Posts by wrocky83

    Man kann wahrscheinlich noch heilfroh sein, daß nicht auch noch der schön wiederaufgebaute Prinzipalmarkt in den 1960er-Jahren wieder plattgemacht wurde. Ganz bestimmt lagen die Pläne dafür schon in irgendeiner Architekten- oder Stadtplaner-Schublade.


    Trotz der vielen Fehlentwicklungen, die es auch in Münster gab, bleibt die Stadt ein Positives Beispiel, was den Wiederaufbau angeht. Sollte es je andere Pläne in den Schubladen der Münsteraner Stadtplaner gegeben haben, sind diese eben nie ausgeführt worden. Im Gegensatz etwa zum Ruhrgebiet, wo man beispielsweise in den 60er Jahren das wunderschöne und gut erhaltene Essener Rathaus abgerissen hat. Hätte man in Münster diese kleinen oder großen Fehler nicht auch gemacht, wäre die Stadt heute noch attraktiver als sie es ohnehin schon ist.
    Vielleicht sollte man auch hier einmal über die eine oder andere Rekonstruktion nachdenken. Das Dach des Landesmuseum könnte man relativ schnell wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzen, wenn man es denn wollte. Bei der Alten Regierung wird es schon ein wenig schwieriger. Dort steht seit einigen Jahren ein Supermoderner Glasbau der Bezirksregierung. Und ob man an der stelle des Kaufhofs die alte Stadtkasse wiederaufbauen kann, ist auch mehr als fraglich. Wünschenswert wäre es aber in jedem Fall.

    Schön, dass man nun doch eine angemessene (Zwischen)Nutzung gefunden hat. :applaus:


    Der Wiederaufbau des Schlosses eine große Chance sein und mit einer Sinnvollen Nutzung, etwa als Tagungszentrum mit einem kleinen Schlossmuseum mit einer kleinen Ausstellung über die Schlossgeschichte und vielleicht auch über die Geschichte der Königin Luise, ein großes Potenzial haben. Schade, dass man dieses Potenzial in der Politik (noch?) nicht sieht. ?(


    Der Tag wird kommen, an dem auch dieses schöne Schloss wieder aufgebaut wird. Auch, wenn es wohl noch ein wenig dauern wird.

    Es wäre schön, wenn das Kranzler seine ursprüngliche Funktion als Kaffeehaus zurückbekommen würde. Es würde sich bestimmt wieder zu einem vielbesuchten Ziel für Touristen entwickeln.


    Das Kempinski ist ein Geschichtsträchtiges, allerdings ziemlich unscheinbares Gebäude. Vielleicht könnte man das Gebäude auch Erhalten, indem man die Fassade ein wenig Ansprechender gestaltet. Im Vergleich zu neuen Luxusherbergen wie dem Adlon fehlt dem haus schon äußerlich das besondere, dass die Gäste in der gehobenen Preiskategorie erwarten. Insofern ist es auch nicht so überraschend, wenn das Haus nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist. Und die Konkurrenz in der Umgebung wird bekanntlich auch nicht weniger, siehe Upper West.


    Einfach die Miete auf die legale Höchstgrenze erhöhen, dann werden die Mieter von sich aus sagen "was, so viel für so ein Loch?" Wohnqualität ist was anderes, der Mietspiegel für diese Gegend ist auch nicht so ohne. Es dürfte dort wegen meiner auch ruhig teuer sein, jedoch sollte dann auch bauhandwerkliche Qualität zu erwarten sein. Günstige Mietwohnungen gibt es im "Merkwürdigem Viertel", in Marzahn/Hellersdorf, Lichtenberg - also in den ganzen "Betonsilogegenden". Das Berliner Zentrum hingegen, sollte meines Erachtens nach doch durch traditionelle Baukunst und wohlsituierten Mietern (wegen meiner auch Eigentümer) glänzen.


    Bin auch kein großer Freund dieser Hochhäuser. Aber sie stehen nun mal dort.


