Posts by wrocky83

    Zunächst einmal vielen Dank für diesen tollen Strang und die vielen beeindruckenden Bilder.


    Aus meiner Sicht hängt die aktuelle Krise der Kauf- und Warenhäuser auch mit deren derzeit wenig attraktiven Erscheinungsbild zusammen. Wer kauft schon gerne in einem großen Bunker ein?


    Es wäre wirklich schön, wenn man einige dieser wunderbaren Gebäude rekonstruieren würde. Gerade in Berlin mit seinen vielen Touristen würden Rekonstruierte Kaufhäuser wie Tietz am Alexanderplatz sicher sehr beliebt und erfolgreich sein und schnell zum Touristenmagneten avancieren.
    Bei der Mall of Berlin hat man meiner Meinung nach eine große Chance zur Rekonstruktion der historischen Wertheim-Fassade vertan. Die Mall würde sicherlich deutlich beliebter sein, wenn man sich sowohl äußerlich als auch im inneren an der Architektur Messels orientiert hätte.
    Immerhin ein erster Lichtblick ist, dass Karstadt einen Neubau seiner Filiale am Herrmannplatz in Berlin plant, der sich an seinem historischen Vorbild von 1929.
    Vielleicht findet der Kaufhof-Konzern ja irgendwann auch den Mut seine Filiale zu vergrößern und das Tietz-Haus zu rekonstruieren.

    Der erste Schritt ist in der Tat gemacht.
    Hier ein kleines Update:
    Die Gruppe hat inzwischen mehr als 200 Mitglieder und freut sich über jedes neue Mitglied, dass unser Anliegen unterstützen will.
    Die richtige Arbeit beginnt nun erst. Erste pflöcke wurden bereits eingeschlagen. Die Initiative wünscht sich eine Vollständige Rekonstruktion des Alten Rathauses nach den Plänen von Friedrich Kullrich aus dem Jahre 1899.
    Darüber hinaus soll neben dem Alten Rathaus auch der Komplex Krone am Markt rekonstruiert werden. Zur Nutzung gibt es verschiedene Ideen von Gastronomischer Nutzung über ein Touristeninformationszentrum bis hin zu einer Musealen Nutzung. Die Finanzierung eines möglichen Wiederaufbaus soll über Spenden erfolgen, falls die Immobilienfirma Dreier, der der Gesamte Immobilienkomplex gehört, nicht selbst als Investor auftritt.


    Der nächste Schritt wird die Gründung eines Arbeitskreises und eine weitere Konkretisierung der Ziele, bevor die Initiative mit ihrem Anliegen an die Öffentlichkeit gehen will.


    Das folgende Bild von Christopher Jung zeigt, wie gut das Rekonstruierte Rathaus dem Alten Markt tun würde.


    Copyright: Christopher Jung/bktheg© unter der CC-BY-Lizenz

    Ich kann Heimdrall nur zustimmen.
    Einen Treppengiebel hatte bereits der Ursprungsbau. Daher solle auch die Rekonstruktion wieder einen Treppengiebel bekommen und sich an den Plänen Kullrichs orientieren, der das Gebäude, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts verfallen war und sogar kurz vor dem Abriss stand (wozu es nur deshalb nicht kam, weil man das Geld nicht hatte), 1899 wieder instand gesetzt hatte.


    Die "Ritterfigur" war bereits Bestandteil des Ursprungsbaus. Es handelt sich hierbei auch nicht um eine Beliebige Ritterfigur, sondern soll den Dortmunder Stadtpatron Reinoldus symbolisieren. Auch Reinoldus muss zu einem Rekonstruierten Alten Rathaus dazugehören.

