Ich möchte mich meinen beiden Vorrednern anschließen. Warum postet ein Handwerksbetrieb Fotos in sozial media, in der Regel doch nicht aus Verbundenheit mit kunsthistorischen oder bauarchäologischen Themen, sondern um - mit berechtigtem Stolz - die geleisteten Arbeitsergebnisse zu präsentieren. Halten wir es mit Hans Sachs und seinem Spruch über die Meister. Und seien wir froh, dass wir noch welche haben.
Das Dresdner Schloss
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Von der letzten Jahr stattgefunden Latz Ausstellung gibt es von den SKD einen online Rundgang auf der Website, hierbei kann auch gut die Architektur der Paraderäume betrachtet werden.
Kunstgewerbemuseum: Jean-Pierre Latz
Heute hält Marius Winzeler einen Vortrag im Semperclub zur Rückkehrer der Festsäle des 19. Jahrhunderts im Residenzschloss, die hier anwesenden Zuhörer können gerne wieder viele Fotos und Information davon einstellen.
Außerdem könnte einer der Anwesenden sich nach diesem Gemälde erkundigen, das eine Person aus dem Verein der Freunde des Grünen Gewölbes erworben hat:
Nun wurde das Gemälde endlich verkauft, übrigens von einem ukrainischen Ehepaar. Der Dresdener Sammler Sebastian Müller-Lißner hat das Fragment erworben und will es restaurieren lassen. Danach würde er es, falls gewünscht den SKD leihweise zur verfügung stellen. Wie toll!!!
Vielen Dank für die Berichterstattung schon einmal im Voraus!!
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Ich bin da, aber ich weiß nicht, ob mir das mit den Bildern gelingen wird.
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Gestern sehr interessanter Vortag von Dr. Marius Winzeler zu den Räumen des 19. Jhd. im Schloss.
Für uns von Interesse: Im November ist die Baumaßnahme Großer Ballsaal und Propositionssaal abgeschlossen.
Ausstellungseröffnung im März 2026.
Ganz schnell ein paar Fotos aus dem Vortrag, unbearbeitet und schnell eingebunden.Propositionssaal:
Großer Ballsaal:
Details zur Einbindung historischer Stuckreste
Leider kann die Farbigkeit der Stuckreste nicht angepasst werden.
Sie sind wohl nicht überstreichbar.
Fotos sind wohl eine Woche alt. Bauarbeiten fast fertig.Turmzimmer:
Zur neuen Ausstellung kaum Infos.
Ballsaal: Thema Masken und Kronen
Propositionssaal?Interessanter Beifang:
DD-Silberwaffensaal-1 - Silberwaffensaal – Wikipedia
Im Silberwaffensaal verschwinden die Vitrinen und die Silberwaffen.
Statt dessen Kronleuchter und Bild einer Königin, die den Raum als Audienzzimmer nutzte
Silberwaffensaal – Wikipedia -
Bei mir werden leider keine Fotos angezeigt.
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Schade
Dann mal das probiert: -
Kurzer Bericht zum spannenden und sehr dichten Vortrag von Dr. Marius Winzeler gestern Abend im Semperclub.
Der Vortrag hat inkl. Fragerunde fast zwei Stunden gedauert, das will ich hier nicht alles wiedergeben. Großen Raum haben sehr interessante Erläuterungen zur Dresdner Festkultur im Allgemeinen, den höfischen Baulichkeiten zu diesem Zweck und dann natürlich speziell zur Entwicklung der Festsäle im Residenzschloss eingenommen. Falls es dazu in Einzelfragen ein gesteigertes Interesse gibt, gern nachfragen, ich habe alles notiert.
Im Folgenden beschränke ich mich darauf, was zu den aktuellen baulichen Ausführungen gesagt wurde. Ich habe nur ein Foto gemacht und das binde ich nicht ein, Eryngium hat ja schon vorgelegt. Die Dauerausstellung in den neu gestalteten Räumen eröffnet im Frühjahr ("Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof"), da könnt ihr euch frei nehmen, selbst ins Schloss kommen und alles im Großbild festhalten.

Aktuell wurden noch letzte Rekonstruktionsarbeiten am Turmzimmer vorgenommen, das wird für mich ein Höhepunkt werden, auch Dr. Winzeler hat es als solchen bezeichnet. Ab 2019 hat man die erste Ausbaustufe ja schon erleben dürfen. Das Konzept der teilweise leeren Konsolen bleibt uns wohl erhalten, zumindest wurde das nicht dementiert. Aber das lässt sich ja jederzeit ändern. Die Wandverkleidungen dienten ursprünglich der Präsentation von Silbergeschirr, bevor es das Grüne Gewölbe als neue "Showrooms" gab. Man nutzte also auch früher eifrig um, da muss man sich heute nicht daran klammern, welche Porzellane hier vor dem Zweiten Weltkrieg standen und kann die Lücken durch passende, erhaltene Stücke ergänzen. Andere Museen auf der Welt haben auch Kriegsverluste, zeigen aber lieber, was sie haben statt dem, was sie nicht haben. Es gab auch nicht nur den Zweiten Weltkrieg, sondern davor schon unzählige Kriege und jedes Mal ging etwas verloren, so ist das leider. Die Renaissance-Stuckdecke im Turmzimmer war, wohl schon im Barock, farbig gefasst, Grün-Silber im Kontrast zum Rot-Gold der Wandarchitektur. Vermutlich ist die genaue Farbfassung nicht dokumentiert, auch das Rot leitete man aus dem grünen Gewölbe ab, jedenfalls ist die rekonstruierte Raumdecke mit integrierten Originalfragmenten heute weiß. Das barocke Turmzimmer sollte im 19. Jahrhundert zugunsten einer symbolisch aufgeladenen Kapelle vernichtet werden. Eduard Bendemann hatte dafür ein komplexes Bildprogramm entworfen, das zum Glück nicht mehr zur Ausführung kam, als sein Förderer August II 1854 starb.
Bendemanns Wandbilder bzw. dessen Entwürfe werden an die Wände der beiden Festsäle projiziert (oder nur von einem der beiden?). "In 50 Jahren, wenn der Wille, das Geld und vor allem Künstler vorhanden sind, die das können", könne man die Frage einer Rekonstruktion neu bewerten. Ich finde die Projektion eine gute Sache, damit werden die Ausmalungen zurück ins Bildgedächtnis geholt. Es muss fantastisch gewesen sein, alles golden hinterlegt, Malerei und Innenarchitektur von Otto von Wolframsdorf in stimmiger Symbiose. Während im Laufe weniger Jahrzehnte ein regelrechter Umbauwahn in den Räumen herrschte, überlebten die Malereien alle Ausbauwellen, was allein schon für ihre Qualität spricht. Dr. Winzeler hat eindrucksvoll dargestellt, welche politische und kulturelle Bedeutung bzw. Wirkung diese Malereien für Sachsen hatten. Eine Rekonstruktion wäre hier meines Erachtens weit naheliegender als z. B. bei den Fresken des Altans. Allerdings: obwohl sich viele, teils auch farbige Entwürfe in den Beständen der Staatlichen Kunstsammlungen, anderer Museen sowie des Landesamtes für Denkmalpflege erhalten haben, wäre doch erhebliche Vorarbeit und auch ein einfühlendes Herantasten nötig, da die letztlich ausgeführte Version nicht farbig dokumentiert ist. Späte Fotos zeigen überdies eine stark nachgedunkelte und bereits überarbeitete Fassung, denn Bendemann beherrschte die angewandte spezielle Freskotechnik nicht, sodass bereits 20 Jahre später eine Restaurierung nötig wurde. Die Nachdunklung ergab sich aus der intensiven Nutzung der Räume. Und schon die Vorskizzen lassen erahnen, welch künstlerische Sicherheit Bendemann hatte, was tatsächlich schwer zu erreichen sein dürfte. Die freien Flächen werden heute in einer zurückhaltenden, monochromen Farbigkeit belassen, Blau bzw. Ocker.
Zur Innenarchitektur der beiden großen Festsäle wurde hier ja schon viel gezeigt. Vergoldungen gibt es keine, aber man hat im Propositionssaal schon die für eine Vergoldung nötigen Grundierungen angebracht, auf Eryngiums Bildern ist das zu erkennen. Ein wichtiger Fingerzeig, wie ich meine. Der originale Bendemann-Leuchter im Propositionssaal ist bereits angesprochen. Er ist vollständig erhalten, auch die Feuervergoldung (das sah auf den Fotos von 2024 nicht so aus) und wird an seinem ursprünglichen Ort in originaler Höhe, dort wo sich einst der Thron befand, platziert. Einst waren es vier Leuchter, die mit den immer pompöseren Ausbauten des 19. Jahrhunderts ersetzt wurden. Er wird nicht elektrifiziert, aber als wichtiges Ausstellungsstück effektvoll angestrahlt. Das wird sicher gut klappen, denn die Säle werden aus konservatorischen Gründen verdunkelt.
