Posts by Löbenichter

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Im unterfränkischen Aub bahnt sich eine sehr positive Sache an. Eine Berliner Familie möchte das stark sanierungsbedürftige Gebäude am Marktplatz 19 erwerben und es sanieren. Dabei handelt es sich um ein grossartiges Renaissancegebäude (datiert auf 1616, im Kern gotisch) von höchstem denkmalpflegerischem Wert. Allgemein scheint mir die Auber Altstadt einen sehr interessanten und intakten Eindruck zu machen, auch wenn viele Häuser eine Sanierung bräuchten.


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    Bürgermeister Melber begrüßte, dass „das Haus wieder aufgeweckt wird“ und sagte den Bauwerbern die volle Unterstützung der Stadt Aub zu. Ratsmitglied Roman Menth sah die Aufgabe der Stadt Aub darin, das Projekt zu unterstützen und zu begleiten. „Vielleicht ergibt sich daraus ja, dass noch mehr Interessenten kommen, sanierungsbedürftige Häuser gibt es in Aub ja genug“ hofft er.


    Eine spektakuläre Sanierung steht in Aussicht



    Aub, Marktplatz 19 20170716 001 Tilman2007 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons



    Aub, Marktplatz 19-002 Tilman2007 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons


    London gönnt sich ein neues, turmartiges Konzerthaus, das "Centre for Music". Kostenpunkt: beinahe 400 Mio. £


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    Geplant sind für das London Symphony Orchestra eine Konzerthalle mit 2.000 Plätzen sowie Probe- und Ausbildungsräume für die Guildhall School. „Wir möchten das urbane Potenzial des Standortes an der Südspitze des Barbican erschließen, indem wir den Kreisverkehr in einen öffentlichen Raum umwidmen und diesen nahtlos mit dem Foyer verbinden. Letzteres soll für alle – mit oder ohne Eintrittskarte – Tag und Nacht offen stehen und Einblicke ins Innere ermöglichen“, sagte Elisabeth Diller anlässlich der Planvorstellung.


    Musik im Turm - Konzerthausentwurf von Diller Scofidio + Renfro in London vorgestellt

    @Stuegert


    Die Liederhalle empfinde ich auch als eine der besten Bauten, welche in der alten Bundesrepublik verwirklicht wurden. Die andere Stuttgarter Nachkriegsikone, den Fernsehturm von 1956, hast du noch vergessen. Er ist für mich aufgrund seiner Filigranität und Eleganz der schönste seiner Art. Das komplette Gegenteil dagegen ist der Kölner Fernsehturm, welcher m.E. sehr klobig und plump daherkommt. Er fügt sich somit nahtlos in das inferiore Kölner Stadtbild mit ein.


    Fernsehturm Stuttgart and Full Moon Summer 2013 08 Julian Herzog [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], von Wikimedia Commons



    Colonius und Telekom-Hochhaus Innere Kanalstraße Köln-0049© Raimond Spekking /

    Wie Kirchenbau 2.0 aussieht kann man anhand des Neubaus der Neuapostolischen Gemeinde in Überlingen sehen. Steriler gehts nicht.


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    Die lichte Atmosphäre des Saals wird durch seine minimalistische Ausgestaltung mit schlichten Bänken aus Ahornholz und durch die schmucklosen, mit weißem Lehm verputzten Wände verstärkt. Generell zeichnen sich Neuapostolische Kirchen entsprechend ihrer Liturgie durch die Abwesenheit von Bildern und Statuen aus, ebenso haben sie in der Regel keine Glockentürme.


    Im Gegensatz zum strahlenden, schon überirdischen Charakter der Innenräume sorgt die dunkle Verkleidung der Fassade aus anthrazitfarbenen Zementschindeln für eine „Erdung“ des Bauwerks und soll zudem einen deutlichen Kontrast zur angrenzenden Wohnbebauung herstellen.


