Posts by Velbeder

    @Dame
    Leider habe ich gerade durch ein Telefonat mit der hiesigen Tageszeitung erfahren, dass die Villa dem Erdboden gleichgemacht wurde. Was für ein Frevel!!! :cursing:


    Nun zu meinem Thema:


    Die Vergangenheit bewahren heißt Zukunft schaffen


    Velbert gibt sich wieder modernistisch und zukunftsweisend!
    *Wer die Ironie findet, darf sie behalten* ;)


    Nachdem ja bereits für die Friedricharkaden 5 Gebäude alter Stadtgeschichte (Friedrichstraße 234-242) unwiederbringlich zerstört wurden, soll es nun leider das alte Schieferhaus im bergischen Baustil genau gegenüber treffen - eines der letzten seiner Art in Velbert-Mitte. Dazu sei erwähnt, dass Velbert im Krieg kaum Bausubstanz verloren hat, es ist hauptsächlich nach dem Krieg abgerissen und modernisiert worden.


    Es geht um dieses Gebäude:



    Entschuldigt bitte die miserable Qualität. Sobald ich ein besseres Bild in digitaler Form finde, tausche ich es aus.


    Hier der Zeitungsartikel aus der WAZ:
    Schieferhaus soll Mehrfamilienhaus weichen


    Und dies soll der neue "Prachtbau" werden:



    (Quelle: Bauakzente Uhlig GmbH)


    Ich habe mich bei dem Investor bereits telefonisch erkundigt und meinen Unmut geäußert, doch bin dort auf Granit gestoßen. Man sagte mir in etwa: "Es ist halt so...". Außerdem könne wohl mit ersten Aktionen bezüglich des Bauvorhabens sowieso frühestens im Herbst gerechnet werden.


    Nun erfuhr ich durch ein Telefongespräch mit der ansässigen Tageszeitung, dass der Bebauungsplan leider gestern im Ausschuss im beschleunigten Verfahren genehmigt wurde - es geht doch wieder nur um Geld und Profilierung! Aber so leicht werde ich nicht aufgeben! Deshalb suche ich Unterstützer, die mit mir für den Erhalt des traditionellen Schiefer-/Fachwerkhauses kämpfen, denn noch ist der Baubeginn. Gemeinsam können wir mehr erreichen als einzeln!
    Einige Ideen, wie z.B eine Online-Petition, Unterschriftenliste oder Mitstreiter in der Politik bzw. im Geschichtsverein suchen, habe ich bereits, doch natürlich bin ich auch offen für neue Ideen und Kooperationen.


    Wer reelles Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden - ich würde mich über zahlreiche Mitstreiter/innen freuen!


    Lott jonn,
    Velbeder

    Boah, ist die Stadthalle von Tallinn häßlich! Vor allem der ganze Beton! <X
    Die Römer haben doch gezeigt, dass man auch mit Beton schön bauen kann.
    Aber irgendwie ist es auch beruhigend zu wissen, dass es in anderen Ländern auch architektonische Fehlbauten gibt. In solch einem Fall kann man sich ja nur über einen Nachfolgebau freuen... ;)

    Das Markt-Zentrum war jahrelang ein Schandfleck in Velberts Innenstadt. Doch nun wird es (endlich) abgerissen und im Laufe des Jahres durch die "Stadt-Galerie" ersetzt.


    Impressionen vom Abriss


    StadtGalerie Velbert


    Meiner Meinung nach könnte man es zwar schöner bauen, es ist aber definitiv eine Aufwertung gegenüber dem alten Betonklotz! Schön finde ich auch den Bezug zur Schloß- und Beschlägeindustrie in Velbert, visualisiert durch die Schlüssel-Symbole.

    Genau so ist es, thommystyle hat absolut recht!! Wenn man so etwas im ländlichen Raum baut, wirkt das wohl eher wie von Neureichen, die kein Gefühl und kein Verständnis für die lokale Bautradition haben.
    Wagnerberger und Rechl dagegen haben offenbar verstanden, wie man bei uns baut. Keine Großstadt-Bauweise, die auf dem Land als Schnösel-Architektur wahrgenommen wird, sondern was Bodenständiges. Der Neubau in Amerang von Rechl ist ja wirklich spitzenmäßig!

