Posts by wrocky83

    Es wird ähnlich laufen wie beim Schloss.


    Es wird einen Wettbewerb mit vielen interessanten Modernen Entwürfen geben. Am Ende wird aber dennoch die historische Originalfassade rekonstruiert, weil kein Entwurf auch nur ansatzweise die Qualität von Schinkel haben wird...

    Letztlich haben diese linken Gruppen nur beim Klimaschutz einen Punkt. Denn jeder Abriss schadet dem Klima in gewisser weise.


    Aber soll man deshalb ab sofort alle Gebäude stehen lassen? Auch und gerade die, die nicht funktionieren? Eine soziale Katastrophe ist der Abriss des Staudenhofs ganz und gar nicht. Eher im Gegenteil. Der jetzige Gebäudekomplex ist mehr als ungut proportioniert. Mit dem nun entstehenden Block werden auf dieser Fläche deutlich mehr Wohnungen entstehen als jetzt. Darunter sind auch viele geförderte Wohnungen.


    Nicht zuletzt wird auch das gesamte Viertel um das Staudenhofareal mit den Neubauten deutlich aufgewertet.


    Daher überwiegen die Vorteile der Neuentwicklung bei weitem.

    Die Geschichte des Dortmunder Stadtwalls


    Der ungefähre Verlauf der Dortmunder Stadtmauer ist durch den heutigen Wallring noch einigermaßen gut erkennbar. Errichtet ab ca. 1200 wurde er im verlauf des 19. Jahrhunderts nach und nach abgetragen. Dennoch stößt man bei Bauarbeiten in der Innenstadt immer wieder auf die Reste der Fundamente.


    Christopher Jung hat nun zwei sehr informative Videos zum Dortmunder Wall, seinen Türmen und Toren und sowie dessen Geschichte veröffentlicht. Es zeigt sich, dass der Wallring heute deutlich attraktiver sein könnte, wenn man zumindest die Tore und Türme erhalten hätte, wie es auch viele andere Städte getan haben.


    Der Dortmunder Wall und die Stadtmauer Teil 1 - YouTube


    Der Dortmunder Wall und die Stadtmauer Teil 2 - YouTube

    Gegenüber am Königswall befindet sich ein altes (Bahnhofs-)Postgebäude, was mir nach 1920er aussieht.

    Das alte Postgebäude entstand nach der Eröffnung des Empfangsgebäudes im Jahr 1910 auf dem Gelände des ersten Hauptbahnhofs von 1847, das einem Schleseischen Schloss nachempfunden gewesen sein soll.

    Das Postgebäude wurde 1913 Fertiggestellt und nach dem Krieg vereinfacht instandgesetzt.

    Horrorhochaus Kielstraße


    Nun ja, in diesem Forum wird sich eher mit historischen Bauten beschäftigt, die rekonstruiert werden könnten oder jenen, die vom Abriss bedroht sind. Ich wusste nicht, dass manche sich für die Geschichte des Horrorhochhauses in der Kielstraße interessieren.


    Vor dem Krieg war die Kielstraße wie die gesamte Dortmunder Nordstadt sehr dicht bebaut. Während des Krieges wurden die Gebäude in der Straße aufgrund ihrer nähe zur Dortmunder Innenstadt zerstört.


    Durch die Sanierung der Nordstadt entstanden an dieser Stelle in den 1960er Jahren Neubauten. Von 1967 bis 1969 wurden auch zwei Hochhäuser für die Westfälische Wohnstätten AG errichtet. Eines davon war das Hochhaus an der Kielstraße.


    1992 wurden die Wohnungen dann Privatisiert und als Kapitalanlage einzeln Verkauft. Doch die Käufer wurden getäuscht. Die Totsichere Kapitalanlage erwies sich als äußerst Sanierungsbedürftig. Viele Käufer konnten das Geld für die Sanierung nicht aufbringen und hätten es zudem auch nicht wiederbekommen können, da viele Wohnungen noch in der Sozialbindung waren. Als schließlich auch Strom und Wasser nicht mehr bezahlt wird, drehte die DEW im April 2002 Strom und Wasser ab. Die Mieter zogen nach und nach aus. Viele der Wohnungskäufer mussten Privatinsolvenz anmelden. Die Stadt erklärte das Haus schließlich für unbewohnbar und mauerte die ersten beiden Stockwerke zu, damit dort keine ungebetenen Gäste einziehen konnten.

