Posts by Restitutor Orbis

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Ich denke, es wird in Wolfgang Hübners Interesse sein, wenn ich seinen Erfahrungsbericht zur genannten Veranstaltung hier wiedergebe:


    Quote

    Städte wie Wetzlar oder Limburg bräuchten sich innerhalb des Altstadtkerns vor ihnen wohl nicht zu verstecken, so es denn das alte Gießen und das alte Hanau noch gäbe.


    Also, ich habe ja schon öfters über das alte Hanau geschrieben und auch über den Verlust der dortigen Fachwerkhäuser gejammert..... allerdings habe ich es dabei auch so gesehen, dass es um die Bedeutung dieser Häuser für Hanau selbst geht (und nicht über Hanau hinaus), denn tatsächlich war die Hanauer Altstadt in keiner Weise besonders spektakulär.


    Man muss dazu wissen, dass Hanau den größten Teil seiner Geschichte über eine Doppelstadt war: die (kleine) vom Fachwerk geprägte Altstadt und die von Glaubensflüchtlingen gegründete Neustadt.


    Die Hanauer Fachwerk-Altstadt war weder von ihrer Fläche her größer noch von ihrer Qualität her bedeutender als die der diversen Fachwerk-Kleinstädte der näheren Umgebung. Vermutlich sind uns daher mit Seligenstadt, Steinheim und Gelnhausen die wichtigeren Fachwerkensembles in dieser Region erhalten geblieben.


    Trotzdem ist es natürlich bedauernswert, dass man heute in der Hanauer Altstadt mit Ausnahme des Goldschmiedehauses von Fachwerk weit und breit nichts sieht.

    Hat die Welt nicht gerade noch auf die "Plattform Nachwuchsarchitekten" gewartet? :augenrollen:



    Bitte diesem Link folgen und einen Blick auf die Visualisierung des Alternativentwurfs werfen:


    http://www.tagesspiegel.de/kultur/Bauakademie;art772,2817224

    Passend dazu:



    http://www.zeit.de/online/2009…tur-streit-england?page=2

    Wer am Montag auf n24 die Sendung "Was erlauben Strunz" verpasst hat, wo Henryk Broder gegen Kirill Jermak (DIE LINKE), den Anmelder und Organisator der Maikrawalle antrat... hier ein Auszug aus der Zusammenfassung von Joachim Steinhöfel:



    Wortschöpfung des Abends: "Die SA der Friedensbewegung" (Broder)

    Im Tagesspiegel wird der Vorschlag gemacht, als Reaktion auf die Maikrawalle sollten in Kreuzberg die Pflastersteine dem Asphalt weichen:


    Quote

    [...]
    Kreuzbergs Pflastersteine sind die gefährlichsten Waffen der gewalttätigen Eintagsrevolutionäre, und es ist ein Wunder, dass im ziellosen Hagel auf Polizisten und unbeteiligte Myfest-Besucher in mehr als 20 Krawalljahren noch niemand zu Tode gekommen ist. [...]
    Das traditionelle Pflaster hat darum aus dem Hauptkampfgebiet der autonomen Szene und ihrer Mitläufer zu verschwinden – möglichst bevor das erste Todesopfer zu beklagen ist. Es mag ein paar Jahre dauern, bis die kleinen Steine flächendeckend durch schwere Gehwegplatten ersetzt sind. [...]


    Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Leserdebatte-Pro-Contra-1-Mai;art270,2787872\r
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Leser ... 70,2787872

    Ein wirklich schöner Artikel... hier ein paar Auszüge:



    Vollständiger Artikel:
    Ich! Ich! Ich! - Design & Wohnen


    Folgt mal dem Link und schaut euch die bisherigen Kommentare unter dem Artikel an. Da fühlen sich wohl einige (Architekten?) ganz schön auf den Schlips getreten...

    Eben auf WDR gab es eine Diskussionsrunde zum Kölner Stadtarchiv...


    Interessant wurde es, als der Moderator die Frage aufwarf, ob ein Unglücksfall in einem schönen Gebäude wie der Herzogin-Amalia-Bibliothek nicht mehr Helfer zu mobilisieren vermag, als wenn ein unansehnliches Bauwerk wie in Köln betroffen ist - selbst dann, wenn der Inhalt des hässlichen Gebäudes vielleicht der wichtigere ist.


    Eine interessante Frage. Leider war die Runde nicht in der Lage, sie auf hohem Niveau zu diskutieren, im Gegenteil, man kam schnell wieder von diesem Thema weg.