Die technischen Beleuchtungskörper des Propositionssaales werden hier noch Empörungsstürme hervorrufen. Es sind moderne, kleine, schwarze Strahler an der Decke. Ich kann damit leben, auch das muss nicht immer so bleiben. Wahrscheinlich wird man sie kaum wahrnehmen, die eichenholzfarbene Raumverkleidung und der Mangel an diffusem Tageslicht wird dazu beitragen.
Die originalen Stuckierungen im Großen Festsaal sind durch 40 Jahre Witterung erheblich beschädigt. Es sei nur noch der Untergrund des historischen Stucks erhalten, nicht mehr die eigentliche Oberflächenmodellierung. Dieser Untergrund sei teilweise aufgeschwemmt. Eine wie auch immer geartete Bearbeitung würde zu einer teilweisen Entfernung von Originalsubstanz geführt haben. Man (Denkmalpflege und SIB, nicht die unzuständige SKD) habe sehr gerungen, alles abgewogen, aber unter vielen nicht vollbefriedigenden Möglichkeiten eine wählen müssen und sich letztlich dafür entschieden, keine Lasierung des alten, dunklen Stucks vorzunehmen. Stattdessen werden die aktuell noch sehr weißen Wände elfenbeinfarben gefasst, so wie es ursprünglich war. Das wurde gestern im Nachgang unter den Fachleuten kontrovers diskutiert. Ich denke auch hier: man kann eine farbliche Angleichung später immer noch vornehmen (ggf. z. B. wenn es neue technische Möglichkeiten gibt) und vorher in Ruhe auf sich wirken lassen, ob der Raumeindruck durch den unterschiedlichen Charakter der Oberflächen wirklich zu sehr gestört wird. Ich persönlich finde den unbearbeiteten Charakter der Fragmente in diesem Fall durchaus charmant. Vermutlich lenken sie überhaupt erst die Aufmerksamkeit auf die wunderbaren Stuckierungen, die Blicke der meisten Menschen werden sich ja hauptsächlich auf die Ausstellungsstücke richten.
Beide Räume erhalten Versailler Parkett, eine Herrlichkeit, die man ruhig auch mal würdigen kann, insbesondere mit Blick auf den Altarbereich der Schlosskapelle...
Die Schlosskapelle war eigentlich nicht Thema, aber Herr. Dr. Winzeler ließ sich doch zu der Bemerkung provozieren, dass auch er mit deren Ausbau nicht ganz zufrieden sei. Hinter den Kulissen wurde wohl auch dazu hart gerungen, wobei er behauptet, hierbei keinen Einfluss gehabt zu haben. Abgesehen davon, dass die SKD nähmen, was sie bekämen, seien alle Entscheidungen, die jetzige Ausbauten beträfen, vor sechs Jahren, also vor seiner Zeit gefallen. Der Altar könne zum Beispiel nicht an seinen alten Platz gesetzt werden, weil Förderungen des Bundes für ein Konzept ohne Altar beantragt und gewährt wurden (meine Interpretation: Bühne). Man könne ihn jetzt nur an eine andere Stelle in der Kapelle setzen und später (heißt vermutlich: nach Auslaufen der Fördermittelbindung) umsetzen, was allerdings auch ein Kraftakt sei, weil der Altar ja steinern ist. Außerdem ist er noch gar nicht restauriert. Ich dachte, das wäre schon gemacht worden. Dr. Winzeler und Teile des Publikums haben die Gründung eines Vereins für den weiteren Schlossausbau angeregt, zum Beispiel um eine Orgel in der Schlosskapelle einzufordern und zu finanzieren. Winzeler sagt, das sei nicht Sache der SKD, sie brauchten keine Orgel, sie wollten einfach nur ihre Museumsarbeit machen. Er sprach aber auch davon, dass man ganz generell im Schloss, aber besonders mit Blick auf die Kapelle "eine Rekonstruktion nicht verhindert, die später weitergehen könnte". Ab 15. November wird die Kapelle zugänglich sein.