    Seit 2002 verfolgte die Stadt das Ziel, alle Wohnungen zu kaufen, um das Haus dann abreißen zu können. Das hat gut 20 Jahre gedauert. Im Frühjahr 2021 rückten die Bagger an, um das Gebäude Stockwerk um Stockwerk abzutragen, was bis Ende des Jahres gelang. Auf dem Gelände wird nun wahrscheinlich eine neue Kita entstehen.


    Während das Hochhaus in der Kielstraße ein Opfer der Privatisierungswelle wurde, hatte das zweite Hochhaus, das schräg gegenüber an der Heiligegartenstraße mehr Glück. Es wurde 1992 an die Stadteigene Dortmnder Wohnungsgesellschaft DOGEWO verkauft, saniert und ist bis heute voll vermietet.

    Mit der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche wollte man ähnlich Brutal umgehen, wie mit der Garnisonkirche. So begannen die Abrissarbeiten am Chor 1958, obwohl die Kirche seit dem Krieg wieder genutzt wurde. Der Chor war allerdings nicht so stark beschädigt und hätte mit überschaubarem Aufwand wiederaufgebaut werden können. Man wollte aber unbedingt einen Modernen Neubau an dieser Stelle. So begann man, mit dem Abriss des Chores schlicht Fakten zu schaffen. Letztendlich ist es nur dem großen Wiederstand der Bevölkerung zu verdanken, dass zumindest die Turmruine erhalten werden konnte.


    Zumindest was den Turm der Gedächtniskirche angeht, würde ich mir wünschen, dass man ihn eines Tages rekonstruiert.


    Eine sehr interessante Dokumentation zur Gedächtniskirche aus der Reihe "Geheimnisvolle Orte" lief am Dienstag im RBB.

    https://www.ardmediathek.de/vi…ci1nZWRhZWNobmlza2lyY2hl/


    https://de.m.wikipedia.org/wik…elm-Ged%C3%A4chtniskirche


    Der große Unterschied zur Gedächtniskirche ist, dass die Garnisonkirche letztlich trotz eines großen Wiederstands in der Bevölkerung auf Geheiß der DDR-Führung komplett abgerissen wurde. Die Proteste dagegen wurden einfach ignoriert. Nicht einmal der Erhalt des Turmes der Garnisonkirche als Mahnmal gegen den Krieg wie bei der Gedächtniskirche war möglich.

    Ein guter Kompromiss ist es nicht. Es ist ja noch nicht einmal ein Kompromiss. Letztendlich haben sich die Ostalgiker und diejenigen Initiativen, die die Garnisonkirche um jeden Preis verhindern- und das Rechenzentrum um jeden Preis erhalten wollen, in ganzer Linie durchgesetzt.


    Wenn man einen Kompromiss will, mit dem man auch Leben kann, muss man auch auf die Befürworter des Kirchenschiffs zugehen!


    Es ist sehr interessant, dass Herr Huber auf das Landtagsschloss verweist. Dort hat man die Fassade des Stadtschlosses rekonstruiert. Die Innenräume sind allerdings modern gestaltet. Da muss Herr Huber sich schon fragen lassen, warum er für das Kirchenschiff nicht den gleichen Vorschlag macht. Es wäre möglich, die Fassade des Kirchenschiffs zu rekonstruieren. Die inneren Räume könnten dann modern gestaltet und als Plenarsaal sowie als Demokratieforum genutzt werden. So sähe ein guter Kompromiss aus, wenn man ihn denn wollte....

    Überreste des Mittelalterlichen Schwanenturms wiederentdeckt


    Positive Nachrichten aus Dortmund.


    Bei Bauarbeiten für den Radwall wurden nun die Überreste des Schwanenturms. entdeckt Dieser war Teil der Dortmunder Stadtmauer. Nach dem Abbruch wurde das Grundstück 1832 bebaut. Nach 1945 diente es als Parkplatz. Zunächst wird der Fund dokumentiert, gesichert und vorerst wieder vergraben.


