Posts by Königsbau

    Man sollte halt die Schandflecken abreißen und nicht die Schönheiten. So einfach ist das. Das Problem ist, dass Architektenkammer & Co. das wohl etwas anders definieren als wir.

    Also ich persönlich könnte mich nicht gleichzeitig für Architektur der Gründerzeit und des Brutalismus einsetzen. Das würde mir widerstreben. Aber bei dem Denkmalverein geht es wahrscheinlich mehr um Substanz als um Ästhetik.

    Spätestens nach diesem Blogartikel hätte ich als Admin die Sperrung von tegula veranlasst, wegen Rufschädigung des Forums. Wenn sowas geduldet wird weiß ich auch nicht mehr was ich vom APH halten soll.

    Bis ca. 1950 , von dem was danach kam gefällt mir kaum etwas, und ich würde es auch nicht vermissen. Für mich wird da posthum ein Architekt überhöht, der sich nur an die funktionalistische Bauweise der Nachkriegszeit angepasst hat, mit entsprechend belanglosen Werken.


    Bei uns in Stuttgart würde der Verein "Aufbruch Stuttgart e.V." gerne das Königin-Katharina-Stift (1905) für einen Neubau der Oper abreißen lassen. Seither nimmt man diese Leute nicht mehr so richtig ernst.

    Wieder so ein relativierender Einzeiler. Sag uns doch lieber welchem Punkt von Goldstein du widersprichst, und warum. :augenrollen:



    "Heiligenfiguren werden bespuckt, Kreuze geschändet - die antichristlichen Straftaten nehmen zu. Doch während sich die EKD ungefragt zu den moralischen Herausforderungen der Welt äußert, bleibt sie diesmal unerhört stumm - weil die Täter nicht in ihre naive Weltsicht passen."


    Bei diesem Thema schweigt die Dauermoralbeschallung der Kirche

    Darf ich daran erinnern, dass sich in Nürnberg die "Altstadtfreunde" wie kein zweiter Verein in Deutschland für die Instandsetzung vernachlässigter Gebäude einsetzen. Auf ihrer Facebook/Instagram-Seite kann man die beeindruckenden Resultate bestaunen. Bevor man also pessimistisch über die Mentalität in Nürnberg urteilt, sollte man eine Stadt nennen, in der es mehr bürgerschaftliches, organisiertes und effektives Engagement für das historische Bauerbe gibt. Mir fällt auf Anhieb keine ein.

    "eher ein mit klassischen Architekturelementen verzierter moderner Klotz"


    Genau das war auch mein Gedanke. Ein riesiger Baukörper mit ein paar Retro-Elementen für die bessere Vermarktung. So bitte nicht.

    Mich wundert, dass gegenüber dem DAF (in dem viele das Gegenteil unserer Anliegen vertreten) Aufgeschlossenheit herrscht, aber gleichzeitig gegen das BKF (in dem man die gleichen Anliegen hat) geätzt wird. Lasst die Foren doch koexistieren, niemand wird gezwungen hier oder dort mitzumachen.

    newly macht es jetzt wie UrPotsdamer, mit Einzeilern stänkern. Dabei ist es eigentlich ein Unding, dass man jemandem das Recht auf Kritik abspricht, nur weil er nicht selbst involviert ist. Dann dürfte es gar keine Kritik von außen mehr geben.

    ...wie weit sich die deutsche Gesellschaft von der Realität und Pragmatismus verabschiedet hat.

    Die Gesellschaft? Oder nicht doch eher die Akteure in Kultur und Politik, die auf ihren ideologischen Prinzipen beharren und diese zur Grundlage ihrer Entscheidungen machen? Aus welcher Ecke das meistens kommt darf man hier ja nicht mehr thematisieren, aber zumindest registrieren.

    Ein Glück, dass "Auerbachs Keller" abgeschafft wurde, so kann sich jeder Gast an den politischen und persönlichen Streitereien im APH erfreuen.

    Allgemein schlechte Zeiten für Rekos in Deutschland. Man kann von Glück sagen, dass der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses oder der Frankfurter Altstadt nicht mehr zur Debatte steht. In dem aktuellen geistigen Klima hätten diese Vorhaben keine Chance.

    In diesem Forum geht es um Rekonstruktionen historisch wertvoller Gebäude.

    Woher hast du das? Es geht um Rekonstruktion klassisch-traditioneller Architektur und Ensembles, ohne Einschränkung. Dies schließt eben auch Gebäude des Historismus ein, selbst wenn diese für dich persönlich "Massenware" sind. Wenn es allein nach der kunsthistorischen Bedeutung ginge wäre z.B. die Königliche Reithalle in Budapest nicht jüngst wiederaufgebaut worden (siehe hier).

    Die rekonstruierte Königliche Reithalle ist herrlich, besonders so beleuchtet bei Nacht wunderschön anzusehen.


    Hier noch ein paar Infos und Bilder dazu:

    https://bookinbudapest.com/de/konigliche-reithalle


    Wahrlich, an Ungarn könnten wir uns ein Beispiel nehmen - wenn nicht derzeit in Deutschland alles, was dieses Land betrifft, negativ bewertet würde. Aber damit will ich keine weitere politische Diskussion beginnen. Als Europäer freue ich mich jedenfalls über jede neue Rekonstruktion in Europa, egal in welchem Land und wer dort gerade regiert.

    Leider scheint auch dieses Thema mittlerweile ideologisch vereinnahmt worden zu sein (ich meine nicht die Diskussion hier, sondern allgemein). Irgendwie scheint es bei allem - Klima, E-Autos, Corona usw. - nur noch "Befürworter" und "Leugner" zu geben. Und es setzt sich durch, wer den Gegner (oder sollte ich sagen Feind?) zum Schweigen bringt. Dabei wäre bei all diesen Fragen sachliches Pro und Contra und Respekt für gegensätzliche Meinungen gefordert.