Posts by Petersburg

    Mann sind das tolle Bilder. So schön und sogar "echt" aussehend das Neumarktviertel auch geworden ist, das unzerstörte Dresden zu sehen ist noch mal eine ganz andere Sache. Was hätte ich drum gegeben, einmal durch das unzerstörte Dresden gehen zu können!


    Wo ist denn dieses "sächsische Haus" mit dem Davidbrunnen, und was ist das Gebäude mit dem Portal und den Statuen drauf, dritt- und viertletztes Bild?

    Klassiker: Ja, der Postplatz war ein internationaler und bedeutender Platz, heute leider eine Betonwüste aus hässlichen Klötzen. Vor dem Krieg erinnert er mich an Picadilly Circus in London, zentral, quirlig, turbulent. Fast schon einen Hauch von "weltstädtisch". Heute sieht der Postplatz eher aus wie ein Versuch amerikanische Archiktetur zu kopieren, allerdings eine miserable Kopie.


    Kennst du den ehemaligen Belle-Alliance Platz in Berlin? Sah auch aus wie in Paris. (Es gibt einen Thread hier im Forum darüber). Heute eine übelst billige Betonwüste namens "Mehringplatz", abstoßend hoch 10. Das ist die angebliche "Moderne", ich nenne das die Architektur des Nichts, die alles Lebendige negiert.

    Die Annenhöfe werden das beste Gebäude in der Gegend, das war schon beim Betrachten der Entwurfsgraphik klar. Leider macht der völlige Schrott in der Umgebung - besonders schlimm das St. MariAnnen Gefängnis (anders kann man das Scheusal nicht nennen) - fast alles kaputt.


    Mich würde mal interessieren, wie Knerer das Gebäude ohne Einschreiten der Gestaltungskommission gebaut hätte. Kann man diesen Entwurf irgendwo sehen?


    Wie immer dieser aussieht, es ist interessant zu sehen dass Leute wie Knerer offenbar doch halbwegs anständig bauen können, so man sie an die Leine nimmt und sie sich nicht mit ihren schrägen Bauklotz-Fantasien unkontrolliert austoben können, so wie Knerer in der Marienstrasse. Einige Herren/Damen*innen Architekt*innen halten sich für Götter*innen (wie gendert man das eigentlich korrekt? ), dabei brauchen sie dringend eine strenge Aufsicht.

    Die "Ostseite" erscheint mir wie eine borussifizierte Version des Dresdner "Wilsdruffer Kubus", Hätte ich sie verhindern können, ich hätte sie verhindert. Nun muss man damit leben. Die Touristen werden denken: "Schade, hier ging das Geld aus um nach der Kriegszerstörung die 4. Seite wiederaufzubauen".

    Aber gut, es gibt ja noch immer Kletter-Efeu......:harfe:

    Ich hab das hier grade eben noch mal zufällig gefunden. Ich hatte zwar die verschiedenen Entwürfe gesehen - interessante Formensprache, aber "interessant" heisst nicht immer "gut" oder gar passend für dieses Areal - aber wie es scheint, steht die Sache jetzt fest oder wie?


    Das fände ich eine Katastrophe. Angesichts der Tatsache dass dieses Ungetüm dann genau gegenüber der Stelle steht, von wo aus das erschütternde Nachrkriegsbild 1945 von Dresden gemacht wurde das um die Welt ging - jeder kennt die Statue der "Güte" von August Schreitmüller vom Rathausturm - fände ich das schon fast obszön bis hin zu pietätlos.


    Gibt es keine Möglichkeit dieses Ding zu stoppen??


    https://www.dresden.de/de/stad…punkte/ferdinandplatz.php



    VWZ_Rathaus_1024.jpg

    Au weia, jetzt fallen noch Begriffe wie "Hysterisch"......:lachentuerkis::lachentuerkis: hast du kein sachliches Argument? Armselig, deine Argumentation!


    Aber von dem Herrn UrPotsdamer kennen wir ja solche Beiträge, und jetzt wird die Diffamierungskampagne relativiert. Ja, dann "geh mal der Sache nach", und kläre uns auf? Und ignoriere bitte weiterhin, dass es sich hier um eine Rufmordkampagne handelt bei der gezielt nach etwas gesucht wird. Du hast offenbar nicht so den Einblick in die Art, wie in den Medien heute gearbeitet wird, oder? Ich habe zufällig selber mehrere Jahre als Journalist für die Öff.-Rechtl. gearbeitet und kann es darlegen da ich weiß wie da gearbeitet wird - aber da die Unkundigen wie Du es besser wissen, spare ich mir die Mühe.