    Dieses Video zeigt eine 3D Simulation des Alten Rathauses und des Alten Marktes im Jahre 1909. :applaus::applaus::applaus:


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    Das Video könnte ein guter Startpunkt dafür sein, um eine öffentliche Diskussion über eine Rekonstruktion des Alten Rathauses, dem ältesten aus Stein gebautem Rathaus nördlich der Alpen, anzustoßen. :)


    Ich habe auf Facebook eine Gruppe gegründet, der alle beitreten können, die sich eine Rekonstruktion des Alten Rathauses einsetzen möchten. Vielleicht gelingt es uns ja, dass das Alte Rathaus nicht nur Virtuell, sondern auch real auferstehen zu lassen. :)



    https://www.facebook.com/groups/107259762643567/



    Wünsche euch allen schöne Feiertage

    Vielleicht sollte man nicht nur den Bezirksbürgermeistern Mails schreiben, sondern auch dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund Ullrich Sierau: usierau@stadtdo.de


    Vielleicht könnte auch Stadtbild Deutschland eine Stellungnahme abgeben.

    Im kommenden Monat zeigt die ARD die zweiteilige Dokumentation Deutsche Städte nach ´45


    Die Dokumentation beschäftigt sich mit der Frage, warum viele historische Gebäude, die den Krieg überlebt haben, in der Zeit des Wiederaufbaus trotzdem abgerissen wurden. Während sich der erste Teil mit den Visionen damaliger Planer wie Rudolf Hillebrecht beschäftigt, beleuchtet der zweite Teil den wachsenden Protest der Bürger gegen abrisse historischer Gebäude.


    Teil 1: Bomben und Bausünden, am 6.2.2017 um 23.30 Uhr und
    Teil 2: Abriss und Protest, am 13.02.2017 um 23.30 Uhr.


    https://www.facebook.com/ZweiteZerstoerung/

    Eine kleine Randnotiz auf der offiziellen Seite der Stadt Dortmund:


    "Dabei fand die geplante Neugestaltung der Fassade des Karstadt-Stammhauses am Westenhellweg besondere Erwähnung. Geplant sei, so Finger, die alte Lamellenfassade des Hauses zum Westenhellweg und Hansastraße zu entfernen, um die alte, darunter liegende Fassade aus den 60er Jahre wieder zum Vorschein zu bringen."


    Endlich! Wobei mich die 60er Jahre etwas wundert... ich dachte immer, die Natursteinfassade stammt direkt aus der Wiederaufbauzeit und wurde in den späten 60ern mit Blech verkleidet.

    Der Ursprungsbau des Kaufhauses Althoff wurde im Krieg stark beschädigt und später in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Anfang der 60er Jahre ist dieser Bau abgerissen und durch den heutigen Bau ersetzt worden. Gut 10 Jahre Später kamen die Lamellen vor die Fassade. Was sich allerdings hinter den Lamellen ist auch nicht viel besser als der jetzige zustand. Allerdings ist wohl eine historisierende Gestaltung geplant. Vorbild sollen die Fassaden am Alten Markt sowie am Hansaplatz sein, die bereits in den 90er Jahren von den Lamellen befreit wurden.


    Es ist jedenfalls sehr gut, dass die Fassade endlich in angriff genommen wird. Der Westenhellweg wird dadurch weiter an Attraktivität gewinnen.


    https://www.google.de/maps/uv?…RAhVDNVAKHSbMDw0QoioIfTAK

    Bereits seit vielen Jahren tobt ein großer Streit um die Ku`Damm Bühnen in Berlin. Die Beiden historischen Theatersäle, die leider nicht unter Denkmalschutz stehen verbergen sich derzeit hinter einem belanglosen 80er Jahre Bau, der alles andere als attraktiv ist. Der derzeitige Besitzer, ein eher undurchsichtiger Immobilien-Hedgefonds, der bis vor Kurzem wohl noch nicht mal über einen Briefkasten seiner Firma in Luxemburg verfügte, will das Gebäude mitsamt der Theatersäle zugunsten eines Neubaus abreißen lassen. Das Berliner Landgericht gab in der letzten Woche dem Hedgefonds Recht, der mit einer Räumungsklage versucht, die Beiden Theater mit einer großen Geschichte vor die Tür zu setzen. Der Theaterpächter will gegen dieses Urteil in Revision gehen. Derweil haben er und seine Unterstützer auch eine Onlinepetition zum Erhalt der beiden Theater gestartet.


    http://www.rbb-online.de/kultu…en-raeumung-revision.html


    https://www.change.org/p/kudamm-bühnen-retten

    Aber hier müsste man mal etwas entwerfen, als Modell oder 3D-Visualisierung erstellen und mit dieser Idee dann an die Öffentlichkeit gehen. Dazu fehlt noch eine Idee, wie das Rathaus zukünftig zu nutzen wäre und wer dessen Errichtung bezahlt.

