Posts by Löbenichter

    So nach langer Zeit geht es nun in meiner Heimatgalerie weiter. Beim anschliessenden Rundgang werde ich immer wieder alte Aufnahmen zeigen und näher erläutern. Also dann, beginnen wir mit einer alten Ansicht von Luzern um 1930:



    Wir sehen ein prächtiges Panorama von Luzern. Leider habe ich kein aktuelles Foto, weil das sehr interessant wäre und zwar aus folgendem Grund: Alles was wir im unteren linken Bildrand sehen, existiert nicht mehr. Es handelt sich um die Sr. Jakobs Vorstadt, einem ärmeren Stadtteil, der Anfang der 50er Jahre weggeräumt wurde. Dieser Stadtteil war geprägt von engen Hinterhöfen und vom Militär, das dort die Reitkaserne unterhielt. Die letzten Reste wurden Anfang der 70er Jahre abgerissen, um die Autobahnausfahrt direkt ins Stadtzentrum leiten zu können. Eigentlich ein unfassbarer Hergang. Als letztes möchte ich noch auf das Schiff im Fluss kommen: Es handelt sich um den Fachwerkdampfer "Mississippi" der als städtische Badeanstalt diente und 1971 abgetragen wurde.



    Wir beginnen unseren Rundgang in der Neustadt. Hier am Franziskanerplatz.



    Burgerstrasse. Hier befand sich bis 1864 das Burgertor.






    Krienbachplatz. Unterirdisch fliesst der Krienbach, 1898 zugedeckt.




    Suidertsche Apoteheke. Um 1900 neogotisch umgestaltet.




    Rosengässlein





    Wir schauen auf die Altstadtseite mit malerischen Häusern und rechts die Reussbrücke. Aber Achtung! Das "Fachwerkhaus" ist kein Fachwerkhaus. Bis 1959 war es eines, dann wurde es von den neuen Besitzern abgerissen und dieser Betonbau hingesetzt. Das Fachwerk ist nur ein Fake. Ursprünglich wollten die Besitzer einen 20 m hohen Betonklotz an dieser Stelle bauen. Dagegen haben 20 000 Luzerner erfolgreich protestiert, mit Erfolg. Notabene in der Nachkriegszeit...



    Pfyffersches Haus auf der Neustadtseite.










    Das Haus stammt aus dem Mittelalter. Die Malereien von der Jahrhundertwende.





    Auf dem Weinmarkt, früher auch Fischmarkt, dem mittelalterlichen Herz Luzerns mit prachtvollen Bürgerhäusern und der schönste Platz der Stadt.






    Meiner Meinung nach das schönste Bürgerhaus in der Altstadt. Hier stimmt einfach alles.




    Neubau am Falkenplatz. Kurze Geschichte: Bis 1898 stand hier eine Brauerei, dann bis 1969 ein Gründerzeitler und bis vor 2 Jahren ein hässlicher 60er Jahre Klotz.



    Jugendstilkaufhaus



    50er Jahre. Hat aber etwas



    Gübelin-Passage, um die Jahrhundertwende erbaut am Grendel.

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    Aber irgendwie ist dieses Dresden auch schon wieder vergangen, wofür man beim Anblick der Fotos durchaus dankbar sein darf! Dennoch überraschen die Stimmungen, die einerseits tief melancholisch ist und auf der der anderen Seite, zumindest bei mir und im Falle des Bildes vom Pirnaischen Platz, einen gewissen Optimismus spüren lässt.


    Genau das habe ich auch gedacht, als ich die Bilder angeschaut habe. Vor allem dieses Bild hier:



    Quelle: TourDresden – Der Online-Reiseführer für Dresden. Dresden 1968


    Wenn ich es mir anschaue, dann sehe ich Vergangenheit und Zukunft. Vergangenheit durch die alten Strassenbahnen, Zukunft durch die neuen Häuser. Haltet mich für verrückt, aber das Bild hat etwas. Noch eine Frage zu diesen Strassenbahnen, wenn ich mir alte Aufnahmen ansehe von Berlin, München, Breslau usw. dann sahen die Strassenbahnen im ganzen Reich gleich aus. Gibt es noch eine Stadt in der solche Strassenbahnen fahren ?

    Das sind doch tolle Nachrichten aus Pirna! So stellt man sich Stadtumbau vor. Pirna ist für mich längst kein Geheimtipp mehr und einen Ausflug unbedingt wert.


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    Der Pirnaer Bahnhof ist fertig saniert. Er hat seine gründerzeitliche Erscheinung mit dem Lichthof wieder, was den Bahnhof nun angenehm aufhellt.


    Das freut mich ganz besonders. Hast du vielleicht Fotos davon ?

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    Meine Familie hat dort 150 Jahre gelebt.


