Görlitz (Galerie)

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    Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

    • Danke für das kleine Feedback, da weiß ich, dass ichs richtig gemacht hab. Nun gehts aber weiter zu meinem persöhnlichen Höhepunkt und Abschluss:

      Teil 4.2: Ursus' Wunsch - Nikolaivorstadt (Steinweg)


      Vom Obersteinweg biegen wir nun zum Finale ein, dem Steinweg zurück gen Bogstraße. Dort begrüßt uns an der Ecke Obersteinweg 20.


      Blicken wir nun in die Straße. Neben der Obersteinstraße 20 befindet sich nur noch ein Haus im Steinweg, dass über das 2.Obergeschoss hinausgeht. Der Rest ist sehr kleinteilig und schmal bebaut.



      Über den Dächern schaut der Wächter der Vorstadt hervor.


      Links Steinweg 26


      Links Steinweg 28 und 29


      Links Steinweg 35


      Rechts, vorne die 18 bis zur 13


      Steinweg 12 mit einer leicht gebogenen Fassade, die Straße verbreitert sich weiter gen Bogstraße.


      Wieder Links, Nummer 38-43.


      Steinweg 40 im Detail


      Nummer 43 sticht heraus


      Zeit für nen Rückblick :D


      Zwei in Einem: Steinweg 45 und 46


      Gehen wir noch schnell zurück auf die rechte Seite und starten den Countdown :P

      Steinweg 5


      Steinweg 4. Groß prangt die Jahreszahl 1994 an der Fassade... selbst die Restaurierung ist älter als ich. :augenrollen:


      Neben an Mut zur Lückenschließung, Steinweg 3...


      ... und Steinweg 2. Die Alternative zur Sprossenlosigkeit der Fenster hat aber wohl gefehlt. Ansonsten scheint sich seit der Vorstellung hier im Forum nicht viel geändert zu haben.


      Und Nr.1 ... Ob 2 und 3 auch mal so aussehen werden? Viel Aufwand wäre es ja eigentlich nicht...


      Abschluss der Linken Seite macht die Bogstraße 8. Rechts am Rand die Namensgeberin der Vorstadt: die Nikolaikirche, ehemaligen Hauptkirche der Stadt, heute Gedenkstätte an die Gefallen des 1.Weltkrieges und Ausstellungsräumlichkeit.


      Zum Schluss noch 2 Postkartenansichten. Blick vom Steinweg Richtung St.Peter & Paul


      Und um den Kreis zu schließen, von der Bogstraße gen Nikolaigraben: Der Nikolaiturm, rechts der Jesus Bäcker.


      Das wars mit der Zugabe. Fertsch. :biggrin:
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

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    • Postplatz, Muschelminna

      Die Zeit war einfach mal reif: Der Postplatz wird z.Z. immer noch rekonstruiert, aber der Brunnen ist seit einiger Zeit fertig und der Platz sieht wieder aus, als wenn der "Wegestern" nie weg gewesen ist. Die Nachmittagssonne tauchte natürlich alles in ein wunderschönes Licht.
      In Wikipedia erhält man mehr Informationen zum Brunnen.



      Was für ein muskulöser Rücken. Kein Wunder bei der zu tragenden Last...


      Die Wasserspeier.






      Schaut man sich nun auch noch die anderen Skulpturen an, möchte man doch glatt die Originalmodelle kennenlernen.




      Ob der Künstler die alle aus dem Gedächtnis modelliert hat??