    Die Stadt möchte die Reste Schwanenturm allerdings schon bald wieder Sichtbar machen. Bislang sind lediglich die Fundamente des Adlerturms sichtbar. Zudem ist an der Kuckelke der Standort des Kuckelketors durch die Pflasterung sichtbar. Beim Schwanenturm gibt es nun die Überlegung, die Fundamente dauerhaft freizulegen. Der Radweg könnte dann etwa mit einer Stahlbrücke über das Bodendenkmal geführt werden.


    Damit könnte die Dortmunder Stadtgeschichte in Zukunft wieder ein wenig Sichtbarer werden.


    Schwanenturm wieder entdeckt - Sensationsfund am Dortmunder Wall - YouTube


    Stadtgeschichte: Sensationsfund: Fundament des Schwanenturms am Wall entdeckt - Alle Nachrichten - Nachrichtenportal - Leben in Dortmund - Stadtportal dortmund.de

    Es ist schon ein wenig schade um das jetzige Hallendach. Das nun geplante wellenförmige Dach gefällt mir nicht.

    Allerdings ist es gut, dass nun endlich etwas passiert. Bereits seit Jahren wird schon nichts mehr am bestehenden Dach getan. Es verkommt immer mehr und ist inzwischen nur noch wenig ansehnlich.


    Das Wellendach bekommt der Duisburger Hauptbahnhof auch nur deshalb, weil man die Bahn unter Druck gesetzt hat. Diese wollte das bisherige Bahnhofsdach abreißen und durch schlichte Dächer wie in Essen oder in Dortmund ersetzen. Dann wurde der Bahn gedroht, das jetzige Dach unter Denkmalschutz zu stellen, falls es keinen Hochwertigen Ersatz geben würde. Für das Ruhrgebiet ist selbst das Wellendach sehr Hochwertig. Dortmund oder Essen würden sich glücklich schätzen, ein solches Bahnhofsdach zu haben.


    Übrigens auch für die Sanierung des Dortmunder Hauptbahnhofs, die derzeit durchgeführt wird, investiert die Bahn auch mindestens 130 Mio. Euro. Hier wird allerdings auch der Passantentunnel von 9,50 auf 13,20 Meter verbreitert.

    Eine sehr interessante Frage.


    Was wäre passiert wenn...


    Wenn Königsberg weiterhin zu Deutschland gehört hätte, müsste man zunächst klären, zu welchem. Wahrscheinlich wäre Ostpreußen ein Teil der DDR geworden. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Sowjets es zugelassen hätten, dass rund um Königsberg ein Schaufenster des Westens entsteht. Dann würde Königsberg ehrlicherweise nicht großartig anders aussehen als das heutige Kaliningrad. Breite autofreundliche Straßen und viele Plattenbauten rund um die Kirchen. Vielleicht hätte man die Schlossruine ähnlich wie die Dresdner Frauenkirche als Mahnmal stehen gelassen. Oder man hätte es genauso weggerissen wie das Berliner Schloss, um einen großen Aufmarschplatz zu bekommen. Das Haus der Sowjets wäre nicht entstanden, aber vielleicht ein modernes sozialistisches Zentrum, dass Ost-Berlin ähnlich gewesen würde.


    Wäre Ostpreußen dennoch an den Westen gefallen, hätte man es sicherlich zu einer Perle an der Ostsee und zum Schaufenster des Westens entwickelt. Das Schloss und die Kirchen wären mit Sicherheit wieder Aufgebaut worden. Höchstwahrscheinlich auch teile der Altstadt. Es hätte allerdings auch hier, wie einige bereits schrieben, auch hier einige Eingriffe gegeben, die Königsberg zu einer Modernen Stadt hätten. Etwa breite autofreundliche Straßen oder manche großflächigen Neubauten wie Kaufhäuser. Ähnlich wie West-Berlin hätte auch Ostpreußen von den westdeutschen Bundesländern hoch subventioniert werden müssen. Und ähnlich wie West-Berlin könnte man sich Königsberg heute vielleicht vorstellen. Viel erhaltene und rekonstruierte Altbausubstanz, aber auch breite Straßen mit modernen Baukomplexen.

    Es ist einfach schön zu sehen, wie sehr in der Stockholmer Innenstadt auf die architektonische Qualität geachtet wird und wie gut sich diese Bauten in ihre Umgebung einfügen.