    Natürlich könnte man Versuchen, die historische Bebauungssituation wiederherzustellen. Denke allerdings nicht, dass solch ein Plan Politisch durchsetzbar wäre. Die Proteste der Anwohner wären sehr groß. Würde nun die Mieten auch noch auf die legale Höchstgrenze erhöhen, um dieses Ziel zu Erreichen, würde der Protest umso größer werden.


    Aus meiner Sicht sollte jeder die Chance haben, dort leben, wo er auch leben will. Dazu gehört auch, sozial schwächeren Wohnungen in der Stadtmitte anzubieten und diese nicht zu einer Art Ghetto für Besserverdienende oder Wohlsituierte zu machen.

    Wie man hört, ist das Hochhausprojekt inzwischen Geschichte, da Aurelis, die Immobilientochter der Bahn, ihr Veto eingelegt hatte. Sie will das Gelände nun wohl selbst entwickeln. Geplant ist, dass heruntergekommene DB-Hochhaus zu Sanieren. Daneben soll ein neues, 6 Geschossiges Bürogebäude die beiden nicht sehr ansehnlichen jetzigen Gebäude ersetzen.


    Damit dürfte auch dieses komische Dach vorerst Geschichte sein. Es war ohnehin mehr eine Vision der Dortmunder Stadtplaner als eine realistische Planung. Schon die Finanzierung dieses Daches wäre angesichts der nicht gerade rosigen Haushaltslage in Dortmund äußerst ungewiss. Zudem ist man gerade dabei, die vorhandenen Gläsernen Vordächer am Taxistand sowie am Fahrradparkhaus zu Sanieren. Daher glaube ich nicht daran, dass dieses komische Dach jemals kommen wird.

    Die Torhäuser, wenn man sie am historischen Standort oder leicht versetzt wieder aufbaut, würden die historische Eingangssituation zum Leipziger Platz wiederherstellen. Der Bereich würde deutlich an Attraktivität gewinnen. Schade, dass man sie beim Wiederaufbau des Potsdamer/Leipziger Platz nicht berücksichtigt hat. :wie: Sie wären auch ein guter Kontrast zur modernen Architektur. Ein schönes Schaufenster in die Vergangenheit, die den Leipziger Platz beleben könnte.


    Schade auch, dass man bei der Mall nicht die Fassade des alten Wertheim-Kaufhauses rekonstruiert hat. Sie wäre ein richtiger Blickfang geworden, weil sie sich dann von der sonst Modernen Fassaden abgesetzt hätte.

    Ich frage mich, wie überhaupt eine fruchtbare Diskussion entstehen soll, wenn beide Seiten jetzt schon Stur auf alten, bereits bekannten Argumenten beharren. :kopfschuetteln: :kopfschuetteln: :kopfschuetteln:


    Sie sollten endlich Miteinander statt übereinander reden, um dann zu einem vernünftigen Kompromiss zu kommen! Beiden Seiten sollte klar sein, dass sie ihre jeweiligen Maximalforderungen wahrscheinlich nicht durchbekommen werden.


    Ein vernünftiger Kompromiss könnte sein, dass man vorerst nur den Turm wieder aufbaut. Ob und in welcher Form man das Kirchenschiff wiederaufbaut (Rekonstruktion des alten Kirchenschiffs oder vielleicht eine Moderne Interpretation der alten Architektur, wie etwa bei der Paulinerkirche in Leipzig als möglicher Kompromiss), kann man weiter Diskutieren.

    Auch ich würde den Entwurf von Kleyer, Koblitz, Freivogel zur Verwirklichung vorschlagen. Er ist der einzige, der wirklich zum neuen alten Umfeld von Stadtschloss & Co passt.


    Interessant, aber nicht wirklich verwunderlich finde ich, dass sich wohl keines der Teams sich für den erhalt des Mercure-Hotels ausspricht. :wink:

    Leider hat sich seit dem Strohfeuer nichts getan. Es handelte sich allerdings auch mehr um die Idee eines Architekten und leider nicht um einen konkreten Vorschlag. :sad:


    Bin allerdings Optimistisch, dass die Reko-Welle in den nächsten Jahren auch ins Ruhrgebiet kommen wird. Denn inzwischen ist man sich in Essen einig, dass der Abriss des Rathauses ein riesengroßer Fehler war. Zudem fehlt es gerade in der Innenstadt, wie im Gesamten Ruhrgebiet, an einer gemütlichen Atmosphäre.


