Berlin-Mitte - Neustädtischer Kirchplatz und Umgebung

  • Vor allem, wenn man bedenkt wiviel Mühe und Geld in die Rekonstruktion dieser Fassade reingesteckt wurde. Vom hässlichen Entlein zum (fast) perfekten Schwan.


    Berlin - Dorotheenstadt

  • Es war auch wirklich die höchste Zeit um mitten in den wenig attraktiven modernen Fassaden dort etwas wirklich Ansehendes zu schaffen.

  • Eine Aufnahme der Ruine nach dem Krieg, Neustädtische Kirchstraße. Rechts daneben Neustädtische Kirchstraße 1. In diesem Gebäude befand sich die sehr bekannte Konditorei Sonntag.




    Im Vorgängerbau der amerikanischen Botschaft befand sich das Haus des Deutschen Handwerks, vor dem Krieg das Warenhaus für Armee und Marine


    1960 Haus des Deutschen Handwerks, Architekten waren Lottermoser & Besse



  • So schließt sich der Kreis: Die Bilder wurden von Stadtbild Deutschland Servern (namentlich vom Nutzer Michael erstmalig hochgeladen) gezogen, auf der Webseite pastvu.com hochgeladen, und nun vom Piraten wieder zurückgebracht zur Quelle ^^

  • (...) Vom hässlichen Entlein zum (fast) perfekten Schwan.


    Berlin - Dorotheenstadt

    Ist es nicht schlimm, dass viele der heutigen Architekten es genau umgekehrt sehen: "Von der klaren Formensprache einer modernen, Bauhaus-inspirierten Nachkriegsgestaltung zur Disneyland-Rekonstruktion überholter Bau-Epochen".


    Selten wird der Kontrast zwischen modernen Architekturideen und dem natürlichen Schönheitsempfinden der meisten Menschen so deutlich wie bei einer Vorher-nachher-Gegenüberstellung dieses Gebäudes.

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    Gutmensch = Gut gemeint, nicht zuende gedacht, schlecht gemacht

  • Neustädtische Kirchstraße/Mittelstraße - die Kugel ist wieder drauf. Mit einem sehr simplifizierten Wettervogel in Patinafarbton.




    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Da ging dann wohl das Geld oder die Lust oder beides aus...
    Ich frage mich auch, warum man ab dem 1.Obergeschoss so aufwendig wiederbestuckt hat und beim Erdgeschoss so gespart hat, mit glatten Mauern. Hier hätte passend zum Rest der üppigen Neorenaissance-Fassade eine Rustizierung hingehört.
    Naja, allein das es nur sowas zu beanstanden gibt, ist schon ein kleines Wunder in Berlin. Wir sind ja nicht in Leipzig oder in einer anderen zivilisierten Stadt Europas. ;)

  • Neustädtische Kirchstraße/Mittelstraße - Hotel und Gastronomie werden derzeit eröffnet.


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    Bunte Lampen in klassischen Formen, hier die Seite zur Kirchstraße.

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    Mittelstraße, ein Blick durchs Fenster zur Hotelbar.

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    Links anschließend, das fertigsanierte Haus Mittelstraße N°43.

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    Die Geschossstaffelung ist mit dieser Längsstrukturierung m. E. sehr gut gelungen.

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    Diese Tische gehören wohl noch zum Hotel, womöglich aber auch zum Restaurant Dóttir.

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    Einblicke in die neuen Höfe - ein kleines Stück Leipzig in Berlin.

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    Blick zurück.

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    Dann der südlichere Hof, vor uns liegt die Rückseite des Hauses Unter den Linden N°40. Die modernen Dachgeschossabschlüsse sind von der Lindenseite nicht zu sehen.

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    Der Durchgang zu den Linden dürfte wohl dem Hotel dienen und nicht allgemein geöffnet sein, aber vielleicht weiß jemand mehr.

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    (Immanuel Kant)

  • Insgesamt sehr viel mehr als man sich normalerweise in Berlin erhoffen kann, also ganz klar positiv, aber ein paar Entscheidungen waren ziemlich dumm und unverständlich. Z.B. diese seltsame Kuppel, wenn eine authentischere das Bankkonto nicht gesprengt hätte. Oder das Erdgeschoss ohne Rustizierung (wenn der Rest der Fassadenreko diese aufweist) und der Schriftzug "Chateau Royal", der eher nach Rotlicht Milieu aussieht. ;)

  • Insgesamt sehr viel mehr als man sich normalerweise in Berlin erhoffen kann, also ganz klar positiv, aber ein paar Entscheidungen waren ziemlich dumm und unverständlich. Z.B. diese seltsame Kuppel, wenn eine authentischere das Bankkonto nicht gesprengt hätte. Oder das Erdgeschoss ohne Rustizierung (wenn der Rest der Fassadenreko diese aufweist) und der Schriftzug "Chateau Royal", der eher nach Rotlicht Millieu aussieht. ;)

    ... und die profanen Stahlwinkel für die Fassadenleuchten. Wie aus dem Baumarkt.

  • Der Neonschriftzug soll wohl auf die Bar hinweisen und ist m. E. nicht so ein Aufreger, von den Laternenträgern ganz zu schweigen. Ich bin sehr froh, dass es in der bundestagsverödeten Dorotheenstadt eine ansprechende Revitalisierung gegeben hat.


    Hier übrigens mal eine Aufnahme des Vorgängerbaus Mittelstraße N°43, der jetzige Bau wurde zusammen mit UdL40 erst 1909 errichtet.

    Bildquelle: Architekturmuseum der TU Berlin


    Das links anschließende Gebäude N°44 war übrigens über die DDR-Zeit hinaus erhalten:

    https://berlingeschichte.de/ab…mitte/m/mittelstrasse.htm


    Und weiter anschließend hat das ZDF mit der Zollernhof-Rückseite das Straßenbild schwer malträtiert. Dazu ebenfalls der Vorzustand:

    Bundesarchiv_Bild_183-19000-4207%2C_Berlin%2C_Unter_den_Linden%2C_%22Haus_der_Jugend%22.jpg

    Rechts Mittelstraße N°44, links anschließend dann der betreffende Bau.

    Dazu eine Notiz aus der Wikipedia: "1938 von Bielenberg & Moser, 2/3 des Zollernhofes 1996 abgerissen für ZDF-Hauptstadtstudio"

    ==> Heutige Ansicht

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    (Immanuel Kant)

  • Snork

    Changed the title of the thread from “Berlin-Mitte - rund um den Neustädtischen Kirchplatz” to “Berlin-Mitte - Neustädtischer Kirchplatz und Umgebung”.
  • Auf dem "Restgrundstück" Schadowstraße/Mittelstraße werden Bauvorbereitungen getroffen.


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    Dies ist ein zu findender Neubauentwurf, der mir einigermaßen gut gefällt:

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    Bildquelle: CHAFELE Immobilien GmbH & Co.KG, Wiegand/Hoffmann Gesellschaft von Architekten mbH

    Wiegand Hoffmann Architekten | Projekte


    Wer weiß, was dort tatsächlich gebaut werden soll?

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