Posts by Petersburg

    Ich finde ehrlich gesagt beide gut......generell ist mir immer das Original lieber. Aber die "Neuschöpfung" ist nicht schlecht, zumal sie wie eine Altschöpfung wirkt. Alles besser als Kulka/Knerer & Consorten.....


    PS: die Unterschiede ("Karyatiden") kann man aber bei diesen Miniaturbildern nicht sehen ;)

    Du hast natürlich insofern Recht dass ich, gemessen daran dass ich Ffm den Rücken gekehrt hatte (wenn ich ehrlich bin ich war total sauer auf die damals extrem rekonstruktionsunfreudige Bevölkerung) mich hier sehr lebhaft äussere. Da aber das Zentrum von Frankfurt nicht sonderlich gross ist und ich dort aufwuchs und bis ca. 25 Jahre alt dort wohnte, kenne ich dort jeden Zentimeter. Jedenfalls bautechnisch /architektonisch.


    Diese Galerien gibt es sicherlich, ich war auf dem Google Bild auch überrascht dass dort überhaupt Geschäfte waren. Aber du darfst mir glauben, diese pseudo-Altstadtgassen sind keine Orte wo "man" hingeht. Ich kann mir kaum vorstellen dass das heute anders sein soll. Liegt einfach an der erschütternden Banallität der Gebäude.


    Dann lassen wir halt mal die Fahrgasse selber weg. Ich nahm sie nur als ungefähre Grenze im Osten für ein Gebiet, was ich selber "zu rekonstruiertende bzw. adäquat zu bebauende Altstadt" nennen würde (PietFfm kennt sich hier besser aus).


    Es gibt um das Dom-Römer Areal eine Menge "Gassen" in denen (leider) kein einziges Haus von vor 1945 mehr steht, und in denen wirklich nur Schrott steht.....und mir fiel einfach auf, egal in welcher dieser Gassen man sich bewegt, dass sie mausetot waren. Es ist nicht nur die Architektur an Banalität nicht zu überbieten, sondern die Gebiete hatten, als ich zuletzt dort war, auch Null Infrastruktur. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies heute anders sein sollte als vor wenigen Jahren - wenn sich dort architektonisch gar nichts änderte. Aber wie gesagt, kommt vielleicht noch.....

    "Petersburg", Du warst nach eigener Aussage 30 Jahre nicht mehr in dem Areal. Wie willst Du also die Situation des dortigen Lebens beurteilen? Anhand von einigen Google-Bildern?


    Nein, du musst schon lesen bitte. Wenn man jemanden zitiert, sollte man es richtig tun.


    Ich habe geschrieben, ich wohne seit 30 Jahren nicht mehr in Frankfurt. Das hat nichts mit meinen Aufenthalten dort zu tun. Ich habe nirgendwo geschrieben dass ich seitdem nicht unzählige Male in Frankfurt war. War erst vor paar Wochen wieder dort, aber zu beschäftigt und habs leider nur bis zur Zeil (würg) geschafft. Es hatte mich zu sehr in den Fingern gejuckt die paar Meter zum Römerberg herunterzulaufen ("Samstagberg" kenne ich trotzdem nicht, und auch niemand in Ffm der diesen Begriff benutzt) und mir alles zu betrachten.


    Ach so, und danke für die freundliche Andeutung :blumen: wie unintelligent ich doch sei, aber: nein, ich benutze nicht Google um den Wiederaufbau in Frankfurt zu beurteilen. Ich habe mir aber erlaubt, die wunderschönen Bilder hier im Forum zu betrachten über z.B. die Goldene Waage, sieht fantastisch aus. :wink::smile: Ich habe Google links für für diejenigen gepostet die die Areale nicht kennen um aufzuzeigen, wie z.b. das arme Goethehaus (leider) zwischen Parkhäusern und 60-er Jahre Scheusslichkeiten eingekeilt ist. Das hatte mich schon als Kind gestört, und dabei bleibe ich.