    Dass man Rekonstruktionen in Deutschland von Seiten der Politik, Architektenlobby und auch Medien verhindern will, daher diffamiert und mit negativer PR überschüttet, ist eigentlich für jeden - selbst die geistig einfach gestrikten - deutlich sichtbar.

    Habt ihr das schon gesehen? Die versuchen wirklich alles, Rekonstruktionen - vor allem das Schloss - zu diffamieren: Nun kommt sogar die Vermengung mit "Anti-Semitismus", peinlicher geht es wirklich nicht mehr.


    Meine Lösung: Standhaft bleiben - nicht provozieren lassen. Übrigens, mit diesen Rufmordkampagnen der Medien, die insinuieren dass alles was nicht Gender/Neomarxistisch/Betonklotz/Globalistenkonform ist "antisemitisch/rechts/braun" sei, wird m.E. echter Antisemitismus verharmlost. Denn soweit ich in der Schule lernte, führte der Antisemitismus 1933 - 1945 zu Gewalt und Ausgrenzung, und schließlich zu Millionen Toten, oder sollte ich mich da irren? Das hat mit dem Schloss nichts zu tun.


    Es ist nicht nur absurd, das Schloss mit "Antisemitismus" in Verbindung zu bringen, sondern dadurch relativiert und verharmlost man m.E. schwere Verbrechen der NS-Zeit. ÜBRIGENS, das Land Preussen hatte bis 1932 eine SPD-Regierung und der gesamte Widerstand gegen Hitler kam aus dem Preussischen Adel. Der Kreis um Stauffenberg waren Preussische Militärs. D.h.. ausgerechnet Preussen mit der Hitler-Nazi-Antisemitismus-Terminologie in Verbindung zu bringen, ist schlicht unwahr. Aber diese Verdrehungen und Verfälschungen der Wahrheitspresse sind wir ja schon gewohnt.


    https://www.bz-berlin.de/berli…penders-im-humboldt-forum


    https://www.br.de/nachrichten/…ber-rechtsradikal,Sn7dTlN


    https://plus.tagesspiegel.de/k…ler-gesinnung-285568.html

    Anhand dieses Beitrages kann sich dann ja jeder selbst ein Bild davon machen, wer wie und wann provoziert. :kuss:

    Nein, kann er nicht. Denn deine Pöbelbeiträge wurden von den Admins gelöscht - zu Recht. Und das weisst Du auch sehr gut.

    Vielleicht gewöhnst Du dir einfach mal ein Minimum an Respekt gegenüber Deinen Mitmenschen an - dann geraten wir auch nicht aneinander. PS: Deine Küsse solltest Du lieber Deiner Freundin zuwerfen.

    Das Zitat wurde meines Wissens 2020 (oder 2019 noch?) angebracht. Und sicher nicht von einem König. :zwinkern: Das Schloss ist einfach ein Neubau, das sollte man langsam mal akzeptieren. Und da ist die Frage berechtigt, ob man eine religiöse Anschrift anbringt. Mir persönlich ist das herzlich egal, ich akzeptiere es als Reminiszenz an die Vergangenheit. Mir wäre ein schöner Spruch der Aufklärung zwar lieber gewesen, aber meine Güte, was solls.

    Deine Beiträge sind, wenn du nicht gerade damit beschäftigt bist andere Forenmitglieder anzupöbeln, schlicht unsinnig. Dass eine Rekonstruktion ein "Neubau" ist, damit hast du zwar recht, ist dem Kundigen Reko-Interessierten aber keine Neuigkeit. Eine Rekonstruktion ist laut Prof. Hans Nadler (Erfinder des Leitbautenprinzips nach dem die gesamte Dresdner Altstadt am Neumarkt rekonstruiert wurde) "immer eine Copy, wie gut sie auch sei".


    Dennoch gilt bei Rekonstruktionen: So originalgetreu wie möglich. Die Inschriften gehören selbstverständlich dazu. Du kannst da nicht einfach selber etwas dazuerfinden, nur weil es Dir privat gefällt.


    Wenn dir ein "Spruch der Aufklärung" lieber wäre, schön, aber was hat das mit dem Schloss zu tun? Das wäre genau so anachronistisch wie über der Frauenkirche eine Inschrift anzubringen "Hier wurde im 18. Jahrhundert durch seine Majestät der erste WLAN-Anschluss Sachsens installiert". Tja, das wurde er aber nicht - ob es einem gefällt oder nicht. Ihr wollt rückwirkend Kunstobjekte "umbenennen" mit Namen die sie zu diesen Zeiten nicht hatten, und Inschriften an Gebäuden erfinden die sie zu diesen Zeiten nicht hatten. Damit verfälscht ihr die Geschichte. Geschichte ist nicht dazu da, dass du dich gut fühlst, sondern sie so zu zeigen wie sie war.


    An der Royal Albert Hall in London steht in goldenen Lettern noch immer Albert of Saxe-Coburg & Gotha, die Briten haben das noch immer nicht in "Windsor" geändert. (Die Dynastie der Queen heisst ursprünglich "Sachsen-Coburg & Gotha" und wurde aufgrund anti-deutscher Sentiments am 17. 7. 1917 umbenannt , nach einem Gebäude, Windsor Castle). Man aber kann auch irgendwann mal die Kirche im Dorf lassen, oder....?

    Sagen wir mal so: Ich sah schon schlimmeres.....Aber .....

    einen Preis ??? DAFÜR? :schockiert::schockiert::schockiert::blink:


    Ich denke noch deutlicher kann man es nicht zeigen, dass unsere Epoche - besonders in Dresden - ein Tiefpunkt der jahrtausendealten Geschichte der Baukunst ist.

    Ach was...? Sagten wirs doch. Lasst das Schloss erst mal fertig werden und eröffnen und es wird ein voller Erfolg, wie noch jede Rekonstruktion.
    All diese erzwungenen, unnötigen Debatten tun dem keinen Abbruch. Der Ottonormalbürger freut sich einfach nur an Schönheit und eindrucksvollen Sammlungen.

    Völlig richtig, Treverer.


    Das ist ja gerade der Grund, warum man Rekonstruktionen und historische Architektur so verbissen und gnadenlos bekämpft: Weil Politik und Modernistenlobby genau wissen, dass wenn sie einmal stehen, sie praktisch immer ein Erfolg sind. Also am besten jede öffentliche Diskussion darüber gleich im Keim ersticken, und als "Disneyland" oder "rückwärtsgewand" brandmarken.


    Die fakemoderne Kastenkistenkuben-Architektur hat einfach rein gar nichts zu bieten gegen die Vielfalt der Formen historischer Architektur. Das wissen diese Leute auch genau, und anstatt ihr erfolgoses Model endlich sein zu lassen und umzudenken, beharren sie auf dem Irrweg und attackiern lieber den "Mitbewerber". Stehen die Rekos aber erst einmal, wird noch eine Weile gehetzt, aber das versiegt dann sehr bald. Als die ersten Barockhäuser am Neumarkt in Dresden standen, und die "Disneyland"-Beschimpfung ausgeleiert war, nannte ein Journalist den Neumarkt "den Platz der toten Augen". LOL! Darauf bezogen, dass (noch) keine Mieter in den Wohnungen waren, daher war der Platz nachts etwas tot da keine Lichter in den Fenstern. Nun, diese Albernheiten waren schnell beendet. Das Schloss steht, und die Dresdner Altstadt ebenso - niemand kann das ändern. Jedenfalls nicht in Friedenszeiten. ...

    Ich hab mir das eben noch mal genau angehört was sie sagte.


    Diese Dame lobpreist einen Entwurf, der im Prinzip aus drei hochgradig banalen Gebäuden besteht, jedes der Charme eines Fabrikgebäudes. Aus der Luft sieht man drei Eier. Sorry, die Kompetenz dieses Büros haut mich nicht um. Und diese Frau, die offenbar eine verzerrte Vorstellung von Architektur und möglicherweise gar keine von Urbanität hat, will Vorsitz einer "Gestaltungskommission" werden für eine weltberühmte Barockstadt? Herr, hilf!


    Wichtig: Wer in Dresden wichtige bauliche Entscheidungen trifft, muss nicht zwangsläufig selber Dresdner sein , sondern er muss die Stadt lieben, oder von ihr fasziniert sein, und vor allem das Einfühlungsvermögen für eine kriegzerstörte Stadt haben. Ich behaupte mal, ich hätte alle drei Eigenschaften noch eher als ein Grossteil der Verantwortlichen, die diese Stadt verschandeln und wichtige Projekte (e.h. Neustädter Markt) blockieren wo sie nur können.


