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    Zum Bild aus Beitrag 297:


    Schaut mal auf das schmale 4-geschossige Haus, in dessen Brüstung (3.OG) das Wort "MEHL" zu lesen ist. Dort liegen die Sparren frei, es finden also offenbar Arbeiten an der Dacheindeckung statt und es werden Fenster ausgetauscht.


    ...Und das ganz ohne Baugerüst, nur ein simples Schutzdach aus Brettern schützt die Passanten vor herabfallenden Teilen!


    Nicht nur interessant wie sich das Gesicht der Zeil ändert, sondern auch die Bauvorschriften.

    Ein lockerer Beitrag hier im Galerie-Strang:


    Das bürgerliche Platzgefüge Unterm Heilig Kreuz ist meines Erachtens das beste der Stadt. Es gilt als weltlicher Gegenpol zu dem nicht unweit liegenden Residenzviertel mit Stadtschloss, Dom und Hauptwache. In den nächsten Wochen werde ich darauf jedoch etwas näher eingehen.


    Unterm Heilig Kreuz.
    Links die Stadtpfarrkirche St. Blasius mit ihrem mächtigen Westwerk, mittig das Kanzlerpalais (Mitte 18. Jhd) und rechts der Erker des Mollenhauerhauses (ehemals Salzhaus der Stadt Fulda)
    Fulda, Unterm Heilig Kreuz


    Das Mollenhauerhaus in Gänze mit anschliessender Löwenapotheke:
    Fulda, Mollenhauerhaus und Löwenapotheke


    Bei genauer Betrachtung fallen Ungereimtheiten auf, der Fassadenabschnitt rechts des Erkers wirkt zu akkurat und gleichmäßig, außerdem haben die Balken geringere Querschnitte als links im Fassadenbild.
    Daher mal eine Fassadenansicht ohne perspektivische Verzerrung:
    Fulda, Mollenhauerhaus, Fassadenansicht


    Um der Frage auf den Grund zu gehen, betrachten wir zunächst folgende Aufnahme des Hauses nach Kriegseinwirkung:
    Die gesamte rechte Flanke war so beschädigt, dass man sie nachher abtragen musste um einen geordneten Wiederaufbau zu gewährleisten. Ein Vorgang der mit äusserstem Respekt und Wertschätzung zu tun hat. In anderen Städte käme nur der Abriss oder eine moderne Ergänzung in Frage.
    Fulda, Mollenhauerhaus nach Kriegseinwirkung


    Nun Detailauschnitte aus dem 1. Obergeschoss.


    Linke Flanke (Originale Substanz mit handgesägten Balken)
    Fulda, Mollenhauerhaus, Originale Substanz



    Rechte Flanke (Nachkriegssubstanz mit maschinell geschnittenen Balken)
    Fulda, Mollenhauerhaus, Bausubstanz der Nachkriegszeit

    Das Projekt in der Pfandhausstraße ist nun schon seit einiger Zeit eingerüstet. Was jedoch nicht schlimm ist, denn "Gut Ding braucht...."


    Leider ist jedoch die Baustelle schwer einsehbar, das liegt zum Einen an der Enge der Gasse (wie nachfolgend zu sehen) und zum Anderen an den Gerüstplanen. Das Haus konnte man nun also länger nicht anständig fotographieren, daher nochmal zu Erinnerung mein Bild aus Beitrag 69.


    Hier nun der Blick in die Pfandhausstraße. Rechts das Geschäft von Juwelier Bott, das Sanierungsobjekt wird bekanntlich einen Teil der Uhrenwerkstatt aufnehmen:


    Heute war an einer Stelle die Plane geöffnet.
    Man erkennt neue und alte Eichenbalken, ein starkes Traufgesims aus Holzbohlen und bündig ausgemauerte Gefache:


    Eine winzige Öffnung der Plane im Erdgeschoss zeigt Bruchsteinmauerwerk, daneben Porotonmauerwerk, welches wohl zu einer Türöffnung gehört:



    Es wird wohl so werden, dass das Fachwerk wieder vollflächig verputzt wird. Eine gute und nachvollziehbare Entscheidung, denn so handelt man nach Fuldaer (Bau)Tradition. Die ganze Altstadt ist gesäumt mit verputzten Fachwerkbauten, deren Fenster optional noch mit barock anmutenden Faschen aus Holz verkleidet sind. Das kann man auf dem ersten Bild im Beitrag gut nachvollziehen (Oder hier bei der Löwenapotheke aus Beitrag 69)
    Es gibt nur wenige Ausnahmen, die auf Sicht angelegt sind. Zum Beispiel das Alte Rathaus, das Haus zur Windmühle oder der Giebel vom Schwarzen Bären.