    Aber warst du nicht derjenige, der mich schon einmal belehrte wie "historisch" der Platz an der Hauptwache doch sei? Die Hauptwache selber ja, aber mit Sicherheit nicht der scheussliche Platz drumherum.

    Die von Dir gezeigte Fahrgasse verfügt durchaus über Geschäfte. Dort sind nämlich sehr viele Galerien untergebracht. Außerdem gibt es in dem Areal auch Gastronomie.


    Mir ist zwar nicht klar worauf du jetzt hinaus willst (und jemandem unzureichende Intelligenz unterstellst nur weil er Beispiele aus realen Aufnahmen zeigt, hier im Forum sind Google-links durchaus üblich).

    Ich habe das nicht für mich gepostet zum "beurteilen". Ich wollte nur denjenigen, die die Stadt nicht kennen veranschaulichen, wie ein Grossteil der nichtrekonstruierten "Altstadt" aussieht. Weiss nicht, was daran verkehrt sein soll. Das sind eben zum grossen Teil diese Scheunenhäuser wie man in DD sagt, dort ist "tote Hose". Trotz einiger Galerien und Gaststätten. Daran sieht man doch, dass eben Läden etc alleine nichts nützen, wenn die Architektur hässlich ist. Das ist doch ein völlig verkehrter Wiederaufbau, denn die in Ffm betrieben haben.


    Die Fahrgasse ist auch nicht die einzige. Das ist ja, wie du selber sagst, noch eine "lebendigere" Strasse. Gibt noch mehr solcher billigen 50er Jahre Gassen, und die sind eben sehr unattraktiv . In diesen Vierteln (z.b. westlich des Römer) war ich tatsächlich viele Jahre nicht mehr gewesen, aber wären die hässlichen Scheunen dort abgerissen , das hätte ich mitbekommen.

    O Gott! Habe mir grade den Entwurf in der DNN angesehen.....ist das von Kulka? Man kann den Text nicht aufrufen.


    Neo-sozialistischer Plattenbau , so wie (fast) immer in Dresden......

    Dresdner Architekten sind fast alles Nostalgiker, total rückwärtsgewand und ängstlich vor dem Neuen - sie halten krampfhaft am DDR Plattenbau fest......Dor Sodsialismus siecht...!

    Grauenhaft diese stupiden Kulkaergüsse. Das mag pentrante und aufreizende den Bruch suchende ausgelutschte Moderne sein, kreativ, innovativ oder gar schön ist das nicht, aber das soll es laut dem alten Herren auch gar nicht sein.

    Ich erinnere mich noch gut, vor vielen Jahren spuckte Kulka Gift und Galle über den Neumarkt und die Rekos.....ich weiss noch genau, er malte Horrorvisionen von "ganzen Busladungen von Rentner-Touristen", die natürlich alle so rückwärtsgewandt/heimattümelnd/ nationalistisch etc. seien dass sie zum Neumarkt wollten (dass junge Leute den Neumarkt genau so wollten, verschwieg der Herr geflissentlich).

    Den Hammer fand ich dánn seinen Spruch:

    "Wir müssen provozieren um zu überleben! Wir dürfen nicht die Rentner bedienen" !


    Erstens mal "müssen" wir gar nichts, Herr Kulka.

    Und zweitens, besonders lustig finde ich, dass dieser Typ, der so abfällig und menschenverachtend über alte Leute und Rentner sprach, nun selber über 80 ist.....

    Mir gefallen diese Statuen, die sind wunderschön! Traumhaft.

    Modernisten wären viel zu unsensibel, untalentiert und inkompetent, so etwas traumhaft Schönes zu gestalten. Die können nur vergitterte Blechkisten oder rote Schiffscontainer.... siehe "Neues Palais" oder Postplatz.


    Ich hatte in der Blobel-Haus Diskussion nicht so ganz mitbekommen, warum es hier Aufregung gab. (Ich werde jetzt nicht 25 Seiten rückwärts durchblättern)...... Ich nehme an, dies Haus ist keine Reko sondern Paraphrase, richtig?