    Später stellte der geistig leicht überforderte Moderator sogar die Frage, ob man im Falle der wiederaufgebauten Herzogin-Amalia-Bibliothek nicht von "Disneyland" sprechen müsste.


    Der anwesende Leiter der Bibliothek verneinte dies. Allerdings wäre er völlig gegen eine Rekonstruktion der Bibliothek gewesen, wenn sie zu mehr als 80% zerstört worden wäre.

    Ich meine mich in diesem Zusammenhang gerade an etwas zu erinnern... nur ganz dunkel... an die Äußerung eines CDU-Politikers vor einigen Jahren... in einer Talk-Show oder einem Zeitungsinterview, das weiß ich nicht mehr.


    Jedenfalls ging es darum ob wir zu viele Bundesländer haben. Und er sagte irgendsowas wie: "Bei der Wiedervereinigung damals hatte ich eigentlich erwartet, dass man aus dem Gebiet der ehemaligen DDR nur zwei Bundesländer macht - Preußen und Sachsen."

    So, ich habe mein altes Posting durch eigene Dämlichkeit gelöscht und wiederhole sinngemäß, was ich geschrieben hatte...


    Berlin und Brandenburg mögen nicht der namensgebende Teil von Preußen gewesen sein... aber der Name der Provinz hat sich ja auf den Gesamtstaat übertragen, und somit waren Berlin und Brandenburg schon das politische Zentrum Preußens. Eigentlich für einen europäischen Staat eine eher ungewöhnliche Situation, dass das Zentrum der Macht und der namensgebende Landesteil nicht identisch sind. Auf jeden Fall hinkt der Vergleich mit Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt.


    Mir kommt da spontan das österreichische Burgenland in den Sinn, das nach den "vier Burgen" benannt ist, die sich alle nicht im Burgenland befinden (drei der Städte sind heute in Ungarn und eine in der Slowakei). Sicher, auch ein etwas schiefer Vergleich...


    Es ließen sich bestimmt auch andere heutige Regionen finden (wenn man nur sucht), deren namensgebender Teil selbst heute nicht mehr Bestandteil der Region ist.


    ...die belgische Provinz Luxemburg, die ja nicht die namensgebende Stadt Luxemburg beinhaltet... die niederländische Provinz Limburg sowie die belgische Provinz Limburg, denen beide ebenfalls die Namensgeberin abhanden kam (die Stadt liegt heute in der belgischen Provinz Lüttich)... und natürlich muss auch das heutige Sachsen ohne den Landesteil auskommen, von dem sich sein Name ursprünglich ableitet... (sicher, alles sehr hinkende Vergleiche... :zwinkern: )


    Wie wäre es mit einer Namenskonstruktion a la "Preußischer Freistaat Brandenburg" oder so? :zwinkern:

    Quote from "Georg Friedrich"

    Hoffentlich liegt Ludger Brands aber falsch mit dem Namen des angestrebten neuen Bundeslandes. Wenn die Länderfusion tatsächlich gelingen sollte, rechne allerdings auch ich mit einem "Berlin-Brandenburg", obwohl schlicht "Brandenburg" ohne irgendeinen Zusatz mit Bindestrich am besten wäre, da Berlin einfach historisch eine brandenburgische Stadt ist.


    Nun, es gab ja auch tatsächlich mal den Vorschlag "Preußen" für ein aus Berlin und Brandenburg zusammengelegtes Bundesland... :zwinkern:

    Leute, was habt ihr denn erwartet? Das ist doch jetzt gar nicht der Punkt! Natürlich ist so eine Umfrage nicht repräsentativ. Bedenkt, dass vor einigen Jahren bei der Wahl der größten Deutschen Daniel Küblböck unter die ersten 20 gekommen ist. "Populistisch" scheint mir auch ein Wort zu ein, das auf eine reine Meinungsumfrage nicht wirklich anwendbar ist... :zwinkern:

    Quote

    Der Sieger ist jedenfalls das Schloss Auerbach, das auf der AuswahlListe des Restitutors wohl fehlt.


    Äh, nein. Das ist keine Auswahlliste, sondern das ist bereits die Siegerliste, wie sie gestern in der Sendung durchgegeben wurde. D. h. in der aktuellen Umfrage ist die Frankfurter Skyline der Gewinner.


    Die ursprüngliche Auwahlliste war auch wesentlich größer.

    Mich überrascht allerdings das Fehlen des Klosters Lorsch sowie des Niederwalddenkmals.