    Es wird nun nicht mehr allzu lange dauern. Gespannt sein!

    "Wir wollen klassische Elemente wie Kronleuchter, Stuckverzierungen an der Decke oder Bilder aus der Barock-Epoche mit Modernem und ein bisschen Witz vermischen."


    Aus VILLA ESPANA wird BAROCK BAR - Korab NIVOKAZI (29) übernimmt
    Osthessen-News vom 20.06.16


    Wirklich viel kann man nicht sagen.
    Ein starke Anlehnung an den Vorgänger ist jedoch erkennbar, und das ist auch gut so.
    Schlichte Lochfassade, ziegelgedecktes Satteldach, angepasste Erdgeschosszone.
    Mit schrillen Werberklamen ist wohl auch nicht zu rechnen. Gut möglich, dass der Schriftzug Barock Bar in einzelnen Buchstaben über der Gewerbeeinheit angebracht wird.


    Einzig die bullige Dachgaube stört etwas.

    Das abgerissene Gebäude in der Kanalstraße war ein ganz passabler Vertreter der Wiederaufbauzeit,
    ein wenig schade.


    Haus mit Cocktailbar Villa España wird abgerissen und neu gebaut
    Fuldaer Zeitung vom 9.6.2015

    Ich bin vor zwei Wochen am Projekt vorbeigekommen, man ist mit dem Rohbau damals schon
    bis zur Traufe gekommen.
    Erdgeschoss ist ausgelegt für gewerbliche Nutzung, die darüber befindlichen Wohngeschosse sind
    in Porotonbauweise und erhalten bodentiefe Fenster. Wenn ich mich recht entsinne werden es vier
    Fensterachsen, wie beim Altbau.

    Doch, die meisten der Häuser haben eigene Keller. Diese liegen aber "Tür an Tür" zu den parkenden Autos.
    Ich tue mir daher schwer mit dem Begriff "Keller", da man damit eher Räume meint, die ganz oder teilweise von
    gewachsenem Erdreich umgeben sind.


    Nun denn. Schauen wir uns mal ein paar Fotos an. Zunächst das Bebauungskonzept des Areals:
    Frankfurt, Dom-Roemer-Areal, Bebauungskonzept.
    Bild: DomRömer GmbH

    Der zugehörige Plan des Untergeschosses zeigt, dass sich die oberirdische Bebaungsstruktur
    im Tiefgaragen-Grundriss ablesen lässt. Die "abgetrennten Kellerbereiche" tragen die Namen der
    jeweiligen Häuser.
    Frankfurt, Dom-Roemer-Areal, Untergeschosse der Häuser mit Tiefgarage.
    Bild: DomRömer GmbH



    Die zu sehende, lange Rampe durch das "Haus am Dom" schaut übrigens in der Realität so aus: Klick!
    (Bild von Nutzer Beggi, DAF)


    Abschliessend noch eine Grafik, wie das bestehende Parkhaus mit dem Neubauteil zusammenhängt: Klick!
    (Bild: Stadt Frankfurt am Main)

    Interessant, Danke!
    Der Bericht brachte unter Anderem neue Informationen zum Gebäude in der Pfandhausstraße. Hier wird
    es konkret: Das Gebäude soll gerettet werden!


    Hier ist es neben dem mächtigen Mollenhauerhaus und der Löwenapotheke am rechten Bildrand erkennbar:
    stadtbild-deutschland.org/foru…ry/index.php?image/16207/


    Das Fachwerk wurde vor 2-3 Jahren freigelegt um substanzielle Untersuchungen zu machen zu können.
    Fulda, Pfandhausstraße 2 (2014)


    Weiter wurde bekannt:
    _Der Eigentümer (Juwelier Bott) möchte seine Uhrenwerkstatt in das 2.OG verlagern, es ist ja bekannt, dass
    das Hauptverkaufsgebäude direkt nebenan liegt.
    er könnte sich auch vorstellen das 1.OG selbst zu nutzen.
    _Ob das Fachwerk verputzt wird oder sichtbar bleiben kann muss noch geklärt werden.
    _Deckenhöhen (teilweise) nur 1,75 m.
    _Zuschussmöglichkeiten: Ca 150.000 Euro


    Das Projekt scheint fast in trockenen Tüchern zu sein, hoffen wir das Beste!