    Himmelwärts in Überlingen - Neuapostolische Kirche von Reichel Schlaier Architekten

    Einer der architektonisch wertvollsten Gründerzeitbauten Frankenbergs, in der Parkstr. 1 gelegen und Ende des 19. Jhts. erbaut, wird für rund 3,5 Mio. € saniert und bekommt im Zuge dessen wieder seine Verzierungen. :applaus:


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    Baubeginn ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte; die Arbeiten dürften sich bis zum Sommer 2020 hinziehen. Da das Gebäude in sehr schlechtem Zustand ist, muss es entkernt werden. "Die Außenfassaden werden erhalten und bekommen ihre ursprünglichen Verzierungen", berichtet der Geschäftsführer. In der Vergangenheit wurden diese teilweise abgeschlagen. Nun sollen sie erneuert und vervollständigt werden.


    Ein Detail des Hauses sticht aber besonders hervor: der hölzerne Wintergarten mit den bunten Glasscheiben. "Auch der bleibt erhalten und wird saniert", betont der Geschäftsführer. Alle Arbeiten seien mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt.


    Für das alte Gebäude würde damit ein neuer Abschnitt in einer wechselvollen Geschichte beginnen. Einst war es als gründerzeitliches Wohnhaus errichtet worden. Laut Schwarz enthielt es aber schon in der Entstehungszeit einen Fabrikbereich im Erdgeschoss, der als Lager für Tuche und Garne sowie als Schneidstube und Kontor genutzt wurde. Später war im Haus ein Zollamt untergebracht. Und in den 1950er-Jahren war eine Arztpraxis ansässig.


    Gründerzeithaus erhält Frischzellenkur

    Im hessischen Gladenbach wird das neogotische Gebäude (erbaut 1906/07) des ehem. königlichen Amtsgerichts saniert.


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    Das steinerne Haus, das unter Denkmalschutz steht, wird von der Gade-Gruppe aus Großseelheim saniert. Dabei wird wert darauf gelegt, dass die hohen Räume und die historischen Details erhalten bleiben. Insgesamt sollen in dem als „Einzelkulturdenkmal“ eingestuften Gebäude auf drei Etagen acht Wohnungen entstehen. Die Wohnungen sind zwischen 60 und 95 Quadratmeter groß.


    Die Außenfassade, die ebenfalls unter Denkmalschutz steht, bleibt in seiner ursprünglichen Art erhalten. Die Fassade wird allerdings gereinigt und erhält einen neuen Anstrich. Auch die Doppelfenster stehen unter Denkmalschutz und werden erhalten bleiben – ebenfalls mit einem neuen Anstrich.


    „Königliches Amtsgericht“ wird saniert



    Königliches Amtsgericht Gladenbach (2)Hydro [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

    In Dachaus Altstadt bewegt sich momentan einiges oder wird bald angestossen. Im beigefügten Artikel werden 7 Bauprojekte näher erläutert. Besonders interessant ist, dass der Hörhammerbräu durch die anstehende Sanierung wieder das Erscheinungsbild von 1780 bekommen soll und das ruinöse Rössler-Anwesen in der Pfarrstr. 11 nach Vorgaben des Denkmalschutzes rekonstruiert werden muss.


    Die Altstadt, eine einzige Baustelle


    Dachau, DAH - Konrad-Adenauer-Str Nr 12 Gh Hörhammer v WFlodur63 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons


    Gasthof Hörhammerbräu

    Zur Bürgerinitiative "Historische Mitte Gießen" ein heutiger Artikel aus dem Gießener Anzeiger.