    Die Kosten für einen Wiederaufbau könnte man über Spenden finanzieren. Durch Spenden aus der Bürgerschaft wurde 1899 auch die Sanierung des Alten Rathauses durch Friedrich Kullrich ermöglicht.
    Im Ratskeller könnte man dann Gastronomie ansiedeln, im Erdgeschoß könnte ein Touristeninformationszentrum einrichten (oder ebenfalls für Gastronomie Nutzen) und den Ratssaal für unterschiedliche Veranstaltungen (Hochzeiten, Empfänge) nutzen. Die Attraktivität der Innenstadt damit könnte deutlich steigen. Sie wird auch deutlich steigen müssen, wenn die Innenstadt sich gegen den Internethandel und die Einkaufszentren auf der Grünen Wiese langfristig behaupten will.


    Das gesamte Quartier mit Krone am Markt und dem Hansa Carrè gehört heute der Dortmunder Immobilienfirma Dreier. Ich denke daher schon, dass es Möglich wäre, die Firma Dreier mit einem guten Konzept von einer Rekonstruktion des Alten Rathauses sowie der Krone am Markt nach historischem Vorbild zu überzeugen, die auch eine Umgestaltung der Gebäude an der Beten/ und Brauhausstraße beinhalten. Schließlich würden ihre Immobilien hierdurch eine enorme Aufwertung und Attraktivitätssteigerung erfahren.


    Leider kann ich weder ein Modell noch eine 3D-Visualisierung entwerfen.


    Im Folgenden nun ein Paar Bilder. Sie zeigen das älteste aus Stein gebaute Rathaus nördlich der Alpen, dessen letzte, wiederaufbaufähigen, Reste 1955 abgebrochen wurden.

    Quelle: Historisches Dortmund



    Quelle: akpool


    Die Folgenden Bilder zeigen die Kunstvolle Gestaltung des alten Ratssaals, den man nach einer Rekonstruktion vielfältig nutzen könnte.

    Quelle: Dortmund heute damals anno dazumal


    Zu sehen ist hier einer der Prachtvollen Kamine. In den Schrägbalken zeigten kunstvolle Schnitzereien die Kaiser und Könige, die Dortmund Besuchten.

    Quelle: Dortmund heute damals anno dazumal


    Beachtenswert waren hier neben den historischen Fahnen und wertvollen Möbeln vor allem der Kronleuchter in Form des Dortmunder Stadtwalls mit den Stadttoren.

    Quelle: Dortmund heute damals anno dazumal


    Das letzte Bild zeigt den Ratskeller, den man nach einer Rekonstruktion, wie vor dem Krieg, Gastronomisch nutzen könnte. In der Zeit der Hanse diente er als Weinlagerkeller.

    Quelle: Dortmund heute damals anno dazumal

    Ein großes Problem ist die Tatsache, dass sich nur noch ziemlich wenige, zumeist Stadtgeschichtsinteressierte Bürger an das Alte Rathaus erinnern können.



    Daher wäre eine 1:1 Simulation, gerade auch bei der Museumsnacht oder während des Weihnachtsmarktes, der Beste Weg, um es in das Gedächtnis der Bürger zurückzuholen und dadurch eine Debatte über einen Wiederaufbau anzustoßen.
    Während dieser Zeit könnte es dann vielleicht auch eine kleine Fotoausstellung mit einem Informationsstand geben.
    Spätestens dann, wenn die Bürger die Bilder vom wundervollen historischen Ratssaal sehen, werden sie für einen Wiederaufbau sein.



