Das Dresdner Schloss

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    • Ergänzend zu BautzenFans sehr informativem Beitrag oben:

      Ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass man wirklich im Januar zu 99% fertig ist. Nun ja. Es geht dabei vermutlich um bauliches und wandfeste Ausstattungen.
      Einige weitere Bespiele für Details, die evtl. noch etwas länger dauern:

      +Es fehlt beispielsweise noch der eine oder andere Wandbehang, der eine oder andere Vorhang und die eine oder andere Fransenborte.




      +Dazu bedarf es noch des einen oder anderen Details aus der Posamenten-Werkstatt (Blüten, hier Problefläche im 2. VZ)





      +Die Decke des Paradebettes wird wohl frühestens im Mai fertig (Giebischenstein)



      +Viele Möbel und Ausstattungsgegenstände harren noch länger ihrer Wiederaufstellung.
      Beispiel Gueridon:



      Objekt des 18. Jahrhunderts mit einer Bronzierung des 19. Jhds.
      Gewünschter Endzustand nach Restaurierung





      Bin gespannt und freu mich drauf.

      The post was edited 4 times, last by eryngium ().

    • Ich nehme an, dass der Stand Oktober 2019 die komplett fertiggestellten Deckengemälde zeigt?
      Wenn dies der Fall ist, wurde mittlerweile erklärt, warum man den Stoffbausch, der Flora umspielt, hier abgeändert hat, und warum ein Stück der Girlande, die Flora hält, hier weggelassen wurde?
      Wir hatten vor einigen Monaten schon einmal darüber gesprochen, und weil die Gemälde zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz fertig waren, wurde gemutmaßt, dass diese Stellen noch überarbeitet würden. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.
      Auf eryngiums tollen Beitrag (vielen Dank dafür!) auf der vorherige Seite kann man sehen, dass man zumindest in der Anfangsphase dieses Foto (oder ein anderes Foto, allerdings von dieser Version des Deckengemäldes) für die Rekonstruktion verwendet hat:

      stadtbild-deutschland.org/foru…401055be0157b859ad8a64db4
      Quelle: Wikipedia, allgemein frei zu verwenden

      Später weicht man aber von diesem Foto oder dieser Version in einigen kleineren und größeren Details ab.
      Wer selbst vergleichen möchte (ich erspare mir diesmal einen Direktvergleich oder auch nur die Bitte einen Direktvergleich anfertigen zu dürfen), der Stoffbausch rechts von Flora hat auf der Rekonstruktion eine andere Form. Sie gibt weniger Himmel um den Kopf des Putto direkt rechts von Flora frei. Der Teil der Girlande, der über dem Kopf des Putto fliegt, fehlt komplett auf der Rekonstruktion.
    • eryngium wrote:

      Ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass man wirklich im Januar zu 99% fertig ist. Nun ja. Es geht dabei vermutlich um bauliches und wandfeste Ausstattungen.

      Klitzekleine Präzisierung: Laut der Terminvorschau von effndy (Nutzung der „Putzwoche“) wäre das dann nicht im Januar, sondern so ab 7. Februar zu erwarten.
      Aber eryngium hat natürlich recht, die Paradetextilien für die Wände sowie diverses Möbiliar werden wohl in relevantem Umfang noch längere Zeit für die Vollendung erfordern. Aber ansonsten erwarte ich einen Riesenschritt nach vorn. Gute Chancen sehe ich bei folgenden bisherigen Fehlpositionen:
      - Türflügel (die fehlen fast noch alle)
      - Gravuren auf den Türschlössern
      - Supraportenrahmen im EPS und im 2. VZ
      - Zwei Wandspiegel im EPS (Rahmen, geschnitzt und vergoldet)
      - Schnitzwerk im Turmzimmer

      Der letztgenannte Punkt umfasst nicht nur die noch fehlenden Konsolen (eventuell werden von denen im Februar nicht alle fertig sein), sondern auch die Kompositkapitelle (Lindenholz, geschnitzt, vergoldet – insgesamt 24 Stück, bislang nur „Attrappen“), das Schnitzwerk am mensaartigen Schautisch und das Schnitzwerk im Bereich der über dem Schautisch befindlichen Kaminarchitektur.

      Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


      Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen



      © Frank Florian Steinauer

      Besonders gespannt bin ich auch auf die so genannten Tapetenleisten im EPS (mit Rokoko-Schnitzwerk, vergoldet). Das ist so eine Art Rahmung für die Samtflächen. Ob man die wohl sukzessive anbringen wird? Denn wahrscheinlich?/möglicherweise? sind Anfang Februar noch nicht alle dafür vorgesehen Flächen mit den „richtigen“ Samtbahnen verkleidet (weil die Herstellung des Samts eben sehr zeitaufwändig ist).


