Posts by Obi_der_Bieber

    Quote from "Aedificium"

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    Beitrag von Obi_der_Bieber wegen Sinnlosigkeit verschoben
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    Das Leben ist hart, hoffentlich findet dieser Gnade :


    Heute ist im Reiseteil der FAZ ist ein 1 1/2 - Seiten langer Artikel über Hildesheim, der sich auch mit dem Marktplatz beschäftigt; geschrieben hat ihn ein Andreas Schlüter (sic!), eine gewisse Beurteilungskompetenz darf demnach vorausgesetzt werden. :zwinkern:


    Tja, kein Respekt vor der Tradition, dachten wir es uns doch.
    Meinen Jaguar brächte ich sehr wohl in die Werkstatt, denn so ein schönes Teil wird heute nicht mehr gebaut und mein herrliches Haus aus den Dreißigern würde ich originalgetreu bei Totalschaden wieder aufbauen; andere können sich dort stattdessen einen Krüppelwalmbungalow hinsetzen und das Straßenbild zerstören.

    Quote from "genova"


    Ich unterstelle hier niemandem Nazi-Gedankengut, aber die Denklogik ist gefährlich.


    ?


    Diese Sprüche 'ich unterstelle niemandem..., aber !!!` kommen langsam aus der Mode.
    Hol mal was Neues aus der Tüte.
    Es ist schließlich jahrtausendelang so gewesen, daß die Menschen ihren zerstörten Besitz normalerweise wieder aufgebaut, rekonstruiert haben; wenn Herr Genoveva's Auto angefahren wird, fährt er dann jahrelang mit der eingedrückten Tür herum, um die 'Authentizität' zu wahren und weil man 'Geschichte nicht verfälschen darf' oder läßt er's in der Werkstatt richten?
    Wir hätten gern eine eineindeutige Antwort auf diese Frage.

    Es gibt noch eine weitere, äußerst erlebenswerte Kirche von Friedrich Stengel in Saarbrücken, auf der anderen Flußseite gelegen:
    St. Johann (katholisch); ein kleines, feines Barockkirchlein, von außen im meisterlichen Kanon, aber schon oft gesehen und wenn man eintritt, wirft einen der Raumeindruck fast um.
    Das sieht wohl auch die Kirchenverwaltung ähnlich, als ich vor ca. zehn Jahren dort war, habe ich drinnen eine Art Empfangsplakat vorgefunden, auf dem stand:
    'So etwas hätten Sie nicht erwartet!?'

    Quote from "SchortschiBähr"

    @ Doch das hat mit Bewußtseinsentwicklung zu tun.


    Das ist aber eine zarte, niemandem Schmerzen zufügende Antwort.
    Irgendjemand signiert seine Beiträge hier mit 'Es ist wie es ist wie es ist', erinnert mich sehr an Georsch Bähr.

    Dann hätten die 'Fachleute' eben von einer Brücke an dieser Stelle absehen müssen oder die Durchfahrtshöhe verringern; schließlich gibt es genügend Schiffe, bei denen man nicht die kompletten Aufbauten herunterfahren kann.
    Leider ist das alles Maxe Mehlhorn völlig wurscht, wenn er nur jeden Morgen fünf Minuten länger Frühstücksfernsehen gucken darf, weil er nu' schneller auf der anderen Seite sein wird.


    Desweiteren bin ich immer wieder verwundert, daß es anscheinend wenig Menschen gibt, die an dem Landschaftsmord (mir fällt wirklich kein anderes Wort ein) mittels sogenannter Windräder stören oder an den häßlichen Mobilfunkmasten. Beides ist m.E. nach ein viel schlimmerer Eingriff in die Landschaft-(en), als diese eine Brücke.

    Quote from "Maxileen"

    Da ich fast am Bahnhof wohne, kann ich gleich morgen mal schauen, welche Gebäude da preisgegeben werden sollen. Dass es mal wieder denkmalgeschützte Bauten betrifft (ebenso wie in der Hellerstra0e), wirft alles andere als ein gutes Licht auf das Planungsamt der Stadt. Vielleicht sollte man das langsam mal der UNESCO mitteilen. .


    Wahrscheinlich geht das der Unesco am Ärmel vorbei, denn meines Wissens hat sie ihren Segen über der Dom- und der Gärtnerstadt versprüht und nicht überm Bahnhofsgelände, obwohl der Bamberger Bahnhof mit seinen Klenze-Anklängen das durchaus verdient hätte. Man schaue sich nur das traurige Teil an, in welchem in Würzburg die Züge zu stehen kommen.

