Posts by Restitutor Orbis

    Im RBB ging es eben gerade in der Sendung "Klipp und Klar" auch kurz um das Stadtschloss (das eigentliche Thema der Sendung ist Friedrich der Große).


    Bascha Mika (taz) polemisierte mit Standardargumenten gegen das Schloss, Jörg Schönbohm argumentierte für das Schloss und auch für die Garnisonkirche.


    Originell (hüstel) der Einwurf des Journalisten Nikolaus Bernau: Friedrich der Große hätte den Palast der Republik stehen lassen...


    Vielleicht wird es ja wiederholt irgendwo, falls jemand Interesse hat...

    Ich erwähnte ja den dortigen Kommentarbereich...


    Das sagt der Leser:



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    Sie haben vollkommen Recht, auch das Wiedererstehen des Dresdner Neumarktes samt Frauenkirche hat nur zur Vermehrung von Klamottenketten und Parfümerien samt Goldvermehrung für Investoren geführt.


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    Das Städtebauproblem, das Berlin hat, ist der Nostalgismus. Es ist gleichzeitig auch das Architekturproblem der Stadt, denn Architektur wurde dem nostalgistischen Städtebau geopfert. [...] Berlin muss aufhören, seine Zukunft der Disneyfikation zu opfern. Kitsch ist das Letzte, was wir brauchen. Der hier vorgestellte Vorschlag ist leider nichts anderes - ein weiterer Vorschlag eines Delittanten.


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    Abgesehen davon, dass die künstliche Rückkehr zum Ante-WWII Zustand zum Scheitern verurteilt ist, wer gibt den Stadtplanern eigentlich das Recht das städtebauliche Erbe der DDR - und die Gegenstücke im Westen - einfach so wegzuwischen? Gerade das macht ja Berlin so interessant.


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    Grundsätzlich aber in die Zukunft schauen und nicht einen Retropark bauen. Leider ist die Berliner Architektenschaft in der Diskussion hierum seltsam leise. Das Feld wird fast ausschließlich reaktionären Kräften überlassen. Ich bitte um mehr Engagement.

    Falk Jaeger im Tagesspiegel:


    Ideen für den Rathausplatz: Gebt dem Berliner Zentrum ein Gesicht - Berlin - Tagesspiegel


    Ideen für den Rathausplatz: Wie urbanes Leben räumlich organisiert wird wurde verlernt - Berlin - Tagesspiegel


    Ideen für den Rathausplatz: Traditioneller Städtebau und moderne Architektur sind keine Feind - Berlin - Tagesspiegel


    Auszüge:


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    Es gilt, den Blick zu schärfen für die enormen Qualitäten dieser Stadt und diese zu bewahren, zu fördern und weiterzuentwickeln. Wer in Charlottenburg Hochhäuser fordert, der hat genau diesen Blick verloren. „Blinder Fortschrittsglaube“, der in den sechziger Jahren geprägte Begriff, ist hier angebracht. Man könnte es mit einem extremen Beispiel illustrieren: Warum ist es abwegig, in Venedig Hochhäuser zu bauen? Der Grund ist jedermann einsichtig.
    [...]
    Bei alldem geht es also nicht darum, auf Cöllner Boden wieder eine verloren gegangene Altstadt eins zu eins zu rekonstruieren. Es geht auch nicht um das historische Straßenraster, das auf diesem Gelände so gründlich getilgt wurde wie kaum sonst in der Kernstadt. Wo, wenn nicht auf diesem freien Feld in der Stadtmitte wäre es möglich das Experiment einer „neuen Altstadt“ zu wagen?


    Nutzt den dortigen Kommentarbereich, Freunde!

    Am vergangenen Wochenende im MRF-Blog und bei CDU-Politik.de veröffentlicht:






    Zum Weiterlesen findet man den Rest des Artikels hier:


    DIE MENSCHENRECHTSFUNDAMENTALISTEN - Deutsche Architekten: Bauen für die chinesische Diktatur und für die eigene Bedürfnisbefriedigung

    Siehe hier (Die Achse des Guten: Die Plastiktüte als Wohnform):