    Man würde sich schon sehr wünschen, dass auch in Deutschland bei Baulücken in Gründerzeitvierteln so verfahren würde. Stattdessen entstehen dort immer wieder moderne Kisten, die dort einfach nicht hinpassen, weil sie sich eben nicht in die Umgebung einfügen. Manche Architekten sprechen dann immer wieder von reizvollen Kontrasten, die dadurch entstehen würden, was totaler Quatsch ist. Stattdessen kann eine Moderne Kiste in einem Gründerzeitviertel ein ganzes Straßenbild zerstören. Hier sollte man sich auch in Deutschland viel mehr an Stockholm orientieren.


    Stockholm hat aus der Vergangenheit gelernt. Bei der sogenannten "Sanierung" von Norrmalm wurden 750 Häuser Abgerissen, die aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammten, um einen modernen Stadtteil zu errichten. Ich hoffe, dass man zumindest teile dieser "Umgestaltung" eines Tages wieder rückgängig machen kann und auch hier entweder rekonstruiert oder zumindest angelehnt an die historische Bebauung neu baut.


    Sanierung von Norrmalm – Wikipedia

    Vielen dank für die tollen Fotos.


    Je mehr Bilder vom alten Königsberg man sieht, desto trauriger wird man angesichts der Tatsache, das es in dieser Form nicht mehr existiert.


    Der größte Verlust ist sicherlich das Schloss, dessen ehemalige Fläche heute Brachland ist. Man kann nur hoffen, dass eines Tages zumindest das Schloss rekonstruiert wird, was ja auch schon öfter angedacht war, bislang allerdings nie realisiert wurde. Aber vielleicht ist ja der Abriss des Hauses der Sowjets ein gutes Zechen, an dessen Stelle ein neues Stadtzentrum entstehen soll.


    Der Architekt Arthur Sarnitz hat einmal Visualisiert, wie Königsberg nach einer Rekonstruktion des Schlosses und eines teils der Altstadt aussehen könnte. Wenn man diese Pläne realisierien würde, könnte Königsberg vor allem durch den Tourismus eine große Zukunft haben. Schade, dass dieses Potenzial nicht gesehen wird. Schon beim im Vergleich zu Sarnitz Entwurf relativ kleinen Dom-Römer Areal in Frankfurt hat sich gezeigt, wie Positiv sich solche Projekte für den Tourismus auswirken können.


    Конкурс "Пост замок" (Сердце города). Специальная премия жюри. - YouTube

    Allein der sich immer weiter verstärkende Trend zum Onlinehandel wird dafür sorgen, dass zukünftig deutlich weniger Einzelhandelsflächen in den Innenstädten gebraucht werden. Gerade die Mononutzung der Kaufhäuser macht es schwierig, neue Nutzer dafür zu finden. Daher bleiben realistischerweise nur die zwei Optionen, die in dieser Doku vorgestellt wurden. Abriss oder Sanierung mit komplett neuer Nutzung. Beides tut den Städten optisch sehr gut. Denn auch eine Sanierung beinhaltet zumeist komplett neuen Fassadengstaltung.


    Meist stammen die Gebäude ohnehin aus der Nachkriegszeit. Daher kann man nur in den seltensten Fällen auf eine Rekonstruktion der Ursprungsfassade dringen.


    Ein Positives Beispiel ist die Sanierung des ehemaligen Kaufhof in Essen, der nicht nur viele neue Nutzungen bekommt, sondern auch eine Fassade, die sich an der Vorgängerbebauung orientiert.


    Kaufhof in Essen wird Königshof - so soll er aussehen - Radio Essen

    Eine Rekonstruktion an dieser Stelle wäre sicherlich wünschenswert.


    Aber auch wenn der moderne Block sich überhaupt nicht an die historischen Baufluchten hält, hat er gerade für DDR Verhältnisse mit seiner eher hochwertigen Sandsteinfassade schon eine gewisse städtebauliche Qualität. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass dieser Block als Beispiel für moderne DDR Architektur dauerhaft unter Denkmalschutz gestellt wird.


    Daher denke ich, dass eine Rekonstruktion an dieser Stelle, die sicherlich mehr als wünschenswert ist, in den nächsten Jahren nicht realistisch ist.