      Alles in allem: Hier hat man was Wunderschönes am originalen Standort wieder erlebbar gemacht.
      Fotos: Autor, 01.10.2016
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Ich hab überlegt das unter "eigene Entwürfe" zu zeigen, aber der Herr MrPotsdamfan hat mir jetzt eine schöne Einleitung gegeben. Ich hab nähmlich aus beruflichen Gründen mir die Mühe gemacht, das ehemalige "Kaiserliche Post- und Telegrafenamt" aka "die Post" (Postbank Finanzcenter) einmal in AutoCAD darzustellen, bzw 4 Ansichten davon. Das Ergebnis möchte ich einfach mal zur Verfügung stellen: Postamt Görlitz.zip floet:) baby2000:)
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

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    • Fusajiro wrote:

      Ich hab nähmlich aus beruflichen Gründen mir die Mühe gemacht, das ehemalige "Kaiserliche Post- und Telegrafenamt...."
      Herzlichen Dank. Das ist doch mal´ne Antwort mit Substanz. Die könnte auch andere Foristen mit architektonischem Ambitionen interessieren. :thumbup:
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    • potsdam-fan wrote:

      Fusajiro wrote:

      Ich hab nähmlich aus beruflichen Gründen mir die Mühe gemacht, das ehemalige "Kaiserliche Post- und Telegrafenamt...."
      Herzlichen Dank. Das ist doch mal´ne Antwort mit Substanz. Die könnte auch andere Foristen mit architektonischem Ambitionen interessieren. :thumbup:
      Nein, es hat (leider) keinen architektonischen Hintergrund, denn ich bin kein Architekt o.ä., weshalb ich darauf auch nicht näher eingegangen bin. :) Mir geht es nur darum, dass ich meine mühsam erstellte Darstellung der Fassaden mit jedem Gesims, Gußeiserngitter u.s.w nicht vorenthalten wollte.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Obermarkt 1970 und 2016

      Die Ingenieurschule wurde immer wieder um Arbeitskräfte bei Katastropheneinsätzen gebeten. Ob Straßenräumung, Grube Berzdorf, Reichsbahn, neue Schwimmhalle usw., überall waren wir dabei. Hier auf dem Foto von März 1970 versuchten wir den Obermarkt wieder befahrbar zu machen. Besen und Handfeger halfen da gar nichts mehr.
      Interessant ist aber die Häuserzeile im Hintergrund. Der Verfall ist hier schon sehr deutlich sichtbar.

      Vor der Hausnummer 7.


      Die Aufnahme von Oktober 2016. Die grüne Tür ist die Hausnummer 7.
      Fotos: Autor, 1970, 2016
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Der Untermarkt noch mit den Pilzlauben:
      ebay.de/itm/AK-Seidenberg-Schl…nc&_trksid=p2047675.l2557

      gerade von mir erworben!
      Offenbar bewirkte die falsche Titulierung, dass die Görlitz-Sammler fernblieben.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Wasserschloss in Tauchritz

      Tauchritz ist inzwischen ein Teil der Stadt Görlitz. Das Wasserschloss Tauchritz steht am nördlichen Ortsrand nahe dem Berzdorfer See.
      Details sind bei Wikipedia zu finden.
      Und weitere Fotos kann man hier ansehen.

      Das Haus wurde gesichert, ab und an wird hier auch geheiratet, ansonsten wartet man wohl noch auf den Prinzen...










      Gleich hinter dem Schloss liegt der riesengroße Berzdorfer See, eine ehemalige Braunkohlegrube. Da durften wir Studenten auch mal schwer schuften... ^^












      Alte Gebäude gibt es genug.


      Und da sieht man, was man draus machen kann. gut-am-see.de/

      Handy-Fotos: Autor, 11.03.2017
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Bei Görlitz bergen historische Aufnahmen nicht übermäßig viele sentimentale Aspekte, da so vieles zum Glück noch erhalten ist.
      Die folgenden fünf ausgezeichneten NPG-Fotografien aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jhdts. möchte ich dennoch hier teilen:









      Das Beste natürlich zum Schluss.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Leider muss ich zum ersten Foto Einspruch einlegen ;) Dieses Foto zeigt das östliche Ufer der Neiße. Also heute Polen. Und hier hat sich doch sehr viel verändert. Ebenso wie das naheliegende Wohngebiet "Töpferberg", heute "Postplatz". Aber hier entwickelt sich wenigstens was...

