Posts by Restitutor Orbis

    Bartetzko in der FAZ:


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    Auf diese weitgehend vergessenen Ursprünge des Rebstocks greifen Jordi & Keller mit ihrem stattlichen, die längst verschwundenen Steinbauten zitierenden Giebelhaus zurück. Dass sich ausgerechnet im Erdgeschoss ihres Rebstocks eine U-Bahn-Station befindet, deren pflegeleicht technoide Bauformen krass mit denen des Hauses kollidieren, ist den Umständen geschuldet. Wettgemacht wird das Manko durch eine Respektsgeste der Architekten vor der jüngsten Vergangenheit: Die umlaufenden schmalen Kragbänder des Neubaus, die als schlichter Fassadenschmuck auf Alt-Frankfurter Art die Geschosse markieren, werden aus aufbereitetem Waschbeton, dem Abbruchmaterial des Technischen Rathauses, bestehen.


    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feu…altstadt-13531714-p3.html


    Bartezko scheint sich mittlerweile ja wirklich auf das Projekt zu freuen, was anfangs - wir erinnern uns - nicht der Fall war. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie das, was er in dem Zitat da beschreibt, in der Realität aussehen wird...

    Da ich schon mal das Rathaus von innen gesehen habe (ich war auf dem Standesamt, um die Geburt meiner Tochter anzumelden), muss ich zugeben, dass ich die Innenarchitektur des Gebäudes durchaus ansprechend finde.


    Das Äußere reizt mich hingegen gar nicht, aber meine Toleranz würde schon so weit gehen, dass so was meinetwegen irgendwo schon stehen kann - nur an diese Stelle passt es leider eben überhaupt nicht.

    Hallo Leute,
    ich habe den Römerberg mit einer ähnlichen Fragestellung vor ein paar Monaten auch schon mal hier thematisiert.
    Siehe in >> diesem Thread
    Vermutlich wird leider vorerst keine weiteren Rekonstruktionen am Römerberg geben. :weinenstroemen:


    Ich halte, ehrlich gesagt, auch die Arbeiten am wilhelminischen Rathauskomplex für vorranging (Langer Franz, Kleine Cohn, Dach des Nordbaus), auch wenn das "nur" Historismus ist. Der Römer ist in seinem derzeitigen Zustand zumindest hinnehmbar, das Umfeld der Paulskirche nicht.

    Bei Welt online heißt es:


    Quote

    Die frühere Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) sagte, sie verbinde mit der Altstadt heute einen großen Teil ihres politischen Vermächtnisses. Sie erinnerte sich an 2001 und die ersten Entwürfe für das Areal, an dem bis 2006 das Technische Rathaus stand. "Das sah scheußlich aus." Dann an die zähen Diskussionen darüber, ob die Häuser dort nun eckig oder rund sein sollten. "Bis irgend jemand uns den historischen Grundriss vorgelegt hat."


    http://www.welt.de/regionales/…tstadthaeuser-stehen.html


    Tja, wie gut, dass es "irgend jemanden" gibt. Vielleicht sollte man auf den Hühnermarkt statt Stoltze lieber das Denkmal des unbekannten Irgendjemand aufstellen.


    Im Ernst, warum nennt Petra Roth nicht einfach mal Ross und Reiter? Wir wissen ganz genau, welche Leute damals gegen die Altstadt polemisiert haben und wem das Verdienst zukommt, die Debatte in die richtige Richtung gedreht zu haben.

    Mittlerweile sind es 2081 Unterzeichner und es werden stündlich mehr! :daumenoben:


    Das Geheule der heuchlerischen "Linke" ist für mich Gesang in meinen Ohren :harfe:


    Tja, ich kann nicht unterschreiben.


    Ich gebe auf der Seite meine Daten ein, kriege wie versprochen eine Email, folge dem Link in der Email, lande wieder auf der Website, wo dann steht: "Dieser Link ist ungültig". :wie:

    Richtig, die tatsächliche Art der Fragestellung wäre interessant. Manipulierende Suggestivfragen in einer empirischen Umfrage als Bestandteil einer wissenschaftlichen Arbeit sind unredlich.


    Und trotzdem leider häufig der Standard.


    Wir haben ja auch durchaus hin und wieder in Deutschland die bizarre Situation, dass zwei renommierte Institute in ungefähr demselben Zeitraum Studien zum selben Thema erstellt haben und trotzdem zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen.


    Gerade in den Sozialwissenschaften beeinflusst wohl die Einstellung und Erwartungshaltung der beteiligten Wissenschaftler die Ergebnisse oft ungemein.

    Bei Wahlprognosen sind es 1000 Personen die befragt werden und die Ergebnisse sind doch recht genau. Ebenso spiegelt sich das in der Realität ab:


    Richtig. Wenn die befragte Gruppe so zusammengesetzt ist, dass sie repräsentativ für Deutschland ist, dann ist das Umfrageergebnis in der Regel auch repräsentativ. Man kann es nicht wegdiskutieren mit dem Argument "befragte Gruppe ist zu klein", weil einem das Ergebnis nicht passt.


