Das Dresdner Schloss

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    Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

    • Einige hier sollten sich einfach mal entspannt auf einen Kaffee treffen oder wenigstens mal miteinander telefonieren.

      In der Schriftsprache im Internet geht einfach zu viel Zwischenmenschliches verloren, das führt dann auch zu vielen Missverständnissen. Im Ernst, tauscht euch mal privat aus, das wird sicher sehr erhellend! :)
    • Wieso Glück, Henry? Was im Kleinen Ballsaal gezeigt wird, ist doch noch viel "schlimmer": nackte (!) Kinder (!). Versuche mal die Kinderfriese mit lebenden Kindern fotografisch nachzustellen! Dann hast du aber bald die Staatsanwaltschaft am Hals. Das Beispiel zeigt, dass zwischen modernen Fotos von Menschen und Kunstwerken ein Unterschied besteht.

      Wir kennen alle unzählige Bilder moderner junger Frauen. Wir wissen, dass es da viele unterschiedliche Typen und Stylings gibt. Nicht jede Frau hat einen Mund, der aussieht wie der Schnabel von Donald Duck. (Ich hoffe, dass jetzt nicht noch jemand ein Bild von Donald Duck postet, das wäre urheberrechtlich nicht zulässig.) Wir wissen auch alle, wie klassische Plastik im Prinzip aussieht. Das nichtidentifizierte Objekt vor grünem Hintergrund bringt uns kein Stück weiter. Klassische Plastik ist ein weites Feld. Wenn alle antiken, klassizistischen oder irgendwie klassisch angehauchten Köpfe den gleichen Mund hätten, wäre Kunstgeschichte eine ziemlich öde Angelegenheit. Wenn alle Kunst einer strengen Norm folgen würde, dann wäre es aus mit Zuschreibung oder Datierung von Kunstwerken. Treverer hat einen schönen Mund gemacht. Aber ist es der richtige? Treverer geht immer von einer Normvorstellung aus. Wenn irgendeine Reko seiner Vorstellung von Schönheit nicht entspricht, dann will er sie schönen. Und das ist der Weg nach Disneyland (in dem übertragenen Sinne, in dem in unserem Milieu dieser Begriff verwendet wird).

      eryngium schrieb:

      Wieso wird denn nun Treverer derart beschimpft, Rastrelli? Er hat doch bezüglich der Gesichtsform am Kamin im Vergleich prinzipiell nicht unrecht.
      Ich hatte unter Nr. 1.955 meine Kritik an dem aufgehübschten Sphinxkopf kurz und sachlich geäußert. Ich teile übrigens auch seine Meinung zu den Kinderfriesen nicht. Schwierig wurde es erst dadurch, dass er auf Gegenstimmen nicht gerade erfreut reagiert.

      eryngium schrieb:

      Können wir nicht einfach mal auf Grundlage realer Fakten eine fachlich fundierte Diskussion führen und persönliche Angriffe vermeiden?
      Genau das möchte ich doch auch. Deshalb hat mich Treverers letzter Beitrag ja so geärgert. Seine handwerklichen Fähigkeiten in der Bildbearbeitung sind sehr gut und nützlich. Und die Bearbeitung des Sphinxkopfes ist durchaus interessant. Ich bewerte aber das Ergebnis anders als er und einige andere hier, und das sollte wohl gestattet sein.

      Es gibt Kulturen, in denen die Kunst stark normiert ist und über lange Zeiten hinweg weitgehend statisch bleibt. Beispiele sind die altmexikanischen Kulturen oder die Ikonenmalerei der Ostkirchen. In der abendländischen Kunst haben wir aber eine große Dynamik und Bandbreite, so dass wir Unterschiede zwischen verschiedenen Künstlern, Kunsthandwerkern, Kunstzentren erkennen können und Werke relativ gut zeitlich einordnen können. Es gibt also nicht den einen klassischen Mund, den du nur noch auf die Sphinx draufpacken musst. Im Prinzip sind menschliche Gesichter weitgehend gleich: Augen, Nase, Mund. Wir sind aber in der Lage unglaublich viele feine Unterschiede zu erkennen. Das gilt auch für Gesichtsdarstellungen in der Kunst, auch wenn es sich nicht um Porträtkunst handelt. In Worte fassen lassen sich diese feinen Wahrnehmungen nur schwer. Deshalb konnte ich auch meine Kritik an dem geschönten Sphinxkopf nicht detailliert begründen. An dem Thema kann man aber weiter dran bleiben und man kann nach passenden Vergleichsbildern suchen, wie in einem der vorigen Beiträge angemerkt wurde.