    Danke, danke.
    Apropos rückwärtsgewandt:
    es wimmelt auf der Welt von Orten, die von ihrer Rückwärtsgewandtheit leben, so Gizeh und die Pyramiden, das Weichbild von Paris, Rothenburg ob der Tauber, Carcassonne, Machu Picchu, Bamberg und etliche Zehntausende andere.
    Wie mir zugetragen wurde, soll sich der Tourismus nach Brasilia, Chandigarh (oder wie sich das schreibt) und Espelkamp in ausgenommen dünnen Rinnsalen bewegen. :peinlich:

    Siehe, warum kommen wir auf solche Ideen und die Vewaltungs'fach'leute nicht:
    Die Brücke aus demselben Sandstein wie die Frauenkirche, das Ganze als 'Dresdner Zweiklang' vermarktet und von Herrn Güttler mit wehendem Schal und schmetternder Trompete eingeweiht, gleichzeitig die Sonderbriefmarke der Post mit Doppelmotiv:
    'Die Brücke zur Kirche', auch doppeldeutig im besten Sinne!

    Sicher, keine Brücke wär' mir auch lieber gewesen, aber wenn man schon glaubt eine bauen zu müssen, so wäre eine ästhetische Lösung besser als diese gewesen.
    Es gibt ja noch weitere, schlimme Landschaftsverschandelungen, so die überall wie die Schimmelpilze in den letzten Jahren aus dem Boden gespargelten Funkmasten, die karg und funktionell meist in prominenter Laden ihre dürren Finger in die Lüfte recken.
    Wenn der Vergleich gestattet ist, alle Welt erfreut sich an den Pariser-Metro-Eingängen, wo man den Abgang zu einem modernen Fortbewegungsmittel floral umspielt hat; heutzutage würden dort schlichte Betonbögen an ihrer Stelle stehen; oder man denke an die gründerzeitlichen Pissoirs in den Großstädten, die trotz oder gerade ihrer Funktion dem Auge wohlgefällig sind und so von ihrem profanen Anliegen angenehm ablenken.

    Quote from "Teichi"

    Falls die neue Aktion unserer lieben Umweltschützer noch nicht ausreichen sollte, um wieder mal das Bauvorhaben zu stoppen und damit die Baukosten noch weiter in die Höhe zu treiben :boese: , habe ich einen Tip für sie. Die Internetseite http://www.feldhamsterverleih.de\r
    http://www.feldhamsterverleih.de bietet viele Alternativen zur Erzwingung eines Baustopps.


    kaum jemand hätte sich über den Bau der Brücke echauffiert, wenn ein ästetisches Bauwerk wie das nahegelegene 'Blaue Wunder' oder die 'Augustusbrücke' dabei herausgekommen wäre.
    Aber dieses unharmonisch/unmusische Gestell ruht im Elbetal ähnlich konsonant, wie die Elbharmonie auf der ehrwürdigen Speicherstadt (in Hamburg).

    Anscheinend ist Dir noch gar nicht aufgefallen, daß ein Großteil unserer herrlichen Landschaften von riesigen Windradparks verschandelt sind, daß dessen unzuverlässiger Strom teuer zwangseingespeist wird; daß immer mehr Städte absurde Feinstaubzonen/Umweltzonen einrichten; daß die Klimalüge der größte Humbug aller Zeiten ist und gigantische Resourcen verschleudert, anstatt sie für sinnvolle Projekte zu verwenden; daß der Ökokult die neue Ersatzreligion ist und letztlich dazu dient, daß im grünen Gewand eine rote planetarische Zwangsbeglückung eingeführt wird.


    Für manche Leute kommt nur alles so langsam, so schleichend, so 'ach, war doch schon immer so, zumindest seit ich auf der Welt war, wird schon so richtig sein'.


    Was haben sich die Leute doch damals gewundert, als Napoleon auf dem Heimweg von der Schlacht zu Leipzig mit seinem Renault 19 in einem Straßengraben liegen blieb.


    Moderationshinweis (Aedificium):
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    Letztlich ist das ganze Leben eine Illusion, oder?
    Schaltet den Sehnnerv ab, legt das Gehör lahm, destabilisiert Fühlen, Schmecken, Riechen, alles hübsch langsam, wie beim dem Computer 'Hal' in '2001' und klippt sie dann langsam wieder an. Stellt Euch vor, Ihr könntet die Farben jenseits des Regenbogens sehen, wie die Bienen; stellt Euch vor, Ihr hättet das Gehör eines Hundes; der Indianer hat keine Worte für 'Wolken' oder 'Fluß', weil er diese als das sieht, was sie nach seiner Sicht sind:
    instabile, veränderliche Gebilde. Für Naturvölker sind die Ahnen lebendig, unter ihnen, das Abendland glaubt an seine neuen Ersatzgötter und praktiziert Öko-terror.
    Vielleicht sollte man den Menschen, die daran Freude haben, ihre Rekos als Illusionsspielzeug belassen, ob in Hildesheim oder anderswo, man wird sofort und gnadenlos mit der harten Realität der menschenfeindlichen Endzeiturbanität konfrontiert.
    Oder, konsequent zu Ende gedacht, müßte man alle menschlichen Siedlungen abreißen, weil sich unter den Häusern und Straßen mal endlose Wildnis ausgebreitet hat.