Görlitz (Galerie)

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    • Synagoge Görlitz

      Die ehemalige Synagoge war ja schon mal ein Thema. Inzwischen ging es auch hier voran. Ich habe mir das mal am 11.05. angesehen und war angenehm überrascht. Wer sich im Inneren umschauen will, muss sich mal bei Google umsehen, wann wieder eine Führung stattfindet (normalerweise sonntags).


      Foto. vermutl. R. Scholz, 1910

      Hier einige interessante Informationen.











      Fotos: Autor, 11.05.2018


      Von Hans Peter Schaefer, reserv-a-rt.de - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1342198

      Der Förderkreis bietet interessante Zusatzinformationen
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Ludolf schrieb:

      Zurück aus Görlitz von meiner Verwandtschaft. :) Ein paar Impressionen.





      Fotos von mir, ©Ludolf

      Eine Frage bitte zu diesem Bild: Sowohl in Görlitz in diesem (ich glaube Metzgerladen) als auch im benachbarten Zittau habe ich in einem alten Laden "Grüß Gott!" gelesen.

      Als ich oben noch in der Olau wohnte und immer wieder mit "Grüß Gott" grüßte, glaubten alle, dass ich aus Bayern bin. Ist das "Grüß Gott" eigentlich aufgrund der sozialistischen Diktatur mit der Zeit abhanden gekommen und können sich zB Deine Großeltern noch daran erinnern, dass in dieser Gegend früher anscheinend auch ganz normal mit "Grüß Gott!" begrüßt wurde? Im nicht allzu weit entfernten Prag wurde ganz normal mit "Grüß Gott!" eingetreten. Ich weiß OT, aber immerhin hat mich Dein Foto wieder auf diesen Gedanken gebracht. Kulturgeschichte wird immerhin von vielerlei Faktoren bestimmt.
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit."
    • Mein Opa kommt aus Pampitz, Kreis Brieg, Schlesien. Ich müsste ihn fragen, aber generell würde ich sagen, haben sie in der Aussprache einige Sonderheiten. Mein Opa rollt z.B. das "R" immer extrem. Ich glaube das sind schlesische Eigenarten, die auch aus Zeiten des österreichischen Schlesiens übertragen wurden. Dazu zählt vielleicht auch das "Grüß Gott". Ich glaube mich zu erinnern, dass ihm das durchaus nicht so fremd war. In DDR-Zeiten wurde das sicherlich weniger gern gehört. Das kann durchaus eine Erklärung sein.

      Görlitz und Schlesien haben ja eine besondere Geschichte, die sich auch exemplarisch am Familiennamen meiner Görlitzer Verwandten sehen lässt...

      Die gesammte "*********" stammt aus dem "Rätoromanischen" Teil der Schweiz rund um Chur.



      Zu Zeiten der Herrschaft der Maria Theresia wurden seinerzeit für die
      Ostprovinzen Siedler angeworben. Da in der Schweiz die Calvinisten mit
      rüden Methoden die katholische Bevölkerung zum Glaubensübertritt
      zwangen, folgten viele Katholiken dem Ruf der Östereichischen Kaiserin.
      Das ist der Grund, daß die Herkunft der ******-Namensträger fast
      ausschließlich in Schlesien zu finden ist.
    • Das Oberlausitzische und das Schlesische weisen durch ihre lange Zugehörigkeit der Länder zu Böhmen und Österreich durchaus einige oberdeutsche Einflüsse auf. "Grüß Gott" würde ich dazu zählen. Oberlausitzisch (typisch ist das "amerikanisch" rollende R) ist aber dennoch ein mitteldeutscher Dialekt. Ich kann mich durchaus erinnern, gerade unter älteren Evangelen im Erzgebirge noch "Gott zum Gruße" gehört zu haben. Das dürfte aber in weiten Teilen des industrialisierten Sachsens schon Anfang des 20. Jahrhunderts aus der "Mode" gekommen sein.
      Es gab ja bedingt durch die spezielle Geschichte der Oberlausitz auch im Görlitzer Raum immer einige Katholiken, im nahen Böhmen natürlich ohnehin. Möglicherweise hat sich deshalb der Gruß vergleichsweise lange gehalten. Heute halte ich es aber auch für unüblich. Wurde dort noch nie so begrüßt.

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    • Interessant ist das mit dem amerikanischen "r" auch deshalb, weil es auch im Siegerland und dem angrenzenden Gebiet des Westerwalds sowie der Teile Hessens um Haiger eine Gegend gibt, in der das "r" so seltsam gerollt wird, nicht italienisch, sondern eben englisch. Meine Frau dachte zu Besuch auf einer Hochzeit vor Jahren, huch, sind aber viele Amerikaner hier, aber die Leute sprechen da so, wiewohl es sich wie bei fast allen Dialekten mit der jüngeren Generation wohl verlieren wird.

      Zur Inschrift "Grüß Gott": Es gibt diese sogar in Bremen, mehrfach, v.a. bei Häusern aus der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg im späten Jugendstil. Ich würde daraus also nicht unbedingt schließen, dass dies in der entsprechenden Gegend dann ein gängiger Gruß gewesen wäre. Zumindest für Bremen kann man das wohl ausschließen. Vielleicht eine kleine Mode oder eben aus Bayern zugewanderte Laden-/Hausbesitzer, die ein Stück Heimat mitbringen wollten?
    • Jakob-Böhme-Denkmal

      Das Denkmal steht seit Jahren so verborgen, dass ich glaube, nur wenige Touristen fanden es. Jakob Böhme lebte von 1575-1624. 1898 wurde das Denkmal von Johannes Pfuhl gestaltet. Wer mehr dazu erfahren will, kann u.a. hier in den Veröffentlichungen der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften nachlesen.
      "Der Theosoph oder Mystiker Jakob Böhme, dessen Schriften auf Philosophen, Dichter und Psychoanalytiker Einfluss nahmen, kam um 1600 als Schuhmacher nach Görlitz. Hier wurde er von einem Funken der Ewigkeit erleuchtet, hier offenbarte sich ihm die Wahrheit, dass Gut und Böse untrennbar seien, hier schrieb er seine "Aurora". Als Ketzer wurde er einst von Kirchenmännern verdammt und verjagt, doch heute ziehen sein Wohnhaus an der Neiße und sein Grab auf dem Nikolaifriedhof aus der ganzen Welt Verehrer an." Görlitz, Persönlichkeiten

      Hier der noch funktionierende Brunnen am Denkmal. Hinten das Gebäude der Versicherung.

      Quelle. Privat-Sammlung

      Blick nach Osten. Stadthalle, 1959


      1972 nach der Umsetzung in den Park des Friedens. Er stand dem neu gestalteten Grenzübergang im Wege. Brunnen war Vergangenheit. Grünzeug tat es ja auch


      Nun wurde rekonstruiert..2018. Der Brunnen ist wieder da. Die Skulptur wurde bearbeitet und ein Buddelkasten wurde auch noch errichtet.


      Und...:Der Brunnen sprudelt wieder.

      Quelle: Görlitz-Insider


      Foto: Axel Lange, über Görlitz-Insider
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