    Ich gebe euch beiden definitiv recht, denn ich bin ein großer Freund von lokaler und regionaler Bauweise! Ich würde mich zum Beispiel sehr über einen Neubau im Bergischen Stil, also mit Fachwerk und Schiefer, in meiner Heimat freuen.


    Zu Wagnerberger und Rechl:
    Die Neubauten sind ja ein Traum! So stelle ich mir angepasste regionale Architektur vor. :thumbup:

    Der alte Bahnhof in Langenberg hat vor Kurzem einen neuen Anstrich erhalten!


    So sah der Bahnhof über viele Jahre aus:


    https://upload.wikimedia.org/w…Velbert_Langenberg_Bf.jpg


    Quelle:
    Wikipedia


    So präsentiert sich der Bahnhof der Öffentlichkeit erst seit kurzer Zeit:
    http://img.waz.de/img/archiv-d…q85/picture-122267911.jpg


    Quelle:
    Alter Bahnhof in Langenberg erstrahlt in neuem Glanz


    Ich hoffe, dass dies auch so bleibt und nicht irgendwelche Schmierfinken wieder alles voll mit unschönen Graffitis sprühen... :/



    Moderationshinweis (Zeno): Eingebundene Bilder wegen Urheberrecht durch Links ersetzt

    Die Sanierung des Schlosses Hardenberg ist eine tolle Sache, vor allem ist es nach der Restaurierung sicherlich ein toller Touristenmagnet und für den dortigen Mittelaltermarkt ein hübscher sowie atmosphärischer Hintergrund! :thumbup:


    Nun habe ich aber noch eine tolle Meldung aus Neviges gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte:


    Haus von 1650 vor dem Verfall gerettet!


    Endlich mal ein vernünftiger Architekt, der etwas von seinem Handwerk versteht.


    Mit folgender Aussage hat der Architekt eindeutig recht:
    „Lehm macht ein gutes Raumklima. Die alten Stoffe waren sowieso viel gesünder“, so der Architekt, „die unsinnige Wärmedämmung von heute ist der Asbest von morgen.“


    Ich würde mir für Velbert mehr solcher Projekte wünschen, vielleicht sogar den Neubau von Fachwerk- oder Bergischen Häusern! :thumbsup:

    Zwei aktuelle Meldungen aus Velbert, wo es lustig weitergeht mit dem Abrisswahn:


    http://www.derwesten.de/staedt…gert-aimp-id10497117.html


    Trotz des verlängerten Baustopps habe ich kein gutes Gefühl für die Zukunft des historisch wertvollen Gebäudes.


    http://www.lokalkompass.de/vel…s-ausgezogen-d531899.html


    Mehrere hundert Jahre alt!!! Es ist ja nur ein "altes, verfallenes Haus." Die Wertschätzung des Herren liegt irgendwo in der Ecke...
    Laut des Textes liegt das Fachwerkhaus am "Neandersteig", einem neu enstandenen Wanderweg. Würde sich da nicht eine kleine Gastronomie in historischem Ambiente gut machen?

    Im Radio hörte ich bereits heute Nachmittag diese Meldung, doch konnte es noch nicht so recht glauben. Im Folgenden nun der Beweis:


    http://www.derwesten.de/staedt…cht-gebaut-id8619866.html


    http://velbert.de/aktuelles/pr…ult.asp?details=1&id=8760


    Zum Glück ist dieses von Anfang an überdimensionierte Projekt mit seinen geplanten 20000 qm gescheitert! Wenn schon die Investoren die Wirtschaftlichkeit infrage stellen, ist es sicherlich besser so. Nicht auszudenken, wenn wir in Velbert einen weiteren großen Klotz (neben Heka und Hertie) leerstehend hätten. Vielleicht wachen die Stadtherren nun auf und setzen eher auf sanften Tourismus bzw. regionale Architektur! *träum*