    Ich hoffe fest, dass du deiner Wurzeln bewusst bist. Ich weiss zwar nicht inwiefern du dich als Ostpreusse fühlst, aber wenn man sich dessen bewusst ist, dann lässt das keinen los. Wenn du Kinder hast, dann würde ich ihnen das vermitteln und sagen: "Wir leben zwar hier, aber unsere Wurzeln sind im Osten". Also ich wäre stolz, wenn ich aus dem deutschen Osten kommen würde.

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    Schwierig finde ich Hafenstädte wie Bremen, Lübeck, Rostock, Stettin, Kiel einzuordnen, oder die Ruhr Städte


    Diese Städte die du auflistest sind ja bekanntlich alles Hansestädte (auch die Ruhrstädte). Städte wie Stettin, Elbing, Riga oder Stockholm sind vom Wasser aus gesehen alle etwa gleich und waren vom Turm der Stadtkirchen geprägt und am Ufer mit gründerzeitlicher Architektur bebaut. Wenn ich mich nicht täusche hatten die Bremer Bürgerhäuser in der Regel 2-3 Stockwerke. Kiel ist nur wegen seines Hafens von Bedeutung und hat kaum noch interessante Architektur.
    Rostock ist für mich ein Geheimtipp, aber dort sollte man endlich mal die Nordseite des Neuen Marktes rekonstruieren. Über Lübeck muss man nicht viel sagen, wir wissen um ihre Bedeutung und Ausstrahlung trotz Palmsonntag 1941. Stettin befindet sich zwischen Stuhl und Bank und ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Und schliesslich die Ruhrstädte: Dortmund hatte bis zum Krieg eine reizvolle Altstadt, aber das alte Dortmund ging schon in der Industrialisierungszeit unter. Heutzutage verweisen nur noch die Stadtkirchen an die Bedeutung der alten westfälischen Hansestadt.

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    Ein Gebäude wie das Kornhaus hätte natürlich rekonstruiert gehört.


    Absolut, Bremen könnte durch ein bisschen Engagement so viel gewinnen. Die Rekonstruktion des Gebäudes Norddeutscher Lloyd, das Kornhaus usw. könnte für Bremen langfristig ein Gewinn sein. Leider merkt das keiner in der Stadtverwaltung.

    Vielen Dank für die Bilder aus der herrlichen Residenzstadt Greiz. Das ist doch das, was dieses Forum ausmacht: Es kommen Bilder aus Orten, von denen man sich nicht viel vorstellen kann, einfach fantastisch. Man spürt es wirklich, in diesem Forum sind alle mit Herzblut dabei und wollen nur das Beste für Deutschlands Städte. Ach wenn wir nur mehr Einfluss hätten... :)

    Auf Templin habe ich lange gewartet, nicht umsonst wird es als Perle der Uckermark bezeichnet. Die 66% sind in den Bildern nicht ersichtlich, was natürlich hervorragend ist. Aber wie schon erwähnt liegt es ganz schön weit weg. Die Uckermark hat enormes touristisches Potenzial, was man unbedingt ausnützen sollte. Es kann der Region nur gut tun.

    Dieser Thread liegt mir sehr am Herzen, weil das mein grösster Rekowunsch ist und diese grossartige Kirche im Gedächtnis bleiben sollte. Es ist eine Schande, dass die bedeutendste Kirche Bremens neben dem Dom, nicht wiederaufgebaut wurde. Ich möchte hier selbstverständlich nicht für jeden Rekowunsch einen eigenen Thread öffnen, das hier bleibt einzig und allein der Einzige. Aber es ist schon erstaunlich und traurig wie die Kirche aus den Köpfen der Bremer verschwunden ist. Ich hoffe ganz fest, dass sich ein Verein bildet der den Wiederaufbau anstrebt.
    Ich bin zu weit weg um in irgendeiner Form zu helfen, deswegen appelliere ich an alle Bremer Forumsmitglieder,versucht einen Förderverein zu gründen, ich bin überzeugt, wenn das mal ins Rollen kommt dann kann etwas daraus werden, trotz leerer Stadtkassen. Wenn das in Magdeburg mit St. Ulrich möglich ist, dann ist das doch auch mit St. Ansgarii wohl möglich. Der Wille versetzt bekanntlich Berge. Ich sehe diesen Thread auch als eine Art Kondolenzbuch, über rege Einträge und eigene Inputs würde ich mich sehr freuen. Hier ein paar Impressionen dieser wunderschönen Kirche:




    Stolz überragt St. Ansgarii die mittelalterliche Hansestadt.






    St. Ansgarii wird wiederauferstehen, ich weiss es.