    Problem bei dieser Frau ist nicht nur ihre schräge Vorstellung von "Baukunst". Soweit ich weiss , war Island ab 1940 von den Briten besetzt. aber es gab keine Zerstörungen. D.h. diese Frau hat vermutlich weder in der Familie, noch in ihrem Land die brutale Realität des II. Weltkrieg erlebt. Und kommt nun nach Dresden, und will dort die Ergebnisse der brutalen Realität des II. Weltkriegs korrigieren.


    Am Terrassenufer, las ich vorhin bei der GHND, schlug sie Pflanzen vor. Sorry, dafür brauche ich keinen Architekten, um Blumenkübel dort aufzustellen wo eigentlich Wiederaufbau von Urbanität hingehört.


    Man muss sich wirklich überlegen, wie wir hier vorgehen. Ich glaube dass die Frau eine Katastrophe sein wird, ähnlich wie der Vorgänger Fessenmayer. Die muss gestoppt werden.


    Wenn diese Dame Dresden "aufmischen" will - angesichts ihrer "es hat ein Vorne und Hinten" Architektur in Form von drei Eiern habe ich da so eine Befürchtung - vielleicht sollten dann umgekehrt die Bürger anfangen diese Dame aufzumischen?


    Mal im Ernst, das ist nicht mehr akzeptabel was hier läuft. Ich bin zwar nicht sicher, aber habe ja eine Vermutung wer du bist Resurrectus, and if so, dann kennen wir uns ja ä bissel ;)


    Du bist doch mehr als bestens eingeweiht in Dresdner Verhältnisse. Erstens lauschte ich deinen Ausführungen immer sehr wissbegierig schon seit Jahren, und zweitens sieht man das ja auch deutlich im Forum dass Du Ahnung hast über die Stadt.

    Frage: Wie ist denn die Hierarchie? Diese Verunstaltungskommission muss ja eine Art Vorgesetzten haben. Wer ist das? Untersteht sie direkt dem SPA oder dem Baubürgermeister?


    Ich frage deswegen, weil ich schriftliche Beschwerden vorbereite.

    Der Herr Sulzer ist doch derjenige der eher auf unserer Seite war, aber nun geht, nicht wahr?


    Auf wessen Seite bezüglich Dresden diese Dame steht, die ebenso Mitglied der Verunst....ähm Pardon, Gestaltungskommission ist, kann ich nicht genau sagen.


    Tatsache ist aber, sie ist ein wunderbares Beispiel für architektonische Phrasendrescherei. Sie macht sehr schöne Worte - wie so üblich bei Architekten, die ihre eigenen Arbeiten immer ganz toll finden. Ob viel dahinter ist, mag jeder selber entscheiden. Ich finde, hier sieht man - ein Bsp. aus Freiburg - lediglich drei Eier aus der Luft. Und viel tolle Worte dazu. Aber immerhin hat man "ein vorne und ein hinten" (Zitat). Na, wenigstens etwas!


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    FUN FACT:

    Das Projekt erfüllt angeblich "die Erwartungen der Bürger".

    Eine gewisse Illusion zu erzeugen, gehört zu einer erfolgreichen Rekonstruktion gewiss dazu. Die Illusion von Heimeligkeit, Vertrautheit und Althergebrachtem. Das ist keineswegs etwas Schlechtes, sondern tut den Menschen gut.


    Ja, ich stimme zu dass es natürlich keineswegs schlecht ist.


    Allerdings sehe ich Rekonstruktion nicht als Illusion. Sie ist für mich eine urbane Notwendigkeit für die es m.E. keine Alternative gibt. Die Modernisten haben z.b. in Dresden und in Frankfurt an so vielen Orten versagt, es gibt keine "moderne" Alternative zur historischen Altstadt. Die dritte und letzte Alternative wäre die Brache und somit das Gegenstück zur Urbanität , und auch diese Alternative fällt bereits aus Kostengründen völlig weg. Vor allem aber lässt sich die Brache als Anti-Urbanität im urbanen Context nicht dauerhaft aufrechterhalten.


