Hannover in alten Bildern

  • Das Haus auf den letzten beiden Bildern wurde 1971(!) abgerissen für Neubauten, die nie kamen. Dort ist heute ein Parkplatz.

    Da fahre ich regelmässig dran vorbei und ärgere mich jedes mal. Das Gebäude auf Bild 5 von Eiserner Pirat in der Georgstrasse steht übrigens noch, allerdings seiner Dachlandschaft beraubt.

  • Kürzlich ist im Berggarten der Bau des "Neuen Schauhauses" nach einem Entwurf von SEP Architekten gestartet. Weitere Informationen hier.

    Der Berggarten ist Teil der Herrenhäuser Gärten. Obwohl mir der Entwurf ganz gut gefällt, wurde mit der Entscheidung auch mal wieder eine große Chance vertan. Einst stand im Berggarten das Große Palmenhaus von Richard Auhagen, welches 1880 das größte Palmenhaus Europas war. Mit einer Rekonstruktion hätte man die Herrenhäuser Gärten als einzigen wirklichen, überregional bekannten, touristischen Anziehungspunkt der Stadt weiter stärken können. Die Stadt versteht es - wie immer - nicht, die Möglichkeiten auszuspielen. Aber vermutlich hätte das Gebäude auch nicht den Ansprüchen an ein modernes Viktoriahaus genügt. Von der Finanzierung gar nicht erst zu reden. Traurig nur, dass die Möglichkeit bei der Gelegenheit noch nicht einmal diskutiert wurde.


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  • Aber vermutlich hätte das Gebäude auch nicht den Ansprüchen an ein modernes Viktoriahaus genügt. Von der Finanzierung gar nicht erst zu reden. Traurig nur, dass die Möglichkeit bei der Gelegenheit noch nicht einmal diskutiert wurde.

    Mal nur nicht auf die angeblichen und immer wiederholten "Argumente" reinfallen, Rekonstruktionen könnten heutigen Ansprüchen nicht entsprechen und wären sowieso immer teurer. Das Gegenteil ist oftmals der Fall. Deshalb kann man deinem letzten Satz nur zustimmen. Die Forderung nach einer Rekonstruktion muss deswegen möglichst vor dem Beginn einer konkreten Planung kommen, sonst wird sie mit diesen Äußerungen weggewischt.

  • Erinnert mit seinen pittoresken Exotizismen an den ungarischen Nationalstil.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Die Ernst-August-Galerie die heute dort steht, ist etwa zur selben Zeit entstanden wie die Braunschweiger Schlossarkaden. Seinerzeit habe ich gehofft, dass man auf die Idee käme es Braunschweig gleichzutun. Zumal eine reine Fassaden-Rekonstruktion hier sicher weniger kritisch gesehen werden dürfte, als bei einem Schloss mit entsprechendem historischen Hintergrund.


    Als die Ernst-August-Galerie dann geplant wurde, wollte die damalige Stadtbaurätin Uta Boockhoff-Gries (so wörtlich) "Visionen zulassen". Heraus gekommen ist dann das heutige Gebäude. Die HAZ schrieb dazu einmal, die Ernst-August-Galerie wäre "quadratisch, praktisch, öde" und würde deshalb bestens zu Hannover passen. Und mal ehrlich: so falsch ist diese Einschätzung nicht. Und auch wenn mir eine Rekonstruktion der Fassade der alten Hauptpost besser gefallen hätte: Ich mag die jetzige Fassade. Trifft wohl irgendeinen Hannoverschen Nerv. Man mag es halt gerne unauffällig.