Posts by typo2708

    Ich glaube es ist allen klar, dass "Karlsruher Stadtbild" nichts mit SD zu tun hat. Einen Verein, der sich im Namen des Stadtbilds ausgerechnet für Bausünden der 60er und 70er einsetzt, braucht eigentlich niemand.

    Dresden finde ich als Vergleich durchaus passend, aber das große Lob scheint mir fehl am Platz. Der Neumarkt wurde rekonstruiert, aber was ringsherum aus der Stadt gemacht wurde (und wird) finde ich ganz furchtbar. Dann lieber Nürnberg, das immerhin seinen städtebaulichen Charakter und vor allem seine Urbanität bewahrt hat.

    Ja genau, das war das "Büchsenbad" im maurischen Stil. Es befand sich in der Büchsenstraße (daher der Name) direkt neben der alten Liederhalle.

    Nach der Kriegszerstörung geriet es schnell in Vergessenheit. Den meisten nach 1945 geborenen Stuttgartern ist der Name kein Begriff mehr.

    Nicht zuletzt erklärt dies den heutigen guten Zustand etlicher sächsischer Städte.

    Dieser Zustand erklärt sich dadurch, dass nach der Wende viel (kapitalistisch erwirtschaftetes) Geld für die ostdeutschen Städte bereitgestellt wurde. Noch einige Jahre länger DDR, und es wäre nicht mehr viel zu retten gewesen. Ich bin erstaunt, dass diese Tatsache schon wieder in Vergessenheit zu geraten scheint. Und wo es im Westen Abriss und Neubau gab, gab es in der DDR entweder ersatzlosen Abriss oder eben Plattenbau. Magdeburg, Dresden, Chemnitz, das Berliner Marienviertel, das sind erschütternde Beispiele "sozialistischer Stadterneuerung". Lieber Herford als Halle-Neustadt.


    Das Hohe Lied renditeorientierter Immobilienhaie singt hier übrigens niemand.

    Wie auch in Bregenz eine Mischung aus charmanter historischer Architektur und eklatanten Bausünden, mit denen man scheinbar irgendwas kompensieren will. Ich habe mich an diesen "Stil" in der Region Bodensee-Vorarlberg irgendwie gewöhnt.

    Das Berliner Schloss wird von der Politik sowieso mit maximalem Liebesentzug bestraft. Das wird beim seinem direkten Umfeld sichtbar, in dem es möglichst wie ein Fremdkörper wirken soll - wenn man seinen Wiederaufbau schon nicht verhindern konnte.

    Herr Herrmann, das klingt für mich nach "Friede, Freude, Eierkuchen". Nein, hier wurde ein Exempel statuiert, das ist nicht nur ein kleiner Dämpfer, sondern eine bittere Niederlage für alle Rekofreunde. Denn das Gegenteil von dem, was wir fordern, wird gefördert. Wenn die Einflussnahme dagegen schon von ganz oben kommt, werden wünschenswerte, mögliche Rekonstruktionen in ganz Deutschland unwahrscheinlicher.

    So eine Stümperei als große Architektur zu feiern (und das damit verbundene Privileg sich lächerlich zu machen) überlassen wir doch lieber dem Feuilleton des Tagesspiegel.

    Eine sehr gewagte Behauptung. Ich würde eher sagen, Sachsen ist reich an historischen Stadtbildern, so dass der positive Eindruck überwiegt. Der Modernismus ist hier nicht so allgegenwärtig wie anderswo. Aber das ist mehr Glück als Verdienst.

    Weil für bestimmte Leute die Geschichte der deutschen Demokratie, des "guten" Deutschlands, erst mit Gründung der BRD beginnt. Das soll sich nach deren Willen auch an seinen Symbolen manifestieren.

    Auch wenn ich in so einem albernen Schriftzug beim besten Willen keine Kunst entdecken kann ist es als temporäre Installation eigentlich die Aufregung nicht wert. Die Felswand wurde ja zum Glück nicht besprüht oder anderweitig beschädigt. Ich hoffe dieser Nonsens wird nach der Landesgartenschau wieder entfernt.