    Die Empfindung "Vertrautheit" etc. lässt sich schwer messen. Der Dresdner Neumarkt z.b. müsste mir als Frankfurter, aufgewachsen zwischen Betonklötzen , völlig unvertraut sein. Ist er seltsamerweise nicht - eher ein Traum der wahr wurde. Die Frankfurter Altstadt ebenso, da ich als Kind nur das "Haus Wertheim" kannte wo wir uns im Sommer Brezeln und/oder Eis holten (es war eine Konditorei im EG), und ich mich als Kind immer wunderte "wie kommt denn dieses alte Haus in die moderne Stadt". (Es war das einzige den Krieg überlebende Fachwerkhaus in der Frankfurter Altstadt). Heute weiss ich, es ist umgekehrt und ich müsste eher fragen wie kommen denn die hässlichen Neubauten in die früher so schöne Altstadt.


    Mir müsste also die Frankfurt Altstadt ebenso unvertraut sein. Ist sie tatsächlich auch ein wenig, aber sie ist eher so eine Art "neues, schönes Wunder" das einem vielleicht (noch) nicht vertraut ist, aber es sehr bald wird. Da man einfach spürt: Es ist das richtige.

    Ach so, sorry. War nicht als Vorwurf gemeint.


    Ich höre das nur immer wieder von Kunsthistorikern, dass man Gründerzeit nicht wiederaufbauen solle. Sie gilt irgenwie als "nicht wertvoll". Ich bin kein Kunsthistoriker und kann es nicht beurteilen.

    Das sind wunderbare Aufnahmen! Ich kann das ehrlich gesagt nicht verstehen, warum es immer heisst, "nur" Gründerzeit , folglich wertlos. Die Stadt hat absoluten Charme, muss ich sagen. Auf den Baustil achtete ich da nicht so genau.


    Ich glaube was mich an den Bildern so fasziniert - allerdings muss ich mich im Griff haben da es mich sonst todtraurig macht, aber im Moment klappt es - ist vermutlich , Gründerzeit hin oder her, dass man den Bildern ganz einfach den Charme des Unzerstörten ansieht. Ich selber wuchs ja in einer zerstörten Stadt auf, es waren zwar keine Baulücken mehr in der Frankfurter Innenstadt (sie war schon Jahre wieder aufgebaut bevor ich geboren wurde), aber ich hatte schon als Kind irgendwie immer gespürt, dass etwas nicht stimmt. Von Krieg etc. wusste ich mit 10 oder 12 nichts, aber ich habe es gespürt, dass hier etwas "nicht so ist, wie es sein sollte".....


    Und die Aufnahmen von Königsberg zeigten, egal ob Gründerzeit oder nicht, einfach innerhalb Sekunden, was alles verloren ging. Sorry für den negativen Beitrag aber es einfach ein ungeheurer Verlust! So eine schöne Stadt - und alles weg !! Unfassbar.


    Liebe Russen: BAUT es wieder auf! Ich weiss ihr könnt das.

    Nun denn. Wenn man seine Bildung aus der BILD bezieht, dann wundert mich so manche Meinungsäußerung hier nicht.


    Um uns nicht falsch zu verstehen: Auch ich glaube, dass nicht jede Umbenennung glücklich war. Aber populistische Stimmungsmache mit Termini wie "Sprachpolizei", "Gutmensch" und "Geschichtsfälschung" sind ebenso unangebracht. Und dagegen verwehre ich mich.


    Die BILD Printausgabe hat einen sehr zweifelhaften Ruf, das ist bekannt. Du hast aber hier mit einem ganz anderen Medium zu tun, nämlich Bild-TV: Andere Redakteure, anderer Stil, andere Inhalte. Ich habe mir mehrere Sendungen von Bild-TV angesehen - Du offenbar nicht - und war überrascht wie gut die sind. Das kannst Du doch mit der für das Niveau von 10-jährigen geschriebenen Printausgabe überhaupt nicht vergleichen. Claus Strunz war vorher Sat1-Redakteur, wie du siehst sind die Labels von denen Du dich blenden lässt völlig austauschbar. Die gleiche Sendung hätte Wort für Wort, mit den selben Leuten und den haargenau gleichen Inhalten unter "Spiegel-TV" laufen können. Dann hätte es deinen Segen gehabt, oder wie?


    Das beweist ja, dass es Dir gar nicht um Inhalte geht.