      eryngium schrieb:

      Ich fände es an dieser Stelle viel interessanter, wie sich der hier - meiner Vermutung nach - immer noch als Gips- oder TonMODELL diskutierte Sphingskopf am rekonstruierten Kamin nun WIRKLICH zeigt.

      Meine Frage an Seinsheim bezüglich des Fotos wurde ja von diesem ignoriert.
      Wie ist das, als nicht so richtig gelungene Reko bewertete Gesicht, tatsächlich ausgeführt worden?
      Wenn ich am Sonntag ins Schloss gehe, versuche ich mich mal in Detail-Fotos an der FERTIGEN Reko.
      Das Foto zeigt kein Modell, sondern eine der vier Sphingen am Kamin im Rotseidenen Zimmer. Das schrieb ich bereits in meinem Beitrag zu den Kaminen (dort auch Verweise auf Fotos). Das Rotseidene Zimmer ist mit rotseidener Wandbespannung und Gipsreliefs an den Gewänden von Türen, Kamin, Fenstern sowie an der Decke dekoriert. Das Zimmer zeigt einen edlen Farbklang aus Rot und Weiß. Im anschließenden Ballsaal sind die Gewände aus Marmor - eine Steigerung der Pracht. Das Köpfchen der Sphinx sieht so aus wie auf dem Foto. Allerdings kann man es bei normaler Raumnutzung niemals so sehen. Man müsste mal prüfen, ob das Köpfchen auf Obersicht gearbeitet wurde. Das kennen wir ja von Plastiken. Viele Skulpturen sind auf Untersicht gearbeitet. Wir müssen zu ihnen hinaufschauen, um sie korrekt zu sehen. Bei dem Köpfchen ist es, wenn, dann umgekehrt, da es sich auf Höhe der Taille befindet. Von modernen Fotografen werden solche Zusammenhänge oft nicht beachtet. Beispielsweise wird die Uta von Naumburg auf vielen aktuellen Fotos zu grell angestrahlt und frontal ins Gesicht abgelichtet. Dadurch verliert sie an ästhetischem Reiz, aber die meisten Leute scheinen das nicht zu merken. Einige Mitforisten halten ja auch Treverers Fotos der jungen Frau und der grünhinterlegten Statue für passend. Tja, so ist das heute. Die Wirkung des Köpfchens bei realistischer Beleuchtung und aus verschiedenen Blickwinkeln konnte ich für mich bei meinem letzten Besuch noch nicht abschließend klären. Dazu hatte die Zeit nicht gereicht.


      eryngium schrieb:

      Der Chef-Restaurator Walther hat in seiner Führung im Kleinen Ballsaal angedeutet, dass er die originale Entwurfszeichnung des farbigen Kinderfrieses entdeckt hat. Leider war ihm aber nichts weiter zu entlocken, weil er dies in einer Fachzeitschrift veröffentlichen wird.


      Nur so viel kann gesagt werden: Am Tag der offiziellen Eröffnung (!) des Kleinen Ballsaals - hat einer der zahlreichen geladenen Gäste - ein auswärtiger Museumsdirektor - erkannt, dass in seinen Beständen die Vorlage für den Fries zu finden ist.
      Die von Hrn. Walther kurz gezeigte Farbkopie schien mir ein Aquarell wiederzugeben, ich hab aber auf die schnelle nichts genaues gesehen.