    Mich interessiert, ob diese Statuen auch schon vor 1945 dort waren?

    Der Entwurf ist von Knerer. Wenn auch ein widerwilliger. Er ging tatsächlich auf die Einwände von GeStaKo und SPA ein. Wir haben das mal bei nem Bier erörtert, weil er auch bisschen pissed war von den Reaktionen. Verständlich. Aber eben gesprächsbereit. Mal sehn ob er sich weiter "so gut" entwickelt. Jedenfalls kann man ja deutlich sehen, was die Städter anspricht und was nicht. Er ist ja nicht inkompetent, nur manchmal steckt man eben in der eignen Filterblase. :wink:


    Hab ich das richtig verstanden, ihr habt mit ihm selber gesprochen? :schockiert::schockiert: Oder *über* ihn?


    Kompetent oder nichtkompetent, weiss nicht. Vielleicht ist er nicht inkompetent, dennoch für mich ein rotes Tuch seit dieser Scheusslichkeit in der Wallstrasse/Marienstrasse. Das ganze Areal ist entstellt für mindestens ein halbes Jahrhundert! Sorry da reg ich mich echt auf, der ganze Postplatz hätte so gut werden können, und dann machen die so einen Schwachsinn.- Nicht nur er, auch seine Vorgänger (Altmarktgalerie, Kubus etc).


    Er ist v ielleicht nicht inkompetent, aber einfach total verbildet, so wie fast alle Architekten heute die sich für "modern" halten, und dabei nur den Schrott der 1920er Jahre immer wieder clonen. In der Architektenausbildung findet ein regelrechtes Brainwashing statt, jemand hier im Forum hatte mal vor langer Zeit berichtet, dass er im Architekturstudium in einer Übung ein Schwarzwaldhaus entwarf, und als der Prof hinter ihm stand und das sah, hiess es "wenn Sie so etwas bei mir noch mal machen, fliegen Sie raus".....das sagt doch alles.


    Aber gut, Recht hast Du, vielleicht entwickelt sich der gute Herr Knerer ja noch....

    Ich bin da eigentlich sehr positiv gestimmt, dass hier noch sehr viel mehr kommen wird. Das von Nibelgauer erwähnte zusammenhängende Gebiet ist ein wichtiger Punkt. Ich bin zwar Frankfurter aber wohne seit 30 Jahren nicht mehr dort, war vor paar Wochen das erste mal seit Jahren wieder da und muss gestehen, dass ich mir die neue Altstadt noch immer nicht angeschaut hab! (Schande, ich weiss Lol Aber fahre bald wieder hin und dann nehm ich natürlich Camera mit). Auf dem Luftbild (google Schrägansicht) sieht das schon sehr gut aus, also das ist schon eine ganze Menge was da gebaut wurde.


    Ich bin deswegen so optimistisch dass hier noch mehr kommen wird, weil ein sehr grosser Teil dessen was früher "Altstadt" war, heute so aussieht. Total nichtssagende 50er Jahre Provisorien (in Dresden nennt man das "Scheunenhäuser"), keine Geschäfte, keine Gaststätten, kein Leben, nichts. Nach 20.00 siehst du hier im Sommer vielleicht noch eine einzige Person den Dackel Gassi führen, und das war's. Totale Ödniss. Ich kenne auch niemand in Frankfurt der in diese Gegenden gegangen wäre, ich selber nur mal aus Neugier ein einziges Mal. Wenn man einkaufen gehen wollte dann City, Nachtleben eventuell auch, aber man würde zum ausgehen auch Nordend (heute dazu noch Bornheim) wählen. Aber in dieses Gebiet ging kein Mensch, nun, gab ja auch nichts zu sehen.


