Posts by Restitutor Orbis

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    @ genova:


    Ich moechte auf einie deiner Punkte eingehen. Eines aber gleich vorweg: Ich muss Philon beipflichten, wenn er vermutet, du haettest einige Postings nicht gelesen. In der Tat entsteht im Moment der Eindruck, dass du die Argumente ignorierst, auf die dir keine Erwiderung einfaellt. Dadurch wirken deine Ausfuehrungen leicht redundant.


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    Dass die Besucher getäuscht werden sollen, ist doch offensichtlich.


    Wie bitte? Die Besucher sollen getaeuscht werden, wo doch eine komplette Seite des Gebaeudes mit zeitgenoessischer (!!!) Malerei dekoriert ist? Das waere dann allerdings der stuemperhafteste Taeuschungsversuch der Weltgeschichte.... :lachen:


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    Man tut so, als sei alles alt. Nichts weist auf neues hin (außer für den Fachmann).


    Ich zeige dir bei Gelegenheit mal Bilder von der oben erwaehnten Malerei. Ich denke, dass du dann deinen Zusatz "ausser fuer den Fachmann" kaum aufrecht erhalten wirst.


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    Die Frauenkirche wurde in der Barockzeit in dem damals aktuellen Stil gebaut. Heute ist das nicht mehr aktuell, das ist der Unterschied. Diesen Leute fällt nichts anderes ein, als etwas nachzubauen. Wie unoriginell.


    Die wiederaufgebaute Frauenkirche ist ein sehr viel wirkungsmaechtigeres Denkmal fuer Krieg, Zerstoerung, Wiederaufbau und Versoehnung, als es die Ruine je haette sein koennen.


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    Das Grundproblem: Architektur ist ein Abbild der Gesellschaft. Wie man baut, so ist man.


    1. Es werden keineswegs "nur" alte Sachen wiederaufgebaut, die Rekonstruktionen machen einen Bruchteil aller stattfindenden Bauvorhaben aus. Dass "nicht Modernes" mehr gebaut wuerde, ist also unserioese Panikmache.
    2. Ja, die Rekos bilden die Gesellschaft ab, denn die Gesellschaft will Rekos. Bloss dass ich im Gegensatz zu dir daran nichts Negatives finde und du mir erst einmal erlaeutern muesstest, was so schlimm daran ist.


    Sorry, aber mir erscheint diese Haltung irgendwie kleingeistig und dogmatisch.


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    Wenn man die Frauenkirche direkt noch in den 40er Jahren wiederaufgebaut hätte, wäre es vielleicht etwas anderes.


    Voellig absurd.

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    Was jetzt Tierschutz und humanitäre Projekte mit Baukultur zu tun haben, erschließt sich mir nicht, der Vergleich ist doch etwas an den Haaren herbeigezogen.


    Nein, ich finde, Heimdall hat den Schwachpunkt deiner Argumentation ziemlich deutlich offengelegt.


    Wenn du das naechste Mal fuer den Tierschutz spendest, werde ich sagen: "Warum spendest du nicht lieber fuer krebskranke Kinder? Die sind ja wohl wichtiger als Tiere..." Aehnlich absurd ist deine Argumentationsweise.

    @ hildesheimer:


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    Man muss aber deutlich sagen, was Original und was Nachbau, Kopie, Rekonstruktion oder hypothetischer Zustand ist, und wie man hier Denkmalpflege definiert, bzw. was Denkmal und was museales Objekt ist. Der breiten Öffentlichkeit wirds wahrscheinlich egal sein, aber in den Kreisen, in denen darüber ein Diskurs stattfindet, ist dieser Unterschied wichtig.


    In diesem Zusammenhang solltest du mal den folgenden Text des Denkmalpflegers Eckart Rüsch lesen:


    http://www.kunsttexte.de/download/denk/sym-ruesch-v.pdf\r
    http://www.kunsttexte.de/download/denk/sym-ruesch-v.pdf


    Auszüge daraus:


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    Dass die Faktoren "symbolische Bedeutung" und "Bildhaftigkeit" tatsächlich un-abhängig von Originalsubstanz sind, beweisen wirksame Beispiele: Sie alle kennen symbolische Bedeutungen, die ohne Funktionsverluste wieder aufblühen konnten, nachdem sie auf vollkommen erneuerte Substanz übertragen worden sind. Typisch dafür sind die Geburtshäuser großer Schriftsteller, die nach Totalzerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurden.
    [...]
    Eine wichtige Eigenschaft der symbolischen Denkmale ist deren materielle Übertragbarkeit.

