Quartier VI - Patrizia Immobilien AG (im Bau)

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    • Der grade scheidene Direktor der Kunstsammlungen Dresden hat ja einen Einblick in die Politik Dresdens gegeben.

      Demnach sind Rekonstruktionen in Dresden Nazi Gedankengut das mit allen Mitteln, zur Not Gesetze-brechend,
      (Siehe sein Gestaendnis in einer Zeitung Steuergelder zu veruntreuen um mit Nutzlosen Ausstellungen die Rekonstruktion des Residenzschlosses zu verschieben oder zu verhindern. Meine Quelle: Siehe Strang Residenzschloss
      Dresden)

      Das Regeln gebrochen werden sieht man seit Jahren. Beispiel Pflasterung der Strassen und der ganze unnoetige Wirbel. Ich bin der Meinung das Dresden als erster Schritt keine alten West-Beamte mehr nehmen sollte. Notfalls mit aussreden.
    • Die erste Planung zur Frauenstraße 7 ist eben diese von Alexander Poetzsch. Vorher gab es keine belastbaren Planungen hierzu im Detail. Bei den Entwürfen wo ich vor einigen Jahren beteiligt war, stellte sich heraus, dass die städtischen Planungen ein gewisses Stück kürzer als die Fassadenlänge der Frauenstraße 7 waren. Warum das so ist, muss man die Stadtplanung fragen. Wir hofften damals, dass irgendwie klären zu können. Fakt ist, dass die moderne Fassade in der Frauenstraße kürzer ist, als die historische Fassade... Die Brandwand hätte man durchaus mit Fensteröffnungen modern gestalten können. Wäre vielleicht eine spannende Sache geworden. Naja - wenn da 2 bis 3 Meter fehlen in der Länge ist es natürlich Essig mit einer Reko.

      Leider muss ich dadurch im Panorundgang das Chiapponische Haus auch als Platzhalter deklarieren. In der entsprechenden Lesekarte ist die Facebookseite des Architekten verlinkt. Wer das Chiapponische Haus noch mal ohne betrachten mag - bis Mitternacht ist noch Zeit. Irgendwann wird ich auch mal einen historischen Rundgang online stellen, das dauert aber leider noch.
    • Arstempano schrieb:

      Bei den Entwürfen wo ich vor einigen Jahren beteiligt war, stellte sich heraus, dass die städtischen Planungen ein gewisses Stück kürzer als die Fassadenlänge der Frauenstraße 7 waren. Warum das so ist, muss man die Stadtplanung fragen.
      Na ja, weil eben keine Brandwand zur Galeriestraße gewollt war. Dann hätte man am Ende noch denken können, dass der Kulturpalast am Ende doch verschwinden wird.
      Gruß aus Potsdam
    • bilderbuch schrieb:

      Die SZ berichtet übrigens über die archäologischen Grabungsarbeiten an der Frauenstraße:

      sz-online.de/nachrichten/tief-unterm-neumarkt-3345504.html
      Aus dem Artikel: "denn das Chiapponische Haus reichte bis an einen alten Straßenverlauf, auf dem heute der Kulturpalast steht. Bei der Rekonstruktion muss USD also eine „Kunstkante“ für den Neubau schaffen."
      Vielleicht besteht Hoffnung, dass das Chiapponische Haus doch z.T. rekonstruiert wird ! Oder ist die Presse noch nicht zu 100% informiert? Auf jeden Fall ist die Formulierung mit der "Kunstkante" für mich nicht sehr klar ?(
      Um zur Facebookseite des Ortsverbandes Saarbrücken zu gelangen klickt mich !
    • Chiapponische Haus

      Und erneut wird deutlich, dass es der Kulturpalast ist, der städtebaulich und architektonisch maßgeblich für den Missklang der angrenzenden Quartiere verantwortlich ist. Nur die Konsequenz seiner Beseitigung kann in diesem Bereich langfristig eine Wiederherstellung des ursprünglichen Dresdner Stadtbildes bewirken.

      Der Entwurf der Poetzsch-Architekten ist sicher keine Katastrophe, aber eben nur die dritte(!) Wahl wie gestalterisch alle vergleichbaren Füllbauten am Neumarkt. Aus Mangel an Alternativen mussten die Bauinteressierten auch beim Chiapponischen Haus nicht mit solch einer Entwicklung rechnen. Wie Arstempano aus meiner Sicht zutreffend schreibt, kann mit vorhandenem Willen eine Brandwand hin zum Kulturpalast durchaus neu interpretiert und die Leitfassade (mit eventueller Verkürzung ?) zur Frauenstraße rekonstruiert werden. Ich hielte solch eine vergleichbare Lösung für die Häuserzeile am Jüdenhof (Projekt Kimmerle) hin zum Kulturpalast bereits für eine mögliche und aussagekräftige (siehe meine Überlegung/ Vorschlag an selbiger Stelle).