    Lieber Maßwerk, ich hoffe du meinst mit "eigentümliche Schönheit" und "Zeitschichten sichtbar
    lassen" nur folgende Beispiele:
    Bild, Bild, Bild, Bild, Bild.


    ...und nicht etwa die wirklich abstoßenden Beispiele wie:
    Bild, Bild, Bild.


    Letztere lassen nämlich die Schichten genauso gut erkennen. Sogar die Bögen sind meist noch sichtbar,
    aber sie wurden ad absurdum geführt. Ein schlüssiger Lastabtrag wird bei solchen Umbauten nicht mehr
    vermittel, weshalb wir wohl immer das Gefühl haben "Hier stimmt doch etwas nicht :/ "


    Nun habe ich schon so viele Bilder verlinkt, da möchte ich noch zwei Lichtblicke zeigen.


    _Note "Sehr gut" für diesen Neueinbau eines schmalen Fensters. Die Steine dunkeln schnell nach.
    _Note "Gut" für diese Garage in der Scheunendurchfahrt. Wille erkennbar! Jederzeit reversibel.

    Folgender Beitrag zeigt, wie das gemeine Volk mit dem hiesigen Bestand umgeht.


    Festhalten und vorher nochmal tief durchatmen:


    Beispiele für zerstörte Bögen im Westerwald


    Eine interessante Zusammenstellung von Karl-Ludwig Diehl. Sie zeigt (unter anderem)
    wie wichtig uns das Auto geworden ist und was alles versucht wird um ihm einen
    geeigneten Stellplatz zu schaffen.


    Mit oftmals sehr unangenehmen Ergebnissen.

    Zunächst: Interessante Gegenüberstellung :rolleyes:


    Mit einer Dämmung haben wir es nicht zu tun, gerade schon weil die Fenster (nahezu) in der Fassadenebene sitzen. Ausserdem müsste die Fassade unten am Natursteinsockel hervorstehen, und das tut sie ja nicht.


    Wenn eine Sanierung angedacht wird muss man zwei grundsätzliche Schritte bedenken:
    _Herstellung der alten Proportionen (Dach, Erker,..)
    _Stuckatierung


    Für meine Begriffe könnte bei einer sparsamen Revitalisierung der erste Schritt bereits ausreichen, um ein angenehmes Resultat zu erreichen.
    Schritt 2, die Fassade zu bestucken, kann immer zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Das wäre dann das i-Tüpfelchen!


    Von der Option den jetztigen Ist-Zustand zu bestucken würde ich abraten.


    Schauen wir mal genauer hin:



    Ich habe mir erlaubt obiges Bild zu bearbeiten ;)


    Die Schritte könnten im Einzelnen so aussehen:


    ++ Abtragen des obersten Vollgeschosses (Die Fensterformate scheinen eh nicht zum Rest zu passen, leider sind sie vom Baum verdeckt)
    ++ Errichtung eines Mansarddaches (grün) in Sparrenbauweise mit zwei Gauben in Holzbauweise und dem kleinen Zwerchgiebel (hellgrün) als Mauerwerksbau. Man hätte dann im Dachgeschoss zur Straße eine leichte Schräge, daher könnten von der Nettogeschossfläche ca. 2% verschwinden. Allerdings kann das auch sehr gemütlich wirken!
    Hier ein Beispiel: Klick
    ++ Abtragen der obersten Erkerebene (Bauzeitlich hatte er nur zwei Ebenen, wenn ich die Fassadenskizze nicht vollkommen missversterstehe :wink: (siehe hellrote Rahmung)
    ++ Ausbildung des Erkerdachs als Austritt (Terrasse) für die Wohnung im 3.OG
    ++ Optional: Einbau eines Mauerwerkbogens in die Tordurchfahrt. Der jetzige Flachsturz stört aber nicht gravierend.


    Zu den schon angesprochenen Konsolen des Erkers: Sie fehlen im Aufriss, das stimmt, aber sie sind durch die Anordnung der
    Erdgeschossfenster schon in der Planung vorgesehen gewesen. Ich habe sie in rot eingetragen.


    Fazit: Das Zurückversetzen in die alten Proportionen würde ich als ersten Schritt angehen! Selbst wenn man es anschließend nur schlicht verputzen würde, bekommt das Haus bereits einen Teil seiner Würde zurück. Stuckatiert man gleich alles mit, wäre das eine wirkliche tolle Sanierung, aber damit könnte man theoretisch auch noch etwas warten und zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

    Das schaut leider nicht sonderlich denkmalgerecht aus, da wird die Mauer flächig mit mausgrauem Zementmörtel verschmiert?
    Gibt es an anderer Stelle noch mehr Bilder davon, sodass man besser urteilen kann?