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    Wer durch das ländliche Deutschland fährt, fühlt sich nicht unbedingt am Puls der Zeit. Doch der Zeitgeist wird er erst richtig manifest, wenn er in der Eifel, dem Bergischen Land oder der Rhön angekommen ist. Die Dörfer in diesen Regionen geben Aufschluss über die architektonischen Irrungen, von denen unser Land heimgesucht wurde. [...]
    Problematischer sind die zeitgeistigen Bausünden. Mit Grausen erinnern wir uns an die Glasbausteine, die einst zur Sanierung von Fachwerkhäusern herangezogen wurden, auf das mehr Licht ins Innere gelange. Beinahe genauso flächendeckend verlief später die Verkleidung der Wetterseiten durch widerstandsfähige Eternit-Platten, die, da asbesthaltig, inzwischen als Sondermüll entsorgt werden müssen. Hat die Menschheit aus diesen Irrwegen etwas gelernt? Aber nicht doch: Inzwischen sind Deutsche Häuslebesitzer geradezu von einem Dämmrausch erfasst, keine noch so schöne Fassade ist vor der Verpackung in einen monströsen Schaumstoffmantel sicher. Fenster sehen nach der Operation Dämm-Storm aus wie Schießscharten. Wenn Häuser weglaufen könnten, wären sie längst alle im Ausland. [...]

    Ich habe erst vor kurzem vom Tod von Heidrun Christensen erfahren.


    Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll und möchte auch keine Floskeln wiedergeben. Ich denke, es ist auch so klar, dass mir das sehr nahegeht.


    Frau Christensen hat sich als Vorsitzende von "Pro Altstadt" so sehr engagiert. Und so habe ich sie im Moment auch vor Augen.

    Artikel aus der FNP... hier ein paar Auszüge:



    Vollständig hier:
    http://www.fnp.de/fnp/welt/kultur/original-oder-faelschung_rmn01.c.8064224.de.html\r
    http://www.fnp.de/fnp/welt/kultur/origi ... 24.de.html

    Mein Senf, nachdem ich diese Diskussion eine Weile mitverfolgt habe...


    - Diese Stadt war vor der Zerstörung etwas Einzigartiges, was sie nie mehr sein wird. Allerdings könnten Rekonstruktionen zumindest in bestimmten Teilen der Altstadt zu einer Annäherung an diesen Zustand führen.
    - Zweifellos sind in der Vergangenheit, was das Bauen innerhalb der Nürnberger Altstadt betrifft, viele, viele Fehler gemacht worden.
    - Man sollte dennoch das heutige Nürnberg nicht unterschätzen. Ich habe Bekannte aus England und Frankreich - gebildete, historisch interessierte Menschen, die bereits viele Altstädte in ihrem Heimatland und in Deutschland gesehen haben. Auf sie alle hat Nürnberg ausnahmslos einen positiven Eindruck gemacht. Fazit: Wer das "alte Nürnberg" nicht von Fotos kennt, erlebt mit dem heutigen Nürnberg durchaus eine attraktive und interessante Stadt.
    - Gleichwohl: Die Reko-Feindlichkeit der Lokalpolitiker und auch der Führung der Altstadtfreunde (die Basis des Vereins sieht es wohl eher anders?) ist genau das, was man vermeiden möchte: peinlich und provinziell. Hier muss alles getan werden, um ein Umdenken zu erreichen.
    - Von einem generellen Altstadtfreunde-Bashing halte ich nichts. Da sind viele Menschen drin, die in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel geleistet haben für die Altstadt. Dass viele Chancen auf Rekonstruktionen tatentlos vertan wurden, steht wieder auf einem anderen Blatt.


    Ich oute mich an dieser Stelle als Nürnberg-Fan. Es ist natürlich keine "Hau-mich-wech-Stadt" wie Bamberg. Aber ich persönlich kann das heutige Nürnberg durchaus als gewinnende Stadt erleben. Dass diese Stadt aber gleichzeitig *meilenweit* weg ist von dem, was sie vor dem Krieg war, stellt hierzu keinen Widerspruch dar.


    Also: Für mich persönlich ist diese Stadt bei weitem nicht so schlecht, wie sie hier von einigen dargestellt wird. Es ließe sich aber auch noch, *realistisch* gesehen, viel verbessern.

    Und natürlich freut man sich auch beim "Kinder-Stürmer aus Kreuzberg" - in einem Artikel mit dem schönen Titel "Schlossfassade, Spenden, Ehrlichkeit".


    Auszug:


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    [...]
    Das Stadtschloss wird nur dann eine barocke Außenhülle erhalten, wenn genug Spenden fließen. Ansonsten wird der Entwurf des Architekten Franco Stella auch von außen so daherkommen, wie er im Inneren geplant ist: als moderner Zweckbau.


    Dass der Bund als Bauherr auf die vom Bundestag beschlossene Barockfassade notfalls verzichten will, ist ein gutes Zeichen - nicht nur für Feinde historisierenden Dekors. Bauminister Peter Ramsauer (CSU), der unlängst erklärte, auch auf eine Schlosskuppel verzichten zu können, scheint Pragmatismus näher zu liegen als Ideologie. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Wolfgang Tiefensee (SPD) scheint es Ramsauers Hauptanliegen zu sein, dass das Humboldt-Forum bis 2017 tatsächlich fertig wird - ob mit oder ohne schinkelsche Sandsteinornamente. [...]


