Posts by Königsbau

    Ich erinnere nur an die Beiträge des ÖRR

    Diese Beiträge laufen zumeist im Kulturprogramm, und das schaut sich doch auch nur eine Minderheit an, die zumeist die gleiche Weltanschauung hat wie die Redakteure. Also ich glaube, da ist man weit entfernt davon, meinungsbildend für die gesamte Gesellschaft zu sein. Die meisten Bürger bekommen von den ideologischen Grabenkämpfen um das Schloss überhaupt nichts mit, und es interessiert sie auch nicht. Keep calm.

    Der Tagesspiegel bedient seine Zielgruppe, das ist legitim. Ich gehöre eben nicht dazu, ebensowenig wie zu der von Spiegel, SZ und taz. Deshalb ärgere ich mich auch nicht über derartige Artikel, weil ich sie in der Regel ganz bewusst meide bzw. ignoriere - in der Gewissheit, dass schon kurz darauf ohnehin kein Hahn mehr danach kräht.

    Ich habe tegulas Beiträge ausgeblendet, aber es war klar dass er sich da gleich wieder zu Wort meldet. Darauf kann man sich verlassen.

    Ich glaube es ist nicht verwunderlich, dass die "woke Bewegung" aus den USA gerade bei uns auf solch fruchtbaren Boden fällt. Wo wir doch so gerne Moralweltmeister sind. Und so beteiligen wir uns auch mit deutscher Gründlichkeit an der Demontage von allem, was den Kriterien des Zeitgeistes nicht mehr entspricht.

    Der Autor Sebastian Gulden ist einer der Betreiber der FB-Seite Nürnberg - Stadtbild im Wandel. Diese ist durchaus sehr informativ und von bemerkenswertem Hintergrundwissen geprägt, wenn auch ohne die kritische Distanz zur Nachkriegsmoderne, die wir uns wünschen würden.

    Ich denke, genau so wie der Artikel argumentiert auch der heutige Denkmalschutz, insofern ist es ein Dokument der selbstbezogenen Haltung in Fachkreisen, die den Bürgern aufgrund angeblich fehlender Kompetenz das Mitspracherecht vorenthält, und das daher nicht unwidersprochen bleiben darf.

    Fotoupdate zum Schinkelplatz. Dieser wirkt insgesamt harmonisch, auch die modernen Fassaden passen sich angenehm in den Kontext ein

    Entschuldigung, aber das finde ich überhaupt nicht. Es sei denn, du meinst den Kontext der gegenwärtigen Bauweise in Berlin, möglichst eintönig und ausdruckslos. Der Leipziger Platz ist in diesem Sinne auch absolut gelungen.

    Unbedingt eine Aufwertung, auch wenn es Kritikpunkte an der Fassadengestaltung gibt. Es freut mich, dass die Stuttgarter Innenstadt durch Revitalisierungen und Neubauprojekte wie z.B. in der Eberhardstraße allmählich wieder vorzeigbarer wird.

    Dabei muss aber immer wieder betont werden, bei wem sie verpönt sind. Nicht bei den Bürgern, sondern bei einer kleinen Schicht von Kulturjournalisten, Architekten und (in bekannten Teilen desinteressierten) Politikern.

    Ich habe vorausgesetzt, dass meine Aussage genau so verstanden wird. :wink:

    Offenbar wird hierzulande völlig ausgeblendet was städtebaulich in Ungarn geschieht. Sonst könnte man ja auf den unmöglichen Gedanken kommen, dass das in jeder Hinsicht vorbildhaft ist. Wir in Deutschland machen halt wie gewohnt weiter mit Kuben und Rasterfassaden. Die wenigen Rekonstruktionen wie z.B. das Berliner Stadtschloss oder die neue Frankfurter Altstadt sind eher verpönt und sollen möglichst Einzelfälle bleiben. Währenddessen blüht Budapest auf. Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil etwas, das dort mit faszinierender Entschlossenheit geschieht, bei uns so unendlich schwer zu realisieren scheint.

    @"Königsbau". Nein, Du hast den von "Rothenstein" geäußerten Schmerz mit der unpassend flapsigen Bemerkung beantwortet, dass Du "dankbar" über die Entwicklung wärst. Das war eine höchst unsensible Formulierung.

    Das lasse ich mir nicht in die Schuhe schieben. Die Dankbarkeit bezog sich darauf, dass den Städten im heutigen Polen ein "Wiederaufbau" wie z.B. in Hannover, Köln oder Stuttgart erspart blieb. Nichts anderes wollte ich damit sagen. Außerdem leben heute nur noch wenige persönlich Betroffene der Vertreibung. Bei den jüngeren Generationen befremdet es mich etwas, wenn sie noch von Schmerz sprechen. Wehmut vielleicht, oder wie in meinem Fall - als jemand der es nicht anders kennt - die selbstverständliche Akzeptanz der heutigen Grenzen und das schöne Gefühl, dass mich diese nicht aufhalten all die Orte zu besuchen die mir etwas bedeuten. Unversöhnlichkeit ist in meinen Augen jedenfalls keine Lösung.

    Heimdall, ganz ehrlich, was soll das? Ich habe jetzt glaube ich deutlich genug erklärt, dass ich mich ausschließlich auf die Frage des Wiederaufbaus in beiden Ländern bezog, und nicht auf Verlust und Vertreibung oder sonst irgendeine Tiefendimension, über die du mich bestimmt nicht aufklären musst. Weiter will ich auch gar nicht auf deinen Beitrag eingehen, weil das sonst vom Thema wegführt. Ich denke einfach, wenn Breslau, Danzig u.a. deutsch geblieben wären würden sie heute ein anderes Gesicht haben. Und ich bin überzeugt, es wäre nicht mehr so eigentümlich schön, wenn man hier bundesdeutsche "Wiederaufbauleistungen" zum Vergleich heranzieht. Wahrscheinlich wäre auch die Masurenlandschaft heute zugepflastert mit Windrädern. Jede Stadt und jede Landschaft, der der deutsche Umgang mit dem Bau- und Naturerbe erspart blieb und bleibt, kann sich glücklich schätzen. Traurig, das sagen zu müssen.

    Heimdall und Valjean, ich weiß nicht wieso ihr das gleich wieder in den falschen Hals kriegt. Ich bezog die Dankbarkeit ausschließlich darauf, dass ehemals deutschen Städten im heutigen Polen ein Wiederaufbau wie Städten in (West-)deutschland erspart wurde. Was ihr daraus wieder macht ("bewusst geförderte Entfremdung") hat damit überhaupt nichts zu tun. Selbstverständlich wäre es auch für mich ein schöner Gedanke, wenn in Breslau oder Danzig heute noch deutsch gesprochen würde. Aber ich empfinde auch keine Verbitterung darüber, dass dies eben nicht mehr so ist. So ist die Geschichte nunmal verlaufen, und wie ich schon sagte, in einem freien Europa spielt das sowieso keine allzu große Rolle mehr. Ich könnte es auch bedauern, dass das wunderschöne Straßburg heute zu Frankreich gehört, aber wozu? Ich kann innerhalb einer Stunde dorthin fahren und die Stadt erleben, keine Grenze hält mich auf.

    die Polen scheinen einiges richtiger gemacht zu haben als die Deutschen.

    Eben darum habe ich keinen "Schmerz über das Verlorene", im Gegenteil, ich bin sogar dankbar dass das Schicksal von Städten wie Breslau oder Danzig nach dem Krieg in polnische und nicht in deutsche Hände gelegt wurde. Außerdem haben wir ein freies Europa, ich kann jederzeit alle ehemaligen deutschen Städte besuchen, ja sogar wieder dort leben wenn ich es möchte.

    Darauf erstmal einen Kaffee.


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    PS: Wetten, dass das "Künstlerkollektiv" vorher gar keine Ahnung hatte, wen das Reiterdenkmal am Karlsplatz darstellt?

    Woke, aber dumm.