    Und da ja auch mehrere Burgen in der Liste sind, verwundert mich, dass es die Ronneburg nicht geschafft hat. Sie kann meiner Ansicht nach mit den in der Liste genannten Burgen problemlos mithalten.

    Im hr-Fernsehen lief gestern eine Sendung, in der "das Volk" die 30 schönsten Sehenswürdigkeiten Hessens wählen durften. Nicht alle davon sind architektonische Sehenswürdigkeiten - es sind auch Naturdenkmäler dabei -, aber doch genügend, um die Liste hier zu präsentieren:


    30. Burg Breuberg


    29. Bad Homburger Schloss und Schlossgarten


    28. Kaiserpfalz Gelnhausen


    27. Felsenmeer bei Lautertal im Odenwald


    26. Weilburger Schloss und Schlossgarten


    25. Palmengarten Frankfurt


    24. Naturpark Hoher Vogelsberg


    23. Kloster Eberbach


    22. Alsfelder Marktplatz und Rathaus


    21. Bad Nauheimer Sprudelhof / Jugendstilbad


    20. Nerobergbahn zu Wiesbaden


    19. Hessenpark bei Neu-Anspach im Taunus


    18. Wasserkuppe


    17. Römer in Franfkurt


    16. Edertalsperre


    15. Marburger Schloss


    14. Einhardbasilika und ehemalige Benediktinerabtei zu Seligenstadt


    13. Fulda - barocke Altstadt und Dom


    12. Hoher Meißner


    11. Limburger Dom


    10. Michelstädter Rathaus


    9. Mathildenhöhe in Darmstadt


    8. Burg Frankenstein


    7. Burg Herzberg


    6. Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe


    5. Milseburg


    4. Aartalbahn zwischen Wiesbaden und Diez


    3. Museumsdorf Tann


    2. Gradierwerk Bad Orb


    1. Frankfurter Skyline


    Kommentare erwünscht.... :zwinkern:

    Zum Thema "Buchtipps"... kennt jemand dieses Buch hier und kann mir sagen, ob sich der Kauf lohnen würde:


    Hannover. Wiederaufbau und Zerstörung: Die Stadt im Umgang mit ihrer bauhistorischen Identität: Amazon.de: Friedrich Lindau: BÃŒcher" onclick="window.open(this.href);return false;


    Aus der Amazon-Produktbeschreibung:


    Quote

    "Der Spiegel" schmückte seine Ausgabe vom 3. Juni 1959 mit dem Umschlagbild eines Planers: Rudolf Hillebrecht und titelte "Verkehr an der Leine". Seine Story hatte ein Aufmacherfoto von der Lavesallee, auf deren zwei elegant geschwungenen Fahrbahnen mit grünem Mittelstreifen sich fünf Autos befanden. Unterschrift: "Laves-Allee in Hannover: Stadt des Jahres 2000?" Plante Hillebrecht diese Stadt, oder war das auch damals schon eine überholte Vorstellung? Eine Antwort darauf versucht dieses Buch zu geben. Planen muss man immer für eine weithin unbekannte Zukunft, und obwohl jeder Planer aus seiner Zeit heraus denkt und entwirft, darf er sie nicht zur eigenen Richtschnur machen, wenn er nicht später korrigiert werden will. Planung, das haben wir leider oft vergessen, ist aber auch Anerkennung und Weiterführung von historischen Fakten in der Stadt. (Aus dem Vorwort von Paulhans Peters).
    "An Anerkennung und Weiterführung von historischen Fakten" hat es beim Wiederaufbau Hannovers in den 50er und 60er Jahren vielfach gefehlt. Hier wurde gestaltet, ortstypische Stadträume zerstört, dass Hannover schon insoweit seiner Identität beraubt wurde. In Verblendung durch die Ideen der sogenannten "Moderne" und deren Ideale von der aufgelockerten, durchgrünten und autogerechten Stadt trug schließlich auch die Vernichtung zahlreicher historischer Einzelbauten dazu bei. Theaterplatz, Friederikenschlösschen, Flusswasserkunst und Villa Willmer, aber auch die jahrzehntelange Standortdebatte um ein neues Schauspielhaus sind - wie das vorliegende Buch zeigt - dafür mahnende Beispiele.
    Der Anhang des Buches dokumentiert die an den Planungen und Wettbewerben beteiligten Architekten - zumeist erstmalig - in Form knapper Biographien.Friedrich Lindau war 1. Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) von 1964-1968. Von 1970-1975 übernahm er als Präsident die Leitung der von ihm ins Leben gerufenen Architektenkammer Niedersachsen.