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    Das alte Rathaus am Marktplatz wieder aufbauen, die ehemalige Universitätsbibliothek oder das Kollegiengebäude der Uni am Brandplatz auferstehen lassen. Die Liste der Vorschläge, die Jan-Patrick Wismar und Peter Eschke für den Wiederaufbau des alten Gießens gemacht haben, ist lang. Der Anzeiger hatte diese Anregungen in der vierteiligen Serie "Zurück ins alte Gießen?" Ende des letzten Jahres aufgegriffen. Doch damit ist die Arbeit der beiden Vorstände der Bürgerinitiative "Rettet die Alte Post" nicht beendet. Zusammen mit Regina Mil haben sie jetzt die Gruppe "Historische Mitte Gießen (HMG)" ins Leben gerufen. "Leuten, die sich mit dem Thema befassen wollen, bieten wir eine Plattform", erklärt Eschke im Gespräch mit dieser Zeitung.


    Neues Leben für das alte Gießen?

    Eine sehr gute Meldung aus Bingen: Das stark baufällige spätbarocke Palais am Fruchtmarkt wird ab Frühling saniert, wobei auch dann die hässlichen Garagenanbauten abgerissen werden.


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    Der Plan ist, das Barockgebäude freizustellen, um so auch städtebaulich seine Wirkung zu heben. Bereits im Frühjahr hatte Dirk Gemünden erläutert, dass die Planungen zur Sanierung aufwendig seien. Die Denkmalpflege redet mit und die Experten von WHU müssen sozusagen erst einmal ein Gefühl für das Anwesen und seine Geschichte entwickeln, damit angemessen erneuert werden kann.


    Struthsches Haus am Binger Fruchtmarkt wird saniert



    Bingen Badergasse 2 Wohnhaus 002Aidexxx [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

    In Straubing sollen zwei marode Altstadtgebäude saniert werden: Zum einen ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert in der Albrechtsgasse 35 und ein Bürgerhaus am Platzl aus der gleichen Bauperiode. Dazu wurde vor kurzem die umfassende Sanierung des Gebäudes des Straubinger Tagblatts von 1928 abgeschlossen. (Bezahlschranke)


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    Das Dach und die Fassade des 1928 gebauten Haupthauses des Straubinger Tagblatts sei vorbildlich saniert worden, schwärmte Rothamer. Die Dacheindeckung musste erneuert werden, alle Blechverkleidungen wurden überprüft, die Fassade gereinigt, die Kastenfenster mit ihren Holzrollläden aus der Bauzeit saniert und die Schaufenster im Erdgeschoss nach einer alten Zeichnung in den ursprünglichen Bauplänen neu gestaltet.


    Tagblatt-Gebäude vorbildlich saniert


    Albrechtsgasse 35, Straubing 5
    UHolz [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons


    Albrechtsgasse 35



    Wohnhaus, Am Platzl 15, Straubing
    Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

    Am Platzl 13/15



    Geschäftshaus Straubinger Tagblatt, Ludwigsplatz 32
    Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], from Wikimedia Commons

    Ludwigsplatz 32 (Straubinger Tagblatt)

    In Heidenheim wird in der Hinteren Gasse 8 das denkmalgeschützte Gebäude von 1582 saniert und danach wieder als Café dienen.


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    In der Hinteren Gasse 8 soll wieder ein Café eröffnen, noch ist Wahl auf der Suche nach einem Pächter. Er sei mit mehreren Interessenten im Gespräch, so der Hausbesitzer. Zunächst aber stehe eine umfassende Renovierung des Gebäudes an, das 1582 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht. Es sei früher das Messnerhaus der Michaelskirche gewesen. „Im Erdgeschoss, wo sich das Café befindet, war der Stall, darüber die Wohnung des Messners“, berichtet Edwin Wahl. Der Zeitplan für die Sanierung hängt wesentlich vom Amt für Denkmalschutz ab: „Zunächst kommt eine Restauratorin und schaut sich die Fassade an“, sagt Wahl, danach werde ein Konzept für die Restaurierung erstellt. Neben der Fassade und dem Dach muss auch der Innenbereich umfassend umgebaut werden.


    Mit dem Café Melange soll es weitergehen

    Vor zwei Wochen wurde in der Innenstadt Helsinkis gegenüber dem finnischen Parlament der 100 Mio. € teure Neubau der Zentralbibliothek feierlich eröffnet, welches mannigfaltigen Funktionen dient. Mir gefällt diese Form der Moderne, auch das Innere finde ich sehr gelungen.