      Das ist natürlich der Supergau für jede Reko, wenn man nach der Fertigstellung dann eine Original-Vorlage findet.
      Ich bin gespannt, wie nah die Reko an der Vorlage ist
      Genau wegen solcher Mitteilungen schätze ich das Forum. Das ist wirklich spannend. Wurden denn die Vorlagen für die Friese an beiden Längsseiten gefunden?

      eryngium schrieb:

      Unverständlich ist für mich aber auch wieder, dass Treverer als Kunstgeschichtler nicht auf die Idee kommt, sich vom Maler des Kinderfrieses - irgendjemand hat diesen schon mal benannt, ich suche das jetzt hier im Verlauf aber nicht raus - Vergleichswerke heranzieht, wie das die Restauratoren ganz sicher gemacht haben.


      Der Bezug auf Vergleichswerke gleicher Autorschaft unterscheidet wissenschaftliche Rekonstruktion von "glauben", "denken" und den oberflächlichen Analysen vieler hier, die ich deswegen ungeachtet Ihrer tatsächlichen Qualifiaktion als "Fachleute" apostrophiere, weil sie im Forum "quick and dirty" Vermutungen und Informationen zu Wahrheiten werden lassen, ohne wirklich zu recherchieren und sich detailliert mit der Materie zu beschäftigen.
      So sehe ich das auch. Den Maler der Kinderfriese kenne ich noch nicht. Sobald wir Näheres wissen, werden wir das natürlich hier herausposaunen. Die Restauratorinnen wissen aber, wer das gemalt hat. Sie kennen den Semperstil besser als jeder von uns. Sie haben die Vorlagen in der Hand gehabt und nicht nur ein Foto vom Foto gesehen, wie es hier gepostet wurde. Sie haben die Maltechnik genau studiert, und sie haben ausprobiert, wie man das nachmalen kann. Deshalb vertraue ich ihnen mehr als irgendeinem der Kritiker hier im Forum. Mich interessiert nur die wissenschaftliche Rekonstruktion und nicht, was irgendwelche Mitforisten schön finden. Kunstwerke erfüllen oft die konventionellen Erwartungshaltungen nicht ganz.

      Denken wir uns mal folgendes Beispiel: Das Marx-Engels-Denkmal auf dem Marx-Engels-Forum in Berlin müsste rekonstruiert werden. Jetzt hat ein Forist irgendeine Klischeevorstellung von der DDR im Kopf, dazu noch Bilder konventioneller sozialistischer Propagandakunst sowjetischer Prägung. Der würde die Reko folgendermaßen kritisieren: viel zu klein geraten und viel zu steif. Das sind doch die Kommunistenführer. Die müssten anders aussehen. Ich kann das viel besser. Für Marx kopiere ich einfach den Kopf vom Karl-Marx-Monument in Chemnitz. So haben die Kommunisten ihre Idole schließlich immer dargestellt. Dann noch ein bischen Bewegung in die Mäntel bringen, Dynamik ist wichtig, und die Figuren aufblasen, damit sie auch den Platz füllen. Das Ergebnis einer solchen Bearbeitung würde ich Disneyland nennen. Das Ergebnis einer wissenschaftlichen Reko des Marx-Engels-Denkmals würden einige Mitforisten als leblos, steif, ängstlich, klein, künstlerisch schwach, die können es heute einfach nicht mehr usw. kritisieren. Wenn dann einer sagt, das war aber früher auch so, werden die Kritiker der Reko entgegnen: Nein, niemals. Im Zentrum der DDR-Hauptstadt hätte man die beiden wichtigsten Kommunistenführer niemals so mickrig und steif dargestellt. Wenn ein Bildhauer damals so eine Arbeit abgeliefert hätte, dann hätte ihn die Stasi abgeholt. - So ungefähr würde das laufen.