    Eine Rekonstruktion des Essener Rathauses würde der Stadt und der gesamten Region sehr gut tun. Man könnte es sicherlich auch wieder als Sitz der Stadtverwaltung und des Standesamts gut Nutzen. Vielleicht könnte man dann auch das Umfeld zumindest teilweise Rekonstruieren, damit das Rathaus besser Eingerahmt wird. Eventuell könnte die Krupp-Stiftung den Wiederaufbau finanzieren, die das neue alte Rathaus dann für Kulturelle zwecke wie Ausstellungen gebrauchen könnte. Oder man Sammelt Spenden wie bei der Dresdener Frauenkirche oder dem Berliner Stadtschloss.


    Bislang ist alles nur eine Vision, aber eine, die Realität werden könnte, nicht nur in Essen. Etwa auch in Dortmund, wo man das älteste aus Stein gebaute Rathaus nördlich der Alpen 1955 trotz Wiederaufbaufähigkeit abgerissen hat. Oder auch das Gelsenkirchener Rathaus, dass ähnlich schön war wie das Essener, allerdings auch der Abrissbirne zum Opfer fiel. Man sieht also: Im Ruhrgebiet gäbe es viel zu tun, was Rekonstruktionen und Stadtreparatur angeht.

    Eine Reinigung der Domfassade wäre nicht nur ziemlich aufwändig und sehr Teuer, sondern würde auf dauer nur wenig bringen. Denn nach einigen Jahren sähe der Dom wieder genauso Pechschwarz aus wie jetzt.


    Dass der Dom eine ewige Baustelle ist und bleibt, ist ja auch nichts neues.

    Ich würde sehr gerne einen neuen Anlauf wagen. :smile:


    Schließlich handelte es sich beim Alten Rathaus um das älteste aus Stein gebaute Rathaus Deutschlands. Außerdem war die Architektur des Alten Rathauses auch Vorbild für viele andere Rathausbauten im westfälischen Raum. Ein Wiederaufbau wäre nicht nur dringend notwendig, sondern auch lange überfällig!


    Projekte wie die Frauenkirche in Dresden oder die Stadtschlösser in Berlin und Potsdam zeigen, dass Rekonstruktionen möglich sind. Vielleicht kamen die ersten Versuche für den Wiederaufbau ein wenig zu früh....Wann wenn nicht jetzt könnte man einen neuen Versuch starten?


    Der Alte Markt könnte mit dem Alten Rathaus sein Herz zurückbekommen. Einen Wiederaufbau könnte man über Spenden finanzieren. Im Ratskeller könnte man dann Gastronomie ansiedeln, im Erdgeschoß könnte ein Touristeninformationszentrum einrichten und den Ratssaal für unterschiedliche Veranstaltungen nutzen. Die Attraktivität der Innenstadt damit könnte deutlich steigen.


    An der Stelle des Alten Rathauses steht heute der Komplex Krone am Markt. Ein schlichter und verwechselbarer Bürobau. Das gesamte Quartier mit Krone am Markt und dem Hansa Carrè gehört heute der Dortmunder Immobilienfirma Dreier. Ich denke daher schon, dass es die Möglichreit gäbe, mit der Firma Dreier das Alte Rathaus und die Krone am Markt nach historischem Vorbild zu rekonstruieren. Dadurch würde auch ein interessanter Kontrast zwischen dem historischen Rathaus und dem sehr modernen Karstadt Sporthaus entstehen.


    Vielleicht sollte man es zunächst so machen wie in Berlin und das Alte Rathaus mit einer 1:1 Simulation wieder in das Gedächtnis der Bürger zurückholen. Dann würde sichtbar, wie sehr das Alte Rathaus am Alten Markt fehlt und man könnte mit der Diskussion über den Wiederaufbau beginnen. Denn ein Problem ist, dass das Alte Rathaus bei vielen Bürgern in Vergessenheit geraten ist.


