Potsdams historische Mitte - Allgemeines und Stadtpolitik

  • Ich finde das nicht "schlimm". Die Stadt könnte erstmal die Verkehrsfragen lösen, dann löst sich auch die Debatte um das Interhotel, das gerade alle Zimmer saniert hat.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Wenn im Mercure so viel aufwendig saniert wurde und wird dann braucht man in nächsten 20 Jahren über einen Abriss nicht einmal nachzudenken.

  • Na, 20 Jahre vllt nicht, es ist ja "nur" innen saniert worden. Hotelzimmer sind nach 10 bis 15 Jahren wieder runter, spätestens.


    Aber es gibt ja niemanden, der über einen Kauf des Hotels und einen Abbruch nachdenkt. Das Grundstück hat sich in den letzten 10 Jahren im Wert verdreifacht und da die Sanierungssatzung einen Neubau an gleicher Stelle verbietet wird der Bestand immer wertvoller. Zudem werden die finanziellen Spielräume der Stadt immer schmaler werden, sodaß ein Kauf/Abriß durch die öff. Hand sicher nicht geschiet.


    Man muß abwarten, wie sich der Markt nach der Fertigstellung der neuen Hotels an der Langen Brücke (Südseite) und neben der Hauptpost entwickelt. Für den Landtag aber wird das Interhotel immer erste Wahl bleiben.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Die Kommunalwahl in Potsdam ist vorbei und die Zeichen stehen auf Rot-Rot-Grün. Während es in den letzten Jahre immer wechselnde Mehrheiten gegeben hat bzw. auch mal ein bürgerliche Koalition, mit Beteiligung der Grünen, blinken die Grünen dieses Mal links.


    Auch wenn Politik nicht in diesen Thread gehört, ist doch die Politik in Potsdam eng mit der Potsdamer Mitte verbunden. Wenn sich das neue Stadtparlament in der oben genannten Form bildet, kann es hier gerade beim Wiederaufbau der Garnisonkirche oder beim geplanten Abriss des Staudenhof/Rechenzentrum zu Verzögerungen gar Schwierigkeiten kommen?

  • Naja, der Turm der Garnisonkirche ist im Bau, da wird sich nichts mehr ändern. Bezüglich der anderen genannten Gebäude wird es vermutlich wieder heftige, verbissene Diskussionen geben. Ich hoffe aber dass sich am Ende die Wirtschaftlichkeit vor der Ideologie durchsetzt, im Falle des Staudenhofs wurde ja längst festgestellt dass die Sanierung dieser Kiste unwirtschaftlich wäre. Zudem scheinen die Potsdamer SED-Nachfolger um Scharfenberg durchaus in vielen Punkten gesprächsbereiter und pragmatischer zu sein als viele ihrer Genossen in Land und Bund. So schlimm wird es also nicht kommen.

  • Hallo Meister Lampe,
    Die Potsdamer Grünen blinken nicht links, sondern bürgerlich. Gerade die Grünen waren es, die immer wieder das historische Stadtbild verteidigen oder mit dem Beschluss zur "Wiederannäherung an den historischen Stadtgrundriss" einfordern.
    Im übrigen gab es die wechselnden Mehrheiten erst seitdem der von den Grünen vorgeschlagene Baubeigeordnete nicht gewählt wurde und daran die langjährige Rathauskooperation (gegen die Linken) zerbrach.
    Luftpost

    Ich wurde angewiesen meine Signatur zu ändern.

    Seis drum.

  • Wie "bürgerlich" die Grünen im Jahr 2019 blinken wird sich ja erst noch erweisen, Luftpost. In einem ersten Interview mit der MAZ entdeckte die sicher bürgerliche Saskia Hüneke ihre "inhaltlichen Schnittmengen" mit der Grupperung "die Anderen" (https://www.maz-online.de/Loka…e-bei-SPD-und-den-Anderen).


    Ich vermute gerade Luftpost wird sich über die autofreie Innenstadt und andere grüne Projekte in den nächsten fünf Jahren hier am meisten aufregen.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Warum vermutest Du, dass ich mich über eine autofreie Innenstadt aufrege? Ich rege mich darüber auf, dass die "Innenstadt" immmer noch nicht autofrei ist. War es diese Bestätigung, die Du heraus kitzeln wolltest, Konstantin?
    Nein, ich glaube, Du willst wieder nur hier sticheln und die Deutungshoheit erlangen.
    Luftpost

    Ich wurde angewiesen meine Signatur zu ändern.

    Seis drum.

  • Was denn für eine "Deutungshoheit"? Laß' uns doch einfach abwarten, was Du zu den grünen Projekten sagen wirst, wenn sie auf dem Tisch liegen.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Der Spot war mir schon länger aufgefallen... aber wo ist in Potsdam denn die "Burg" und die "Stadtmauer" :D

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Die slawische Burg war am Ort des heutigen Heilig-Geist-Stiftes in der Burgstraße und die Stadtmauer kannst Du in der Großen Fischerstraße besichtigen.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Keine der drei genannten Sehenswürdigkeiten sind bekannte Potsdammer Sehenswürdigkeiten. Ich glaube viel eher, dass man im Spot eine wahllose, für ganz Deutschland/Europa geltende touristsche Stadt darstellen will, mit der sich jeder identifizieren kann. Die wenigsten Deutschen werden aus den Hintergrundbauten ableiten können, wo sich die Familie befindet. Man hat auch ganz bewusst auf einen sogenenannten Establishing Shot verzichtet, der normalerweise in Film und Werbespots verwendet wird, wenn man ganz klar zeigen möchte wo man sich befindet.

  • Die slawische Burg ist keine "Sehenswürdigkeit", da sie seit vielen hundert Jahren nicht mer existiert. Es weiß auch niemand, wei sie ausgesehen hat.


    Die Stadtmauer schliesst an die Kellertorwache an.


    Ist es nicht aber egal, wie die Werbung Potsdam bekannt macht?

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    George Sand

  • @ Kurfürst: ein Punkt den ich für wichtig halte und das die „Künstler“ auch immer wieder sagen: im Rechenzentrum zahlt man günstige Miete und befindet sich in der Nähe des Zentrum.


    Würden die „Künstler“ in einem Gebäude am Stadtrand ihre Kunst ausstellen, würde es wahrscheinlich eine andere Wahrnehmung gegenüber der Stadtbevölkerung geben und man würde eine höhere Miete zahlen.


    Das Hotel Mercure ist ein Gebäude womit vor allem alte Potsdamer schöne Erinnerungen verbinden. Es ist weit mehr als ein linkes Objekt was verteidigt werden muss. Hier sind auch Emotionen im Spiel.

  • Reko's haben etwas "unechtes" "nicht authentisches", soger etwas "kitschiges" deswegen gibt es Widerstand.
    Aber so lange die heutige Architekten nur in Blocken denken können, finde ich Reko's akzeptabel.
    Nur wenn die Modernen umdenken und wirklich schöne Bauten schöpfen können, dann finde ich das ganz in Ordnung.

  • Ich glaube nicht wirklich in Echtheit und Disneyland - alles ist echt und ein Reko ist genau so echt wie ein Neubau. Alles hängt nur von Qualität AB.