Potsdam und seine historische Mitte

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Der Beitrag in der Zeitung ist wirr und nichtssagend. Ein Palais Barberini reloaded könnte wohl kommen, wenn ein Investor es so bauen will. Auf jeden Fall ist die Größe der Bauwerke auf die der alten Größen festgelegt. Seltsamerweise soll eine Straße mitten durch das Grundstück gehen (?) Das Bauwerk an der Stelle des Palasthotels soll aber anscheinend nicht wesentlich kleiner werden als der Altbau.

      Der Entwurf unterscheidet drei „Mischgebiete“. Vornan ein Kopfbau etwa an der Stelle des früheren Palasthotels. Gemäß dem historischen Vorbild dürfte dort der mit etwa 25 Metern höchste Baukörper entstehen. Zur Langen Brücke hin habe man die Baukante um vier Meter zurückgesetzt. So sollen mehr Platz für Fußgänger und gute Sicht auf das künftige Landtagsschloss erreicht werden. Für den Gesamtkomplex wird eine Traufhöhe anvisiert, die 75 Zentimeter unter der des Landtagsneubaus liegen würde. Die Baulinie am Alten Markt wurde vom historischen Fassadenverlauf hergeleitet.



      Der ähnliche Beitrag in der PNN spricht explizit vom Palais Barberini als eine Hotel (falls denn ein Investor kommt).

      Palais Barberini als kleines Hotel

      Erste Überlegungen für die Bebauung des Ufers der Alten Fahrt vorgestellt

      Innenstadt - Das Palais Barberini am Alten Markt wäre zu groß für ein Hotel: Der Kopfbau und einer der beiden Seitenflügel des beim Luftangriff 1945 zerstörten historischen Gebäudes würden bei seiner Wiedererrichtung bereits für eine Hotelnutzung genügen. Der Grund: Analysen zufolge sei am Alten Markt nur ein kleines, hochpreisiges Hotel wirtschaftlich zu betreiben.

      http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/11.12.2008/4475798.pnn#art" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      archiv.tagesspiegel.de/archiv/11 ... 98.pnn#art
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Neues vom Barberini, klingt schon besser. :)

      Zumindestens die Wiederherstellung der Fassade des Palais Barberini scheint jedoch Konsens zu sein: Die Baubeigeordnete bestätigte vor den Bürgern wie am Tag zuvor im Bauausschuss, dass die in Ausschreibung und Bebauungsplan festgesetzte Baulinie exakt die Palais-Fassade nachzeichnet. Der B-Plan „Alte Fahrt“ soll im April 2009 in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht und im Mai 2009 öffentlich ausgelegt werden.


      Andere Bemerkungen, die die Baubeigeordnete testballonartig in den Hauptsaal des Alten Rathauses einwarf, trafen auf weitaus geringere Gegenliebe: „Man muss sehen, ob der Grundriss des Palais Barberini noch heutigen Ansprüchen genügt …“ Breitere Seitenflügel des 1771 von Paul von Gontard an der Südseite des Alten Markt errichteten und 1945 zerstörten Gebäudes seien vorstellbar, so die Beigeordnete. „Die Seitenflügel waren breit genug für eine Hotelnutzung“, entgegnete Kitschke streng.

      http://www.pnn.de/Pubs/potsdam/pageviewer.asp?TextID=16843" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.pnn.de/Pubs/potsdam/pageview ... xtID=16843
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Danke. Das klingt wirklich schon vieeeelll besser! Wäre doch schade, auf eine so herrliche Fassade verzichten zu müssen. Also ich denke, der Alte Markt, der wird schon wieder.

      Ehrlich gesat, stört mich der "moderne" Vebindungsbau zwischen dem Rataus und dem Knobelsdorffhaus. Siehrt wahnsinnig billig und willkürlichaus. Soll da auch einmal etwas passieren? Eine Reko dieses Füllbaus wäre zumindest an der Vorderfront eine gute Investition in die ästhetische Zukunft.
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit!"
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      "unify" schrieb:

      Neues vom Barberini, klingt schon besser. :)

      Zumindestens die Wiederherstellung der Fassade des Palais Barberini scheint jedoch Konsens zu sein: Die Baubeigeordnete bestätigte vor den Bürgern wie am Tag zuvor im Bauausschuss, dass die in Ausschreibung und Bebauungsplan festgesetzte Baulinie exakt die Palais-Fassade nachzeichnet. Der B-Plan „Alte Fahrt“ soll im April 2009 in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht und im Mai 2009 öffentlich ausgelegt werden.


      Andere Bemerkungen, die die Baubeigeordnete testballonartig in den Hauptsaal des Alten Rathauses einwarf, trafen auf weitaus geringere Gegenliebe: „Man muss sehen, ob der Grundriss des Palais Barberini noch heutigen Ansprüchen genügt …“ Breitere Seitenflügel des 1771 von Paul von Gontard an der Südseite des Alten Markt errichteten und 1945 zerstörten Gebäudes seien vorstellbar, so die Beigeordnete. „Die Seitenflügel waren breit genug für eine Hotelnutzung“, entgegnete Kitschke streng.

      http://www.pnn.de/Pubs/potsdam/pageviewer.asp?TextID=16843" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.pnn.de/Pubs/potsdam/pageview ... xtID=16843


      MOOOOOment mal...
      Das klingt danach, als solle nur die Baulinie wiederaufgenommen werden. Das hat rein gar nichts mit der Fassade zu tun!!!
      Hannover ist eine mittelmäßige Stadt, aber dort sind viele, die sich große Mühe geben, etwas Besonderes daraus zu machen.
      Dresden ist eine besondere Stadt, aber hier sind leider viele, die alles versuchen, etwas Mittelmäßiges daraus zu machen (M. Roth)
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Komisch, da bin ich einmal anderer Meinung.
      Dieser Füllbau stört mich nicht nur nicht, ich erachte ich sogar für gar nicht ungelungen, finde ich doch, dass er etwas spezifisch Potsdamsches an sich hat, eine beinahe zurückhaltende Vornehmheit.
      mE war sogar der Vorgängerbau mit seiner Unbedarftheit unpassender, wie ein Vorstadtrülpel inmitten bester Gesellschaft.
      Aber jeden stört was anderes.
      Die Fassade des Palais Barberini halte ich allerdings wie du für unbedingt erforderlich, Rückseite und Pasthotel hingegen nicht. Am Fluss kann man sich meinetwegen modern austoben, wobei P. den vorteil hätte, dass es über keine nennenswert-schützenswerte Silhouette verfügt wie etwa Dresden. Für Moderne ist genug Platz, aber nicht bitte unmittelbar am Alten Markt.
      Hier wären auch die ans Barberinipalais angrenzenden Häuserfassaden wichtig, aber das ist wohl frommer Wunsch.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Also ich würde den Artikel schon so verstehen, dass unter „Zumindestens die Wiederherstellung der Fassade des Palais Barberini scheint jedoch Konsens zu sein“ auch die Rekonstruktion der alten Fassade gemeint ist. Sicher, wer die Dresdner Verhältnisse kennt, der hat gelernt auch auf jeden i-Punkt einer Aussage eines Offiziellen zu achten und das ist gut so.

      Naja und um die Fassade wie annodazumal wiederherzustellen, ist es baurechtlich natürlich prinzipiell notwendig im Bebauungsplan zuerst die Weichen zu stellen und so verstehe ich den Nachsatz mit der Baulinie.

      Ist hier eigentlich jemand vom Stadtschlossverein? Das wird doch sicherlich zur Genüge durchgesprochen werden in Potsdam. Wie schaut´s aus im Schneckenhaus?

      Wenn man sichs überlegt. Es ist schon toll, was dort in ein paar Jahren wieder entstehen wird! Während andere Städte immer hässlicher werden, wird Potsdam immer schöner und schöner! Das ist vor allem der vor Ort ansässigen bürgerlichen Elite zu verdanken!
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit!"
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Ja, vor allem um den dtz Alten Markt...

      Ich glaub nicht, dass es in ganz Europa einen zentralen Platz mit dieser großzügigen Weite gibt. Deshalb muss dieses Stadtschloss unbedingt verhindert werden, um dieses eindrucksvolle Wüsenbiotop zu erhalten.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Naja, der Platz der Einheit ist ein eigenes Kapitel. Hier darf mE die Moderne schon zu Wort kommen, das wäre für mich sogar wünschenswert. Für so einen übergroßen, zentralen Platz sind die bestehenden Bauten einfach zu schwach und nichtssagend.
      DDR-Architektur, die sich just in Potsdam nicht eben von ihrer stärksten Seite präsentierte, hier um jeden Preis, koste es was es wolle, zu erhalten, erscheint mir nicht als erforderlich. Ggfs kann bei der Neubebauung darauf Bezug genommen werden.
      Nur das alte Postgebäude an er Ecke Fr. Ebertstr./Yorckstraße gehört in meinen Augen unbedingt rekonstruiert.
      Sonst kann man sich am Platz der Einheit modernistisch austoben, meine ich.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      In der PNN gibts noch einen Kommentar zum Vorgehen am Alten Markt. Insgesamt sehr lesenswert:
      Wie schön, dass das Palais Barberini nicht dort stand, wo alte Fotos das Palasthotel zeigen, an der Ecke, die Humboldtstraße und Lange Brücke bilden. Dann hätte die gerade entstehende Trambrücke glatt die Rekonstruktion des 1771 errichteten, 1945 zerstörten und als architektonisch wertvoll geltenden Palastes unmöglich gemacht.

      Im Augenblick wedelt die Beigeordnete mit einem Gutachten, wonach das Palais Barberini angeblich viel zu groß wäre für ein Hotel. Sie sagt aber nicht dazu, ob das Gutachten noch mit oder bereits ohne die 210 Zimmer des Hotelhochhauses Mercure rechnet. Denn dass dieses 1969 errichtete Haus städtebaulich zur Disposition steht, ist weitgehend unbestritten. Gleichzeitig fragt die Baubeigeordnete, ob nicht die originalen Seitenflügel des Palais Barberini für eine Hotel-Nutzung verbreitert werden könnten. Wie passt das zusammen?

      http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/13.12.2008/4480725.pnn#art" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      archiv.tagesspiegel.de/archiv/13 ... 25.pnn#art


      Auch in der MV äußert man sich zur Umgestaltung der Bibliothek:
      Die Fassade der Stadt- und Landesbibliothek wird mit der Sanierung voraussichtlich gravierend verändert. Kulturdezernentin Gabriele Fischer erklärte am Donnerstagabend im Kulturausschuss, die aus dem Jahr 1974 stammende vorgehängte Fassade sei in einem schlechten baulichen Zustand und nicht wirtschaftlich zu restaurieren

      http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11384516/60709/DDR-Fassade-der-Bibliothek-soll-fallen-Architektur.html" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... ektur.html

      So sieht die Bibo heute aus und der frühere Zustand:

      @ unify oder gemeinfrei de.wikipedia.org/wiki/Platz_der_Einheit_(Potsdam)
    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

    • Re: Potsdam und seine historische Mitte

      Ist ja wirklich nicht schön. Da hat die DDR schon bessere Bauten hinterlassen. Zuerst aber bitte den Alten Markt sanieren, dann die Verbindung mit dem Neumarkt, und erst am Schluss den P.d. Einheit. Solang wird diese Bude schon noch aushalten.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)