    Wenn man aber sieht, wie man hier in Dortmund mit den letzten verbliebenen historischen Bauten wie dem alten Museumsgebäude am Ostwall umgeht, kann man große Zweifel bekommen, ob ein solches Unternehmen hier durchzusetzen ist. Die Bausubstanz des alten Museums am Ostwall ist über 100 Jahre alt. Dennoch hat man das Gebäude nicht unter Denkmalschutz gestellt. Nun hat die Stadt das Gebäude zum Verkauf ausgeschrieben. Es hat sich ein Investor durchgesetzt, der es abreißen und stattessen Wohnungen dort bauen will. Inzwischen hat sich auch eine Bürgerinitiative für den erhalt des Gebäudes gegründet. Am 10. April soll der Rat abschließend über das Schicksal des Gebäudes abstimmen.

    Schön, dass das hässliche Hotel-Hochhaus bald verschwinden soll. Je schneller, desto besser!!! Es passt einfach überhaupt nicht in die historisch gewachsene Landschaft!


    Es ist natürlich schön, dass Potsdam Bürger wie Hasso Plattner hat, die sich für ihre Stadt einsetzen. So jemanden würde ich mir für meine Heimatstadt Dortmund auch wünschen. Aber muss dieses Museum unbedingt am Lustgarten entstehen? Zwar müsste man erst mal den Architektenwettbewerb abwarten, aber ich befürchte, dass auch dieses Museum die sicht zwischen Lustgarten und Stadtschloss zumindest beeinträchtigen wird. Am besten fände auch ich, dass Hochhaus komplett abzureißen und den Lustgarten nach den historischen Plänen zu rekonstruieren.


    Wäre es vielleicht möglich, den Museumsbau irgendwo am rande des Lustgartens zu errichten? Dann könnte der Lustgarten in seiner alten Form rekonstruiert werden und die schöne uneingeschränkte sicht auf das Schloss und die Nikoleikirche wiederhergestellt werden. Dann würde mich das moderne Museum nicht stören.

    Ich denke auch, dass es besser ist, sich mit guten Argumenten eindeutig Stellung zu beziehen, statt die Ohren auf Durchzug zu schalten.


    Die taz ist ohnehin eine Linke Zeitung. Dass es dort nicht allzu viele Schlossbefürworter gibt, überrascht mich daher nicht. Das Berliner Stadtschloss war das historische Zentrum. Als Sitz der Brandenburgischen Kurfürsten, Preußischen Könige und deutschen Kaiser spielt das Stadtschloss auch eine wichtige und zentrale rolle in der deutschen Geschichte. Nach dem Krieg wurde es dann, obwohl es nicht sehr stark beschädigt war, durch SED- Willkür gesprengt. Ein Wiederaufbau ist schon alleine daher zwingend notwendig. Denn nur so kann man den Kommunisten zeigen, dass man die Geschichte nicht einfach auslöschen kann! Wobei mir ein Kompletter Wiederaufbau lieber wäre. Die DDR war übrigens das einzige Land, dass so Brutal mit der eigenen Geschichte umgegangen ist. In Russland beispielsweise stehen die Zarenpaläste noch heute.


    Friedrich der Große war ein Schöngeist mit einem Sinn für gute Architektur. Sanssouci zeugt davon. Daher denke ich nicht, dass sich der alte Fritz für den Erhalt von so einem hässlichen Kasten wie dem Palast der Republik stark gemacht hätte. Er hätte sich eher für den Wiederaufbau des Stadtschlosses eingesetzt und vielleicht dafür geworben, im inneren das Konzept des Palastes der Republik als Schloss des Volkes umzusetzen.

    Schön ist es geworden, das neue alte Rathaus in Wesel. Herzlichen Glückwunsch an die Bürgerinitiative, die den Wiederaufbau durchgesetzt hat! :applaus:


    In der Tat wertet es den Marktplatz ziemlich auf. Weitere Fassadenrekos im direkten Umfeld wären wünschenswert, damit das Rathaus nicht weiter als Solitär auf dem Marktplatz seht und besser eingerahmt wird.

    Ich dachte, dass die Zeit der großen Flächensanierungen und dem Plattmachen von ganzen vierteln endgültig vergangenheit ist. In Duisburg scheint das leider nicht so zu sein. Selbst wenn keine historischen Bauwerke betroffen sind, so würde doch wieder eine intakte Siedlung zerstört! disgust:)


    Das Hallendach am Hauptbahnhof passt doch perfekt zu Duisburg. Warum will man es denn weghaben? Kann man es nicht einfach Sanieren? Andere Städte wie Essen oder Dortmund wären sicherlich heilfroh, wenn ihre nicht gerade ansehnlichen Hauptbahnhöfe wenigstens solch ein Hallendach hätten. :kopfschuetteln:

    Mit einem 1:1 Poster könnte man zumindest das Alte Rathaus endlich wieder sichtbar machen und könnte so zumindest die Diskussion über einen wiederaufbau anheizen. Ähnliches würde ich mir auch beim Hauptbahnhof oder dem Stadttheater wünschen. Gerade das alte Empfangsgebäude machte den Dortmunder Hauptbahnhof zu einem der schönsten Deutschlands. Heute ist eher das gegenteil der fall. Mit einem Wiederaufbau könnte sich das aber ändern. Es müsste sich nur ein Sponsor finden, die Idee ist echt Klasse! :daumenoben: Zur Kulturhauptstadt 2010 wäre so ein Projekt sicher ein Highlight gewesen.


    Einige historische Gebäude sind in der Stadt ja auch erhalten geblieben wie das Ruhfus-Haus, der Althoff (Karstadt) Altbau oder das Azad-Haus. Wenn man diese gebäude nur nach dem historischen Vorbild wiederherstellen würde, wäre schon einiges gewonnen. Besonders schön wäre auch eine Rekonstruktion der Vorkriegsfassade von Althoff (Karstadt) am Westenhellweg.


    Das rasante Wachstum der Stadt im 19. Jh. und die ansiedlung der Stahlunternehmen wie Klönne, Jucho oder Hoesch war übrigens nur möglich, weil Dortmund relativ früh einen Anschluss an die Schiene bekam. Da sich in Dortmund die Bergisch-Märkische und die Köln-Mindener Eisenbahn trafen, war Dortmund auch einer der ersten Eisenbahnknotenpunkte überhaupt.

    Willy Brandt sagte einst: "Der Himmel über der Ruhr muss wieder Blau werden". Was man sich in den 1960er Jahren kaum vorstellen konnte, ist heute realität.


    Was da in Duisburg derzeit geplant ist, macht traurig und wütend. :gehtsnoch: disgust:) Wieder einmal sollen historisch gewachsene Strukturen sprichwörtlich Plattgemacht werden. Schade, dass man in Duisburg wohl nichts aus der Vergangenheit gelernt. In vielen Städten, zum beispiel in Dortmund Hörde, wurden nach sehr langen uns sehr Emotionalen Diskussionen die Arbeitersiedlungen Alter und Neuer Clarenberg Plattgemacht. Zuvor hatten dort über viele Generationen die Arbeiter des nahen Stahlwerks mit ihren Familien in je einem Siedlungshäuschen gelebt. Die gewachsene und idyllische Struktur hat man dann ende der 1960er Jahre Plattgemacht, um Platz für den "Wohnpark Clarenberg" zu schaffen. Ein netter Name für eine anonyme Hochhaussiedlung. Dabei hätte man die Häuser sehr gut Sanieren können. Das ist sicher auch in Duisburg der Fall. Mit überschaubaren mitteln könnte so ein attraktives Wohngebiet entstehen. Irgendwann wird dann auch sicherlich der Tag kommen, an dem man das Plattmachen der vielen Gründerzeiler bedauern wird.

    Leider wissen nur sehr wenige, dass Dortmund bereits vor über 1100 Jahren als wichtige Königspfalz entstanden ist und später eine der bedeutendsten Hansestädte war, bis sie nach langem Dornröschenschlaf zur Stadt von Kohle, Stahl und Bier wurde. Das Alte Rathaus könnte die ganze Geschichte der Stadt endlich wieder sichtbar machen, wenn man es denn wieder aufbauen würde.