    Man kann sich allerdings versuchen, den exakten Wortlaut der Fragestellungen er ermitteln, und wird hierbei manchmal feststellen, dass dieser dann vielleicht schon manipulativ war. Ebenso gibt es bestimmte Themen, bei denen in Umfragen die Befragten nicht gerne die Wahrheit sagen und bewusst gemachte falsche Aussagen das Bild verzerren.


    Man kann natürlich auch die Schlussfolgerungen kritisch betrachten, die aus so einer Umfrage gezogen werden und eventuell Logikfehler feststellen. Sind die "Gebildeten" vielleicht deshalb der modernen Architektur mehr zugetan, weil in Deutschland Bildung im Bereich des Architektur typischerweise die Moderne zum Schwerpunkt macht und wichtige Aspekte traditioneller Architektur gar nicht vermittelt werden? Sprich: Wirken Fachzeitschriften, Seminare usw. auf die Gebildeten manipulierend, weil sie Dinge einseitig darstellen? Dann wäre das Umfrageergebnis ja auch nicht weiter überraschend.


    Natürlich müsste hier auch die Frage gestellt werden, ob bei der vorliegenden Umfrage die Gruppe der Befragten überhaupt repräsentativ zusammengesetzt war.

    Hm, ich habe einen Hochschulabschluss, bin kulturell sehr interessiert, mag Kultur- und Informationssender, habe noch nie die BILD-Zeitung gelesen und finde "zeitgenössische Architektur" größtenteils grauenhaft. Also allgemeingültig kann das kaum sein, was die da herausgefunden haben wollen.


    Man muss allerdings an dieser Stelle schon zugeben, dass Einzelfälle eine Statistik weder bestätigen noch widerlegen können. Wenn Studien herausgefunden haben, dass das Rauchen ungesund ist und im Durchschnitt zu einem früheren Tod führt, dann ist dein 98 Jahre alter kettenrauchender Nachbar kein Gegenargument. Denn die Statistik kennt auch immer eine Minderheit, auf die das Festgestellte eben nicht zutrifft.


    Widerlegbar wäre die Studie also nicht mit Einzelbeispielen, sondern höchstens dadurch, dass der Nachweis erbracht werden kann, dass bei ihrer Erstellung unsauber gearbeitet wurde oder dass andere gewichtige Faktoren gar nicht berücksichtigt wurden.

    Nein, weil die Schreibweise "unter der Herrschaft König Friedrich I." gesprochen wird: "unter der Herrschaft König Friedrich des Ersten".


    Diese Regel wäre mir, so es sie tatsächlich gibt, unbekannt. Ich würde nämlich auch "Herrschaft König Friedrichs des Ersten" sprechen, nicht "Herrschaft König Friedrich des Ersten".


    Bekannt ist mir lediglich: Personennamen im Singular enden im Genitiv auf s, es sei denn, sie weisen Artikel auf (also: "das Schwert Napoleons", aber "das Schwert des Napoleon"). Ist aber hier irrelevant, vor "Friedrich" (oder "König") steht kein Artikel.


    Nachtrag: Habe gerade mal den Test gemacht bei Google...
    "Herrschaft Kaiser Karls V.": 77.300 Treffer.
    "Herrschaft Kaiser Karl V.": 3230 Treffer, davon ein großer Teil keine Genitivkonstruktionen, sondern Situationen, wo das Wort "Herrschaft" das Ende eines Satzes darstellt und die Wörter "Kaiser Karl V." den Beginn eines neuen Satzes.

    2009 hatte ich angekündigt, mir den Zuckerhut mal aus der Nähe anzusehen. Vier Jahre später habe ich es dann auch tatsächlich geschafft!


    So, und nun zu meinen Eindrücken:


    - Prinzipiell ist mein Eindruck positiv, allerdings mit den nachfolgend erwähnten Abstrichen.
    - Auf den ersten Blick wirkt der Zuckerhut noch etwas "künstlich". Das Wort "künstlich" ist dabei sicherlich nicht ideal (jedes Gebäude ist künstlich, denn Häuser wachsen nicht in der Natur), aber ich denke, ihr versteht mich: ein bisschen sehr neu, sehr sauber, sehr nüchtern. Während die Rekos auf dem Marktplatz wie echte Häuser wirken, hat man hier manchmal noch eher den Eindruck, ein 1:1-Modell eines richtigen Gebäudes vor sich zu haben (wobei mir schon klar ist, dass das kein wissenschaftliches Unterscheidungsmerkmal ist). Aber vielleicht muss man dem Zuckerhut nur etwas Zeit geben, um Patina anzusetzen.
    - Die Verglasung im Erdgeschoss stört wiederum überraschend wenig. Sie mag Reko-Freunden sicherlich nicht ideal erscheinen, aber sie dominiert auch nicht den Anblick, den der Zuckerhut bietet.
    - Das Innere: Es gibt ja keine rekonstruierten Innenräume - soweit ich weiß, wusste man auch gar nicht, wie die aussahen. Statt dessen befindet sich im Innern diese große Treppe (oder böser gesagt: Das Innere ist ein einziges Treppenhaus). Diese Tatsache verstärkt den Eindruck, ein Modell statt eines lebendigen Hauses vor sich zu haben.


