Posts by Löbenichter

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Es lässt sich leider nicht leugnen, dass durch das APH ein kilometertiefer Graben geht, wo der Colorado River locker durchfliessen könnte. Wir haben nun mal eine tiefe Spaltung in den westlichen Gesellschaften, egal ob Deutschland, UK oder besonders in den USA. Und es ist klar, dass auch in Diskussionsforen dieser Graben besteht. Auf der einen Seite der links-grüne Block der das Hohelied des Multikulturalismus und der unbegrenzten Migration singt und mit der Politischen Korrektheit (in den Medien, an Universitäten und in der Politik) Gegner versucht mundtot zu machen und "Normalos" auf den Wecker geht (Mohrendebatte, Eskimoeis, Gendersprache etc.). Auf der anderen Seite eine patriotische Ansammlung, welche sich um das Wohlergehen und Schicksal Deutschlands sorgt und die Schleifung seiner Identität befürchtet. Eine unüberbrückbare Differenz.


    In dieser Konstellation tut es mir um das Moderatorenteam extrem leid, welches diesen Spagat immer wieder schaffen muss und diverse Brandherde in den Strangs löschen muss. Die Kardinalfrage ist doch: Wie weiter? Hierzu wäre ein Diskussionsstrang notwendig "Die Zukunft des APH".

    welchen Schaden diese Männer Deutschland und Europa zugefügt haben


    Sorry, aber das ist Quatsch. Ohne Bismarck würdest du immer noch in kleinen Ministaaten leben, wie im Herzogtum Schaumburg-Lippe oder Sachsen-Coburg-Gotha. Mit Zollschranken alle 10 km und x Währungen. Bismarck war ein Glücksfall für die deutsche Geschichte, einer der penibel auf das Gleichgewicht der europäischen Grossmächte achtete. Was seine Nachfolger verbockt haben, dafür kann er nichts. Politiker seines Formats fehlen heutzutage schmerzlich.

    Solange man keine Details weiß, braucht man noch nicht den "Untergang des Abendlandes" zu prophezeien.


    Nein das nicht, aber: Die Türkei tut sich enorm schwer mit ihrem reichen christlichen Erbe in Kleinasien umzugehen. Das zeigt v.a. der Umgang mit armenischen Klöstern in Anatolien, deren Sanierung teilweise jahrzehntelang verschleppt wurde und wird. Vom ehem. Bundespräsidenten Wulff halte ich nichts, aber einen Satz, den er im türkischen Parlament sagte: "Das Christentum gehört zur Türkei".

    Hier haben wir es aber mit keiner natürlichen Veränderung der Sprache zu tun. "Gender"sprache ist ein Konstrukt des linken feministischen Diskurses an Universitäten seit den 70ern. Diese Ideologen wollen es der Mehrheitsgesellschaft aufoktroyieren. Wenn ich Begriffe wie "Mitarbeitende", "Studierende" oder "Bürger*innen" sehe, schüttelt es mich. Jedem dem die deutsche Sprache am Herzen liegt kann diese Entwicklung nur mit Abscheu beobachten. Zum Glück gibt es hier im APH meines Wissens niemanden der diese Verrücktheit auch schriftlich adaptiert.

    Wir sind am Kaiser-Friedrich-Ufer... ich meine natürlich Konrad-Adenauer-Ufer angekommen und schauen in Richtung Zentrum:


    Köln Rundgang im Norden der Innenstadt


    Das ist die grosse Krux an Köln. Solche Waschbetonhochhäuser in Sichtweite zum Dom oder ganz zu schweigen vom fürchterlichen WDR Hochhaus (in meinen Augen eine der schlimmsten Bausünden bundesweit). Gewiss haben viele Städte solche Gebäude, aber in Wohnquartieren fernab des Zentrums, aber in Köln ist es quasi im Herzen der Stadt. Und was auch auffällt: Viele Kölner Bausünden haben eine unfreiwillige Skurrilität. Siehe den Bau um den Turm oder dieses dämliche Eis-Cornet am Neumarkt oder dieser pyramidenartige Wohnblock mitten im Martinsviertel. Wegen solcher Sachen sehe ich überhaupt keinen Grund Köln zu besuchen, Dom hin oder her.

    Weit hat es unsere Gesellschaft gebracht, wenn Denkmäler wie im Furor niedergerissen und beschädigt werden. Solche die das machen bzw. dazu aufstacheln stehen tief in der kommunistischen Tradition. Es werden Erinnerungen wach an die Oktoberrevolution oder die Kulturrevolution in China. Wie kleingeistig oder ideologisch verbohrt muss man sein um so etwas gutzuheissen. Das differenzierte Denken ist den Leuten völlig abhandengekommen. Natürlich goutiere ich das Handeln von Cecil Rhodes oder anderen Imperialisten nicht. Aber hier handelt es sich auch um bedeutende Kunstdenkmäler die unter Schutz stehen. Für mich ist das eine riesige Sauerei.


    Lewis Hamilton hat auf Twitter geschrieben dass weltweit alle Denkmäler die mit Sklaverei und Kolonialismus in Verbindung stehen entfernt werden sollten. Nach dieser Logik müsste man auch das Kolosseum abtragen, weil dort die bösen Römer auch Sklaven in den Ring schickten gegen die Löwen.

    Ein kurzer Blick in die Altstadt von Lauffen. Sie zieht sich einen schmalen Bergrücken hinauf, sehr eng, idyllisch und sehr malerisch:

    Du meine Güte was hat man diesen armen Fachwerkhäusern in der Nachkriegszeit angetan? Leider gibt es öfters solche Beispiele aus süddeutschen Kleinstädten. Man stelle sich vor wie schön diese nach einer denkmalgerechten Sanierung aussähen.

    Die schwarzen Giebelhäuser sind quasi die Zwillinge derer in Schömberg. Aber sag mal Ursus in Orten wie Kukus oder Königgrätz was hast du für deutsche Spuren gefunden? Alte Inschriften an Bürgerhäusern oder in Kirchen? Oder ist da nix mehr?


    Ps: Könnte der Name Kukus nicht etwas mit dem slawischen Wort für Mais zu tun haben? In vielen slawischen Sprachen nennt man Mais "Kukuruz".

    Lärkstaden sieht fantastisch aus. Das werde ich mir bei meinem Stockholm-Besuch auf jeden Fall anschauen. Es erinnert etwas an Beacon Hill in Boston. Das Viertel zeigt sehr gut die zeitlose Eleganz von Backstein. Die verschiedenen Proportionen der Häuser in Kombination mit den gewundenen Strassen und der Kirche als Dominante ist grossartig. Demzufolge waren die Abrisse in Stockholm nicht so schlimm?

    zahlreichen seichten James-Bond Filme


    Exilwiener, also bitte! :smile: Als bekennender Bond-Fan muss ich hier entschieden protestieren. Unter "seicht" verstehe ich punkto Filme etwas ganz anderes. Bond-Filme wie "Goldfinger" oder "Casino Royale" (das übrigens in Karlsbad steht) sind wirklich grossartige Filme, die zeitlos sind und mit exzellenten Schauspielerleistungen auftrumpfen.

    "Weltkultur" hat da nun wirklich stattgefunden: der Deutsche Idealismus (Tübingen, Jena, Heidelberg); Phänomenologie, Neukantianismus und Existentialphilosophie (Marburg, Heidelberg, Freiburg); die Blüte der modernen Mathematik und Physik in Göttingen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (Werner Heisenberg, Paul Dirac, Otto Hahn, Max von Laue, Max Born, Herrmann Minkowski, David Hilbert etc.).


    Das stimmt, ich möchte noch die Impulse in der Theologie anmerken, namentlich die "Tübinger Schule" oder in Freiburg u.a. Karl Rahner, einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts.

    Ach ja: Triest. Eine der schönsten Städte der Welt.


    Ich finde Triest ist halt in eine der spannendsten Ecken Europas eingebettet. Das Viereck Kärnten-Slowenien-Istrien-Friaul ist wo die romanische, slawische und germanische Welt aufeinandertreffen und sich vermischen. Und das schlägt sich auch in der Architektur nieder. Es gibt unzählige attraktive Städte wie Udine, Piran, Muggia, Skofja Loka (Bischoflack) oder Motovun. Ebenso beeindruckend die Karstlandschaft und das Flusstal des Isonzo. Und nicht zu vergessen die hervorragenden Tropfen welche an den Karsthängen reifen sowie Trüffel und Schinken. :smile:

    Cape Town Stadium, Kapstadt (68 000 Plätze) (Fussball, Rugby)


    Das wohl schönst gelegene Stadion der Welt befindet sich in Kapstadt. Unmittelbar am Meer gelegen, an der südlichen Spitze des afrikanischen Kontinents bietet es grossartige Fotomotive. Auch architektonisch äusserst gelungen.