    @ genova:


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    Bürger sagt, die Frauenkirche in Dresden sei authentisch. Das würde ich bestreiten. Zu einem Gebäude gehört nicht nur das reine Formale, das Visuelle. Sondern auch ein zeitlicher Prozess. Ein Gebäude von 1740 hat bis 2009 eine Entwicklung durchgemacht: Das Material "lebt", es gibt Gebrauchsspuren. Und es gibt, in aller Regel, Um- oder Weiterbauten. Das wäre authentisch.


    Du vermisst also an der Frauenkirche Spuren.
    Ein geschätztes Mitglied unseres Forums hat es ja bereits einmal treffend formuliert: Das Fehlen dieser Spuren ist selbst eine Spur.


    Es gibt bei einem rekonstruierten Gebäude keine Hinweise auf Umbauten, keine Gebrauchsspuren? Das legt den Schluss nahe, dass das Gebäude einmal völlig zerstört und rekonstruiert wurde. Und in der Tat ist das ja auch wirklich geschehen. Es wird also gerade nicht getäuscht und gelogen.


    Abgesehen davon: Deine Argumentation blendet völlig die zahlreichen Geburtshäuser von bedeutenden Künstlern aus. Ich meine jetzt gar nicht mal das Goethehaus in Frankfurt, das zerstört und nahezu perfekt rekonstruiert wurde. Ich spiele auf Gebäude an, die niemals zerstört worden sind. Gebäude, in denen Dichter, Maler und Komponisten geboren wurden.


    Üblicherweise läuft der Prozess nämlich so ab: In einem Haus wird Schiller/Hofmann/Mozart/wasweißichwer geboren. Häufig verbringt der Künstler einen Großteil seines Lebens nicht in diesem Haus, sondern eben woanders. Das Haus wird von seiner Familie weiterbewohnt, später vielleicht sogar verkauft und dann von völlig anderen Menschen genutzt. Es gibt dann in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Umbauten.


    Irgendwann (sehr viel später) kommt man auf die Idee, aus dem Haus eine Gedenkstätte für den Künstler zu machen. Das Haus wird also erworben, alle Umbauten der letzten Jahrzehnte werden dann normalerweise rückgängig gemacht, das ursprüngliche Umfeld des Künstlers wird rekonstruiert. Man bemüht sich vielleicht sogar, wieder ähnliche Tapeten anzubringen und ähnliche Möbel anzuschaffen. Mit anderen Worten: An all den Geburtshäusern von Künstlern (die ja nie zerstört worden sind) ist nach deiner Definition nichts authentisch!


    Die Frauenkirche ist ein völlig authentischer Ausdruck unserer Zeit (sie belegt eindrucksvoll den herrschenden Willen zur Rekonstruktion) und nimmt dabei Gestalt und Geschichte des ursprünglichen Gebäudes wieder auf.

    Hallo genova,


    ich möchte gerne auch ein paar Dinge sagen. Positiv finde ich, dass du dich hier der Diskussion stellst und dass du in deinem eigenen Blog nicht irgendwie löschwütig agierst, d. h. dort Kritik an dir stehen lässt. Das spricht für dich.


    Was den Inhalt deines Artikels betrifft, sind einige Ausführungen jedoch schlichtweg falsch, was hier bereits nachgewiesen werden konnte (nebenbei: ein großer Teil der Forumsnutzer hier sind Laien, aber eben doch nicht alle - da ich einige Mitglieder persönlich kenne, weiß ich, dass wir auch Bauingenieure, Statiker und Fachwerkexperten hier versammelt haben).


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    Dass dieses Forum mehr diskutiert als oberflächliche ästhetische Fragen, ist mir nicht aufgefallen.


    In der Tat kannst du hier nicht viel gelesen haben. In einigen Threads wurden Fragen aufgeworfen, inwieweit man die Rekonstruktion als teilidentisch mit dem Original betrachten kann, ob das Fehlen von Umbau-Spuren nicht selbst eine "Spur" darstellt (die nämlich auf die Zerstörung und Wiedererrichtung hinweist); ob das 'evolutionäre' Erneuern (irgendwann werden alle Fassadenteile des Kölner Doms einmal ausgewechselt und nichts mehr original sein) nicht am Ende zum selben Ergebnis führt wie eine Komplett-Reko; wie man mithilfe von Rekonstruktionen die Geschichtstiefe des Ortes wieder erfahrbar machen kann; inwieweit des Konzept der "Authentizität" angreifbar ist usw.
    Es geht keineswegs nur um ästhetische Fragen.


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    Es geht hier aber nicht um alte Gebäude, sondern um Fakes


    Dir scheint die Bedeutung des Begriffes "Fake" in der Kunst nicht geläufig zu sein. Auf der Website von Stadtbild Deutschland heißt es hierzu: "Die Verwendung des Begriffes „Fake“ von Seiten der Rekonstruktionsgegner wiederum zeugt schlicht einfach von mangelnder Sachkenntnis, denn er stellt als Fachbegriff verwendet keineswegs ein Negativurteil dar. Es gehört vielmehr zum Wesen des „Fake“, dass die vermeintliche „Fälschung“ nicht aufgrund einer ideologisch motivierten Überhöhung des Originals abgelehnt wird."
    Nebenbei scheinen dir auch nicht die Theorien der Denkmalschützer Matthias Donath und Eckart Rüsch bekannt zu sein. Dazu aber später.

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    Aus Brandschutztechnischen Gründen in der heutigen Zeit ist diese Maßnahme auch zu verstehen. Zudem ist ein Fahrstuhl für Gehbehinderte Menschen ein Segen.


    Zudem wird sowas wie ein Behindertenfahrstuhl durchaus auch mal an originale historische Gebäude angebaut, was dann im Endeffekt zum selben oder doch zumindest einem sehr ähnlichen Ergebnis führt.

    In dem verlinkten Artikel heißt es auch:


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    Die Architekturgeschichte des Marktplatzes seit 1945 hat sie komplett zerstört, kein Stein blieb stehen.


    Diese Aussage ist schon aus dem Grund falsch, als dass das Tempelhaus den Krieg mit eher geringen Schäden überstanden hat. Das Rathaus wurde stärker getroffen (soweit ich weiß), aber auch da ist noch viel alte Bausubstanz vorhanden, sodass auch dieses Gebäude vor den strengen Kriterien der reaktionären Denkmalpflege bestehen würde.


    Auch der Brunnen hat den Krieg überlebt, glaube ich.

    Frank Plasberg, Moderator der ARD-Talkshow "Hart aber fair", erzählt in seinem Buch "Der Inlandskorrespondent" von einem interessanten Fall.


    Es geht um W., der in einer Kleinstadt eine alte Hofanlage kauft: Scheune, Wohnhaus, Stallungen. W. betreibt eine Unternehmensberatung und möchte gerne alles - Arbeit und Wohnen - unter einem Dach haben.
    Die Hofanlage ist sehr günstig, da sie fast "einer Ruine gleicht". W. ist zuversichtlich, dass er alles instandsetzen kann. Er spielt mit dem Gedanken, das angrenzende Grundstück gleich mitzukaufen. Dort könnten Wohnmöglichkeiten für seine Mitarbeiter entstehen und vielleicht ein kleines Seminarhaus. Die Scheune soll die Unternehmensberatung beherbergen. Außerdem plant W., die Mauer, die den Hof zur Straße hin abschließt, im ursprünglichen Stil wiederherzustellen und dabei die Toreinfahrt aus praktischen Gründen um ein paar Meter zu versetzen.


    Beim Bauamt gibt es Bedenken, da die Anlage im "sensiblen Außenbereich" liegt, auch wenn sie nicht unter Denkmalschutz steht. Kreisbehörde, Landschaftsschutz, Landrat und untere Wasserschutzbehörde müssten eingeschaltet werden. Es kommt erst einmal zum Stillstand.