    Ich denke dass dieser Schrott irgendwann weg kommt. Er erinnert mich ein bischen an die Altmarktbebauung in Dresden, ist ja selbe Epoche nur anderes Polit. System, man spürt aber einen ähnlichen "Zeitgeist". Wobei ich die Dresdner Altmarktbebauung um einiges besser finde, dort ist wirklich "Altstadt-Feeling", hier oben in der Fahrgasse nicht.


    Nibelgauer

    Was meintest du mit "Samstagsberg"? Also ich als Frankfurter habe das noch nie gehört. Bin aber wie gesagt auch schon lange nicht mehr dort ausser gelegentlich, aber ich habe noch nie jemanden in Frankfurt diesen Begriff benutzen gehört. Meinst du damit den Paulsplatz?

    Das ist genau so der Fall. Wobei die Visu ne spitze runde Ecke suggeriert - ist aber "nur" ne knapp 90° Ecke. Übrigens vom Architekten ungewollt und vom SPA reingefordert. Ja das SPA, was die runde Ecke am Rewe gegenüber mit dem nachträglich geforderten eckigen Staffelgeschoss ad absurdum geführt hat.


    Das hatte ich auch in irgendeiner Meldung gelesen, dass das SPA Knerers Entwurf zuerst abgelehnt hatte und ihn zu einer Überarbeitung zwang. Davon ausgehend, dass Knerers 1. Entwurf im Stile seiner sonstigen "Baukunstobjekte" war, ist dies das erste Mal, dass ich vom Dresdner SPA eine rationale Entscheidung sehe!


    Die Annenhöfe sind, jedenfalls soweit man der Zeichnung entnehmen kann, gemeinsam mit dem "Haus am Postplatz" eines der besten Gebäude im Gebiet, finde ich. (Was aber auch bei der Konkurrenz wie "Kubus" und grellrotbraune Schiffscontainer & Co. nicht so schwer ist.....). Das heisst dann aber, dass der jetzige Entwurf gar nicht von Knerer selber stammt, sondern auf die Überarbeitungsforderung des SPA? Vermutlich hätte dieser Mensch, so wie ich seine "Baukunst" kenne, dort eine ähnliche Katastrophe hingesetzt wie in der Marienstrasse. Leute wie Knerer gehen mir wirklich auf den Nerv, die nämlich sehr wohl könnten wenn sie wollten sie wollen aber nicht (müssen sozusagen "zum Jagen getragen werden". Erinnert mich an gewisse Politiker).


    Auf jeden Fall ist dies m.E. ein Gebäude, das wirklich fähig ist, eine neue Innenstadt zu generieren. Es ist nämlich weder modern, noch pseudomodern , noch historisierend noch sonst eine Schublade. Es ist einfach urban, würde ich sagen. Und neue Urbanität ist in DD dringend notwendig.

    Das ist eigentlich eine sehr gute Idee, der Vergleich mit Dresden. Hier ist tatsächlich, trotz der katastrophalen Zerstörung, eine fast komplett "geheilte" Altstadt wiedererstanden (nur die Pseudogassen westlich des Altmarkts hätte ich nicht miteinbezogen - diese "Altmarktgalerie" mit der scheusslichen Sektion an der Wilsdruffer mit grotthässlichem Bau zum Postplatz hin, betrachte ich noch heute als Affront gegen die Dresdner Bevölkerung. Aber dies ist anderes Thema).


    Als wiederzurekonstruierende Frankfurter Altstadt würde ich wie auf dem von Erygium geposteten 1. Luftbild das Gebiet zwischen Buchgasse im Westen, Berliner Strasse (die es vor dem Krieg nicht gab) im Norden und Domplatz/Fahrgasse im Osten als ungefähre Grenze bezeichnen. "Ungefähr" deswegen, da auch Gebäude wie z.b. das Goethehaus im Grossen Hirschgraben etwas weiter nordwestlich liegen

    (Bitte nicht auf der Luftsicht durch die paar adaptiven Dächer der Nachbarhäuser täuschen lassen - es sieht beim Durchgehen durch die Gasse in real einfach scheusslich und traurig aus, das arme Haus des grossen Goethe eingekeilt zwischen 60er-Jahre Parkhäusern und ähnlicher Makulatur. Eine Schande ist das, zumal Frankfurt eher als wohlhabende Stadt gilt. Ich konnte bereits als 10-jähriges Kind nie verstehen, warum man nach dem Krieg in dieser Strasse nur dieses einzige, mitleiderweckendes einsames Haus aufgebaut hatte. Und ich habe meine Sichtweise bis heute nicht geändert).


