Quartier VI - Patrizia Immobilien AG (im Bau)

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    • Exilwiener schrieb:


      Ich finde es viel schlimmer, dass die „echten“ Rekonstruktionen daneben leider nur bessere Betonplattenbauten sind. Das tut mir zumindest etwas weh, auch wenn dafür das Gesamtergebnis trotzem wunderschön werden wird.
      Ja diese Hybriden mit Betonkern und diesen Pappfassaden , konterkarieren die guten Rekos und machen das Gesamtkonzept der Leitbauten zunichte bzw. fügen der Glaubwürdigkeit der Rekonstruktion am Neumarkt im Allgemeinen schweren Schaden zu.
    • Exilwiener schrieb:

      Dieses Haus wird vermutlich sogar der beste Füllbau von allen in Dresden werden.
      Hm... Exilwiener...bitte, bitte nicht das. Es ist kein Füllbau, denn es tut sich doch mit seiner reichen Formensprache, die irgendwie nach Bothen aussieht, doch nicht gerade zurückhalten. Das Schlimme ist einfach: Der Bau ist ein undefinierbares "Irgendetwas"
      Hannover ist eine mittelmäßige Stadt, aber dort sind viele, die sich große Mühe geben, etwas Besonderes daraus zu machen.
      Dresden ist eine besondere Stadt, aber hier sind leider viele, die alles versuchen, etwas Mittelmäßiges daraus zu machen (M. Roth)
    • Ich habe mir das jetzt ein paar Tage durch den Kopf gehen lassen und ich muss sagen, ich kann beide Seiten verstehen.
      Zunächst rate ich aber sowieso, dass man erst mal abwarten sollte, wie es aussieht, wenn es fertig ist.
      Darüber hinaus kann ich aber beide Seiten verstehen, sowohl die Kritik, wie auch die Intention hinter einem solchen Projekt.
      Auf der einen Seite ist das Projekt gerade am Neumarkt schwierig, weil man sich bei den Rekonstruktionen so bemüht hat, dass diese möglichst authentisch sind. Anders als in Frankfurt hat das ja wenn überhaupt nur bei den Fassaden geklappt, bei der Grundstruktur der Häuser musste man bereits viele Kröten schlucken, sowohl was die Grundrisse, die verwendeten Materialien wie aber auch die Ausführung vieler Fassaden als bloße Fassadenblenden vor Großstrukturen angeht. Daher kann ich Leute wie oktavian voll verstehen, die hier immense Bauschmerzen haben und sie die Gefahr sehen, dass ein solches "Experiment" die exakten Fassadenrekos entwertet.
      Auf der anderen Seite kann es eben nicht nur Rekonstruktionen geben. Das sagen wir ja auch im APH immer wieder. Es muss eben zwischen Rekonstruktionen und modernern Bauten eben auch die Kategorie der traditionellen Architektur geben, die versucht, Architektur der Vergangenheit weiter zu entwickeln, Aspekte aufzugreifen und diese aktuellen Anforderungen und Wohninteressen anzupassen und vielleicht auch an den eigenen Geschmack.
      Daher sehe ich das Ansinnen an sich erst einmal mit offenem Interesse und Neugier entgegen. Trotzdem sind solche Experimente natürlich heikel, denn wenn das richtig schief geht, macht es anderen Projekten dieser Art das Leben noch schwerer. Und leider habe ich das Gefühl, dass hier an zwei oder drei Ecken nicht sehr klug gedacht wurde. Zum einen kann ich das Ansinnen von Herr Blobel verstehen, seien wir doch froh, dass ein Investor mal hohe Decken einbaut und nicht alles so staucht, dass man das Gefühl hat, die Decken erdrücken einen. Auf der anderen Seite hätte Blobel dafür aber das Nachbarprojekt beachten müssen und leider hat er das nicht getan. Er hat sein Haus geplant, wie es für sich genommen ideal aussehen soll. Aber es hat das Ensemble vergessen. Und hatte dann auch einfach Pech, dass man bei der USD sogar noch die Geschosse gestaucht hat, so dass die Steckung bei seinem Gebäude im Vergleich nur noch stärker auffällt. Das Problem kristallisiert sich dann am Übergang, dieser einen ominösen Fensterachse. Ich hätte mir gewünscht, dass die USD und Herr Blobel das Projekt miteinander geplant hätten. Dann wäre es möglich gewesen, hier ein harmonisches Ensemble zu schaffen. So haben zwei Investoren ihre Projekt entwicklelt, am Ende stehen sie jetzt nebeneinander und alles wirkt extrem unglücklich. Hinzu kommt dann das Dach bei Blobel, was man insbesondere was die Symmetrie angeht auch besser hätte lösen müssen.
      Wie man es dreht und wendet, es bleibt einfach ein kontroverses Projekt, einfach weil auch die Vorbilder für einen solchen Historismusbau des Jahres 2018 fehlen. Und klar, wo man neue Wege beschreitet, da geht anfangs eben auch etwas schief. Man sollte den Bau vielleicht daher auch als Projekt des Herantastens an traditionelle Bauformen begreifen, als einen ersten Schritt, dem aber weitere folgen müssen, um wieder zu einer Sicherheit mit historischen Bauformen zu gelangen.
      APH - am Puls der Zeit
    • UrPotsdamer schrieb:

      Wenn du deinen kleinen Privatkrieg gegen mich weiterführen willst, dann bitte ich dich, stringenter zu argumentieren und genauer zu lesen. Florettfechten macht nur Spaß, wenn beide sich an die Regeln halten. Du bist ein zu leichtes Ziel; gib dir ein bißchen mehr Mühe!
      Du scheinst Dich ja für wesentlich wichtiger zu halten, als Du bist. Warum sollte ich gegen jemanden wie Dich einen "Privatkrieg" führen wollen? Du bist mir unfassbar egal - aber Du hast Dich über ein Schlagwort beschwert, das in diesem Forum benutzt wurde, und erbse hat die ganze Diskussion der letzten zwei Jahre einfach mal auf dieses eine Schlagwort reduziert. Darauf habe ich nur reagiert und etwas richtiggestellt.

      UrPotsdamer schrieb:


      Schloßgespenst schrieb:

      ...oder hast Du Dich angemeldet, um andere zu belehren, wie sie sich auszudrücken haben?
      Keine Sorge, DEN Job mach ich dir nicht streitig!
      Bevor Du mir noch mehr unterstellst: Wo soll ich mich denn über von einen von einem anderen Nutzer verwendeten Begriff beschwert haben? Jetzt begibst Du Dich also auch noch auf Kindergartenniveau ("selber!").
    • Ich habe gerade mal nachgesehen: Die letzten rund 30 Beiträge in diesem Strang drehen sich nur noch um die überflüssige Diskussion des Begriffs "Blobelbude" und die Sandkasten-Zankerei, die sich daraus ergeben hat. Soll das jetzt noch weitere 30 Beiträge so weiter gehen, oder wäre es nicht sinnvoller zu thematisch relevanten Aspekten zurückkommen ??
      Ich meine: Es reicht jetzt !!
    • UrPotsdamer schrieb:

      Na aber "gefällt" und "gefällt nicht" ist auch eine Kategorisierung, und dabei die denkbar subjektivste (also für Diskussionen völlig wertlos). Ich denke schon, dass man kategorisieren darf und sollte in "Vollrekonstruktion" , "Fassadenrekonstruktion" und "Füllbau". Und da fällt der Blobel-Bau nunmal nach Oktavians Meinung dazwischen.
      Es geht um "Füllbau" versus "Reko". Der starke Kontrast zwischen beiden ist etwas, woran der Neumarkt etwas krankt. Insofern muss man Blobel durchaus dankbar sein, hier so etwas wie eine 3. Option geschaffen zu haben. Möchte natürlich auch nicht verhehlen, dass ich die bisweilen heftige Kritik an dem Bau hier nie so richtig nachvollziehen konnte. Es entsteht fast der Eindruck, als wäre die freie Adaption des Kaufhauses so etwas wie ein Sakrileg und stattdessen ein modernistischer Neubau a la Furunkeleck vorzuziehen. Das wäre in meinen Augen dogmatisch und letztlich schädlich.
    • Saxonia schrieb:

      Es entsteht fast der Eindruck, als wäre die freie Adaption des Kaufhauses so etwas wie ein Sakrileg
      Nein, das ist es doch nicht, sondern es ist eine eben keine "freie Adaption eines historistischen Kaufhauses", sondern die verhunzte Fast-Reko, denn das Haus sieht eben doch fast aus wie der Bothen, aber:
      - das Staffelgeschoss gab es historisch so nie
      - die Stockwerkshöhen stimmen vorne und hinten nicht mehr
      - das "Buckelhäuschen" auf dem Dach, das man gerade in der wichtigen Seitenansicht vom Johanneum aus immer sieht,
      sieht einfach nur unmöglich aus
      - der Anschluss an das USD-Projekt ist - wie glaube ich alle hier finden - völlig missraten