    W. verzichtet schließlich auf die Verlegung der Toreinfahrt (was für ihn in Zukunft mühsames Rangieren bedeuten wird). Der Bauantrag wird angenommen. Jetzt fehlt noch die Planung für das angrenzende Grundstück. W. sucht nun schon im Vorfeld das Gespräch mit dem Bauamt. Man sagt ihm, dass es wohl keine Probleme geben werde, denn anders als die Hofanlage befindet sich das Nachbargrundstück bereits im "Innenbereich" der Kleinstadt. Genaues ließe sich aber nicht sagen:


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    Besser wäre es, W. würde einen Planungsvorschlag machen, damit die Behörde wisse, worüber sie zu befinden habe. Im Klartext heißt das, Thomas W. muss seinen Architekten mit einer vollständigen Bauplanung beauftragen, ohne auch nur im Ansatz zu wissen, ob sie die Gnade der Behörde finden wird.


    W. lässt also die Gebäude auf dem Nachbargrundstück planen. Dem Bauamt gefällt nicht, dass nun die Sicht auf wesentliche Teil der Hofmauer, die W. ja rekonstruieren lassen will, verdeckt werden würde. Die Neubauten stellten zudem eine "erhebliche Beeinträchtigung des geschützten 'Außenbereichs' dar". Das sei jetzt erst so richtig klar geworden.


    Für W. wird aber eine geringere Bebauung des Grundstücks, wie sie das Bauamt vorschlägt, unwirtschaftlich. Er zieht den Bauantrag für das Nachbargrundstück komplett zurück.


    Nach einem Jahr liegt die Genehmigung für das ursprüngliche Grundstück vor, es kann losgehen. W. entfernt den Zaun, der das Grundstück auf drei Seiten umgibt und so marode ist, dass nur eine Kompletterneuerung infrage kommt. Das aber war nicht erlaubt.... bei Plasberg heißt es:


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    Tatsächlich dürfe man einen existierenden Zaun im Außenbereich, der schadhaft ist, ohne Rücksprache mit dem Bauamt erneuern, aber nicht im Ganzen, sondern nur abschnittsweise. Dahinter steckt die bauphilosophische Überlegung, dass ein Zaun im Normalfall Stück für Stück kaputtgeht und ebenso stückweise erneuert wird. Die Summe dieser Teilerneuerungen hat zwar im Ergebnis auch einen vollständig neuen Zaun zur Folge, aber quasi als Resultat evolutionärer Flickschusterei. Dass sich in diesem besonderen Fall der Vorbesitzer des Hofes jahrzehntelang nicht um den Zaun gekümmert hat und deshalb eine Ausbesserung nicht mehr möglich war, spielt dagegen keine Rolle. Der Ersatzzaun ist ein Neubau und hätte genehmigt werden müssen.


    Es kommt zu einer Ortsbesichtigung durch das Bauamt. Die Beamten entdecken den neuen Zaun. Sie zweifeln an, dass es vorher einen alten Zaun gegeben hat, weil sich auf ihren Katasterblättern nichts darüber findet. Der neue Zaun sei ein schweres Vergehen gegen die Bauordnung und müsse wohl wieder entfernt werden. Anschließend könne W. einen Bauantrag für einen neuen Zaun einreichen. Allerdings sei fraglich, ob ein solcher Antrag genehmigt würde, da sich die Hofanlage ja im "sensiblen Außenbereich" der Stadt befinde.


    Morgen erzähle ich, wie es weitergeht!

    Interview mit einem Architektursoziologen... diesem Link folgen und anhören:


    http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2009/06/11/drk_20090611_1109_1e66f760.mp3\r
    podcast-mp3.dradio.de/podcast/20 ... 66f760.mp3


    Vorher eine Quizfrage.... welcher Begriff fällt wohl im Verlauf dieses Interviews:


    a) Respekt vor dem Bürgerwillen
    b) Disneyland


    Quizfrage 2... wie steht der Experte zur Dresdner Frauenkirche?


    a) ein gutes Vorbild für weitere Rekonstruktionen
    b) löblich, muss aber Ausnahme bleiben


    Auf die Frage hin, was hinter dem Wunsch nach Rekonstruktionen steht: "So richtig wissen wir das noch nicht, bisher haben sich die Psychoanalytiker zum Thema noch nicht geäußert." Mal wieder der Rundumschlag, wonach Rekobefürworter spinnen.... auweia!


