Potsdam und seine historische Mitte

    • Wenn ich mit Leuten über Kunst diskutiere, und am liebsten tue ich das mit meinen Schwiegereltern, stelle ich immer die Frage "ist die Moderne ein Fortschritt?" Auch sicher kann man hier verschiedene, subjektive Sichtweisen vertreten. Für mich steht jedoch fest, dass sowohl modernistische Architektur, wie auch moderne Kunst ab einem gewissen Zeitpunkt in der Geschichte an Qualität verloren haben. Parallel dazu entwickelte sich eine neue Auffassung und definition von schön. Oder hat sich das ästhetische Empfinden der Menschen "weiterentwickelt"?

      Ich bin der Auffassung, dass die Wahrnehmung von "schön" und "nicht schön" auch mit dem Umfeld des kindlichen Erlebens zu tun hat. Ebenso spielen soziale Aspekte, wie auch erzieherische, eine wichtige Rolle.

      Nüchtern betrachtet hat die Definition des Schönen und der Kunst zu dem Zeitpunkt einen Cut erhalten, als eine Gruppe von "Neudenkern" angefangen hat zu negieren, dass klassische Bauformen über die Epochen hinweg und immer wieder abgewandelt das sind, was das Auge und der Geist begehrt.

      Was auch immer dieses RADIKALE "Umdenken" auch im Einzelnen ausgelöst hat, es ist dafür verantwortlich, dass Schönheit eine ganz neue Auflage bekommen hat. Diese Schönheit ist zwar nicht immer unbedingt schön, wird aber durch das schwammige und mir verhassten Argument des "Zeitgemäßen" legitimiert und an die nächsten Generationen weiter gegeben. Allerdings macht sich derzeit ein Trend breit, der doch bei einigen wieder die Sehnsucht nach Ornamentik und kleinteiliger Urbanität mit traditionellen Bauformen hervorruft.
      Diese Aufbruchstimmung gilt es durch uns zu fördern.

      P.S. Bei allen von mir aufzählten Szenarien und Kritikpunkten gibt es natülich auch Außnahmen, die die Regel bestätigen. ^^
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      Dieser linksaktiven Initiative"Potsdamer Mitte Neu Denken" geht es in diesem Fall nicht um den Erhalt von DDR Architektur(nur vorgeschoben),sondern nur um die Immobilie FH.
      Diese Mitteneudenker denken mit dem Erhalt der FH weder an die Potsdamer Bürger noch an die Stadt sondern in erster Linie nur an sich und die Linke Künstlerszene der Stadt,und wollen das Gebäude FH dafür billig nutzen.Eine Art Kunst und Kulturhaus,und das mitten in der wertvollen Innenstadt Potsdams. :kopfschuetteln: Das gleiche gilt für das RZ.Nur mit dem Unterschied zur FH,das da diese "linken Künstlerlobbyisten" einen Mietvertrag bis August haben,aber eigentlich da nie wieder ausziehen wollen.Gerade deshalb gibt es ja so viel Probleme mit diesen Leuten.
      Die wahren Absichten dieser linken Initiative sind schon lange erkannt.
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      Ich freue mich auf den neuen Alten Markt ohne den wertlosen DDR Schrott FH Bau, der nur eine Ziel hatte: das alte Potsdam vergesse zu machen!

      Das Gute siegt zum Glueck. Oder wenn man pragmatisch sagen soll: die Unkultur hat der Ratio Platz gemacht. Potsdam darf wieder koeniglich preussisch werden, weil das eine gute Zeit war damals - politisch und kulturell. Auf jede Fall tausend Male besser als nazi und ddr Diktatur. Und auch vielleicht besser als linksverirrte Merkel Deutschland.
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      Was heißt da "vielleicht?"
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
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      Ach, naja, ich habe ja zum Glück etwas Abstand - für mich sieht es so aus:
      In den 60er bis 80er Jahren hat sich die Potsdamer Mitte von Berlin wegbewegt (zu mittleren bis späteren Westberliner/DDR-Zeiten), so daß die Gegend der heutigen Mitte Vorstadt wurde (Die FH ist/war ein echter Vorstadt-Bau). Und jetzt bewegt sich die Mitte halt wieder auf ihren alten Platz zurück, die zeitenweise Vorstadt wird wieder urban und verdichtet.
      Das halte ich für die Grundbewegung, die das Ganze antreibt.
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      Abriss Fachhochschule
      Sonntag, 15.04. abends

