Sonstige Frankfurter Meldungen

  • "Alles verschwindet"


    Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893) - Bildchronist des alten Frankfurt

    Der einzigartigen Sammlung dieses Bildchronisten im von Modernisierungen bewegten 19. Jahrhundert widmet das Historische Museum Frankfurt ab November eine Ausstellung vom 12. November 2022 bis März 2023.


    https://historisches-museum-frankfurt.de/

  • Mainkai wieder autofrei: Anti-Stress-Bälle und Stau wie jeden Morgen

    https://www.fnp.de/frankfurt/f…utofrei-fra-91662140.html


    Jetzt wurde der Mainkai mal wieder "autofrei" gemacht. Wie gesagt, aus rein ideologischen Gründen. Ich kennen keinen Frankfurter in meinem Bekanntenkreis, der dafür eine Notwendigkeit sieht, zumal es ja bereits breite Spazierwege direkt am Wasser gibt, die Flaneure viel lieber wahrnehmen. Jetzt müssen sie den Mainkai mit irgendwelchen Kleinkunst-Veranstaltungen "bespielen". Auch dafür besteht keine Notwendigkeit, denn längst hat sich das etwas weiter östlich gelegene Areal am Hafenpark/Weseler Werft als ein solcher Treffpunkt etabliert.

    Ich las dieser Tage einen Zeitungs-Leserbrief, in dem der Autor den Magistrat mit einem kleinen Kind verglich, das unbedingt den eigenen Willen durchsetzen möchte, so irrational er auch ist. Damit einige Anwohner, die ja wussten, wohin sie ziehen, nun weniger Autoverkehr haben, müssen eine Menge anderer Bürger mehr Verkehr vor ihren Fenstern ertragen, und zwar in engen Straßenschluchten, über die der Verkehr umständlich umgeleitet wird (bei mehr Distanz und Energieverbrauch).

  • Der historische Bethmannhof nahe der Paulskirche steht seit ein paar Jahren leer. Nun soll er "Kreativhaus" werden.


    „House of Creativity and Innovation“ : Der Bethmannhof wird zum Kreativzentrum

    https://www.faz.net/aktuell/rh…n-frankfurt-18165177.html


    Nun gibt es da zwei Optionen. Entweder ziehen da ein paar schicke Unternehmen der Kreativwirtschaft (Werbefirmen u.ä.) ein. Die benötigen das Haus aber eigentlich nicht, denn es gibt ausreichend Büroraum in Frankfurt.


    Oder aber es entwickelt sich zu einem Kreativhaus der üblichen Verdächtigen, also Ein-Mann-Start-ups, gemischt mit linker Szene, "Antifa" und dem üblichen Graffiti, die sich dann auch nicht mehr so leicht aus dem Haus vertreiben lassen. Das Rechenzentrum in Potsdam oder die Zollamt-Studios in Offenbach zeigen, wohin dann die Reise geht. Es könnte also das nächste Zentrum werden, in dem die linke Szene schalten und walten kann.


    Folgende Aussagen sprechen für die Möglichkeit von Option 2:


    Quote

    Die Mieten sollen 70 bis 80 Prozent der künftigen Kosten einspielen. (...) Der Eigentümer überlasse der Wirtschaftsförderung das Gebäude bis Jahresende kostenfrei, die städtische Gesellschaft muss lediglich für die Nebenkosten aufkommen. (...) Das Haus, das die Macher als „Hoci“ abgekürzt und „Hotschi“ ausgesprochen haben wollen, soll laut Stadträtin Wüst keine Insel sein, die nur Kreativen vorbehalten ist, sondern ein durchlässiger Ort. Schließlich könnten Kreative andere Branchen positiv beeinflussen, „nun brauchen wir Verbündete, um den Standort zu erhalten“.

  • Das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt ist mit seiner Datenbank auf den Server der hessischen Staatsarchive umgezogen. Ab jetzt steht die Fotosammlung in großen Teilen in HighRes Auflösung zu Verfügung. Selbstverständlich kennt man viele aus dem WWW und Bildbänden, aber es gibt viele Ansichten die man noch nicht kennt…. sogar von der Zeil.


    Auf der einfachen Such Seite „Nur Objekte mit Digitalisaten“ markieren, damit nicht Urkunden usw angezeigt werden. Wobei „Digitalisaten“ auch Urkunden sein können, aber auch Grundrisse, Gemarkungskarten usw umfassen kann. Die besten Ergebnisse habe ich bis jetzt über den Straßennamen erreicht. Achtet je nach Suchbegriff darauf, dass ihr bei den Treffer auch beim ISG bleibt.


    ISG Frankfurt auf Arcinsys Hessen

  • Mal wieder was zum Ärgern. Im ohnehin schwer zerbombten Rödelheim soll eine der letzten zusammenhängenden Häuserzeilen aus Barock und Klassizismus abgerissen werden. Die Häuser sind zwar vergammelt und von den vorangegangenen "Sanierungen" entstellt, hätten aber durchaus Potenzial .....die Presse freut es jedenfalls das der "Schandfleck" verschwindet:


    Frankfurt: Neue Häuserzeile für Alt-Rödelheim | Regional | BILD.de

  • Ja echt schade um die Altbauten. Vielleicht hätte man sogar Fachwerk freigelegt...