    Auf den ersten Blick ist schon erkennbar, wie viele Fehler hier gemacht wurden. Jodeler hat einen Punkt in seinem letzten Satz bereits angesprochen: Die Erdgeschossfenster der "Reko" sind unstimmig und schlecht platziert, die in den Obergeschossen vollkommen ahistorisch.
    Dazu ist es einfach falsch alles unter ein langgestrecktes Dach zu packen, wenn man Geschlossenheit vermitteln möchte. Dem gemeinen Passanten vermittelt die straßenseitige Fassade das Vorhandensein von zwei Häusern, die man aber ganz sicher beim Lesen des Grundrisses nicht erkennt. Welch ein Schwindel! Fassadismus in Reinform.

    Jüngst entblätterte sich das Reko-Projekt in der Heinrichstraße., dazu möchte ich ein paar frisch gemachte Bilder zeigen. Das "föllsche" Wetter präsentierte sich aber leider nicht von seiner besten Seite :sad:


    (Vorzustand in Beitrag 54)


    Blick auf den Erker mit neu aufgesetzter Haube. Die finalen Arbeiten finden nur noch am eigentlichen Sockel statt, daher frage ich mich, warum der Kran noch am Straßenrand steht. Es soll uns aber erstmal nicht weiter stören:


    In die Gegenrichtung:


    Die alten Plastikfenster sind vorerst erhalten geblieben, sollten diese aber in den kommenden Jahren ersetzt werden, kann man davon ausgehen, dass sie farblich den neu eingebauten im Dachgeschoss angeglichen werden.


    Firmeneigene Reklame an der Brandwand:


    Abschliessend noch der Hauseingang und der Anschluss zum fast baugleichen Nachbarn:



    Nun hatten wir in Fulda seit Langem mal wieder eine schöne Rekomaßnahme, bei der ein Gründerzeithaus mit viel Herzblut gerettet wurde!
    Die alten Proportionen wirken an dieser Stelle wirklich wohltuend.


    Natürlich, der Kenner macht Kleinigkeiten aus, die man hätte besser machen können. Aber man kann mit dem bisher Geleisteten wirklich voll und ganz zufrieden sein. Wenn nicht sogar ein bisschen stolz.


    Wäre das Projekt in letzter Konsequenz angegangen worden, dann ...
    _ hätte man den Zierrat aus Werkstein am Zwerchgiebel rekonstruiert (hoher Aufwand)
    _ hätte man einheitliche Fenster eingebaut (viel Aufwand, kann aber noch kommen)
    _ hätte man die Fenster im oktogonalen Bauteil des Erkers mit einem stichbogigen Sturz versehen (wenig Aufwand) Beitrag #54, Bild 2
    _ hätte man die Wetterfahne höher in den Himmel aufragen lassen (wenig Aufwand)


    Eine Sache des persönlichen Geschmacks: Die Fassadenfarbe hätte etwas heller ausfallen dürfen, sie ist aber scheinbar historisch begründet.
    Siehe Beitrag #54, Bild 1, Roter Farbton des Balkons


    Abschliessend: Trotz kleiner Einsparungen, Dicker Daumen nach oben :thumbup:

    Die Brandwand wird für Werbung in eigener Sache genutzt - "Spedition Dröder" - warum nicht.
    Möglich, dass im Laufe der nächsten Woche die Gerüste fallen. Seien wir gespannt!

    Die Senckenberstiftung hat auf ihrer Facebookseite neue Photos vom Baugeschehen hochgeladen.
    Besonders bei dem Bild, dass die Anbauten am Treppenhaus zeigt, ist mir sehr unwohl geworden!


    Klick!


    Wer von euch bei Facebook angemeldet ist, zeigt auch, ob es euch gefällt oder nicht! Ich hab schon angefangen
    und mich auf einen Dialog mit der Senckenbergstiftung eingelassen.
    "Christian Hartmann"

    Zum tollen Liebhaberprojekt in der Heinrichstraße:


    An einer unauffälligen Stelle wurden Anstrichmuster angebracht, man entscheidet nun also zwischen je drei Farbtönen für die Fenstergewände, den Putz und die Quaderung im Erdgeschoss.


    Meinungen? :cool:



    Bei Fertigstellung werde ich mal hochauflösende Spiegelreflexbilder liefern.