    Die Frage wäre nur, was eine solche 1:1 Simulation kosten würde und wer diese trägt. Aber es ist der bestmögliche Ansatz, um eine Diskussion über einen Wiederaufbau anstoßen zu können.


    Es gibt übrigens einen Prominenten, der eine mögliche Bürgerinitiative und 1:1 Simulation des Alten Rathauses sicherlich unterstützen würde: Jörg Hartmann.
    Der Schauspieler und Dortmunder Tatort-Kommissar ist auch ein großer Architekturfreund. So unterstützt er in Potsdam beispielsweise den Wiederaufbau der Garnisonkirche.


    Eine Interessante Rede von ihm ist hier zu finden: http://www.mitteschoen.de/star…-und-die-modernisten.html

    Noch immer liegt das ehemalige Gut Brünninghausen in einem Dornröschenschlaf. Der Lichtblick: Es gibt einen Investor, der zumindest Teile des ehemaligen Gutes erhalten und nach einer Sanierung als Restaurant mit kleiner Brauerei nutzen will. Erste Visualisierungen konnten gestern im Rahmen des Tages des offenen Denkmals begutachtet werden.


    Zudem sollen in den nächsten Jahren die historischen Spuren des Schlosses Brünninghausen sichtbar gemacht werden. So sollen Hecken die alten umrisse des Schlosses nachbilden. Auch historische Wegebeziehungen sowie der Schlosshof sollen wiederhergestellt werden. Damit bleibt auch in Zukunft ein Wiederaufbau des Schlosses (etwa als Schlosshotel) möglich und könnte auch wahrscheinlicher werden. Denn zusätzlich sollen Infotafeln zur Geschichte des Schlosses entstehen. Damit wird es auch weiter ins Gedächtnis der Dortmunder zurückgerufen. Denn ähnlich wie beim Alten Rathaus wussten viele Bürger nicht, dass an der stelle mal ein Schloss gestanden hat. Erst durch die Renaturierung des Schondelle-Bachs vor einigen Jahren kamen teile der Grundmauern zum Vorschein, die nun dauerhaft erhalten bleiben.

    Bildquelle: Wikipedia

    Ich denke, das wäre ein sehr guter Kompromiss, mit dem alle Seiten sehr gut leben könnten. Wenn man die Kosten der Rekonstruktion aus Spenden finanzieren würde, hätten die Politiker auch keine vernünftigen Argumente mehr, die gegen eine Rekonstruktion sprechen würden.


    Schade, dass man diesen Entwurf nicht bereits in den 1960 Jahren so verwirklicht hat.

    Ich glaube dass die Zeit noch nicht reif ist für die Rekonstruktion historistischer Bauten.

    Es gibt inzwischen viele Beispiele, die zeigen, dass Rekonstruktionen möglich sind. Etwa Schloss Herrenhausen in Hannover, das Stadtschloss in Braunschweig (über dessen neue Funktion als Einkaufszentrum man trefflich streiten kann), die Stadtschlösser in Berlin und Potsdam, die Frauenkirche in Dresden, die Rekonstruktionen der Potsdamer Altstadt und der Dom-Römer Areals sind Beispiele, die zeigen, dass die zeit für Rekonstruktionen durchaus reif ist.


    Man braucht allerdings immer wieder einen langen Atem, weil Politik und Modernisten die Diskussionen immer wieder ideologisch aufladen. Die vielen Beispiele der letzten Jahre zeigen aber, dass sich die Diskussionen am Ende lohnen können. Auch beim Alten Schauspielhaus sollte man die Diskussion zumindest führen. Selbst, wenn man sich am Ende gegen eine Rekonstruktion entscheiden sollte. In Folgendem Artikel fragt sich der Autor auch, ob Frankfurt am Ende den Mut zum Wiederaufbau hat.


    http://www.welt.de/kultur/kuns…urueckfinden-koennte.html