    Es gibt leider kein Bild oder Modell zur Dortmunder Königspfalz. Das hängt vor allem damit zusammen, dass fast alle wichtigen Informationen und wohl auch die Pfalz selbst mit dem großen Stadtbrand vernichtet wurden. Daher kann man nicht genau sagen, wie die Pfalz und die spätere Burg genau ausgesehen haben. Bis heute haben sich aber einige hinweise auf die Dortmunder Königspfalz erhalten. Die sichtbarsten sind wohl die Marien- und Reinoldikirche, die beide zur Pfalz gehört haben. Neben der Reinoldikirche an der Ecke Ostenhellweg/Brückstraße Stand bis in die 1890er Jahre das Richthaus, eine art Gerichtshaus, das ebenfalls zur Pfalz gehörte. Auch die Burgstraße (später durch einen Schreibfehler erst zur Brugstraße und schließlich zur Bückstraße) gibt noch einen Hinweis auf die Dortmunder Pfalz, von der außer dem Typischen Quadratischen umriss nichts mehr übrig geblieben ist. Wäre die Geschichte ein wenig anders gelaufen, würde an dieser stelle heute sicherlich das Dortmunder Stadtschloss stehen….

    Quote

    naja....... ob man in einem Glasbau Fußball spielen darf?! :boese: :lachen:


    Mann kann es ja mal versuchen... :wink: :lachen:


    Richtig vermutet. :wink: Die Kaiserpfalz lag gegenüber der Reinoldikirche auf dem Quadratischen grundriss zwischen Friedhof und Stubengasse bzw. Reinoldistraße und Kuckelke. Beim Stadtbahnbau hat man dort einige überreste ausgegraben. Schade, dass von der Königspfalz, die man später zur Burg ausgebaut hatte, nichts mehr übrig geblieben ist. Was aus ihr geworden ist und warum sie nicht mehr existiert, ist nicht bekannt. Ich vermute, dass es mit dem verheerenden Stadtbrand 1232 zerstört und dann nicht wieder aufgebaut wurde. Man wollte an der stelle nach dem Stadtbrand eigentlich das Rathaus bauen. Da aber der alte Marktplatz zwischen Reinoldikirche und Königspfalz zu klein war, wentschied man sich dann doch, dass Rathaus am neuen und viel größeren Marktplatz (heute Alter Markt) zu bauen bzw. das steinerne Haus des Grafen von Dortmund zu kaufen und zum Rathaus umzubauen.


    Wie bedeutend Dortmund als hansestadt war zeigt auch die Tatsache, dass der englische König (Eduard III.) seine Krone an Dortmunder Kaufleute verpfändet hatte, die ihm Geld geliehen hatten, um einen Krieg zu finanzieren. Auch das Kontor der Hasne in London, das Stahlhaus, wurde über viele Generationen von Dortmunder Kaufleuten verwaltet. Auch dies zeigt noch einmal deutlich die bedeutende stellung, die die Dortmunder während der Hanse hatten. Schade, dass vom alten glanz der Hansestadt Dortmund nur sehr wenig erhalten blieb. Allerdings zeigt der Westenhellweg oder auch die Thier-Galerie, dass Dortmund heute wieder eine bedeutende Handes- und Einkausstadt ist

    Duisburg hat in der tat vieles, was Dortmund heute fehlt.


    Gerade das Alte Dortmunder Stadttheater war nicht wirklich stark beschädigt und hätte relativ schnell instand gesetzt werden können. Das man es trotzdem ende der 1950er Jahre abgerissen hat finde ich unbegreiflich. :kopfwand: Das gleiche ist später auch mit der alten Oberpostdirektion passiert, die direkt gegenüber des Stadttheaters stand. :kopfschuetteln:


    Die Architekten wollten sich halt mit ihren Bauten ihre eigenen Denkmäler setzen, da hat Neußer recht. In Dortmund waren es die Architekten Will Schwarz und Walter Hötje, die sich vehement für einen modernen Wiederaufbau Dortmunds stark machten und sich am Ende von langen und sehr emotional geführten Diskussionen gegen die Taraditionalisten durchgesetzt haben, die das Alte Dortmund wiederaufbauen wollten.