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    In dem ambitionierten Neubau manifestieren sich die Forderungen des neuen finnischen Bibliotheksgesetzes, das im letzten Jahr verabschiedet wurde, das „lebenslanges Lernen, bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und freie Meinungsäußerung“ beinhaltet. Und weder Bauherren noch Architekten versäumen es, in ihrer Mitteilung zum Neubau groß darauf hinzuweisen, dass all dies direkt gegenüber dem finnischen Parlament stattfindet – also in einer geradezu symbolischen Gegenüberstellung von Politik und Öffentlichkeit.


    Ode an die Zivilgesellschaft - Zentralbibliothek in Helsinki von ALA Architects

    Im Neukieritzscher Ortsteil Lobstädt saniert eine Leipziger Familie eine Jugendstilvilla ("Ziegelei-Villa") von 1900. Dabei legen sie grossen Wert auf eine authentische Sanierung mit Fokus auf den Originalzustand.


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    Den neuen Eigentümern ist es wichtig, „die historische Kubatur und Farbgestaltung entsprechend der baugeschichtlichen Bedeutung des Gebäudes zu restaurieren“, sagen sie selbst. So wurde die stattliche Turmspitze anhand alter Fotos restauriert und die Kunstschmiede-Brüstung des Daches restauriert.


    Leipziger sanieren alte Lobstädter Ziegelei-Villa

    Ein ungewöhnlicher, bemerkenswerter Bau wurde letztes Jahr in der uckermärkischen Provinz vollendet. Die russisch-orthodoxe St. Georgs Klosterkirche, dessen Kloster mit finanzieller Hilfe aus Russland 2007 gegründet wurde.


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    Der Kirchenbau befindet sich seitlich im vorderen Teil des Grundstückes und wird damit zum neuen, sinnstiftenden Blickfang der Anlage. Er ist trotz russisch-byzantinischer Bautradition mit Kuppel, runder Laterne und Zwiebelhaube von berührender Schlichtheit, wobei die Formen modifiziert und vereinfacht wurden.


    Die Kirche setzt keinen Kontrast zu den Nachbargebäuden, sondern fügt sich ohne große Gesten in die Anlage ein. Der minimale Einsatz an Details setzt Akzente an der Fassade. Ziegelsteine in heller Palette leicht unterschiedlicher Tönung wurden geschlemmt, wodurch je nach Lichteinfall ein silberner oder goldener Schimmer zu entstehen scheint. Auch die hellgrauen Holzschindeln der Dachdeckung wirken im Sonnenlicht leicht metallisch. Die gebogenen schmalen Traufgesimse aus Holz unterstreichen die Rundungen der Apsiden


    Russisches Kloster St. Georg, Götschendorf in Brandenburg



    Goetschendorf 05 18 33 jiw
    Uckermaerker [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

    Wieder so ein Neubau von welchem man sich entsetzt abwendet: Dieses mal geht es um den Beton-Erweiterungsbau des Tobias Mayer Museums mitten im historischen Altstadtkern Marbachs. Ich erspare mir einen Kommentar, sie werden es sowieso nie lernen.


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    Die Architekten betonen mit ihrer Kubatur die Ecklage des Grundstücks, was in einem eher aufstrebenden Charakter zum Ausdruck kommt. Archäologische Befunde laut denen hier schon früher ein turmartiges Gebäude stand, dienten als Inspiration. In ihren Grundzügen ist die Architektur monolithisch, aber eine gewisse Kleinteiligkeit in der Ausgestaltung sorgt mit Blick auf die Umgebung für die richtige Balance. Dazu gehören die sechseckigen Fenster im Obergeschoss, die sich auf die Farbenlehre Mayers beziehen.


    Turmartig mit modernem Gewölbe Museum in Marbach von Webler + Geissler und Knappe Innenarchitekten