    Gruß,
    Velbeder

    Tja, wahrscheinlich zählt nur noch der "wirtschaftliche" Gedanke - wobei ich eine Sanierung keinesfalls als unwirtschaftlich erachte, da man das Gebäude zu einem wahren Schmuckstück aufwerten könnte.
    Booni:
    Ich kenne zwar keinen Handwerker für solche Fälle persönlich, doch gibt es das Naturhaus Hetfeld in nicht weiter Entfernung. Dieses Bauhaus verkauft natürliche Produkte und hat sich auf Fachwerk und dergleichen spezialisiert. Die wären eigentlich der richtige Ansprechpartner dafür.
    Die 2 Millionen sind in meinen Augen eine zu hohe Summe - wahrscheinlich um extra abzuschrecken...
    Naja, auf dass in 20 Jahren wieder geheult und gejammert wird nach dem Motto "ach hätten wir mal das Haus erhalten"...Solche Fälle gab es in Velbert und Umgebung bereits zur Genüge. :kopfschuetteln:

    Schon vor einigen Monaten wurde über den geplanten Abriss des Gasthofes "Nierenhof" in den Medien berichtet, wobei die Politik eine Veränderungssperre für dieses Gebiet verhängte. Nun gibt es einen aktuellen Artikel in der heutigen Zeitung, der mich mehr als empört:


    http://www.derwesten.de/staedt…sen-werden-id8591293.html


    Der Hof ist nicht schützenswert!? Er wurde zu oft umgebaut!? eek:)
    Immer wieder die gleichen Ausreden...
    Wofür ist der Denkmalschutz überhaupt noch da? Für viele andere Projekte werden zwei Millionen sofort vom Land, der Kommune oder anderen Institutionen locker gemacht, aber hier wohl nicht. Hier wäre ein verantwortungsvoller Investor gefragt!


    Das Amt für Denkmalpflege wird immer mehr zum Amt für Abrisspflege... :kopfwand:


    Gruß,


    Velbeder

    Quote

    „Hier sollen mehrere Millionen verschwendet werden, um die Disneylandbebauung in der Altstadt voranzutreiben.“


    Was für ein bemerkenswerter Kommentar...bemerkenswert lächerlich! :augenrollen:


    Beim Wiederaufbau von Verschwendung zu sprechen ist meiner Meinung nach eine Frechheit, wenn man liest, dass irgendwo im Nirgendwo eine Brücke gebaut wird, die gar nicht genutzt wird.

    Quote

    Wenn man einen Anbau dort hinstellen will (aus welchem Grund und aufgrund welcher Überlegung auch immer), dann gilt es, diesen Anbau so stadtbildverträglich wie möglich zu gestalten.


    Hört, hört! :applaus:


    Quote

    Die Stellungnahme des amtlichen Denkmalschutzes zeigt, wie überflüssig diese Behörde geworden ist: Sie schüzt nicht mehr das Stadtbild, sondern lässt sich vor den Wagen des Architekten spannen, dem nichts besseres als ein brutaler Betonklotz einfällt.


    Schade eigentlich, aber mittlerweile muss man da der Wahrheit wohl ins Auge blicken.

    Hmm, haben die Stadtherren dort ein öffentliches WC eingerichtet, oder was soll das Gebilde eigentlich darstellen? :schockiert:
    Es sieht aus, wie ein stilles Örtchen vom Rastplatz an der Autobahn...


    Bloß weg mit solch einem Schund!!!

    Quote


    Warum denn nicht? Es fügt sich doch harmonisch und sensibel in die...ne, ich kann das nicht! :rolleyes:


    Ich frage mich allen Ernstes, warum viele der heutigen Architekten solch einen Humbug fabrizieren und damit vor allem noch eine Menge Kohle scheffeln. Deshalb pflichte ich meinem Vorredner bei: Lasst die neue Generation kommen!