    Und da liegt der Hund für den "Experten" begraben: "Da glaube ich, dass es eine extreme konservative Wendung in den gebildeten Kreisen gegeben hat. [...] Sogar die Denkmalpflege, die früher sehr kritisch war, hat mittlerweile diesen Schwenk vollzogen. [...] Ich glaube, vor allem die offizielle Kulturpolitik ist erheblich konservativer geworden, als sie es schon mal war."


    Und dann noch dieser schöne Widerspruch... der "Experte" sagt bei 6.22:
    "Und deswegen sieht alles das, was wir heute aufbauen, als Geschichte, das sieht einfach so aus wie Disneyland [...]."
    Seltsamerweise sagt er bei 8.14 das Gegenteil:
    "In vielen Städten stehen längst rekonstruierte Gebäude, und der Laie erkennt sie nicht. Sogar der Fachmann erkennt sie manchmal nicht auf der ersten Blick. Und es ist ja schon in den 50er, 60er, 70er Jahren einiges rekonstruiert worden, was man heute nicht mehr erkennt. Die Innenstädte von Breslau, von Warschau, von Danzig sind Rekonstruktionen und haben schon wieder Patina angesetzt. Ich glaube tatsächlich, dass das sehr schnell geht, dass man nicht mehr weiß, aus welcher Zeit ein Gebäude stammt."


    Was denn nun? Sind die Rekos alle so schlecht, dass sie nach Disneyland aussehen, oder so perfekt, dass sie sogar Experten täuschen?


    Und krönender Abschluss die Formulierung "einem Vertreter Kaiser Wilhelms, Herr Boddien also..." :augenrollen:

    Auf ihrer Website erklären "Franken Architekten":


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    Unabhängig von der Fragestellung, ob das gegenwärtige Vorhaben der Stadt Frankfurt sinnvoll und technisch oder finanziell umsetzbar ist, versteht sich die Studie als ein Beitrag zur Öffnung der Diskussion über Stadtgestaltungqualität in Frankfurt und einer Absage an verengende Gestaltungssatzungen, die von populistischen Interessenvertretern oder sonstigen selbsternannten Meinungsmachern mit alleinseligmachenden Deutungsanspruch gefordert werden. Sie plädiert in der Tradition der Frankfurter Architekturgeschichte für Mut zur Zeitgenossenschaft, Pluralismus der Bauformen und Gestaltungsqualität.


    Und da ist er wieder, der "lupenreine Populismus", gegen den der "mutige" und "pluralistische" Architekt kämpft... :lachen:

    Zu dem von Heimdall oben verlinkten Rundschau-Artikel:


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    Krawczyk zeigte sich skeptisch bei Rekonstruktionen: "Man kann nicht herstellen, was gar nicht mehr da ist."


    Was für ein Geschwalle! Man kann sogar nur das herstellen, was nicht da ist. Sonst wäre es ja keine Herstellung.


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    Andreas Krawczyk hält ein fehlendes Nutzungskonzept für ein Problem des historischen Wiederaufbaus: "Bei einer Rekonstruktion sollte man wissen, wie sie genutzt wird. Authentizität entsteht nicht, wenn ich eine Hülle herstelle."


    Schnarch..... die letzten Jahre verschlafen, was, Herr Krawczyk? Einfach mal auf ein Altstadtforum gegangen, da hätte ihnen der hessische Einzelhandelspräsident was zum Thema Nutzung erzählt...


    Müssen wir uns wirklich noch jahrelang mit diesen ungebildeten und lernresistenten Gesellen rumschlagen?

    Pressemitteilung der Freien Wähler Frankfurt:



    http://cdu-politik.de/2009/06/12/die-rekonstruktion-der-staedte-eine-deutsche-buergerbewegung/\r
    cdu-politik.de/2009/06/12/die-re ... rbewegung/