Potsdam und seine historische Mitte

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      Wir haben vor geraumer Zeit über den Gastbeitrag in Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) von Herrn Effenberg diskutiert. Nun haben Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) einige Leserbriefe zum Artikel gedruckt und dort gehen die Meinungen sehr weiter auseinander.

      pnn.de/potsdam/1309764/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 10.08.2018)

      Was mir als Leser direkt auffällt, hier soll Stimmung gemacht werden, gegen den "bösen" Wessi und es fallen auch wieder Begriffe wie "Disney Land". Ich habe das Gefühl, dies sind Meschen die einfach die Vergangenheit zurückhaben wollen.
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      Ja,hier wird bewusst ordentlich Stimmung von der Gegmerschaft bei Facebook PNN und Maz gemacht
      Ich denke Meister Lampe,das die allermeisten Gegner der neuen Mitte,dort bei Facebook Leute aus dem Kreis der Neudenker und linken"Chaotenszene" sind und der Rest alte SED Kader die dem DDR System noch nachtrauern.Allein die Ausdrucksweise und Ansichten der Kommentare lassen daraus schließen.Wenn schon das Politische SED Regime von dannen gejagt wurde dann sollen wenigstens ihre Bauten in Potsdam auf Dauer für diese Leute erhalten bleiben.Diese Gegnerschaft ist sich sehr wohl bewusst das die Stadt besser wurde und noch weiter wird,aber es ist auch eine gewisse demonstrativeTrotzhaltung dieser Leute gegenüber Insbesondere zugezogener"Wessis" die in der Stadt "sich erlauben" etwas verändern zu wollen.
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      Gähn. Immer die gleiche Leier. Natürlich sind das AUCH Ostalgiker, aber ebensoviele Gegner einer an dem historischen Stadtgrundriss orientierten Umgestaltung, die sich hinter der Nachkriegsmoderne verstecken. Es wäre falsch, dies nur mit Altkadern erklären zu wollen.

      Nun ist die FH weg und das Stadtschloß steht. Alle Beteiligten sind gut beraten sich nun zusammenzuraufen und das Gelingen dieser neuen Mitte im Auge zu haben. Schliesslich haben SPD, CDU, Linke, FDP, Grüne und Bürgerbindnis dafür gestimmt.

      Deshalb ist jetzt der Neue Wettbewerb für die Schloßstraße 1-3 wichtig. Und es muss ein gastro- und Nutzungskonzept für den Alten Markt her: Weihnachtmarkt, Begrünung, Gastronomie mit Schankveranden ....

      Und: Last, but not least muss man den nächsten Block IV im Auge haben. Und perspektivisch den Staudenhof.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Abriss des FH-Gebäudes

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      Schöne Fotos vom 13.08.2018. Man beachte das Wort "verloren". Wir glauben, die Stadt hat viel gewonnen...

      So ein wenig hatten wir die Hoffnung, das wäre es heute gewesen.




      Nein, wir haben auch am 14.08. noch zu tun... :D

      Video-Fotos: Autor, 13.08.2018
      ____________________
      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos

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      Herkules steht am Giebelfirst des griechischen Tempels...

      ...ich liebe die Griechischen Göttersagen! Sehr bald schon steigt auch dort der Phönix aus der Asche und dem Staub und wird wieder europäische Hochkultur aufleben lassen!

      Es gibt gibt noch wahrlich sehr viele weitere (Herkules-)Aufgaben für ihn in Postdam und der weiten germanischen Welt! ;)
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
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      Hier könnte FFO hinsichtlich der Entwicklung ein Vorbild sein. Mit dem Bolfrashaus wurde zunächts die zum Marktplatz weisende Ecke hinsichtlich der Straßenflucht wieder eingerückt.



      Die wegführende Wohnzeile, welche mit der in Potsdam durchaus vergleichbar ist, wird ja mittlerweile auch neu errichtet, wobei gestalterisch für Potsdam durchaus noch 'Luft nach oben' wäre.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
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      Gutes Beispiel. Zumal in Potsdam das Leitbautenkonzept stets die Ecke rekonstruiert und die zwischen den Ecken liegenden Bauten der zeitgenössichen Architektur überläßt. In der Regel ein robuster Rahmen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
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      Auf lange Sicht müsste wenigstens der Wohnblock unmittelbar neben dem AltenRathaus "abgetragen" werden, um die nordöstliche Marktseite harmonisch Städtebaulich zu schließen.
      Aber wir wissen ja,was gleich für ein Aufschrei gemacht wird,wenn mal ein Wohnhaus in Potsdam abgerissen wird.
      Die Neubauten neben dem Bollfrashaus werden auch Zukünftig wie auf dem Foto etwas eingerückt bleiben.
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      Warum abtragen? Historische Fassade davor gesetzt, so wie es schon der Alte Fritzen jemacht hat. Glücklicherweise haben ja die DDR-Stadtverhunzer bewusst die alten Gebäudefluchten nicht eingehalten, sodaß wir heute so die historische Fassade davor setzen könnten. Das funktioniert natürlich nur in den wenigen Ausnahmen, bei denen die DDR- Stadtauslöschung nicht auch die historische Straßenführung negieren
      konnte.

      Eigentlich ist diese auch hier nicht eingehalten, Zumindest nur für das kurze Stück des Straßenverlaufs über den Alten Markt. Die weitere Verbindung zur Straße Am Kanal wurde durch die Kaiserstraße hergestellt. Der Platz war hier geschlossen.

      Ein weiteres Beispiel einer Fassadenrekonstruktion vor DDR-Neubau könnte in der Ebräerstraße und am Platz der Einheit (Ostseite) geschehen.

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
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      Doch, doch, im Potsdam geht das und ist Dank dem Fritzen auch historisch korrekt und usus: der hat vor bestehender Bebauung seine gewünschten Palladio- Fassaden vorsetzen lassen. Nur in wenigen Fällen (am heutigen Platz der Einheit) wurden Neubauten errichtet. Und dort auch nur, weil die erste Fassung der Fassaden nicht ordentlich gegründet war, und wenige Jahre nach Errichtung einstürzte.

      Disneyland ist das im Übrigen nicht, da sich hinter dem Eingang keine Achterbahn befindet. (Auf dämliche Behauptungen sollte man ebenso dämlich Antworten.)

      Grüße Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
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      Am Neuen Markt in Potsdam ist bereits eine solche Fassade (man vergebe mir das Wort) "kritisch" rekonstruiert worden. Hinter der Fassadenwand mit leeren Fensterhöhlen befindet sich in 1 bis 2 Meter Abstand das eigentliche (allerdings ebenfalls erst vor wenigen Jahren errichtete) Gebäude. Dieser Bau ist, wie ich weiß, hoch umstritten, funktioniert aber im Umfeld des Neuen Marktes, weil es die einzige Fassade am Platz ist, die fehlte. Beim direkten Draufschauen ist sie deutlich als modern erkennbar, aber im Ensemble komplettiert sie den Anblick, ohne zu stören.
      Ob das, was hier im Einzelfall funktioniert, in der geballten Masse auch funktionieren würde, weiß ich allerdings nicht. Und selbst hier musste man die Fassade adaptieren (so sind nicht nur die Fenster, sondern auch Teile der Rücklagen freigelassen worden, weil sonst die dahinterliegende Fassade nicht genug Licht bekäme)...
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      Die Frage ob vorgeblendete Fassade nun "Disneyland" oder nicht sind eine ideokigische Frage die gänzlich uninteressant ist. Die meisten Häuser bekommen im Verlauf ihrer Existenz neue Fassaden; auch ein frischer Putz ist letztendlich eine "vorgeblendete" neue Fassade. Das zeigt das Ideologische an der Debatte.

      Die Frage, die sich hier stellt, ist doch eine andere. Es geht um eine Fassung des Platzes "Alter Markt", also um die Platzwände. Die DDR-Bauten mit ihrem Abstandsgrün treten gegenüber dem Platz um ca. 4-6 Meter zurück. Verbunden mit dem genannten Vorgartenbewuchs ergibt sich eine diffuse Wand und eben keine Fassung.

      Eine "vorgeblendete Fassade" würde daran kaum etwas ändern. Diese müsste deutlich vorrücken, um damit den historischen Verlauf des Platzes wieder zu markieren. Die Scharrenstraße 3 stand um ca. 2 Meter weiter in den Platz hinein als das Alte Rathaus - so sollte sich ein kleiner Rathausplatz ergeben.

      Bei einer neuen Fassade würden sich neue Räume erheben, die als Neubauten auch belichtet werden müssten. Durch die erhöhte Tiefe der Bauten ergäben sich zusätzlich Zimmer und damit mehr Wohnraum.

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft