Posts by Königsbau

    „Schwurbler, Leugner, Verweigerer“. Das Vokabular, um Menschen mit anderen Standpunkten mundtot zu machen, bei gleichzeitigem Fehlen eigener, sachlicher Argumente. Nicht nur in den „sozialen“ Medien eine ganz traurige Entwicklung der Diskussionskultur.


    tegula, du empörst dich gar nicht über den Inhalt eines Beitrags, sondern darüber dass er überhaupt ausgesprochen werden darf. Das ist typisch für die Vertreter der Wokeness, hat aber nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.

    Das "Pesti Hirlap"-Gebäude in Budapest erhielt seine historische Fassade zurück und heißt jetzt "Eiffel Palace"... Alles sehr schön, bis auf die leider nicht rekonstruierte Kuppel. Stattdessen ein modernistischer Dachaufbau in der Art, wie man es von Wien kennt.


    Historische Ansicht


    Aktuelle Ansicht

    Solche Bilder wie das letzte eben gezeigte machen mich regelrecht zum Graffiti-Hasser. Wer in solchen Schmierereien noch so etwas wie "subversive Kunst" sieht ist nicht mehr ganz bei Trost.

    Andreas, geht es dir als Teilnehmer dieses Forums eigentlich um Architektur oder nur darum andere Teilnehmer des Populismus zu bezichtigen? Die Frage könnte ich natürlich auch tegula oder UrPotsdamer stellen.

    Vielleicht ist der Unmut über verantwortliche Stellen, der sich in manchen Beiträgen äußert, ja durchaus berechtigt. Man muss nicht immer krampfhaft differenzieren sondern kann auch mal Klartext reden.

    Da hat Mäckler aber so richtig schön an der Romantik vorbeigebaut. Mit dem Begriff können deutsche Gegenwartsarchitekten bekanntlich nichts anfangen, da kann halt nur so etwas Widersprüchliches dabei herauskommen.

    Apple hat das sicher nicht uneigennützig gemacht, aber wen kümmert das? Die wissen eben, dass sich historische Architektur bestens für einen repräsentativen Auftritt eignet. Das Ergebnis ist jedenfalls sehr erfreulich.

    Die Verwahrlosung des öffentlichen Raums (nicht nur in Köln) konnte man schon vor langer Zeit vorausahnen, nämlich als nach dem Krieg unsere Innenstädte als Gewerbegebiete mit "modernen" Zweckbauten wiederaufgebaut wurden. Wie soll man so eine Umwelt denn achten und schätzen?

    Es bedürfte einer fundamentalen Wende hin zu menschengerechter Architektur und Städtebau, um dieses Problem zu beheben.

    Die USA sind so, man konsumiert und wirft weg. Ob das Autos, Smartphones oder Häuser sind spielt keine Rolle. Das wird besonders deutlich in einer Stadt wie Las Vegas, wo die Hotels und Casinos von Beginn an immer wieder ausgetauscht wurden. Der Appell zur Bewahrung materieller Werte wird eher als unnötige Sentimentalität betrachtet. Diesbezüglich belächelt man auch das „alte Europa“, nicht ahnend dass gerade das baukulturelle Erbe dessen größter Reichtum ist, dem die „Neue Welt“ schlichtweg nichts entgegenzusetzen hat.

    Man könnte parallel auch noch einen Strang zu australischen Städten eröffnen. Dort sieht es nämlich kaum besser aus. Ich vermute, es hat etwas mit der Fortschrittsmentalität wohlhabender Länder zu tun, die auf Altes und Überkommenes keinen Wert legt, dieses Phänomen war ja auch in Deutschland in der Zeit des „Wirtschaftswunders“ sehr ausgeprägt.

    Kann man sich nicht einfach über diese Rekonstruktionen freuen anstatt zu bedauern, dass diese in der "Ära Orban" durchgeführt werden (als ob das ihren Wert schmälern würde)? Zumindest in Sachen Stadtbildreparatur machen die Ungarn derzeit alles richtig, da sollten wir Deutsche uns lieber selbst den Spiegel vorhalten als Missgunst zu zeigen.

    Stuttgart ist aufgrund seiner Topographie durchaus attraktiv. Wer würde nicht gerne in einer der Villen in Halbhöhenlage wohnen?

    Da ist dann aber auch kein großer Unterschied mehr zum kompletten Abriss. Wahrlich, in Ö ist man genauso herzlos und ignorant im Umgang mit dem eigenen Bauerbe wie in D. Dem zugrunde liegt fehlende kulturelle Selbstachtung. Ich glaube, das Problem betrifft den ganzen deutschsprachigen Raum.

    Was mich aber meisten immer wieder aufs Neue fasziniert: Gemessen daran, dass dies hier das Zentrum des "Reichs" war und eigentlich die übelst zerstört sein müsste, finde ich kurioserweise, dass man dies beim Gang durch Mitte kaum sieht.


    Wüsste ich nicht, dass diese Stadt übelst zerstört sein müsste nach dem Krieg, ich würde es nicht merken.

    Stimmt, die Friedrichstraße weist ja auch kaum Unterschiede zum Vorkriegszustand auf, ebenso der Potsdamer und Leipziger Platz. Auch beim Gang vom Stadtschloss zum Alexanderplatz ahnt man kaum, dass es Krieg und Teilung gegeben hat. Ausklingen lassen wir den Spaziergang auf der idyllischen Fischerinsel, um uns daran zu erfreuen, dass in Berlin so viel erhalten blieb.


    Petersburg, war jetzt dein Beitrag ironisch oder meiner, oder beide? :augenrollen:

    "St. Georg, Adenauerallee - Erweiterung eines Gründerzeitlers durch Spiegelung des Bestandsgebäudes"


    Das ist bemerkenswert. Hier wird eine Historismus-Fassade erweitert, eine Seltenheit in Deutschland.