      Muss man so etwas mögen???? Ich sage: Nein. Sieht denn das alles besser aus als der originale Bothen? D E F I N I T V nicht. Also warum denn dann das alles??? Die Antwort (die jeder hier kennt) erspare ich mir......
      Und: Als Alternative mache ich mich doch dann nicht automatisch für einen "Furunkel-Neubau" stark, aber da hätte es wahrlich auch etwas anderes (Gutes!) geben können.... Ist meine Meinung....
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    • Sorry wenn ich grade auf ein anderes Detail am NM hinweise, aber habe eben versucht mir die 133 vergangenen Seiten reinzuziehen um mir ein genaueres Bild zu machen, da stieß ich auf dies:


      Benjamin89 schrieb:

      Der Platz wirkt endlich geschlossen und der störende Kulturpalast ist aus dem Blickfeld verschwunden.

      haha, finde diesen Satz zu geil !!! Und zwar deswegen, weil er auf den ersten Blick nicht beleidigend wirkt (und sicherlich von Benjamin auch nicht so gemeint war), aber wenn man nur 1 Sekunde darüber nachdenkt ist dies eigentlich die grösste Beleidigung die ein Architekt in seinem gesamten Leben überhaupt nur bekommen kann! hahaha sorry bin immer noch am lachen. ablachen:) ablachen:) ablachen:)
      Wie würden Sie ein schönes Haus definieren? - Kollhoff : Ein schönes Haus ist ein schönes Haus. Es nimmt im Äußeren nicht nur Rücksicht auf die Umgebung, sondern ist dem Gemeinwesen verpflichtet, indem es dank seiner Konventionalität zur räumlichen und atmosphärischen Eigenart des Quartiers beiträgt.

      LobbyControl. Initiative für Transparenz und Demokratie
    • Ich bin der Meinung in Würzburg sieht man Ähnliche Bauten , die zwar nüchterner aber auch mit Staffelgeschoss daherkommen .... aber dem Duktus der alten Stadt Ähnlich sind .... und mit ihnen kann man Leben. Dresden könnte sich heute Glücklich Schätzen wenn es einen Ähnlichen Wiederaufbau wie Würzburg erfahren hätte , wenn dort auch viele Fehler gemacht wurden , und etliches noch Besser hätte werden können. Zum Punkt , das Blobel - Haus hat etwas vom Duktus der alten Stadt , und der Zierrat ist auch nicht von schlechten Eltern ... es hätte viel schlimmer kommen können ... jetzt ist das Haus da ... wir können es nicht wegquatschen > Punkt < ! :rolleyes: Irgendwann muss man seinen Frieden machen , Dresden wird nie wieder das Dresden werden was es vor 1945 war ... den Dresdnern war das am Ende des Krieges klar aber sie begannen den Wiederaufbau der auf 75 Jahre Prognostiziert wurde ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Manometer ()

    • OK wieder etwas ernster jetzt:

      Oktavian schrieb:

      Muss man so etwas mögen???? Ich sage: Nein. Sieht denn das alles besser aus als der originale Bothen? D E F I N I T V nicht. Also warum denn dann das alles??? Die Antwort (die jeder hier kennt) erspare ich mir......
      Und: Als Alternative mache ich mich doch dann nicht automatisch für einen "Furunkel-Neubau" stark, aber da hätte es wahrlich auch etwas anderes (Gutes!) geben können.... Ist meine Meinung....


      Was ich nicht verstehe, die GHND und Blobel standen doch jahrelang in engem Kontakt. Mir ist dann nicht klar, warum er dann etwas baute was total den Vorgaben widersprach?

      Mir ist klar, dass ein promovierter Kunsthistoriker mit so einem Gebäude nichts anfangen kann. Aber Du wirst nicht verhindern können, dass ein Großteil der Menschen dieses Gebäude als "schön" empfindet - speziell wenn man grade aus der Wilsdruffer ECE-Strasse oder vom Kubuspostplatz kommt! Wenn jemand bei einem Rundgang durch die Stadt dieses scheußliche Dresdner Beton-Nachwende-Elend grade hinter sich hat , wird er das Blobel-Gebäude als eine Wohltat empfinden.

      Mein Eindruck ist, du nimmst Lasten auf Dich, die nicht die Deinen sind. Du klingst fast so, als seist du für den (aus wissenschaftlichre Sicht) Fehlbau verantwortlich. Das bist du nicht - Du hast getan, was Du konntest! Wenn ein Investor sich nicht an die Vorgaben hält, ist NUR ER verantwortlich. Nicht Du!

      Das Ding steht jetzt , die Frage ist, wie geht man damit um.

      Bitte nicht vergessen: ich glaube du hättest ca. 1950 auch Zetermordio geschrien als man den Stalinbarock am Altmarkt baute. Das ist keine Reko, und "Füllbau" schon gar nicht. Der Stalinbarock ist nicht meine erste Wahl, was meinen persönlichen Geschmack betrifft, aber ich finde ihn interessant.

      Du hast gesagt, der Blobel-Bau wäre nicht einordbar, eine Art "irgendwas".

      In Amerika sagt man: "If you chose not to decice, you still have made a choice".

      Der Spruch ist wahr: Wenn ich mich nicht entscheiden will, dann hab ich doch eine Entscheidung getroffen, nämlich die Entscheidung zu verweigern.

      Analog dazu: Selbst wenn dieses Ding "nichts" ist, dann ist es d o c h etwas. Ich denke was Dich am meisten ärgert, ist nicht dass es wissenschaftlich nicht korrekt ist, sondern dass man es nicht klar kategorisieren kann. Richtig?
      Nun, dann lass uns dies doch tun:

      Ich bin zwar genau wie Du der Meinung dass es eigentlich kein konventioneller Füllbau ist sondern tatsächlich ein "Hybrid". Andererseits, sieh dir mal das Gebäude von Prisco-Döring an , der Kopfbau der Töpferstrasse auf der Sichtachse vom Hausmannsturm zur Frauenkirche. Ich erinnere mich, wir hatten damals noch eine Reko gefordert und ich hatte im Neumarktkurier einen langen Artikel geschrieben warum hier eine Reko hingehört.

      Ich hatte mich dann sehr geärgert dass Prisco/von Döring dort einen Neubau hinsetzen und so die Reko uns de-facto "verboten" wurde. Heute denke ich zwar immer noch, die Reko wäre besser, aber das heutige Gebäude ist auch sehr gut. Es hat ein Mansarddach und sieht übrigens aus der Ferne dem Original nicht unähnlich - d.h. schaut man es sich genau an, ist es für einen Füllbau eigentlich auch viel zu historisierend.

      Man kann darüber jetzt lange reden, als was man das Blobel-Gebäude einteilt. Ich würde sagen, es ist definitiv eine Paraphrase. Ich als Laie finde es in Ordnung, dass du als Kunsthistoriker ganz andere Maßstäbe ansetzt, ist mir klar. Aber wie gesagt: Ich denke es trifft den Massengeschmack, es wird vielen Leuten gefallen, das werden wir nicht verhindern können.

      Wenn ich ehrlich bin, auch wenn Du mir an die Gurgel gehst:
      Ich finde das Gebäude nämlich auch gar nicht so schlecht - ich oute mich hiermit. :blumen: :)

      Das Ding ist natürlich keine Reko, eher ein Füllbau. Der von mir o.g. Füllbau von Prisco/von Döring ist für einen Füllbau eigentlich auch zu historisierend. Die stehen jetzt aber alle......wenn ich ehrlich bin mir gefallen beide, und es bringt nichts wenn wir uns jetzt hier ärgern und Magengeschwüre bekommen.

      Für mich ist und bleibt der Neumarkt eine gigantische Erfolgsgeschichte, meine Freude bleibt ungetrübt! Was die GHND hier erreicht hat ist genial, und die Tatsache dass sie nicht einen sondern gleich zwei (!) Preise und Auszeichungen für hervorragende Stadtplanung erhielt - das Stadtplanungsamt Dresden erhielt keinen einzigern - sagt ja einiges aus!

      Hör auf Dich zu ärgern, Octavian, du hast Dein Bestes gegeben und noch mehr. Das Ding steht jetzt, wir können es nicht ändern. Optisch gefällt es mir. Es ist m.E. eine Paraphrase.
      Wie würden Sie ein schönes Haus definieren? - Kollhoff : Ein schönes Haus ist ein schönes Haus. Es nimmt im Äußeren nicht nur Rücksicht auf die Umgebung, sondern ist dem Gemeinwesen verpflichtet, indem es dank seiner Konventionalität zur räumlichen und atmosphärischen Eigenart des Quartiers beiträgt.

      LobbyControl. Initiative für Transparenz und Demokratie

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Petersburg ()

    • Viel passiert ist in den letzten 4 Wochen nicht, trotzdem ein kleines Bilderupdate. :)

      Die Gerüste am Eckbau Blobel kommen wieder dran, dort geht es also weiter (s.a. Webcam Frauenkirche). :thumbup:


      Bordsteine sind gesetzt, allerdings sollen sich die Arbeiten noch bis in den Spätherbst hinziehen. Was mich ein bisschen verwundert, da ja die Quartiere eigentlich im September fertig sein sollten... ?(


      An der Fassade des Regimentshauses gibt es keine Fortschritte, aber man hat mit der Dacheindeckung begonnen.


      Auch die Front an der Frauenstraße bekommt historisierende Fenstertüren spendiert.


      Das wird mal ein reizvoller Durchblick (das Köhlersche Haus ist natürlich nicht rosa, der Effekt kommt von der Gerüstplane gegenüber). :D


      Allen eine schöne Woche.

    • Am Jüdenhof hat sich nicht besonders viel getan. Am Regimentshaus wird weiter im Dachbereich gearbeitet.


      Das Zwerchhaus hat sein Gesims bekommen und ist verputzt. Wer genau hinschaut, sieht auch Vorzeichnungen für den Stuck.


      Die Gauben wirken recht klobig und wenig elegant.


      An der Neumarktfront hat sich bei USD/Patrizia nix getan.


      Von der Laterne der Frauenkirche aus wird dem Betrachter auch ein kleiner Blick in den Hof des Quartiers gewährt. Positiv ins Auge springt sofort die optische Distanz zwischen Kulturpalast und dem Neumarkt, ein nun eigenständiger Platz. Städtebaulich ist also die Fertigstellung des Quartiers VI ein riesiger Gewinn. Im Genaueren offenbaren sich jedoch so einige Schwächen in der Dachgestaltung.


      Ich war zunächst davon ausgegangen, dass sich hier im Vordergrund eine Dachterasse befinden würde,jedoch sehe ich keinen Aufstieg oder Zugang dazu. Also nur für Lüftungsanlagen? Wäre sehr schade. Die Dachvorderseiten zum Jüdenhof scheinen, auch beim Stellwerkeckbau, ordentlich und ansehlich zu werden, jedoch ist der Übergang zur Galeriestraße im Innenhof eine Katastrophe. Da wird Geschoss über Geschoss gestapelt, ohne überhaupt an eine Dachschräge zu denken, da sitzt in der Ecke ein seltsamer Balkon...


      Das Chiapponische Haus oder das Haus, was einen Teil seiner Fassade so aussehen lassen wird, hat auch kein besonders tolles Dach. Es ist erstens außergewöhnlich hoch, verdeckt so aber ganz nebenbei auch den Kulturpalast ;) Die Ecke scheint das Treppenhaus zu beherbergen und wird deswegen bis ganz oben gemauert. Weiterhin schließt es oben auch mit einem Flachdach ab, genauso wie die Rekonstruktion zwischen Chiappo und DInglingerhaus. Dieses hat ein hübsches Dach, auch wenn die Dachgauben, genauso wie auch diese zum Neumarkt hin, sehr unschön und klobig aussehen. Das ging doch schonmal besser!?
      Der Innenteil des Dinglingerhauses ragt mit einer Dachterasse neben dem kleinen Arkadenhof in den großen Innenhof hinein.


      Bei aller Kritik überwiegt - in meinem Fall - jedoch die Freude über den städtebaulichen Zugewinn.
      Bilder sind von mir.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Millennio ()

    • Die Segmentbögen sind die ersten Teile des darüberliegenden Architravs. Das war niemals strittig (siehe USD-Bilder)
      Hannover ist eine mittelmäßige Stadt, aber dort sind viele, die sich große Mühe geben, etwas Besonderes daraus zu machen.
      Dresden ist eine besondere Stadt, aber hier sind leider viele, die alles versuchen, etwas Mittelmäßiges daraus zu machen (M. Roth)
    • Bilder vom letzten Sonntag:

      Hier sieht man die Architravbögen bei Patrizia. Ich habe selten eine so langsame Pflasterung gesehen. Auch wenn es hier um eine besondere Anordnung der Steine geht (es sollen wohl verschiedene Gewebearten illustriert werden), scheint es nach der Devise "1 Stein, 1 Bier" voranzugehen... :P cheers:)






      Der Baufortschritt beim Regimentshaus ist auch eher marginal. Aber ich will nicht meckern, gut Ding will Weile haben. :)


      Bonus-Bild vom wunderschönen Nachbarbau...