Potsdams historische Mitte - Allgemeines und Stadtpolitik

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!
  • Gibts eigentlich Pläne die phantastische Allee hinter dem Neuen Palais wiederherzustellen? Wenn ich mir die auf diesem alten Bild anschaue:



    und mir dann die heutige Situation in Google Earth anschaue dann scheint mir der gesamte rückseitige Bereich ziemlich vernachlässigt zu sein.

  • Ich habe mir die aktuelle Situation hier: http://maps.live.de/LiveSearch.LocalLive angeschaut und mit dem Bild verglichen. Also, die Allee ist noch gut zu erkennen. Es ist heute eine Straße, die Lindenallee heißt. Und es scheinen noch viele Linden zu existieren. Nur die ersten 100 bis 200m wurden völlig abgeholzt. Diese Allee wird man sicherlich eines Tages rekonstruieren.

  • Ja, die Allee gibts noch, ist ein beliebter Radweg und endet erst am Kuhforter Damm, wo es dann links zum Kgl. Wildpark geht.

    "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
    Friedrich der Große

  • Allgemeines zur Potsdamer Mitte.


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    Auch die Verwaltung hat aufgrund der anhaltenden Kritik an der Bebauung rund um den Landtag eingelenkt. Man wolle alle Anträge zur Potsdamer Mitte bündeln und im Mai einen Verfahrensvorschlag machen, sagte die Baubeigeordnete Elke von Kuick-Frenz am Dienstagabend im Bauausschuss. Dabei gehe es um die Leitbauten-Diskussion, Fragen einer Gestaltungssatzung und die Unterbringung von Parkplätzen. Allein sieben Anträge in der nächsten Stadtverordnetenversammlung befassten sich mit der Mitte, so Kuick- Frenz. Einer betrifft auch das „Haus des Reisens“ genannte DDR-Reisebüro in der Friedrich-Ebert-Straße. Auch die umstrittenen Bebauungspläne für die Alte Fahrt sollen so lange zurückgestellt werden. „Wir wollen die Mitte möglichst breit diskutieren“, sagte Kuick-Frenz.

    http://www.pnn.de/potsdam/175576/\r
    http://www.pnn.de/potsdam/175576/

  • Und möglichst lang, vergaß er hinzuzufügen. Bis die Wirtschaftskrise für klare Verhältnisse gesorgt hat.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

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    Architektur-Debatte: Mitteschön ruft Jakobs zur Suche nach „einer typisch Potsdamer Moderne“ auf


    „Mitteschön“ kämpft wieder: In einem offenen Brief an Potsdams Oberbürgermeister kritisiert die Bürgerinitiative drei Neubauprojekte in der Potsdamer Mitte – den geplanten Ersatzbau für das „Haus des Reisens“, den Verbindungsbau zwischen Altem Rathaus und Knobelsdorffhaus im Zuge des Umbaus zum Potsdam-Museum und den Siegerentwurf für die neue Synagoge an der Schlossstraße 1. Gleichzeitig fordert der Verein eine moderne Architektur, der „die Handschrift Potsdams“ trage: „Wir wollen Einmaliges und nicht Allerweltsarchitektur!“ Der Brief an Jann Jakobs (SPD) gipfelt in dem Satz: „Lassen Sie uns gemeinsam nach einer typisch Potsdamer Moderne – nach einer ,Potsmoderne’ suchen.“...


    http://www.pnn.de/potsdam/176665/\r
    http://www.pnn.de/potsdam/176665/

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    Aussichtsplattform der Nikolaikirche öffnet am 5. Juni / Hüllensanierung im August abgeschlossen.


    25 000 Besucher erwartet man pro Jahr. Bei rund 135 000 jährlichen Gästen in der Kirche selbst sei dies „nicht unrealistisch“, sagte Uhlig. Die Gemeinde will die Plattform ganzjährig öffnen, im Sommer von 9 bis 19 Uhr und im Winter voraussichtlich von 9 bis 17 Uhr.