      Über eine Rückkehr Oktavians würde ich mich ebenfalls sehr freuen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass er nicht zurückkommen wird, angesichts der Kämpfe hier.
    • Ich zitiere aus einem längeren Beitrag von Oktavian vom 5. Februar 2019:

      Oktavian schrieb:

      Die 19.Jh.-Räume im Nordflügel des Dresdner Schlosses werden genau mit denselben Argumenten, wie man sie hier vorbringt, aktuell verhindert.
      Ich besitze leider keine Insider-Informationen darüber, was bezüglich solcher Entscheidungsprozesse „hinter den Kulissen“ so abläuft. Aber dass bezüglich der betreffenden Säle (Großer Ballsaal und Propositionssaal) irgendwas im Busch ist, befürchte ich auch seit einiger Zeit. Reine Logik, abgeleitet aus der aktuellen Gesamtsituation der Rekonstruktionsmaßnahmen. Das folgende Grundrissbild ist Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen für diverse Ausschreibungen für die Paradezimmer:


      Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen

      Der rote Pfeil verdeutlicht den Transportweg für Materialtransporte in den Westflügel (beginnend am Lastaufzug an der Nordfassade). Die Firmen müssen ja bei Angebotserstellungen ihren diesbezüglichen Aufwand berücksichtigen. Nun betrachtet mal das Turmzimmer – es ist erreichbar entweder über den Großen Ballsaal oder über den Propositionssaal.

      Zum Eröffnungstermin des Turmzimmers gaben die SKD auf ihrer Pressekonferenz im November 2018 bekannt:

      SKD schrieb:

      Der Eröffnung des Kleinen Ballsaales im Januar folgt die Eröffnung der rekonstruieren Paraderäume im September. August der Starke hatte sie vor genau 300 Jahren anlässlich der Hochzeit seines Sohnes Kurprinz Friedrich August und der Kaisertochter Maria Josepha einrichten lassen. Zeitgleich eröffnet das Turmzimmer mit kostbaren Stücken aus der Porzellansammlung.

      Quelle: skd.museum/presse/2018/zukunft…ntgarde-und-alte-meister/
      Aus dieser Konstellation folgt nun – wie gesagt rein logisch – dass die beiden, bislang erst rohbaufertigen Säle im Nordflügel zeitlich NACHEINANDER fertiggestellt werden müssen. Man wird die Besucher des Turmzimmers nicht durch eine laufende Baustelle schleusen. Andererseits wird man das Turmzimmer auch nicht für einen längeren Zeitraum erst mal wieder schließen. Welcher Ausführungszeitraum ist für je einen der beiden Säle anzusetzen – falls eine historische Rekonstruktion erfolgt? (sehr „sportlich“ betrachtet: zweieinhalb Jahre?, 3 Jahre?). Dass der Fertigstellungstermin des Schlosses zwischenzeitlich auf 2024, 2025 (oder auf noch später) verschoben wurde, glaube ich freilich auch nicht – aber genau das würde es bedeuten.
      Also lange Rede, kurzer Sinn – dass sich nicht schon längst etwas tut in den genannten Sälen, ist kein gutes Zeichen. Denn das spricht doch für eine „abgespeckte“ Herrichtung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BautzenFan ()

    • Ja, so ist es. Die SKD wünschte sich im Prinzip nackte Räume, da am einfachsten mit Exponaten bespielbar.
      SIB könnte sich hingegen nach wie vor vorstellen, beide Räume stärker zu rekonstruieren, weil die Ergebnisse langfristig sicher mehr Museumspublikum generiert, als die Präsi immer weiterer Waffen, Kleidung und anderer zwar unendlich wertvoller, aber wenig Emotionen generierender kunsthandwerklicher Stücke es vermag.

      Letztlich wird man nach Eröffnung der Paradeappartements aus den Erfahrungen und Ergebnissen von
      - "Rennaissance-Flügel", "Fürstengalerie" und auch "Neuem Grünen Gewölbe" und "Türckischer Kammer" einerseits,
      - "Kleinem Ballsaal", "Langem Gang" und den "Paradeappartements" am anderen Ende der Möglichkeiten und
      - "Riesensaal" als "Kompromiss" beider gegensätzlichen Haltungen
      demnächst entscheiden, was in Großem Ballsaal und Propositionssaal letztlich geschieht.

      Aus genau diesem Grund ist auch die Zustimmung der Bevölkerung zu den Rekos wichtig.
      Im September ist Landtagswahl in Sachsen... Und Großtaten wie die Reko von Innenräumen stehen und fallen mit den "richtigen" Entscheidern.
      Der eine oder andere mag es vielleicht nicht glauben, aber Entscheider schauen auch ins Netz, um zu sehen, was "Volk" so denkt.
      Und deswegen ist die Diskussion hier so unendlich kontraproduktiv gewesen.