    Übrigens, die "Stimmungsmache" wird nicht von uns betrieben, die wir die Sprachdiktate kritisieren. Sie wird von denjenigen betrieben, die diese Sprachdiktate durchführen. Ausserdem widersprichst Du dir auch ziemlich selber, denn du behauptest ja sogar noch du sähst die Sprachdiktate "kritisch". Wobei ich Dir das nicht abnehme. Ich kenne deine Beiträge, antworte selten darauf weil ich sie anstrengend da häufig völlig realitätsfern finde. Aber dass du voll auf der Welle des Zeitgeistes schwimmst, kann man jeder einzelnen deiner Zeilen entnehmen.


    Und dieser "Zeitgeist" in dem man mündige Erwachsene zur richtigen Sprache d.h. den richtigen Gedanken erziehen will, lass dir das gesagt sein, ist ein äußerst zweifelhafter.

    Auch wenn es auf dem Foto nicht gut herauskommt. Selbst dieses ältere Parkhaus (Frankfurt, Konrad-Adenauer-Straße) hat für mich mehr Qualitäten als die Planung in Dresden. Ein paar Bäumchen hat es sogar auch auf dem Dach.


    Doch, das kommt sogar sehr gut heraus! Kurios, ich kannte dieses Gebäude gar nicht. Ist das in der Nähe der Kurt-Schumacher Strasse ? (Ich muss gestehen, wusste gar nicht dass es in Ffm eine Adenauer-Strasse gibt, wobei ich sagen muss, dass ich mich im Ostteil der City, Konstabler Wache etc, auch fast nie aufhielt. Damals extrem unwirtlich und hässlich. Aber bei meinen Frankfurt -Besuchen der letzten Jahrzehnte fiel mir auf, dass die Gegend recht gut bebaut wurde im Bereich Kurt-Schumacher Strasse).


    Ich muss ganz ehrlich sagen, das Parkhaus sieht sehr gut aus, und zwar vor allem deswegen, das es nicht wie ein Parkhaus wirkt. Könnte man auch fast für ein Kaufhaus halten.

    Ich mag Architektur, die eine "Fassung" hat und klare Formen, nicht durcheinandergeschüttelt mir absurd-chaotischen Fenstern (heute leider üblich bei unkreativen Architekten) , oder Architektur die "zerfliesst".


    Diese hier hat eine klare Fassadengliederung und vor allem einen Abschluss zum Dach hin. Nicht nur ein nackter Kubus. So etwas hätte meinen Segen.


    Aber mit Sicherheit nicht diese Knererismen in Dresden. Oops, ich prägte soeben einen Begriff für unpassende Architektur. ...

    Das ist leider völliger Unsinn und offensichtlich auch überhaupt nicht recherchiert. Niemand will der Kunst etwas anhaben.

    Ich hatte mich bei Dir extra mal entschuldigt weil ich mich im Ton vergriffen hatte, und (im Gegensatz zu einigen anderen?) erkenne ich meine Fehler und korrigiere sie.


    Beobachtet man aber deine Kommentare, dann frage ich mich, ob jemand wie Du es überhaupt wert ist dass man sich entschuldigt? Denn du hast offenbar kein Interesse an aufrichtigem und ehrlichem Diskurs. Du machst die Ausführungen von Claus Strunz als "Völligen Unsinn" nieder, wo ist dein Argument hierfür bitte?

    Er differenziert auch, dass es z.B. ein Unterschied sei, ob man "Negerkönig" in einem Märchen (Kinderbuch) ändert, oder in einem Museum. Das eine würde er akzeptieren, das andere nicht. Wo sind denn bei Dir solche Details und Differenzierungen?


    Du kannst versuchen, jemandes Meinung zu widerlegen. Du kannst nicht einfach behaupten, er würde "Unsinn" reden ohne es zu begründen. Das Widerlegen ist Dir nicht gelungen - weil du gar keine Argumente hast. Deine Beiträge hier sind m.E, rein provokativ, es bringt den Diskurs und die Gesellschaft nur weiter wenn man einander zuhört. Ich denke du bügelst gerne andere Meinungen im Rundum-Schlag nieder, und begründest noch nicht einmal die eigene - die andere zu widerlegen gelingt Dir ohnehin nicht. So etwas nennt man nicht "Diskutieren", sondern einen Diskurs verhindern. Insofern wundert mich kaum, dass du diese Sprachdiktate und Sprachverbote unterstützt. "Niemand will der Kunst etwas anhaben", stimmt, es wird nur zufällig Geschichte rückwirkend verändert und verfälscht. Und das ist in Diktaturen üblich.


    "Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert das Präsenz und die Zukunft"

    - GEORGE ORWELL.