    Bis „Ende Juli, Mitte August“ soll die Kirche äußerlich wieder das Juwel in Potsdams Mitte sein, das sie einst war. Dann fallen alle Gerüste. Die Palmettenringe werden dann ebenso komplett sein wie die Fassade, die in den nächsten Wochen hinter den Gerüstplanen den letzten Feinschliff erhält. Die Putzarbeiten seien im Wesentlichen abgeschlossen, sagte Uhlig. Was noch fehlt, ist der Anstrich. Über 2,5 Tonnen Spezialfarbe seien dafür in der Schweiz zusammengemischt worden, erzählte Uhlig. 50 Prozent Beige und je ein Viertel in einem leichten Grün- und Rot-Ton ergibt das helle Ocker, das derzeit schon den Säulentambour ziert. Damit die bereits vor Jahren sanierte Ostfassade farblich nicht aus dem Rahmen fällt, erhält auch sie noch einmal einen Anstrich. 5,7 Millionen Euro seien bereits in die Sanierung der Kirchenhülle geflossen, sagte Uhlig. Die Restarbeiten kosten noch einmal rund 800 000 Euro.

    http://www.pnn.de/potsdam/176663/\r
    http://www.pnn.de/potsdam/176663/

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    „Wir wollen Einmaliges und nicht Allerweltsarchitektur!“ „Lassen Sie uns gemeinsam nach einer typisch Potsdamer Moderne – nach einer ,Potsmoderne’ suchen.“...


    Genial! So einen Brief müßte es in jeder deutschen Stadt an die Oberbürgermeister geben!


    Ich freue mich sehr auf die Nikolaikirche.
    Eine solche Sanierung würde ich mir auch für die Namensvetterin in Leipzig wünschen, die - mir völlig unverständlich - immer noch ihr DDR-Grau inne hat.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Eine der ältesten und prominentesten Baulücken der Stadt soll geschlossen werden. Am nördlichen Luisenplatz in der Nähe von Sanssouci soll ein Komplex entstehen. Visualisierungen habe ich keine gefunden, nur verbale Beschreibungen.


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    Kondor Wessels will neben Steigenberger-Hotel über 70 Wohnungen bauen


    Eine der prominentesten Baulücken der Potsdamer Innenstadt soll bald geschlossen werden. Auf der Brache am Luisenplatz 2 – in unmittelbarer Nähe von Park Sanssouci – will der niederländische Konzern Kondor Wessels noch in diesem Jahr mit dem Bau von insgesamt 72 Wohnungen beginnen. Geplant ist der Neubau von insgesamt vier neuen Gebäuden.
    Entstehen soll zwischen Steigenberger-Hotel und dem Wohnhaus Luisenplatz 3 ein fünf- und ein sechsgeschossiges Haus mit Tiefgarage. Das Haus an der Allee nach Sanssouci soll deren Bauflucht aufnehmen. Ein Rücksprung zwischen beiden Häusern sorgt für eine Zäsur, um deutlich zu machen, dass zwei verschiedene Straßen aufeinander treffen. Im hinteren Teil des langgestreckten Grundstücks will man zwei weitere große Wohnhäuser bauen.


    http://www.pnn.de/potsdam/177977/\r
    http://www.pnn.de/potsdam/177977/


    Bild der Lücke (verdammte Bäume):



    Rechts im Bild:
    http://de.wikipedia.org/w/inde…etimestamp=20050520183448


    Auf Live Maps:
    http://maps.live.de/LiveSearch…&dir=0&tilt=-90&alt=-1000

  • Das Wort "Zäsur" in der Beschreibung der neuen Wohngebaeude laesst mich nicht gerade Hoffnung schoepfen, dass wir uns dort neoklassischer Architektur erfreuen werden duerfen, wozu das benachbarte Sanssouci doch geradezu einlaedt. Auch sonst wirkt doch die Bebauung des Luisenplatzes recht ansprechend, und irgendwelchen Auswuechsen der Moderne waeren wohl auch hier fehl am Platze.

  • ^^ Hoffentlich hält es sich wenigstens etwas zurück, so wie der Nachbarbau an der Westgrenze.


    Zum Thema Plattensanierung in der Breiten Straße:



    Die scheinen die Fenster etwas zuzumauern? Ist wohl doch nicht so schön an einer sechsspurigen Straße. Bei dem ganzen Aufwand hätte man auch einen besseren Neubau hinsetzen können.