      Ich schätze mal, dass das so um 1900 war. Rechts die Dreiradenmühle. Foto von der damaligen hölzernen Altstadtbrücke aus.


      Ähnliche Ansicht. Auch die Westseite sieht heute nicht mehr ganz so aus.


      Hier die Altstadtbrücke aus Holz, dahinter das Wehr und rechts die Mühle.


      So gemütlich und romantisch das alles aussieht, Details darf man gar nicht ansehen. Da gabs wohl viel Elend.

      Fotos: Robert Scholz, Görlitz

      In den 1950er Jahren wurde die Zeile fast restlos abgeräumt. Heute sieht es nun so aus. Das Foto ist von 1987. Das ehemalige Silo stammt aus dem Jahr 1938.

      Foto: Rapp, Gunter, 1987
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Mit dieser Zeile hat Görlitz eines seiner Wahrzeichen verloren - wenig wurde so oft abgebildet wie diese Häuser.
      zB im großen Kurt Hielscher Photoband über Deutschland.
      Auch in Hermann Schreibers Buch Unvergessener Deutscher Osten befindet sich ein Bild der wohl bereits verfallenden Häuser:"Blick über die Neiße auf den heute polnisch verwalteten Teil der Stadt Görlitz". Bei vielen Menschen der früheren Generationen wird dieser Blick eines der ersten Sachen sein, die sie von Görlitz mitbekommen oder aufgeschnappt haben.
      Den beinahe schon pc-Verweis auf das omnipräsente "Elend" vermag ich nicht zu teilen. Es waren ursprünglich gewerblich genutzte Häuseln, Gerbereien. Gerbereien waren niemals Nobelquartiere. "Schöner Wohnen" stand da niemals auf dem Programm. Die eigentlichen Wohnhäuser waren straßenseitig.
      Für Städte am Fluss sind solche malerischen Hinterhäuser oft typisch. Auch in Waidhofen/Ybbs gab es so etwas hinter der Zeller Hochbrücke:
      ebay.de/itm/131464-Waidhofen-a…8c67b3:g:VI0AAOSw34FVAvdD

      Auch das ist schon Geschichte. Die heutige Zeit kennt keinen Humor und keine Liebe.

      Hier ein paar Photos aus der SZ, wo, wie ich meine, in bester journaillistischer Manier einiges durcheinandergebracht wird.

      sz-online.de/nachrichten/das-w…erberhaeuser-3444390.html
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)

      The post was edited 1 time, last by ursus carpaticus ().

    • Die Gerber waren, um ihr Handwerk betreiben zu können, auf viel Wasser angewiesen (Herstellung der Gerberlohe, auch "Lohkäs" genannt). In einer Zeit, in der es noch keine Wasserleitungen gab, hätte man das viele Wasser schwerlich mit Eimern herbeischleppen können. Ein Transport des Wassers mittels Fuhrwerk und Fässern, wäre wohl zu teuer und zu umständlich gewesen. Deshalb befanden sich die Gerbereien an Bachläufen oder Flüssen, wo genug frisches Wasser zur Verfügung stand.

      Die Gerberei ging einher mit sehr starken Geruchsbelästigungen. An den bestialischen Gestank kann ich mich aus meiner Kindheit noch erinnern, die Gerberei war nicht weit von unserem Haus entfernt (zur Klarstellung, dies war nicht in Görlitz). Wegen der starken Geruchsbelästigungen waren die Gerber zwar an Flüssen oder Bächen, aber eben auch möglichst am Stadtrand angesiedelt. Vermutlich wird man am Westufer der Neiße in Görlitz den Gestank der Gerbereien, die am Ostufer des Flusses betrieben wurden, auf Grund der Entfernung für gewöhnlich wohl eher nicht wahrgenommen haben, außer vielleicht bei starkem Ostwind.