    So, warum komme ich trotzdem zu einem positiven Fazit?


    Man könnte sagen, dass selbst eine eher modellhafte Nachbildung (anstelle einer Reko mit Atmosphäre) den Standort trotzdem aufwertet und Lust auf mehr macht. Der Zuckerhut ist so, wie er ist, sicher nicht die perfekte Reko, aber er schafft es dennoch zu faszinieren. Unterm Strich also eindeutig ein Gewinn für Hildesheim.

    Also, wie gesagt, ich wohne da ja nur zu Miete. Weitere größere Eingriffe in die Wohnung wären also Sache des Vermieters, nicht meine...


    Zimmerpflanzen haben wir nur in einem einzigen Raum (der Küche). Und wenn wir auf der Arbeit sind, läuft da nur die Katze rum (die duscht vermutlich nicht).


    Also, mein (realistischer) Blick ist: Wir werden da nicht für alle Ewigkeit wohnen (und war schon vor der Schimmelsache klar, dass wir in ein paar Jahren ein eigenes Haus haben wollen). Vermutlich werden wir so lange mit der Angelegenheit leben müssen und sie nur abmildern können.


    Aber wenn wir in ein paar Jahren ausziehen, renoviert der Vermieter wohl wieder die Wohnung. Es wäre dann die Frage, was man ihm sagen könnte, was er dabei anders machen kann.

    Danke für die Antworten.


    Wir lüften allerdings schon wirklich wie die Blöden. Das ist kaum noch steigerbar, zumal ich es jetzt bereits als Minderung der Lebensqualität empfinde.


    2-3mal am Tag wische ich auch das Wasser von den Fensterscheiben und den Fensterbänken. Sogar wenn ich mal schon mittags heimkommen kann, ist das Wasser, das ich morgens entfernt habe, bereits wieder da.

    Ich habe jetzt mal zu dem Thema eine Frage in eigener Sache. Ich bitte besonders Sachverständige (Bauingenieure, Fachwerkexperten) um Mithilfe.


    Ich wohne zur Miete im Erdgeschoss eines Fachwerkhauses aus dem Jahre 1895. Die Vermieter-Familie wohnt im Geschoss darüber.


    Meine Frau und ich haben ein Problem mit Schimmel in der Wohnung, besonders im Bereich der Fenster. Wir bekamen den Tipp, dass wir zu wenig gelüftet haben. Da war auch etwas dran, denn seit wir mehr lüften, ist das Problem kleiner geworden.


    Jetzt in diesem sehr kalten Winter tritt das Problem wieder stärker auf - zwar nicht in dem Maße, wie es vorher bei dem schlechten "Lüftungsverhalten" auftrat, aber trotzdem in einem sehr ärgerlichen Maße. Aber sehr viel mehr lüften, als wir das jetzt tun, kann man eigentlich nicht mehr. Es gibt zwar im Internet einige Leute, die meinen, man sollte dann einfach über den Tag verteilt 2-4 mal alle Fenster aufreißen, aber 1. ist das im Winter sehr unangenehm und 2. wer kann das schon über den Tag verteilt machen, wenn beide Bewohner der Wohung einer Arbeit nachgehen (ich kann nicht in der Mittagspause nach Hause fahren). Ich denke, wenn tatsächlich so ein intensives Lüftungsverhalten notwendig wäre, um den Schimmel ganz zu verhindern, dann kann eigentlich mit dem Haus etwas nicht stimmen.


    Ich meine mich zu erinnern, dass der Vermieter gesagt hat, dass neue Fenster eingesetzt wurden, bevor wir eingezogen sind. Ganz sicher bin ich aber nicht, ich muss das erst noch verifizieren. Hier sind jetzt meine Fragen:


    - Kann es sein, dass die zu gut isolierten Fenster das Problem darstellen ("Fachwerkhäuser müssen atmen"-Argument?)


    - In der Wohnung des Vermieters oben drüber tritt das Problem offensichtlich nicht auf. Kann das darin liegen, dass diese Wohnung eben direkt unterm Dach ist? Oder daran, dass er oben einen offenen Kamin hat, der auch genutzt wird (und unsere Wohnung im Erdgeschoss hat das nicht)?


    - Kann es sein, dass "mehr lüften" zwar durchaus hilft, letztlich aber ein Herumdoktern an den Symptomen darstellt und nicht an der Krankheit?


    Mittlerweile tritt der Schimmel in leichter Form auch in Zimmerecken auf, vorausgesetzt die Ecke ist an einer Außenwand...


    Ich bitte um Rat...