      Verantwortlich für diese Entwicklung am Neumarkt ist, und das ist hinlänglich bekannt, ein Stadtplanungsamt und eine Gestaltungskommission, deren Entscheidungen lediglich durch privates Engagement der Organisationen wie GHND oder StadtbilDD teilweise korrigiert werden können. Dafür gebührt Letzteren immer wieder großer Dank.
      In die Pflicht nehmen lassen müssen sich aber auch all jene Stadtbild- Freunde, die mit einer Entweder-oder-Haltung in Rekonstruktionsdebatten dieser Entwicklung geradezu Vorschub geleistet haben. Wer statt traditionellen Neubauten in Anlehnung an Vorgängergebäude vorzugsweise reduziert modernistischen Füllbauten am Neumarkt alternativlos das Wort redet, trägt geistig Mitverantwortung an einem Entwurf wie er nun auch an dieser Stelle präsentiert wird.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von zeitlos ()

    • Einmal mehr wird das gemeine Volk vor vollendete Tatsachen gestellt, die man damit begründet, daß sie aus diesen und jenen Gründen ohne Alternative seien. Die Fassadenreko des Chiapponi´schen Hauses wurde nicht erst vor drei Jahren als vage Möglichkeit angesprochen, sondern ist seit 20 Jahren bekannt. Daß einmal mehr in Dresden wieder ein vollkommen entgegengesetzter Weg eingeschlagen wird, ist nichts neues. Neu wäre es auch nicht, daß den Stadträten eine beschlossene Tatsache vorgelegt wird, und diese dann auch ganz brav über das bereits festgelegte und gewünschte Ergebnis positiv abzustimmen haben. Sowas nennt man dann Demokratie. Eine höchst erfolgreiche Demokratie ist ja bekanntlich Nordkorea. Nordkorea ist demokratisch. Begründung: Die heißen so.
      Die Fassadenreko des Chiapponi´schen Hauses wurde vom Stadtrat festgelegt. Es war nicht Aufgabe des SPA, auf diesem Grundstück die Vorgaben aufzuheben, sondern diese umzusetzen. Es wäre durchaus angemessen, wenn sich auch die Fraktionen und Stadträte zu dieser neuesten Entwicklung zu Wort melden würden. Es wäre ebenso angemessen zu erfahren, ob diese neuesten Tatsachen wirklich demokratisch legitimiert sind oder aber einmal wieder im stillen Amtskämmerlein am Stadtrat vorbei Fakten geschaffen wurden.
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    • Argumente. Ich helfe: Anbau des Cosel Palais, Innside Hotel, QIII Weisses Elend, Eckbau Kimmerle Quartier, Pyramide von Makabha im Prisco Quartier, Fluchttreppe Landhaus, bald die vom modernen Riesch zusätzlich verhunzte Rampische, Tiefgargeneinfahrt Salzgasse, "moderne" Salzgasse per se, bald verhunztes QV,...noch weiter? ;)
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Exilwiener ()

    • Argumente gäb es am NM schon allein genug. Da muss man nicht mal ins Umfeld gehen - was teilweise noch viel schlimmer leiden muss. Vielleicht nennt man diese optischen Entgleisungen ja irgendwann mal kunsthistorisch Popla-Architektur - als Reminiszenz an die konsequenteste Verunstaltung eines städtischen Platzes überhaupt: dem Postplatz. :--) grau, trist, glatt, Flachdach

      @Andreas Hummel: Du hast doch ne tolle Bilddatenbank des Neumarktes und seiner Bauten. Kannst doch sicher schnell mal ne Collage machen, wo nebeneinander nur die Neu- und Füllbaufassaden zu sehen sind. Mich würde interessieren, ob mein Verdacht, dass alles in Grau/Graustufen gestaltet ist, erhärtet wird. (könnt man selber machen, wenn man mal frei hat, aber da biste sicher schneller ;) )

      Grad bei dem Thema "GRAU" könnt ich mich in DD derzeit in Rage reden. rant:) Ist ja nicht so, dass es nur die Fassaden betrifft - man holt es sich jetzt auch konsequent nach innen - Stichpunkt Galerie Neue und Alte Meister. Semper dreht sich sicher im Grabe um... ;(
    • aus dem aktuellen Bauticker von Arstempano der Rest eines Marmorkamins von der Frauenstraße 7 (das Forum hier ist allerdings bei den meisten Sachen a bisserl schneller ;) ). Allerdings hatte ich gehofft bei den Ausgrabungen Spuren der Vorgängerbauten zu entdecken. Vor 1760 war hier immer die Rede von zwei Häusern. Muss mal bei der Archäologie nachfragen, ob die Reste einheitlich von nach 1760 stammen oder das Mauerwerk eventuell älter ist. Dann waren es unter Umständen nur zwei Besitzer ein und derselben Parzelle. Fakt ist, dass der Bau der bis 45 hier stand 1760/61 nach Plänen Lockes errichtet wurde.



    • janpmw schrieb:

      Immerhin kommt das Aupetit Bazar wieder, seht selbst
      lach...... Entschuldigung, das stimmt nicht. Das Bild in dem Artikel ist die Visu der GHND.
      Es wird dort eine kitschige Pseudo-Version mit verschobenen Proportionen und falsch nachgemachtem Dekor hinkommen...

      Na ja... kümmert ja eh keinen....
      Hannover ist eine mittelmäßige Stadt, aber dort sind viele, die sich große Mühe geben, etwas Besonderes daraus zu machen.
      Dresden ist eine besondere Stadt, aber hier sind leider viele, die alles versuchen, etwas Mittelmäßiges daraus zu machen (M. Roth)
    • Gibt es vom Blobelbau irgendwo eine Visu bitte? Habe im Netz nichts dazu gefunden? Verstehe nicht, warum blobel nicht nach altem Vorbild baut - immerhin hat er das alte Dresden unserer Traeume noch selbst gesehen, bevor es ausgelöscht wurde.
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    • Es wird dort eine kitschige Pseudo-Version mit verschobenen Proportionen und falsch nachgemachtem Dekor hinkommen...

      Na ja... kümmert ja eh keinen....
      Um sich zu kümmern und solch ein Urteil erlauben zu können, mögen die Unwissenden diesen Entwurf zuvor sehen :)


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