      Nachfolgend noch einige Ausführungen zu den 3 Supraporten des PSZ. Hier waren alle historischen Rahmen erhalten (Rokoko). Im Rahmen der bereits abgeschlossenen Restaurierung wurden die an allen 3 Exemplaren fehlenden Bekrönungsornamente rekonstruiert.


      Raub der Proserpina

      Maler unbekannt
      Ort, Datierung: unbekannt, 18. Jahrhundert (?)
      Material und Technik: Öl auf Leinwand
      Abmessungen: 104,5 x 152 cm

      Großansicht des Gemäldes

      wikipedia wrote:

      Pluto bat Jupiter um die Hand der Proserpina, doch der meinte, dass ihre Mutter Ceres es niemals gestatten würde, dass ihre Tochter im düsteren Tartaros leben müsste, stellte es ihm aber frei, sie zu entführen, was Pluto dann auch tat. Auf einer Wiese an den Hängen des Ätna, wo Proserpina Blumen pflückte, erschien Pluto mit seinem von vier Rappen gezogenen Wagen und schleppte die sich sträubende Proserpina hinab in die Unterwelt. Die untröstliche Mutter erzwang schließlich Jupiters Einverständnis, dass Proserpina nur die Hälfte des Jahres in der Unterwelt verbringen müsse.
      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Proserpina


      Diana, Aktäonin einen Hirsch verwandelnd

      Maler unbekannt
      Datierung: 18.Jahrhundert (?)
      Material und Technik: Öl auf Leinwand
      Abmessungen: 105 x 153 cm

      Großansicht des Gemäldes

      wikipedia wrote:

      Nach Diodor war sein Vater der Aristaios, ein Sohn des Apollo und der thessalischen Nymphe Kyrene, nach Pausanias war seine Mutter Autonoë, eine Tochter des Kadmos des Gründers und Königs von Theben und der Harmonia, der Tochter des Ares. Er wurde von dem Kentaur Cheiron erzogen, der ihn besonders in der Kunst der Jagd unterrichtete. Die bekannteste Version der Aktaion-Sage stammt von Ovid: Er erzählt, wie Aktaion auf der Jagd die Göttin Diana beim Bad überrascht, woraufhin sie ihn in einen Hirsch verwandelt und er von seinen eigenen Hunden zerfleischt wird.
      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Aktaion


      Die Auffindung von Romulus und Remus

      Maler unbekannt
      Datierung: Anfang 18. Jahrhundert
      Material und Technik: Öl auf Leinwand
      Abmessungen: 105,1 cm x 154,0 cm

      Großansicht des Gemäldes

      Foto von eryngium

      brandenburg-museum wrote:

      Laut einer Sage war die Vestalin Rhea Silvia, die Tochter des Königs Numitor von Alba Longa, im Schlaf von Mars heimgesucht worden und gebar die Zwillinge Romulus und Remus. Da ihr Onkel Amulius Nachkommen fürchtete, ließ er die Kinder auf dem Fluß Tiber aussetzen. Sie überlebten, weil eine Wölfin sie säugte. Ein Hirte fand die Kinder und übergab sie Acca Larentia, die sie aufzog. Später gründete Romulus an dieser Stelle am Tiber die Stadt Rom.
      Quelle: brandenburg.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=7328
      Anm.: Die hier zitierte Bildbeschreibung gilt zwar für ein anderes Gemälde, es handelt sich aber um das gleiche Motiv

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    • BautzenFan wrote:

      Diana, Aktäonin einen Hirsch verwandelnd

      Maler unbekannt
      Datierung: 18.Jahrhundert (?)
      Material und Technik: Öl auf Leinwand
      Abmessungen: 105 x 153 cm

      Zitat aus Wikipedia:
      "Nach Diodor war sein Vater der Aristaios, ein Sohn des Apollo und der thessalischen Nymphe Kyrene, nach Pausanias war seine Mutter Autonoë, eine Tochter des Kadmos des Gründers und Königs von Theben und der Harmonia, der Tochter des Ares. Er wurde von dem Kentaur Cheiron erzogen, der ihn besonders in der Kunst der Jagd unterrichtete. Die bekannteste Version der Aktaion-Sage stammt von Ovid: Er erzählt, wie Aktaion auf der Jagd die Göttin Diana beim Bad überrascht, woraufhin sie ihn in einen Hirsch verwandelt und er von seinen eigenen Hunden zerfleischt wird."
      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Aktaion

      Weil ich es jüngst noch in Palermo im Archäologischen Regionalmuseum ablichten konnte, diese sehr alte Darstellung der "Bestrafung für's Spannen" (jedoch nicht in Hirschengestalt!), welche auf das Jahr 460/450 vor Christus datiert wurde:
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)