Damit zurück zur neuen Ausstellung. Sehr gefreut hat mich die Info, dass keines der Latz-Möbel zurück ins Depot wandern soll. Die Präsentation im Eckparadesaal sei zwar "interimistisch", aber sie "bleiben im Schloss". "Wir werden schon dafür kämpfen", fügte er hinzu, eine Aussage, die mich nachdenklich macht. Wo genau sie aufgestellt werden, scheint noch nicht entschieden. Ich hoffe ja, dass möglichst viele von ihnen Lücken in den Paraderäumen schließen können.
Das Audienzzimmer von Königin Carola im Georgenbau wird auch wieder teilweise erlebbar, gerade zum rechten Zeitpunkt, wie ich meine. Der bereits hängende Spiegel ist kein ursprüngliches, aber ein stilistisch und zeitlich passendes Inventar aus Frankreich. Der originale, sehr prächtige Kronleuchter sowie ihr restauriertes Bildnis werden erstmals zurückkehren, dafür räumt man die bisherigen Vitrinen hinaus. Hier eine Ansicht um 1920.
Noch ein Hinweis auf eine Herkules-Ausstellung, welche die SKD im nächsten Jahr zeigen. Dort sind auch zwei Gemälde von Lucas Cranach dem Jüngeren zu sehen, die aus dem Schloss stammen und inhaltlichen Bezug zum Riesensaal haben.
Ich freue mich riesig auf den neuen Ausstellungsrundgang. Es wird ein unglaublicher Höhepunkt, eine erneute Demonstration sächsischer Errungenschaften. Dazu gehört auch die Einhaltung des Kostenrahmens über Jahrzehnte und zwei Währungsreformen hinweg. Die Elbphilharmonie war fast 400 Millionen Euro teurer und dort ist kein einziger Raum vergoldet, nicht einmal ein kleiner Ballsaal.

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Vielen Dank!
Die Carola kommt auf jeden Fall wieder - das ist doch schon einmal eine gute Nachricht für viele.
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Ach, ganz wichtig noch: es wird wieder ein Schloss-Kolloquium geben, allerdings erst, wenn die aktuellen Anstrengungen (Ausbau, Ausstellungsgestaltung) bewältigt sind.
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Vielen herzlichen Dank, eringium und Klette, für die Berichterstattung. Ich muss das erst mal sacken lassen. Etwas hatte ich ja noch gar nicht auf dem Schirm; Wird der GBS auch mit historischen Wandleuchtern ausgestattet? Auf einem Baustellenfoto sind 2 Stück zu sehen, oder was soll das sonst sein? Wie überliefert an den Wandsäulen befindlich.
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Die Carola kommt auf jeden Fall wieder - das ist doch schon einmal eine gute Nachricht für viele.
Was für eine?
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Es gibt in Sachsen nur eine - als Bild
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Und ich dachte schon, es käme ein gewebter Wandteppich mit ihrem Konterfei druff. Im Schloss gäb´s dann eine Carola-Brücke.
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Wird der GBS auch mit historischen Wandleuchtern ausgestattet?
Das habe ich mich mit Blick auf Eryngiums Fotos auch gefragt. Im Vortrag wurde dazu nichts gesagt, vor Ort fiel mir das Detail nicht auf. Das ist immerhin eine Frage, auf die wir schon bald eine Antwort erhalten. Aber es war ohnehin unmöglich, gestern alle Fragen zu stellen, die einem so auf der Zunge liegen. Der gute Mann wollte ja auch irgendwann wieder nach Hause. Ein bisschen Überraschung darf man sich doch auch gönnen.
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Und ich dachte schon, es käme ein gewebter Wandteppich mit ihrem Konterfei druff.
Wandteppiche waren in dem Vortrag jedenfalls ein großes Thema. Gezeigt wurde zum Beispiel diese herrliche Tapisserie, die historisch eigentlich auch in die Festetage des Residenzschlosses gehört (365 Jahre dort gewesen, bis 1918), nun aber in Moritzburg ausgestellt ist, sei es drum.