      The post was edited 2 times, last by Villa1895 ().

    • Passend dazu mal ein paar Bildchen von mir:


      Die Häuserzeile kurz nach dem Krieg, aufgenommen vom Brückenkopf der (gesprengten) Altstadtbrücke auf deutscher Seite. Die Gebäude gen Norden haben deutliche Schäden erlitten. Im Vordergrund die heutige Terrasse der Vierradenmühle mit Grenzpfahl inklusive.


      Zustand heute




      Hier noch ein Blick von den nördlichgelegenen Bleichwiesen im Jahre 1906.


      Luftaufnahme aus den 20ern

      Neben der alten Ostvorstadt sieht man auch sehr gut den "Brückenpark" von Görlitz: Mitte-rechts hinten sieht man die Bögen des Neißeviadukts. Mitte-links unterhalb der Ruhmeshalle die Reichenbergerbrücke, heute an selbiger Stelle die Stadt- b.z.w. Johannes-Paul-II.-Brücke. Darauf folgen weiter den Fluss runter die Lindenwegbrücke, die Altstadtbrücke und die Brücke am Hirschwinkel (an der Stelle fließt übrigens die Lunitz (alias Kidronbach) aus ihrem unterirdischen Dasein in die Neiße).

      Es gibt übrigens nach wie vor Überlegungen/ Bestrebungen die Lindenwegbrücke und seit neuestem (von polnischer Seite aus) den Neißesteg am Viadukt wiederzuerrichten.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

      The post was edited 1 time, last by Fusajiro: Ein Bild wurde wenige Beiträge vorher schon gezeigt. ().

    • Die eigentlichen Gerberhäuser befanden sich rechts von der Altstadtbrücke, hinter der Heilig-Geist-Kirche, die mit dem Bau der neuen Brücke abgerissen wurde. Insofern hat die SZ eigentlich nichts Falsches berichtet. Welche Gewerbe links der Brücke ausgeübt wurden, ist mir nicht bekannt. Da die Gerber viel Wasser brauchten, wage ich zu bezweifeln, dass auch hier Gerber arbeiteten. Das dritte Foto gibt über die Arbeit der Gerber ein wenig mehr Einblick.






      Fotos: Robert Scholz, Görlitz
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • @Fusajiro
      Interessant, das Nachkriegsbild. Unter diesen Umständen ist der Abriss der "Gerberhäuser" (ob sie jetzt solche waren oder nicht) mehr als verständlich. Damit sind diese Häuser neben der Löwenapotheke ein veritabler Kriegsverlust.
      Und damit ist auch in Hermann Schreibers Buch die vorletzte Bildunterschrift schlicht falsch, denn sie suggeriert Nachkriegszeit (Blick auf den polnisch verwalteten Teil der...). Das Bild zeigt eindeutig die unzerstörten Häuslein. Der Anblick vor 45 war demnach zur Illustration von Verlust und polnischer Verwahrlosung bestens geeignet.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • potsdam-fan wrote:

      Die eigentlichen Gerberhäuser befanden sich rechts von der Altstadtbrücke, hinter der Heilig-Geist-Kirche, [...]
      Natürlich! Das wollte ich eigentlich auch noch schreiben, danke für den Nachtrag!

      potsdam-fan wrote:

      [...] Welche Gewerbe links der Brücke ausgeübt wurden, ist mir nicht bekannt. [...]
      Nach meinem Kenntnisstand handelt(e) es sich prinzipiell, abgesehen von der Dreiradenmühle, um normale Wohnhäuser.

      Ich hoffe natürlich, dass im Zuge der "Reurbanisierung" des Ostufers, diese Zeile weitestgehend wiederherrgestellt wird. Weiter oben auf dem Töpferberg stehen ja die (schon optisch auseinanderfallenden) Soziplatten, deren Wohnraum sie teilweise ersetzen könnten.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.