Hamburg - Innenstadt - Rathausplatz, Fleetinsel, Jungfernstieg

  • Eine edle Kuppel!
    Hamburg bitte mehr davon!
    Jetzt müsste nur noch die Grundfassade saniert werden, also gereinigt und farblich erneuert werden.

  • Die Stadthausbrücke verwandelt sich vom notdürftig nach dem Krieg wieder nutzbar
    gemachten Behördenblock in ein interessantes Quartier mit 4 ineinander übergehenden Innenhöfen. Der markante Eckturm wurde rekonstruiert, der gesamte Komplex aufgestockt.









  • Anbei ein paar Eindrücke von meinem heutigen Spaziergang in der Hamburger Innenstadt.


    Zunächst das sanierte Bucherer-Haus direkt am Jungfernstieg Ecke Große Bleichen.




    Links daneben steht das Commerzbank-Gebäude, dessen Fassade ebenfalls jüngst saniert wurde.




    Zudem wurde die Fassade des Gebäudes verkürzt. Tatsächlich grenzte die Fassade des Commerzbank-Gebäudes bisher direkt an das Bucherer-Haus an. Dadurch wirkte das Gebäude schlecht proportioniert. Nun hat man zwischen Commerzbank und Bucherer eine neue Fassade eingefügt. Gefällt mir gut.




    Hier ein Foto von einem sehr gelungenen Neubau am Ballindamm Ecke Alstertor. Dort stand vorher ein 60er-Jahre Bau. Ich hatte vor ein paar Tagen eine Visualisierung des Gebäudes verlinkt.



    Unten ein Blick auf die sanierten Gebäude am Alten Wall. Der Blick geht hier Richtung Rathausmarkt / Jungfernstieg.



    Das nächste Foto zeigt die Rückseite dieser Gebäude, von denen 3-4 neu geschaffen wurden, wenn ich mich nicht täusche. Das Foto habe ich von der Adolphsbrücke aus geschossen. Blickrichtung Alsterarkaden / Jungfernstieg.



    Das Gebäude ganz rechts wurde wunderbar saniert.



    Zu guter Letzt die Deutsche Bank am Alten Wall Ecke Adolphsbrücke. Ebenfalls frisch saniert.





    Wünsche euch ein schönes Wochenende!

  • Das sind sehr schöne Beispiele! Und so macht sogar der bei mir sonst nur leichte Übelkeit verursachende Standardsatz "Kontraste zwischen Alt und Neu" fast Spaß. Dieser ganz zentrale Bereich um Jungfernstieg, Rathausmarkt und Umgebung ist in Hamburg mittlerweile (fast) frei von den sonst auch in wesentlich weniger zerstörten Städten wirklich hässlichen Klötze. Auch der frühe Wiederaufbau war in Hamburg noch verträglich und die 1960er und 1970er Jahre werden in den zentralen Bereichen der Stadt Stück für Stück aus dem Stadtbild getilgt.

  • Diese Gebäude würden noch schöner wirken - wenn es in Hamburg öfter blauen Himmel gäbe. :biggrin:

    In dubio pro reko

  • Zu dem geplanten Abriss des Sofitels am Alten Wall (s.o.) gibt noch die Informationen, dass der Entwickler auch die weiteren Gebäude der Reihe erworben hat (wie Helge oben mit dem Abendblatt-Link gezeigt hat) und dass dieser Entwickler "Art-Invest" heißt und für die hochwertige Sanierung des direkten Nachbarblocks Alter Wall 2-32 verantwortlich zeichnet, die Sonicted oben sehr schön angebildet hat:


    ArtInvest Projekt Alter Wall


    Wenn die diesen Standard halten können bei der Neubebauung, wäre das ein Riesenschritt für Hamburg. Schräg gegenüberbefindet sich außerdem ein weiteres Riesenprojekt am Rödingsmarkt, das hier auf der Vorseite schon Thema war und bei dem es wieder um eine qualitativ hochwertige Ertüchtigung eines Kontorhausensembles aus dem frühen 20. Jahrhundert geht mit dem ältesten Paternoster der Welt.


    In Hamburg geht einfach richtig was zur Zeit, und zwar im absoluten Herzen der Stadt und von der Tendenz her hochwertiger/klassischer als in den meisten anderen deutschen Städten.

  • Das Sofitel Alter Wall ist mMn kein katastrophaler Bau. Viel schlimmer ist das ehemalige Postgebäude rechts daneben. Alter Wall 38. Vor allem die Seite zur Adolphsbrücke stört mich sehr.