      Nach einem langen, sonnigen Spaziergang mit den Stationen Park Babelsberg, Jagdschloss Glienicke, Glienicker Brücke, Kongsnaes, Schloss Cecilienhof, Marmorpalais schließlich der obligatorische Blick in die Innenstadt.
      So sieht das momentan, abseits aller Diskussionen und "Proteste", faktisch aus:

      Westseite



      Durchblick zum Staudenhof



      Detailansicht Westseite



      von Südwesten (Steubenplatz)



      Südseite



      Ostseite, am Markt



      ...mein nächster längerer Urlaub ist erst im Oktober, somit habe ich diesen Kasten nach 23 Jahren diverser Potsdam-Besuche wohl endlich zum letzten Mal gesehen.
      Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...
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      Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) hat sich am 19.04.2018, überraschenderweise, mal positiv über die Potsdamer Mitte berichtet. Selbst der Kommentar des Redakteurs zur "Neuen Mitte" ist positiv ausgefallen. Allerdings die Bürgerinitiative "Potsdamer Mitte - neu Denken" darzustellen, als wäre die Bürgerinitiative der ausschlaggebende Punkt gewesen wären, das es in der Stadtmitte günstigen Wohnraum gibt, ist falsch dargestellt. Denn nach dem Willen der Bürgerinitiative wäre die Fachhochschule stehen geblieben und es wäre überhaupt kein neues Wohnquartier entstanden.

      pnn.de/potsdam/1276726/

      pnn.de/potsdam/1276731/
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      Auf Facebook hat die Fraktion Die aNDERE mal wieder das getan was sie am besten kann. Meckern. Und es wird wieder alles schlecht geredet. Arm gegen reich ausgespielt und im Subtext wird wieder klar, daß Besserverdiener in ihren Augen keine Menschen sind. Für mich spricht da der pure Neid. Ruhe werden die erst geben wenn alle Wohnungen, mietfrei verschenkt werde. Ich verdiene auch nicht viel aber ich bin Realist und sehe ein, dass man im Herzen einer Kulturmetropole irgendwo auch eine Untergrenze hat ganz davon abgesehen, dass für mich an dieser Stelle die Schönheit und Ästhetik des Stadtraums im Vordergrund stehen. So wie es jetzt ist sollten alle zufrieden sein.
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      Ja, so ist das in einer freiheitlichen Gesellschaft: die Leute dürfen jeden Blödsinn verzapfen, den sie für richtig halten. Die Truppe (übrigens beileibe nicht 150 Leute sondern in der Regel zwischen 20 und 40 Personen) müssen ja auch weiter meckern, da man sonst ja jahrelang eine völlig unglaubwürdige Position vertreten hätte.

      Die neueste Leier ist, dass die neue alte Mitte nicht nur "Attrappe" ist (*gähn*), sondern auch völlig durchkommerzialisiert (nur Kettengastronomie, keine Grünflächen - nur Kübelpflanzen, kein Leben - alles tot). Wer schon heute, wo erst die eine Hälfte des Alten Marktes droht fertig zu werden, ebendort ist erlebt das Gegenteil. Insofern ist mir da gar nicht bange, da die Fakten die Potsdamer Wahlbürger noch immer überzeugt haben.

      Dass man weiter auf der Suche nach Themen für den OB-Wahlkampf im September ist, ist nur selbstverständlich. Die bisherigen Versuche scheinen mir jedoch ungeeignet.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
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      Könnt Ihr das nicht auf Facebook austragen und nicht in einem Architekturforum?
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft

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      uhugreg schrieb:

      Ich kenne Auch viele hier die genau das selbe machen und das Bedürfnis haben jegliche Tat der Gegner zu signalisieren und darüber zu schimpfen.....
      Lieber Uhrgreg,

      über Taten der Gegner darf man auch Schimpfen. Da sie immer wieder strafbewehrt sind.

      Im Gegensatz dazu, kann man das von den "Taten" der Befürworter nicht sagen.

      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.