    Auf jeden Fall wollte ich nur darauf hinweisen, dass diese o.g. Grenzen meiner Meinung nach ungefähr den Kern der Frankfurter Altstadt festlegen könnten, aber dass sie noch etwas weiter ging.

    Na klar meine ich so etwas. Oder hier...


    http://4.bp.blogspot.com/_hyMA…i4l01PrTyMo/s1600-h/1.jpg



    (Dies hier müsste das von der GHND erbaute Haus sein, ohne Gewähr)

    http://4.bp.blogspot.com/_hyMA…nmDWNDC_8iQ/s1600-h/1.jpg


    Sehr gut sieht man es auch beim Köhlerschen Haus:

    http://archiv.neumarkt-dresden…lder07/bilder-nov-07.html


    Es gibt einen Film auf Youtube der sehr schön die Reko des Neumarkts in Zeitraffer seit , ich glaube 2006 , darstellt....da fiel es grade bei den Prisco-Bauten auf, dass sie ohne Beton erbaut wurden. Weiss allerdings den Titel dieses Dokufilms nicht mehr (oder ob er überhaupt noch online ist).


    Sagen wir mal so: Mir ist natürlich die Reko mit Beton und Fiberglas darinnen (i gitt) lieber als gar keine. Aber es scheint ja auch ohne Beton zu gehen, und alles was in blinder Wut und/oder Profitgeilheit zwanghaft durchgepeitscht wird obwohl es problemlos vermeidbar wäre, wage ich nun mal zu kritisieren.


    Wobei jemand weiter oben meinte, das spiegelte doch wunderbar unsere Plastik-Gesellschaft wieder......genau so ist es.

    Ich finde es einfach entsetzlich wenn ich diese Betonwände sehe! Gut, sind zwar "Mittel unserer Zeit" (Kolhoff) aber auch "historisch" da bereits die Römer Beton benutzten. Von daher könnte man es sogar so hindrehen dass es "legitim" scheint, nämlich "Baumaterial ist sowieso historisch , ausserdem rekonstruiert mit zeitgenössischen Elementen" oder ähnlich. Trotzdem dreht sich mir da der Magen um wenn ich das sehe. Dass Beton auch bei Reko (sic) "legitim" ist, reicht mir nicht. Ich finds scheusslich!


    Es gab doch am Neumrkt Rekonstruktionen (und zwar sogar die des etwas , sagen wir, in der Diskussion stehenden Herrn Prisco) da wurde korrekt mit Stein gemauert. Ich erinnere mich nicht mehr 100 prozent, aber ich denke A.d. Frauenkirche 16 und 17 waren auch rein aus Stein gemauert, ohne Beton. Die Rampische 29 von der GHND auf jeden Fall. Es geht doch also. Warum war dies z.b. dort möglich, aber an anderen Stellen nicht?


    Ich höre immer wieder "die heutigen Bauvorschriften" seien schuld. Kommt mir vor wie eine Ausrede.....

    haha, hatte ich ja richtig getippt......war mir auch klar, dass dies einer vom Forum gewesen sein muss.cclap:):applaus::thumbsup:


    Wie ?? Die haben Euch tatsächlich mit dem Anwalt gedroht - weil man es wagt, den Städtebau zu kritisieren? Eine öffentliche Angelegenheit die den Bürger, da sein Lebensraum, etwas angeht?


    Wenn diese Leute bei einer demokratischen Mitbeteiligung der Bewohner der Stadt - um die es ja hier wohl geht und nicht um den Herren "Baukünstler" - gleich mit Anwälten drohen anstatt sich mit der Kritik auseinanderzusetzen , dann entspricht deren Denkweise 1 : 1 dem Zeit(un)geist: Mehr Überwachung, weniger Bürgerrechte, dafür totalitäres Denken.


    Der Zeitgeist, auch genannt Klotzgeist, duldet keinen Widerspruch.

    Das ist eigentlich ein tolles Projekt. Die Bauten sind in hohem Maße adaptiv und fügen sich gut ein in dieses Viertel.


    Was ich aber nie verstehen werde ist, dass selbst Architekten die eine gewisse (für Baukunst unbedingt notwendige) Sensibilität zu haben scheinen, noch immer nicht die enorme Bedeutung eines Kopfbaus verstanden haben. Dieser ist leider viel zu gross und zu klotzig, der selbe Fehler wurde bereits am Wettiner Platz gemacht (dort weniger wegen der übergrossen Maße, sondern der inadäquaten Fenster). Der Kopfbau hätte nach oben hin (etwa die letzten beiden Stockwerke) deutlich schlanker werden müssen. Nun sieht er aus wie ein grober Klotz.


    Ich gehe jedenfalls davon aus , dass das Projekt so kommen wird wie im oberen Bild hier:

    https://www.saechsische.de/wie…ehen-koennte-3840896.html


    Im Bild darunter, ein Gegenentwurf (könnte fast einer von uns sein so scheint es) der um Welten besser ist, mit etwas Fassadengliederung , vor allem aber eine enorm verbesserte Dachgestaltung. Leider aber wird dieser Gegenentwurf sicherlich nicht kommen, sondern der Klotz.


    Ich kapiere beim besten Willen nicht, dass bei Architekten fast nur unsensible Menschen am Werke sind.......wenn dieser Klotz Ausdruck von "Sensibilität" sein soll, dann heisse ich Meyer.

    Auffällig ist, dass sowohl Stadt als auch Architekten das Wichtigste nie zeigen:
    Nämlich wie das Gebäude überhaupt aussehen soll?


    Wenn es 2021 fertig werden soll, und wir bereits 2020 haben, denke ich mal, wird es höchste Zeit für die Entwürfe?

    Ich find das Blobel-Haus klasse. Verstehe gar nicht die Aufregung, die es darum gegeben hatte.

    Hatte das glaube ich sogar schon mal hier erwähnt.



    (Ich sah schon schlimmere Gebäude....! Vielleicht ist einigen übereifrigen Kritikern nicht klar, was für Scheusslichkeiten Modernisten auf Lager haben - und die konnten ja kaum abwarten, dieses wunderbare Areal zu verhunzen, mit aller Macht).


    PS - gerade die zwei Damen an der Fassade sind doch wunderschön.

    PS:

    Herr Exilwiener, freut mich ja dass mein Beitrag über die Landhausstrasse gar heitere Stimmung erregt bei Ihnen. :wink: Aber darf ich fragen, worin denn der Witz besteht? Mir war das durchaus ernst - ich fand es tatsächlich beeindruckend, durch diese Strasse einmal hindurchgelaufen zu sein als sie noch gar keine war bzw. nicht mehr (ca. 2003), und sie heute zu sehen. Einfach traumhaft! <3:love::harfe:

    Bezüglich Blobel-Haus:
    Ich verstehe ehrlich gesagt die ganze Aufregung der letzten Jahre über dieses Gebäude gar nicht. Sieht doch klasse aus? Also mir gefällt's,


    Was sagt denn die GHND , also z.B. Torsten Kulke oder Dr. Hertzig dazu?

    Gut, falls die GHND sagt es sei falsch oder unpassend oder was auch immer würde ich das ernst nehmen. Aber rein von der Optik sah ich in Dresden - grade in Dresden! - schlimmeres.....