Potsdam und seine historische Mitte

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      Die Bauaufgabe war angesichts des Bauplatzes direkt gegenüber des Schlosses auch, sich zurückzunehmen. Der Plögersche Gasthof (nach Palladio), das Klingnersche Haus (Knobelsdorff) und das Stadtschloß selbst (Knobelsdorff) machen schon genug los, da braucht's bitte keine "Einfälle" mehr. Deshalb favorisiere ich auch D.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
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      Ich nehme mal an, dass Entwurf A mal wieder so ein spaßvorschlag war um der ganzen Sache ne breitere Diskussionsbasis zu schaffen.

      B wäre prinzipiell ganz in Ordnung, wenn es hier nicht Ziel wäre den historischen Ort zu bediene und der bedarf nunmal eines, die Mitte betonenden Risalits, der hier komplett fehlt

      C ist sehr gut. Besonders gefällt mir, dass die beiden Seiterisalite hier nicht bis zum Boden durchgehen und scn etwas den Charakter eines Erkers haben. Mal was neues. Find ich gut.

      D ist mein Favourit. Da wird gekonnt ein Mittelweg gefunde zwischen Betonung und Zurücknahme. Besonders gefallen mir die Geländer zwischen den Risaliten.

      Fazit: C oder D sollte das Rennen machen.
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      Meine Reihenfolge

      D sieht einigermaßen klassisch-wertig aus und dürfte lange Zeit gut funktionieren. Besonders positiv: hier wurden die potsdamerischen ungeraden Fensterachsen aufgenommen und in Palais-Form umgesetzt. Ich hoffe, dass diese Fassade nicht dem noch wertigerem Nachbargebäude, welches eine schöne neu-klassizistische Fassade aufweist, den Rang abläuft.

      B modern, hm sehr modern mit den Stein-Lamellen. Aber ordentliche Fensterachsen, eine angenehme, abwechslungsreiche Reihung und doch immer noch Symmetrie gehalten. Ordentlich. Wenn das nicht Brutalismus-Lamellen werden, sondern schöner Putz, kann's was werden.

      C Hätte definitiv vor B liegen müssen, wenn da nicht die Potsdam-untypische gerade Fensterreihung wäre. Der Architekt hat mal wieder Potsdam einfach nicht verstanden. Ungerade, Potsdam hat ungerade Fensterachsen. 3, 5, 7, selten 9 einmalig 11. Aber nicht 2 oder 4. Ansonsten wirkt der Entwurf sehr gelungen, wenn da nicht die falsche Achsanzahl wäre. Das könnte ein Entwurf aus den 50ern sein, als man noch den Charakter der Stadt erhalten wollte. Bitte einfach die Breite der Fenster erhöhen oder reduzieren und somit um eins reduzieren oder erhöhen.

      A Ich sage nur Kaufhaus Lafayette. Steht schon in Berlin. Potsdam ist jedoch keine Kopie von Berlin.

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
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