Das ganze Thema Wandteppiche scheint mir, aber ich bin auch wenig im Thema, noch etwas unterbelichtet. Dr. Winzeler sagte gestern, dies seien in ihrer Zeit die wertvollsten Ausstattungsgegenstände gewesen.
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Es gibt in Sachsen nur eine - als Bild
Bei welcher Instituton hat sich das Gemälde erhalten und war es nach dem Krieg beschädigt?
Bei dem angesprochenen Gemälde handelt es sich also um das ganzfigurige Porträt von Königin Carola? https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/…katalog_0045652
PS mir ist nur ein zweites Porträt Carolas sitzend bekannt von 1901, wo es sich befindet weiß ich leider aber nicht.
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Ich möchte noch auf 2 Details aufmerksam machen. Man betrachte zunächst das Baustellenfoto vom GBS, in dem mittig ein Handwerker in grünem T-Shirt steht. Links, das ist die Südwand, sieht man eine VOLLSTÄNDIG ausgemalte Fensternische. Mit der Prämisse, dass die originalen (natürlich nur versehrt überkommenen) Stuckfragmente keinen Anstrich erhalten, dürfte der Stuck in den betreffenden Laibungsflächen also vollständig neu geschaffen worden sein. Und das incl. des Medaillons. Man sieht den Zustand dieses Stücks nicht genau, aber es scheint vollständig zu sein. Die Vervollständigung der Medaillons war eigentlich nicht angezeigt. Wäre schön, wenn man das im genannten Fall eventuell doch gemacht hat. Es sind freilich nicht alle Medaillons dokumentiert.
Auf dem Foto neben der Aufnahme des Porzellanzimmers (Link von eryngium) ist eine Detailansicht einer der Marmorflächen zu sehen. Zur Erinnerung: Ende des 19. Jhd. hatte man den Bereich der Lambris baulich verändert und hier rötliche Marmorplatten angebracht:
https://fotothek.slub-dresden.de/fotos/df/hauptkatalog/0508000/df_hauptkatalog_0508761.jpg
Ich finde den Restaurierungseffekt sehr beeindruckend, wenn man sich die Folgen des Feuersturms und der jahrzehntelangen Witterungseinflüsse vorstellt.
Bei den Strahlern, die Klette angesprochen hatte, handelt es sich um Hightech-Produkte der Premium-Klasse, die eine optimale Ausstrahlung gewährleisten sollen. Laut Ausschreibung waren Zumtobel-Produkte gefordert. Die hier ersichtlichen Formen zu den ausgeschriebenen Typenklassen:
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Schade
Dann mal das probiert:Ich erspähe ein Foto des Altenburger Festsaales. Der Architekt des Wiederaufbaus nach dem Brand 1864, Julius Robert Enger, ging ja meines Wissens noch bei Semper und Nicolai in die Lehre.
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Ach, ganz wichtig noch: es wird wieder ein Schloss-Kolloquium geben, allerdings erst, wenn die aktuellen Anstrengungen (Ausbau, Ausstellungsgestaltung) bewältigt sind.
Das wird aber nicht öffentlich sein, da werden wohl nur die Fachleute mit dabei sein.
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Eine wie auch immer geartete Bearbeitung würde zu einer teilweisen Entfernung von Originalsubstanz geführt haben. Man (Denkmalpflege und SIB, nicht die unzuständige SKD) habe sehr gerungen, alles abgewogen, aber unter vielen nicht vollbefriedigenden Möglichkeiten eine wählen müssen und sich letztlich dafür entschieden, keine Lasierung des alten, dunklen Stucks vorzunehmen.
Dr. Winzeler und Teile des Publikums haben die Gründung eines Vereins für den weiteren Schlossausbau angeregt, zum Beispiel um eine Orgel in der Schlosskapelle einzufordern und zu finanzieren. Winzeler sagt, das sei nicht Sache der SKD, sie brauchten keine Orgel, sie wollten einfach nur ihre Museumsarbeit machen. Er sprach aber auch davon, dass man ganz generell im Schloss, aber besonders mit Blick auf die Kapelle "eine Rekonstruktion nicht verhindert, die später weitergehen könnte".
Rekonstruktionen wurden meines Wissens bisher vom SIB oder der Denkmalpflege angestoßen und die SKD war eher ein Hemmschuh. Wenn sie sich künftig dabei heraushalten wollen, finde ich das super.
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