Potsdams historische Mitte - Allgemeines und Stadtpolitik

  • Na, es gab schon einmal ein Bild, aber das ist Bielefeld, Ausfallstraße.



    Die Vorgängerbebauung vor 1945


    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Die kleine Vorgängerbebauung hätte vermutlich nur als Privat-/Geschäftshaus funktioniert. Für ein Hotel, das über "Pension Garni"-Größe hinausgegangen wäre, wäre sie zu klein gewesen. Natürlich ist es bedauerlich, dass die Stadt sich nicht für eine in diese Richtung gehende Gestaltungsrichtlinie entschieden hat. Schöner wäre eine Rekonstruktion allemal gewesen.


    Immerhin wurde der Hotelneubau zum Positiven überarbeitet. Er hat eine Ecke und ein Sockelgeschoss mit Verklinkerung erhalten. Die Fassade wurde filigraner gestaltet, so dass sie nun nicht mehr wie ein DDR-Plattenbau, sondern wie eine moderne Rasterfassade wirkt. Die vertikale Geschossgliederung wurde durch Doppelbänder verstärkt. Möglichenfalls sogar als Anspielung auf die Vorgängerbebauung?


    Entstünde dieser Bau in Dresden, wären einige Foristen wohl halbwegs zufrieden. Dort wird teils öderes geleistet. Ein "solider Füllbau" wäre wohl die Bezeichnung. Für die Potsdamer Mitte sicherlich etwas zu wenig, aber auch keine große Katastrophe. Hätte man die Hausecke mit etwas Kunst am Bau geziert, einer Figur oder einem Mosaik, wäre es gefälliger geworden. Vielleicht kann das nachgeholt werden, möglichenfalls mit etwas aus dem städtischen Lapidarium.