    Wer ist rein rechtlich eigentlich der Bauherr des Reichstages?


    Der "Hausherr" des Reichstages ist der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).


    Es gibt für Baumaßnahmen am und um den Reichstag die Bau- und Raumkommission des Ältestenrates des Deutschen Bundestages. Der Vorsitzende der Bau- und Raumkommission ist Wolfgang Kubicki (FDP), einer der Bundestagsvizepräsidenten.


    Wenn man es ermöglichen will, den Fehlenden Figurenschmuck des Reichstages durch Spendengelder zu ersetzen, müsste man sich wohl an diese Herren wenden.

    Wie groß die Chancen sind, vermag ich nicht einzuschätzen. Auf der einen Seite schaut man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob das Weglassen einiger Figuren eine Art Sparmaßnahme war, die man angesichts der enormen Sanierungskosten einfach Weggelassen hat, oder ob man bewusst auf diese Figuren verzichtet hat, um dem Gebäude ein schlichteres Erscheinungsbild zu geben. Aus meiner Sicht würde es dem Reichstag sehr gut tun, wenn es gelänge, den fehlenden Figurenschmuck durch Spendengelder wieder zu komplettieren.

    Es wird, wenn ich das richtig verstehe, keine Nutzung geben? Es ist dann ein Geisterbahnhof?


    Man könnte ja eigentlich, wenn man das Gleisbett durch Glasscheiben abtrennt, einen interessanten Club daraus machen. Oder eine Ausstellungshalle.


    Ja, der Bahnhof "Französische Straße" ist nun wieder ein Geisterbahnhof geworden, so wie es bereits zwischen 1961 und 1990 der Fall war. Dieses mal wohl dauerhaft.


    Es werden hauptsächlich zwei Gründe angeführt, warum der Bahnhof mit abgetrennter Glaswand keiner neuen Nutzung zugeführt werden kann. Zum einen ist die Anlage derzeit nicht Barrierefrei zugänglich. Es müsste also ein Aufzug nachgerüstet werden. Der zweite Grund ist der mangelhafte Brandschutz des unterirdischen Bahnhofs. Auch dieser müsste aufwändig nachgerüstet werden. Zudem wird, wie bereits erwähnt, der zu schmale Bahnsteig als Argument angeführt, dem Bahnhof keine neue Nutzung zu geben.


    Möglich wäre es vielleicht. Aber dafür müsste sehr viel Geld in die Hand genommen werden. Das wird die BVG wohl nicht tun.

    Was schade ist. Denn mit einer neuen Nutzung, etwa als Kunstgalerie, die nicht so viel Platz braucht, könnte man etwas schaffen, was weltweit Einzigartig wäre.


    Es gibt allerdings auch eine gute Nachricht. Die Eingangsportale zum ehemaligen U-Bahnhof sollen erhalten bleiben.

    Das ist eine sehr positive Entwicklung. Spätestens wenn der Turm wieder steht, wird die Diskussion über den Wiederaufbau des Schlosses fahrt aufnehmen. Ähnlich lief es vor Jahren auch in Potsdam. Durch die Rekonstruktion des Fortunaportals ist die Debatte über den Wiederaufbau des Stadtschlosses erst richtig in gang gekommen. Heute steht es wieder, auch wenn noch die eine oder andere Attikafigur fehlt. Ähnlich wird es auch mit dem Residenzschloss laufen.


    Das einzige, was fehlt, ist ein adäquate Nutzungskonzept für das Schloss. Ein Hotel wäre möglich, dürfte in den nächsten Jahren allerdings eher unwahrscheinlich sein. Eine Museale Nutzung wäre da schon wahrscheinlicher. Vielleicht eines eines, dass das Leben von Königin Luise von Preußen in den Fokus rückt. Die Museale Nutzung könnte man dann vielleicht mit einer weiteren Nutzung kombinieren, etwa als weiterer Standort des Landesarchivs. Eine weitere Möglichkeit könnte die Ansiedlung einer Fachhochschule oder Universität im wiederaufgebauten Schloss sein. Schloss Nordkirchen wird heute etwa als Standort für eine Fachhochschule genutzt. Dort werden die künftigen Beamten der Finanzbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgebildet.