Posts by Senator

    Es gab tatsächlich Pläne, das Kronprinzenpalais wiederaufzubauen und zwar von einer Bank (Vermutlich BW Bank oder Deutsche). Aus diesem Vorhaben wurde leider nichts. Das Palais wurde 1958 abgerissen (die Mauern standen bis dahin noch) um Platz für eine neue Strasse zu schaffen, die dann ca. 7 Jahre lang bestand.


    Von allen Grosstädten Deutschlands war Stuttgart eine der am wenigsten zerstörten, sieht man die Stadt heute, muss man das Gegenteil vermuten. Einer der für diese rücksichtslose Abrisspolitik massgeblich verantwortlich war, der damalige OB Arnulf Klett. Der dieser Stadt das Gesicht (ihre Idendität) raubte. Komischerweise wird er von vielen Stuttgartern immer noch als eine Art "Held" (Im Amt von 1945 bis zu seinem Tode 1974) betrachtet.

    Wiesbaden wurde zwar nicht komplett zerstört, doch relativ übel zugerichtet (Rathaus, Kochbrunnen,Theater). Auch wenn die Stadt bewusst geschont wurde, im Gegensatz zum benachbarten Mainz.

    1944 wurde der Sarg Friedrichs in die Elisabethkirche nach Marburg gebracht und erst 1952 auf Initiative Louis Ferdinands auf die Burg Hohenzollern. Zwischen 1952 und 1991 befanden sich die Särge der Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrichs des Grossen auf der Burg. Nach der Wiedervereinigung wurden sie 1991, in einem feierlichen Akt (gegen den Willen des Königs) wieder nach Potsdam überführt.

    In der Tat ist das Ruhrgebiet (sieht man von Bochum ab) besser als sein Ruf.
    Mülheim ist zwar zwischen Bahnhof und Ruhr recht hässlich. Hat aber mit Schloss Broich und der südlich davon gelegenen Altstadt immerhin noch etwas vorzuweisen.
    Eine der schönsten Städet der Gegend (ich teile sie nicht mehr dem eigentlichen Ruhrgebiet zu) ist Iserlohn. Die Gegend um den Schillerplatz ist zwar wenig attraktiv, dennoch ist Iserlohn insgesamt sehenswert.
    Selbst Städte, wie Bottrop und Herne sind nicht so hässlich, dass sie unterträglich würden.
    Das Linksrheinische Moers ist meiner Meinung nach die schönste Grossstadt Nordrhein Westfalens (Innenstadt).

    an: Münchener


    Ich denke, das wird nie abgerissen, denn dadurch könnte Ludwigsburg ja eine schöne Stadt werden und das passt so gar nicht zum schwäbischen Selbstverständis, des sich ständig kleineralsmanistmachens. Also ich würde sogar den Bagger bezahlen :-)
    Aber solange die es nichtmal schaffen diese Acht !!! spurige Strasse (vor dem Schloss) verschwinden zu lassen, was gerade wieder mal angedacht wird. Sehe ich da kein Land.

    Köln ist ja wohl nach Hamm und Bochum die hässlichste Stadt dieses Bundeslandes.
    Wenn man bedenkt, wie schön die Stadt ehedem war (eine Ringstrasse ähnlich der in Wien). Was alles unsinnigerweise abgerissen wurde (Oper am Rudolfplatz). Irgendwie sehr traurig. Kein Wunder, das viele Kölner so einen Zwergennationalismus hegen, sonst hielte man es in dieser Stadt auch als Kölner nicht aus.


    Als ich vor kurzem einem Freund aus Köln die Stadt Bonn zeigte, wollte er am liebsten umziehen ...

    Ja, ich meinte tatsächlich die vierte Strophe. Könnte auch zur offiziellen werden, es passt gut in das Gesamtbild dieses Landes ...


    Genug der Politik

    Für dieses schlimme selbstleugnerische Verhalten des Deutschen Volkes kann man sich bei der "Frankfurter Schule" und den dieser entwachsenen Generation der "68er" bedanken. Erst haben sie die Architektur dieses Landes zertrümmert und dann die Köpfe und all jene, die sich dem mutig entgegenwerfen (M. Walser) werden als "reaktionär" gebrandmarkt.


    ... und im Unglück nun erstrecht ...

    So weit mir bekannt, ist das Wedekindhaus keine exakte Reko. Schon der Vergleich der Dachgauben zeigt dieses sehr deutlich.
    Das Haus ist auch so weit rekonstruiert, wie es der Marktplatz nötig hatte, d.h. nur die Marktplatzfassade sieht ungefähr so aus wie 1930. Schon der Blick um die Ecke, zeigt die Wahrheit. Dieses "Fachwerk" an der Rathausstrasse (gegenüber ist das Templerhaus) ist kein Fachwerk, das sieht man auf den ersten Blick, so etwas kann konstruktiv niemals funktionieren (es sei denn, mann füllt die Zwischenräume mit Mauerwerk, o.ä.) doch als Holzfachwerk lässt sich das nicht ausbilden, zumindest nicht mit den damaligen Mitteln. Und dann der Blick vom Rathsbauhof (Rückseite) auf das Ensemlble, verrät merkwürdiges, dürfte auch auf Luftbildern zu sehen sein.

    Zunächst eine kleine Sehhilfe:


    Und nun der Kommentar:
    1) Es fällt zunächst auf, dass sich die Geschosse aller drei Bauten auf dem selben Niveau befinden. Das ist selbst beim überregulierten Baurecht der Nachkriegszeit äusserst ungewöhnlich.


    2) Der Giebel des Lünzelhauses, dazu muss ich wohl nicht mehr schreiben, drei statt zwei Fenster, der Rest ist offenbar.


    3) Die Türe beim L.haus unten links fehlt, dafür ist da jetzt ein Fenster zur Herstellung einer "harmonischen" Fassade. Die Fenster sind wesentlich länger. Der Betrachter fragt sich, wie man dieses Haus betritt.


    4) Richtlinie war vermutlich das Wedekindhaus, aber auch hier genügt ein Blick in die Seitenstrasse.


    5) Am schlechtesten ist das Rolandhaus restauriert, leider habe ich kein Bild davon. Bei den Fenstern in Ebene vier (Spitzbogen) wurde eine Pseudosymmetrie hergestellt, die es nie gab, die alte Fensterordung war 2 + 1. Der barocke Vorbau war einige Zentimeter weiter links.



    Folglich:
    Für mich ist das keine Rekonstruktion. Das tut zwar so und der unrkitische Betrachter wird auch keinen Unterschied feststellen. Aber Es schmerzt einfach, so etwas zu sehen.
    Es ist nur eine Kulisse, wirklich Disneyland. Sehr schade, man hätte da mehr draus machen können. Man stelle sich mal das jämmerliche Ergebnis vor, wenn die Fraspa die Ostzeile in ähnlicher Manier "rekonstruiert" hätte.
    Und das ist dann der "schöne" Marktplatz zu Hildesheim, für mich zwar besser, das der 50 er Jahre bau der SPK, aber befriedigend kann so etwas wahrlich nicht sein. Wenn Reko, dann richtig !!!

    Die Verfehlungen sind so evident, dass es eigentlich keines Beweises bedarf. Für den oberflächlichen Architekturliebhaber werde ich diesen jedoch in Kürze liefern.

    In diesem Falle wäre mir aber eine richtige Reko einfach sehr viel lieber gewesen. Selbst Hildesheimer muss man auf die grossen Fehler der Sparkasse (bzw. deren Beauftragten) noch extra hinweisen.


    Der Unterschied zu Disneyland ?
    Das Gebäude hat mehr als Spass- und Freizeitnutzen. Aber der Giebel des Lünzelhauses darf so einfach nicht sein (Beispiel).

    Die "Rekonstruktion" der Häuser "Roland", "Lünzel" und "Wedekind" am Marktplatz zu Hildesheim ist eine einzige verlogene Veranstaltung, mit Reko hat das überhaupt und gar nichts zu tun, es ist Disneyland (Im Gegensatz zur guten Reko der Häuser "Bäcker" und "Knochenhauer". Schon der Vergleich mit historischen Bildern zeigt, wie man bei der Kreissparkasse gepfuscht hat. Das ganze abreissen und diesmal richtig wiederaufbauen.


    Wer den Fehler nicht findet, soll sich den Zustand vor 1944 und heute nochmal ganz genau ansehen, das Ergebnis schmerzt ! :weinenstroemen:

    Die offizielle Fachwerkstrasse sollte ursprünglich eine zusammenhängende Tour darstellen, darum sollte sie vertikal durch Deutschland verlaufen, daher gäbe es keine grossen Ausschläge um den 10. Längengrad herum.
    Allerdings gibt es jetzt keine zusammenhängende Strasse, sondern viele einzelne Netze.
    Warum Marburg fehlt ist in der Tat unverständlich.
    NRW und RPF werden von der Route überhaupt nicht tangiert, die Routenführung in BW versteht kein Mensch.
    Und Dinkelsbühl, Nördlingen kommen auch nicht vor, Bayern wird nördlich gestreift, keine Ahnung, wer solche Routen plant, vermutlich Politiker, aber keine baukundigen Menschen.

    Am ehesten nachvollziehen lässt sich dieses Raumgefühl in unzerstörteren Deutschen Städten, wie z.B. Strassburg. (Ich weiss, dass Strassburg in Frankreich liegt, Kulturhistorisch ist es aber überwiegend Deutsch). Was ist mit Prag ?

    Um mal von OF abzulenken:


    Pforzheim bietet in der Tat nichts, das einzige Haus am Leopoldsplatz, dass den Krieg unbeschadet überstand, wurde vor 3 Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
    Viel hässlicher als Pforzheim ist jedoch Heilbronn, diese Stadt ist vollkommen verunfallt.
    Auch Hildesheim muss zu den Scheusslichkeiten dieses Landes (mit den Ausnahmen der Kirchen und des Marktplatzes) gezählt werden, was in diesem Falle besonders traurig ist.

    Über 50TEw:
    Eine sehr schöne Fachwerkstadt ist Wolfenbüttel, das muss man gesehen haben. Auch in Lüneburg gibt es noch viel Fachwerk.
    Hattingen soll wohl die schönste Stadt im Ruhrgebiet sein, ebenfalls mit schönen Fw-bauten (ich war noch nie da).
    In Süddeutschland sind viele Fw-bauten leider verputzt (Tübingen, Esslingen, Schwäbisch Gmünd), dennoch vermotteln diese Städte ein sehr harmonisches Bild.


    Über 100TEw:
    Hier sieht es in der Tat mager aus, Göttingen und Erfurt sind ja schon genannt, einige Häuser in Fürth, mehr ist wohl nicht da.
    Ausserdem gibt es in Moers und Recklinghausen noch ansehnliche Zentren, zwar wenig Altbau, aber für NRW sehr hübsch...