    Höchste Zeit für Ehrlichkeit, wie sie auch Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) fordert. Eine nackte, aber finanzierbare Beton- oder Ziegelfassade ohne historischen Schnickschnack wäre nicht der schlechteste Anfang.


    Quelle: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2010%2F03%2F29%2Fa0024&cHash=5513fd5131\r
    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... 5513fd5131

    Studenten beschädigen das Casino des IG-Farbenhauses:


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    Die Frankfurter Universität wirft den Besetzern des Casinos auf dem Westend-Campus vor, in dem historischen Gebäude erhebliche Schäden angerichtet zu haben. Seit Montag halten sich dort Studenten auf, um gegen die Folgen der Bologna-Reform und die „Kommerzialisierung“ von Bildung zu protestieren. Nach Angaben eines Universitätssprechers haben Unbekannte vermutlich in der Nacht zum Dienstag unter anderem die wertvollen Holzvertäfelungen im Festsaal mit Parolen besprüht sowie Geschirr und Nahrungsmittel aus der Cafeteria entwendet. Der Schaden sei größer als nach der Besetzung des House of Finance im November 2008 und belaufe sich wahrscheinlich auf einen „hohen fünfstelligen Betrag“; die Universität werde Strafanzeige erstatten.


    Quelle: http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E3A116DAA275E491CAB05A7EED796B188~ATpl~Ecommon~Scontent.html\r
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2 ... ntent.html

    @ genova:


    Ich moechte auf einie deiner Punkte eingehen. Eines aber gleich vorweg: Ich muss Philon beipflichten, wenn er vermutet, du haettest einige Postings nicht gelesen. In der Tat entsteht im Moment der Eindruck, dass du die Argumente ignorierst, auf die dir keine Erwiderung einfaellt. Dadurch wirken deine Ausfuehrungen leicht redundant.


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    Dass die Besucher getäuscht werden sollen, ist doch offensichtlich.


    Wie bitte? Die Besucher sollen getaeuscht werden, wo doch eine komplette Seite des Gebaeudes mit zeitgenoessischer (!!!) Malerei dekoriert ist? Das waere dann allerdings der stuemperhafteste Taeuschungsversuch der Weltgeschichte.... :lachen:


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    Man tut so, als sei alles alt. Nichts weist auf neues hin (außer für den Fachmann).


    Ich zeige dir bei Gelegenheit mal Bilder von der oben erwaehnten Malerei. Ich denke, dass du dann deinen Zusatz "ausser fuer den Fachmann" kaum aufrecht erhalten wirst.


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    Die Frauenkirche wurde in der Barockzeit in dem damals aktuellen Stil gebaut. Heute ist das nicht mehr aktuell, das ist der Unterschied. Diesen Leute fällt nichts anderes ein, als etwas nachzubauen. Wie unoriginell.


    Die wiederaufgebaute Frauenkirche ist ein sehr viel wirkungsmaechtigeres Denkmal fuer Krieg, Zerstoerung, Wiederaufbau und Versoehnung, als es die Ruine je haette sein koennen.


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    Das Grundproblem: Architektur ist ein Abbild der Gesellschaft. Wie man baut, so ist man.


    1. Es werden keineswegs "nur" alte Sachen wiederaufgebaut, die Rekonstruktionen machen einen Bruchteil aller stattfindenden Bauvorhaben aus. Dass "nicht Modernes" mehr gebaut wuerde, ist also unserioese Panikmache.
    2. Ja, die Rekos bilden die Gesellschaft ab, denn die Gesellschaft will Rekos. Bloss dass ich im Gegensatz zu dir daran nichts Negatives finde und du mir erst einmal erlaeutern muesstest, was so schlimm daran ist.


    Sorry, aber mir erscheint diese Haltung irgendwie kleingeistig und dogmatisch.


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    Wenn man die Frauenkirche direkt noch in den 40er Jahren wiederaufgebaut hätte, wäre es vielleicht etwas anderes.


    Voellig absurd.

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    Was jetzt Tierschutz und humanitäre Projekte mit Baukultur zu tun haben, erschließt sich mir nicht, der Vergleich ist doch etwas an den Haaren herbeigezogen.


    Nein, ich finde, Heimdall hat den Schwachpunkt deiner Argumentation ziemlich deutlich offengelegt.


    Wenn du das naechste Mal fuer den Tierschutz spendest, werde ich sagen: "Warum spendest du nicht lieber fuer krebskranke Kinder? Die sind ja wohl wichtiger als Tiere..." Aehnlich absurd ist deine Argumentationsweise.