  • Quote

    Guido Berg ruft anlässlich jüngerer Architekturdebatten um die Potsdamer Mitte zur schnellen Einberufung eines Gestaltungsbeirates auf


    Das muss ja nicht sein. Dass Investoren und Architekten die Entwürfe um die Ohren fliegen, sobald sie etwas für die Potsdamer Mitte planen. Die momentane Situation ist fatal: Es gibt kein Neubau-Projekt für die Mitte, dass bislang nicht den Tod in der Öffentlichkeit starb – wenn häufig auch zu Recht. Erinnert sei an die einstige Vorstellung der Landesregierung, das Landtags- Stadtschloss könnte ohne die Rekonstruktion der Knobelsdorff-Fassade gebaut werden. Wie immer das Land auf die Idee kam – ein hochkarätig besetzter Gestaltungsbeirat hätte vor dem Debakel warnen können, aus dem erst die Millionen-Spende Hasso Plattners herausführte.

    http://www.pnn.de/potsdam/178094/\r
    http://www.pnn.de/potsdam/178094/

  • Ein neuer (alter) Ansatz: Damit wir uns nicht mit dem Volk herumschlagen müssen, berufen wir ein paar Leute in ein Gremium, die in unserem Sinn denken und entscheiden. Macht vieles einfacher und man muß nicht bei jedem neuen Projekt in Aufruhr und Angstschweiß baden. Ich hoffe inständig, dass der Gestaltungsbeirat Dresden in Potsdam keine Schule macht, sonst kann ich die nächste Stadt aus meinem Hoffnungsrepertoire streichen.


    Aber vielleicht hat die Stadt Potsdam mit dem Beirat ja eigentlich Gutes im Sinn und wird dann mit dem Gesicht in kaltgewordene Essigbrühe knallen?
    Nur Eines ist momentan sicher: Es bleibt spannend...

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Ja du hast recht... so etwas kann gut, aber auch schlecht werden... siehe Dresden.....

  • Und die Chance, dass es schlecht wird, ist bei einem

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    hochkarätig besetzten

    Beirat leider größer.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Am Winzerberg in der Nähe von Sanssouci wird weiter rekonstruiert.


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    Links und rechts des zentralen Aufgangs, der Bacchustreppe, können die ersten Abschnitte der Brüstungsmauer des friderizianischen Winzerbergs an der Schopenhauerstraße saniert werden. Dafür kamen am Freitagabend 1051 Euro aus einer Tombola zusammen, die vom Stadtmagazin „Potsdamlife“ auf einem Empfang zum dreijährigen Bestehen veranstaltet wurde...


    Es dient nun als Vorlage für die Wiederherstellung des gesamten, aus 96 Fenstern bestehenden gläsernen Vorbaus der Terrassen...

    http://www.pnn.de/potsdam/178322/\r
    http://www.pnn.de/potsdam/178322/


    Rechts im Bild

  • Der neue Potsdamer Baubeigeordnete Matthias Klipp - meine Steuergelder bei der "Arbeit".


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    Ich staune, wie wenig gegen Projekte wie das Palais Kolle Belle oder Marthashof protestiert wird. Ich krieg schon das Kotzen [im original ausgeschrieben], wenn ich die Werbesprüche sehe. Dass es nicht mal mehr jemanden gibt, der einen Farbbeutel wirft, das finde ich erstaunlich.


    Offensichtlich scheinen die Baubeigeordneten in jeder Stadt immer die maximalen Spinner sein zu müssen. Lieber arme, strukturschwache Hartz-IV-Könige, als Arbeit und Wohnen für normale Menschen.


    Eigentlich will er gar nicht nach Potsdam ziehen. Na dann...

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    Ich bin bis heute Prenzlauer Berger. Es fällt mir verdammt schwer, nach Potsdam zu ziehen

    http://www.pnn.de/potsdam/178754/\r
    http://www.pnn.de/potsdam/178754/


    http://www.marthashof.de\r
    http://www.marthashof.de
    http://www.kollebelle.de/wohnungen.php\r
    http://www.kollebelle.de/wohnungen.php

  • Ich werd zum :irrer:

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • …klipp und klar! Er solle sich nicht wundern, wenn ihm bald ein Farbbeutel um die Ohren fliegt. Was für einen Herrn Fischer gut war (erinnert Ihr Euch noch?), das kann für einen Klipp wohl nur billig sein. :auslachendoppelt:

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)