    Cape town stadium aerial view 1

    Arne Müseler / http://www.arne-mueseler.com / CC BY-SA 3.0 DE (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)



    Table Mountain Cape Town 037

    PHParsons / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

    Mich persönlich hat Neapel ziemlich enttäuscht.An sich ist es zwar echt eine tolle Stadt,allerdings ist es nicht zu vergleichen mit anderen italienischen Städten. Es gibt zwar ein paar wunderbare Straßen in der Altsadt,aber viele Teile des Stadtkernes errinern doch eher an Vororte,als an eine viele hundert Jahre Jahre alte Stadt. Es kommt zudem noch hinzu, dass sehr viele der Gebäude in einem recht desolaten Zustand sind.


    Ein guter Kollege von mir ist Neapolitaner. Napoli ist für Aussenstehende schwer zu greifen und zu verstehen. Neapolitaner sein ist eine Haltung, eine Lebensform. Die Stadt ist nicht für Touristen gemacht, sie ist chaotisch, schmutzig und heruntergekommen. Mailand, Rom oder Turin sind weit weg und eine andere Welt. Nein, Napoli das ist das pure Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, wo gestritten, gefeiert und gelacht wird zwischen Vesuv, Maradona Reliquien und Pizza-Backstuben. Und deswegen einzigartig.

    Warum nahmst du keine Schweizer Stadt zum imaginären Vorbild? Eine südlich verwinkelte Altstadt findest du auch nicht in Deutschland.


    Einspruch euer Ehren. Bamberg empfand ich als sehr verwinkelt. Viele kleine Gassen und Gässchen, eine wunderschöne Stadt.


    Vergleiche sind immer schwierig aber ich glaube ein Vergleich mit Zürich ist möglich (Einwohnerzahl, Fläche). Und da muss ich sagen schneidet Graz schlechter ab. Zürichs Altstadt zwischen St. Peter und Hirschengraben ist sehr romantisch, mit vielen Windungen und Winkeln. So etwas gibt es in Graz schlicht nicht. Auch die (reformierten) Stadtkirchen Zürichs empfinde ich als architektonisch gelungener als die Grazer Pendants. Den von dir angesprochenen Dom fand ich sehr dürftig. Aber dafür steht mit der Heilig Geist Kirche eine der schönsten Gründerzeitkirchen Europas in Graz.

    Das ist für mich zunächst überraschend, weil ich von Graz jedesmal sogar überrascht war. Woher kommt das? Vorher zu viel APH-Galerie geschaut, Löbi?


    Ich habe noch einmal nachgedacht und mir kam eine Assoziation mit einem anderen Städtebesuch. Als ich Badeferien auf Mallorca machte habe ich natürlich auch Palma de Mallorca angeschaut. Eine sehr schöne, mediterrane, mittelalterliche Grossstadt. Rund um die gewaltige Kathedrale im Stil der katalanischen Gotik ein extrem dichtes, grosses, enges Gassengewirr. Eine wunderbare Atmosphäre zum Eintauchen. Und ich glaube ich habe die Vorstellung von Palma auf Graz als mitteleuropäisches Pendant projiziert. Ich habe von Graz ähnliches erwartet, natürlich in mitteleuropäischer Ausprägung. Aber das gab es nicht.


    Im Vergleich zur Altstadt von Palma war die Grazer Altstadt mickrig. Als ich vom Hauptplatz Richtung Sackstr. mit seinen wunderbaren Renaissancegebäuden lief und am Ende ankam war da plötzlich finito. Oder die grossartige Sporgasse hinauf zum Karmeliterplatz. Immer wurde es abrupt beendet. Das hat mich innerlich enttäuscht. Dieses Gefühl kam nur kurz auf bei der Bürgergasse hinunter und dann in die Seitengassen. Es soll aber die einzelnen grossen Bauwerke nicht schmälern wie das Landhaus, Rathaus, den Uhrturm, den Arkadenhof des Priesterseminars oder die Wendeltreppe im Gebäude der Landesregierung ebenso wie Schloss Eggenberg.


    Aber man hat es halt schnell gesehen und dann bin ich in den ÖBB-Regio gestiegen und nach Frohnleiten und Marburg (Drau) gefahren. Da wusste ich was mich erwartet. Nach Leoben und Bad Radkersburg hab ichs leider nicht mehr geschafft.


    - Budweis: Natürlich gut erhalten, aber der Altstadt fehlt etwas Großes. Es erscheint eher wie eine große Mittelstadt.


    Budweis ist doch knuffig, genau wie Pilsen. :smile: Sehr schöne Altstadt mit dem Samsonbrunnen und Glockenturm als Dominante. Hat mir sehr gut gefallen.



    Ich hab vorhin im anderen Strang Helsinki als spannendste Stadt Europas bezeichnet. Das absolute Gegenteil war für mich Dublin. Das war architektonisch so langweilig mit Ausnahme des Trinity College. Aber es hat eine tolle Gastro- und Kulturszene als Entschädigung.