    Wenn ihr euch bei Google Street View direkt auf der Adolphsbrücke positioniert, dann könnt ihr das Gebäude sehen. Ein Schild mit "CityCampus" hängt daran. Rechts daneben ist die rückseitige Fassade des Sofitels.


    Wenn ihr euch dann dreht und Richtung Binnenalster schaut, seht ihr die frühere Rückseite der nun sanierten Gebäude am Alten Wall. Ich habe oben ein Foto des aktuellen Zustands gepostet. Auf der linken Seite des Kanals steht ein 60er-Jahre Bau. Nicht schön, aber immerhin hat er eine gewisse Qualität, wie ich finde.


    Wie dem auch sein, es ist ein Armutszeugnis, dass moderne Bauten bereits nach 20 Jahren wieder abgerissen werden. Da soll mir kein moderner Architekt mit "nachhaltiger" Architektur kommen. Schöne Architektur ist nachhaltig und hat damit auch die beste Energiebilanz über die Jahrhunderte.


    An der Stelle des Sofitels wünsche ich mir kleinteilige Architektur. Das Problem moderne Architektur ist oft nicht nur die fehlende Schönheit, sondern auch ihre Masse und fehlende Gliederung des Baukörpers.

  • Es gibt in Hamburgs Mitte zwar viele schöne klassische Fassaden, aber es gibt auch sehr wenig Grün und die Dächer sind meistens nicht original und "sächlich".

  • Es gibt in Hamburgs Mitte zwar viele schöne klassische Fassaden, aber es gibt auch sehr wenig Grün und die Dächer sind meistens nicht original und "sächlich".

    Die Dächer sind tatsächlich oft ein Problem. Da fehlt es einfach am Wissen, wie das Dach einmal aussah bzw. wie ein Dach überhaupt auszusehen hat. Flachdach ist ja der heilige Gral der modernen Architektur. Zudem werden gerne oben noch Penthouse-Wohnungen draufgesetzt, weil: Rendite, Rendite, Rendite.

  • Am Alten Wall tut sich was. Der hässliche Klotz neben dem Sofitel wird offensichtlich abgerissen. Das Sofitel wird ja laut Medienberichten bald folgen.


  • Da könnte man einwenden, dass der Bau ja durchaus postmodern und damit halbwegs interessant gestaltet war. Was kommt danach?

    In dubio pro reko

  • Hier ein wunderbares Beispiel, wie man einem Gebäudekomplex wieder Leben einhauchen kann: die Hamburger Stadthöfe. Stadthausbrücke Ecke Neuer Wall / Große Bleichen.


    Bis zur Sanierung sah das Gebäude so aus:



    Nach der Sanierung:



    Warum sollte das nicht auch mit dem Commerzbank-Gebäude möglich sein?

  • So sieht übrigens der Innenhof des Hamburger Rathaus aus. Phänomenal! 😊


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  • Snork

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  • Ähnlich wie Kiel hat Hamburg eigentlich kaum stadtbildprägende profane vorgründerzeitliche Bausubstanz vorzuweisen. Hamburg hat sich quasi in der Gründerzeit neu erfunden - und es bemerkenswert gut gemacht. Die begünstigte Wasserlage an Elbe und Alster hat Hamburg sehr zu seinem Vorteil nutzen können, vor allem der kleine Alsterfluss prägt die Innenstadt entscheidend.

    Besonders an Hamburg finde ich auch, dass die hochwertige Innenstadtarchitektur für eine deutsche Stadt beachtlich weit in die vom Zentrum, dem Rathausplatz, abgehenden Seitenstraßen und benachbarten Quartiere reicht. In vielen anderen Städten hierzulande wird es schon nach wenigen 100 Metern recht elend.


    Nachfolgend ein paar frische Eindrücke von Rathausplatz und Fleetinsel. Viele Häuser wurden in den letzten zehn Jahren saniert und teilweise vorteilhaft ergänzt.


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    Zum Glück ist dieses beachtliche Ensemble von Geschäftshäusern links des Rathauses erhalten geblieben:


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    So geht es weiter in die Große Johannisstraße; das Gebäude im Hintergrund mit der hellen Fassade gehört zum Burstah-Ensemble:


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    Richtung Mönckebergstraße:


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    Das frühere Reichsbankgebäude mit schön sanierter Fassade:


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    Kleine Alster mit sanierten, ergänzten und aufgestockten Bauten:


    DSC09983.jpeg


    Blick ins Bleichenfleet:


    DSC09992.jpeg


    Die meisten dieser Motive finden sich verstreut auch im Galeriestrang. Ich möchte sie dennoch auch mal hier im Baustrang zeigen, um eine Vorstellung vom räumlichen Zusammenhang des Rathaus- und Fleetbereichs zu geben.

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir