Dresden, Neumarkt - Quartier VI - Patrizia Immobilien

  • Der Regimentsbau zeigt auf vorbildliche Weise, dass man im Barock Dachaufbauten so gestalten konnte, dass sie die gesamte Stadtlandschaft bereicherten: gleiche Materialität, gleiche Formensprache. Beim Blobel-Bau hat man sich bewusst für einen Kontrast entschieden - und schon ging es schief.

  • Abgesehen davon dass das Dingens dort völlig unkoordiniert auf dem Dach sitzt. Es war wohl so gedacht, dass es nicht hineinwirken sollte, tut es aber in der Fernsicht trotzdem massiv....

  • Der Regimentsbau zeigt auf vorbildliche Weise, dass man im Barock Dachaufbauten so gestalten konnte, dass sie die gesamte Stadtlandschaft bereicherten: gleiche Materialität, gleiche Formensprache.


    Gekürzt. Verstoß gegen die Forenregeln.


    Der Dachaufbau ("Belvedere") auf dem Regimentshaus ist meiner Ansicht nach jedenfalls unpassend, unverständlich und mißlungen.


    Moderationshinweis (Fusajiro): Die Abwertung der Person anderer Foristen ist ein Verstoß gegen die Regeln und beeinträchtigt das Miteinander im Forum. Daher erhält der Beitragsverfasser eine Verwarnung.

  • Angesichts des von Henry geposteten Fotos würde mich interessieren, ob der Dachaufbau des Regimentshauses die Rekonstruktion eines barocken Zustandes ist oder ob es sich um eine barockisierende Ergänzung im Rahmen des Wiederaufbaus handelt. Ich weiß es leider nicht.

  • Was ich mich schon lange gefragt habe: in der Sockelzone sieht es so aus, als ob die Zierelemente noch fehlen?! Kommt da noch was?

    Quelle: Foto von frank1204 aus dem APH

  • Nein, nein, nein das war nicht gemeint. Die Ornamente bleiben natürlich farblich so.


    Die rahmenden Lisenen und das Gebälk darüber werden entsprechend den Sockeln sandsteindfarben gestrichen, damit alles aus einem Guss ist. Wurde vergessen.

  • Okay, auch gut. Aber dieses glänzende Maschinengrau ist doch völlig daneben. Wenn's wenigstens matt wäre, oder mit einer glitzernden Metallfarbe gestrichen wäre, damit es wie Gußeisen aussieht. Ach schade, schwarz mit gold fände ich apart.

  • "Glitzernde Metallfarbe"? Also bitte sehr, das ist doch nicht der Chinamann von nebenan.


    Ich stand heute zum ersten mal davor und war vom Ergebnis sehr angetan. Freue mich auf den Frühling mit dann grünen Bäumchen.

  • Ich finde es so, wie es jetzt ist, ehrlich gesagt ansprechender. Es zerstückelt ansonsten das Gebäude zu sehr (in der Visualisierung übrigens auch noch in einer äußerst penetranten Farbgebung), während es jetzt klar und aus einem Guss scheint. Auch auf den alten Fotos wirkt es m.E. alles andere als ansprechend. Es ist nicht das Dinglingerhaus, bei dem das Gebäude durch Absetzungen gewinnt, sondern ein Haus, das ausschließlich in der Vertikale getrennt wird. Wenn es schon ‚gefärbt‘ werden muss, dann bitte mit einem milden Übergang, der beinahe Ton in Ton ist. Wie gesagt, momentan finde ich es ziemlich gut gelöst.

  • Ohne allzugroße Kenntnis barocker Farbschemata in und um Dresden, scheint mir die oben gezeigte "pullergelbe" Fassung des Regimentshauses noch eher den überholten Vorstellungen verhaftet zu sein. Zu Zonenzeiten war es irgendwie Mode, alles mal mit Gelb anzupinseln. Renaissancetreppenturm, klassizistische Räume, gotische Keller. Alles schon gesehen. Häufig weicht man heutzutage wieder von ab und versucht sich der ursprünglichen Fassung anzunähern. Mir spontan in den Sinn kommendes Beispiel jüngeren Datums ist das Freiberger Rathaus (Spätgotik, Renaissance). Alt vs. Neu.
    Aber ich lasse mich da gerne eines besseren belehren.

  • Um diesen Strang, der sich ja eigentlich auf DD bezieht, nicht übermäßig zu belasten, habe ich weitere Beispiele zum Thema Farbfassung von Barockbauten auf dem Strang
    Neue Charta der Denkmalpflege


    gepostet, auf dem die Frage nach denkmalgerechter Farbfassung auch debattiert wird.


    Moderation (Fusajiro): Die letzten Beiträge dazu wurden in das von Seinsheim verlinkte Thema verschoben.

  • Kleines Update von gestern...


    Blick in die Galeriestraße, dort geht es der Fertigstellung entgegen
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    Bei Blobels Eckbau sind im Moment keine Fortschritte zum letzten Besuch Anfang Dezember zu erkennen.
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    Blick in die Frauenstraße Richtung Neumarkt, das wird definitiv mal ein wunderbarer Anblick.
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    Das Erdgeschoss wurde sehr dunkel gestaltet, ich frage mich, ob das der Endzustand ist (wäre aber OK).
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    Beim Regimentshaus geht's in die letzte Phase, die ersten Sandsteinblöcke für die Portale werden angebracht.
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    Bonusbild, wenn der Jüdenhof mal fertig ist, wird der Platz ein wunderschönes Postkartenmotiv (im positiven Sinne) abgeben. :thumbup:
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    Allen einen schönen Sonntagnachmittag.
    Gruß
    Bert