    So ich begehe jetzt einen Tabubruch und will mal auch die Nachkriegsbauten ehren, die eine Bereicherung sind. Ich meine damit nicht Trabantenstädte, sondern z.B die Neue Nationalgalerie. Mein Ziel in diesem Thread ist es, die besten / interessantesten Nachkriegsbauten hier zu versammeln. Ich fange mit meinen Favoriten an:



    http://i51.tinypic.com/2ngvk7r.jpg


    Die neue Nationalgalerie in Berlin ist meiner Meinung nach einer der besten Nachkriegsbauten überhaupt. Zeitlos modern wie ich finde.



    http://i52.tinypic.com/2i9mk5t.jpg


    Karl-Marx Allee in Berlin. Ein früher Höhepunkt sowjetdeutscher Architektur und zurecht unter Denkmalschutz.



    http://i53.tinypic.com/1yu35l.jpg


    Stuttgarter Fernsehturm. Die Mutter aller Fernsehtürme.



    http://i53.tinypic.com/29c9ca0.jpg


    Trotz aller Kritik zählt auch der Prinzipalmarkt in Münster für mich zu den besten Errungenschaften der Nachkriegsarchitektur.

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    Bad Säckingen


    Könnte man sich eigentlich sparen, wäre das Münster nicht dort. Der Ort hat mich doch arg enttäuscht weil es eine Altstadt in diesem Sinne nicht gibt. Ich empfehle dir Waldshut-Tiengen, eine der schönsten Städte im Oberrheingebiet überhaupt !

    Farbfotos vom alten Danzig. Einfach geniessen und die architektonische Pracht auf sich wirken lassen.



    Langes Tor



    Partie an der Mottlau





    Der arme Mann ahnte noch nicht, dass er seine geliebte Heimatstadt wenige Jahre später verlassen musste.



    Krantor






    Prachtvolles Haus.





    St. Marien schaut in die Langgasse.



    Herbst in Danzig.




    St. Marien



    Schöner Eingang. Vielleicht hat jemand ein aktuelles Bild ?




    St. Katharinen




    Wunderbar. Keine Autos dafür Pferde, eine enge Gasse und die Kirche.



    Zum Abschluss ein schönes Zitat aus einem Heimatbuch:


    Unvergessene alte Stadt zwischen Waterkant, Werderland und Höhenrand, du wunderbare ,,Kron' in Preussen'' und unser nordisches Venedig,- wir grüssen dich aus unserer Zerstreuung in alle Welt, deine Söhne und Töchter, deine Freunde und Verehrer. Dein einzigschönes Bild bewahren wir in unserem Herzen. Gott segne dich und uns!


    Quelle: Bildindex.de

    Ich habe beim ,,aufräumen'' meiner Bildergalerie alte Fotos von Neubrandenburg entdeckt. Ich stelle sie mal hier rein.
    Ja das muss mal eine schöne Stadt gewesen sein.






    Kinder vor dem Rathaus



    Das schöne Rathaus. Hoffentlich wird es wiederaufgebaut.



    Luftansicht. Ich habe noch viele Bilder z.B von Alt-Danzig.

    Im Sommer war ich in Katalonien an der Costa Dorada und habe in Verbindung mit meinen Badeferien einen Tagesausflug nach Barcelona gemacht. Mir ist auch klar, dass es für diese faszinierende Stadt mehr als 1 Woche Zeit braucht. Barcelona hat mich gleich in seinen Bann gezogen, den katalanischen Jugendstil finde ich wirklich den Wahnsinn. Hier ein paar Eindrücke aus Kataloniens Metropole:



    Im Parc Güell



    Panorama mit hässlichen Häusern im Vordergrund.





    An manchen Stellen in der Stadt gibt es zwiespältige Eindrücke






    Sagrada Familia. Dafür braucht es keine Worte.





    Seitengasse bei der Kirche




    Im Barri Gotic. Es war ein Genuss durch dieses Viertel zu schlendern.



    Seltsames Haus vor der Kathedrale. Erinnert mich an das Kolumba Museum in Köln.



    Und unendliche Touristenströme.





    Mein Lieblingsbild. Hat etwas Mystisches.



    Das schöne Rathaus



    Seufzerbrücke




    Auf der Rambla



    Plaça Catalunya



    Bankgebäude






    Altbau neben Neubau



    Kunstmuseum. Was für eine Wucht. Man könnte sagen der Bruder des Reichsgerichts in Leipzig.




    Weils so schön ist, noch einmal.



    So das war's

    Wirklich überragend gemacht. Also wirklich ein Querschnitt durch ganz Lübeck und immer sehr ausführlich beschrieben. Vielen Dank noch einmal. Ich finde es sehr schade, dass ausgerechnet am Rathausplatz und in seiner unmittelbaren Umgebung einige sehr triste Bauten stehen, diesen Missstand sollte man unbedingt beheben.