    Aber dennoch sind die Neubauten wirklich nicht schlecht: sie orientieren sich tatsächlich an das Dom-Römer-Projekt von der Materialität, der Kubatur, selbst die dreigeteilten Fenster sind zt altbautauglich!

    Lediglich die Dachgauben sind sehr klobig.

    Insgesamt positiv, wie die neue Altstadt bei Neubauten Akzente setzt und auch von den Bürgern so gewünscht wird.

  • Die Bauten sind nicht so schlecht Fachwerkliebhaber, das fand ich auch. Aber Lösung wäre halt den Altbaubestand zu sanieren und den Lückenschluss an anderer Stelle entsprechend der Neubauentwürfe zu gestalten.


    Ein Link zum Nachbarforum zeigt noch einmal weitere Bilder:


    Rödelheimer Bauprojekte - Seite 6 - Frankfurt am Main - Deutsches Architekturforum (deutsches-architekturforum.de)


    Zudem ist auch im direkten Umfeld der Bauten noch viel -denkmalgeschützte- Originalsubstanz die in Zukunft recht verloren wirken dürfte.....

  • Leider keine besseren Aufnahme gefunden, einmal die ganze Häuserzeile links abgeschnitten, bzw. der klassizistische Massivbau in der Draufsicht:



  • Es ist wieder mal ein Beispiel, wie man eigentlich schmucke Häuser unnötig durch falsche Fenster, Abschaffung von Fensterläden, moderne Ladeneinbauten und unpassenden Anstrich in belanglos wirkende Buden verwandelt hat, an deren Ende fast logischerweise der Abriss steht. Und der Ist-Zustand wird auch kaum zu Protesten führen, weil vom ursprünglichen Erscheinungsbild so gut wie nichts mehr übrig ist. Es ist wirklich ein Trauerspiel, aber auch ein Zeichen für das abhanden gekommene Geschmacks-Bewusstsein in Deutschland.

  • "Klimaschutzaktivisten" haben sich nun, wie zuvor in Dresden, auch im Frankfurter Städel an ein Bild geklebt und den Rahmen beschädigt. Das ist die neueste Marotte. Weitere Ideen werden folgen...


    Wieder Aktion in Kunstmuseum

    Klimaaktivisten kleben sich an Gemälde im Frankfurter Städel

    https://www.monopol-magazin.de…de-im-frankfurter-staedel


    Aktivisten hängen an Bildern : Eine kleben

    https://www.faz.net/aktuell/fe…her-madonna-18265973.html

  • Wo sind wir bloß hingeraten? Nicht mal Ehrfurcht vor Meisterwerken der Menscheit! Aber sie sind ja auch die letzte Generation. Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus!

    In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten

  • Gegen Dummheit ist bekanntlich kein Kraut (oder idF leider kein Gras zum Rauchen) gewachsen. Mitschuld an dieser Kulturbarbarei ist aber auch die eine oder andere politische Partei im Bundestag, die den ideologischen Boden hierfür aufbereitet haben. Wie es die Politik doch immer wieder schafft, zumindest einen Teil der naiven, biegsamen Jugend für ihr Ideologie zu missbrauchen.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Workshops, Ideenwettbewerbe, Rundgänge, Debatten.... das übliche, um Planungen zeitlich zu strecken, weil Geld und Wille fehlen, endlich gestalterisch zu handeln. Und dann auch noch in Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum. Wenn da nicht aufgepasst wird, entsteht der nächste teure Murks, mit dem sich ein Architekturbüro die Taschen vollstopft. Siehe Goetheplatz, der erst von der Politik und Behörden gepriesen wurde, bis das verantwortliche Personal sich den Ruhestand gesichert hat und "nach mir die Sintflut" sagt.... :sleeping:


    Stadtplanung Frankfurt : Debatte über die Hauptwache geht weiter

    https://www.faz.net/aktuell/rh…geht-weiter-18280220.html

  • Ich zitiere zur Hauptwache-Umgestaltung:

    Quote

    Eine dauerhafte Umgestaltung sei ab 2032 geplant, führte Julian Langner (FDP) aus.

    "Ab" und dazu noch konjunktiv. Ergo, sie machen gar nichts. In zehn Jahren sind die heutigen Entscheidungsträger höchstwahrscheinlich ohnehin nicht mehr da, sind in den Landtag/Bundestag abgewandert, in Rente gegangen oder leben auf Teneriffa. Die nächste Generation kann dann posaunen, dass möglichenfalls "ab 2040" eine große Umgestaltung angedacht werden "könnte"... Bis dahin machen sie ein bisschen Kosmetik für die Presse. Ein paar Blumenkübel, ein Sonnensegel usw. Klimbim eben, der ein paar Landschaftsgestaltern etwas Steuergeld zukommen lässt.


    Frankfurt: Kübel für die Hauptwache sind zu schwer

    https://www.fr.de/frankfurt/fr…d-zu-schwer-91864496.html