstruktion des historischen Schauspielhauses nach diesem Konzept möglich wäre, ist die Frage. Immer mehr zeichnet sich aber ab, dass es neue Hochhäuser rund um den Willy-Brandt-Platz geben könnte.

    Typisch Köln, aber immerhin verschwindet diese Baracke, die dort bis vor ein paar Wochen stand. Das muss man sich mal vorstellen, hier stand direkt am Dom 60 Jahre eine eingeschossige Flachdachbude. Architektonisch ist in Köln einfach nicht mehr drin, damit muss man sich aktuell leider abfinden.

    @Pagentorn


    ich möchte die Gelegenheit kurz vor Weihnachten mal nutzen um mich für deine tollen Recherchen zu bedanken. Du trägst - wie auch mittlerweile viele andere Bremer hier - so viel Inhalt zum Forum bei und schaffst es, uns im APH Bremen viel viel näher zu bringen. Ich gebe zu, für mich war Bremen bisher ein weißer Fleck, aber du hast es mit den anderen Bremern hier im Forum geschafft, mir diese Stadt ins Bewusstsein zu rufen. Dafür besten Dank!


    Hoffen wir, dass es auch in Bremen bald positive Projekte zu vermelden gibt, die stolze Hansestadt hätte es verdient! :D