      Um es mal ganz simpel zu vereinfachen:

      Wenn man mehr davon möchte:
      de.wikipedia.org/wiki/Weltsich…le:Kunstkammer1600-03.jpg
      dann soll man weiter die Reko-Bemühungen im Schloss zerreden.
      Eine sehenswerte Ausstellung, durch die aber viele Besucher wegen "Überforderung" durch die schiere Menge an Material nur "durchrennen".

      Wenn man für Ballsaal und Propositionssaal lieber so was sieht:
      ruestkammer.skd.museum/ausstel…dresdner-residenzschloss/
      dann einfach ein wenig mehr Begeisterung bitte :)

      Hatte ich schon erwähnt, dass ich begeistert bin?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von eryngium ()

    • So langsam reicht es jetzt aber auch mal mit den Sticheleien. Die Ansichten wurden ja nun alle da gelegt, mit mehr oder eher weniger Erkenntnisgewinn bei allen Beteiligten. Was aber, gerade vor dem Hintergrund des letzten Beitrages von eryngium, anscheinend mal gesagt werden muss: Selbst eine nicht hundertprozentig gelungene Reko ist besser als diese Schlaftablette in Form eines Raumes. Mit einer Rekonstruktion rennt man hier im Forum (und sicherlich auch größtenteils im "Volk"/ Otto Normalbürger) offene Türen ein. Nur einen Tipp als Nicht-Beteiligter: Nie wieder Kulka o.ä.!
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Ich kann die Sorge, dass weitere Rekonstruktionsvorhaben gefährdet sind, verstehen. Aber ganz gleich, was hier diskutiert wird und was nicht - oder durch gewisse Schlagabtausche überhaupt erst richtig hochgekocht worden ist und damit eine Aufmerksamkeit erlang hat, die es sonst vielleicht gar nicht bekommen hätte: die Experten sehen sich Rekonstruktionen sehr genau an. Und sie kommunizieren ihre Kritik völlig unabhängig von diesem Forum. So haben mich zum Kleinen Ballssaal schon eine ganze Reihe kritischer Anmerkungen von Fachkollegen erreicht. Desgleichen ist in der Community bekannt, dass auch die Malereien in der Semperoper ziemlich schwach sind (was ich übrigens aus eigener Anschauung bestätigen kann). Derlei Dinge kann man nicht schönreden, auch nicht mit Polemik.

      Einer der Kollegen, der die Malereien im Ballsaal sehr kritisch sieht ist ein wirklich ausgewiesener Experte. Er hat u.a. eine Ausbildung als Porzellanmaler in der Meißener Porzellanmanufaktur absolviert hat (kommt also nicht aus einem sachsenfeindlichen Umfeld). Ich kenne mehrere Arbeiten von ihm, sie sind vorzüglich, gerade dort, wo er die Alten Meister imitiert.


      Er hat mir spontan angeboten, auf die Vorzeichnung für den Kleinen Ballsaal (erstes Foto) mit einer Alternativzeichnung zu antworten (zweites Foto) - die er übrigens recht zügig angefertigt hat. Wenn man einen Vergleich anstellt, kann man selbst überlegen, in welcher Zeichnung die Blätter mehr Plastizität, mehr organische Lebendigkeit und Differenziertheit in der Darstellung der Oberfläche besitzen. Auf diese Dinge zu achten, hat er in seiner Ausbildung gelernt und er hat sie im Lauf der Jahre weiter vervollkommnet.

      Also: Kritik nicht einfach niederbügeln oder gar als rekonstruktionsfeindlich oder als Sachsenbashing abtun, sondern sie als produktiv und wohlwollend gemeinten Anstoß nehmen. Und für die nächsten Projekte einfach geeignetere Leute verpflichten. Die gibt es nämlich. Und dann gibt es statt Kritik ungeteilte Bewunderung. Eine nicht nur als wünschenswert, sondern auch als mustergültig angesehene Rekonstruktion ist die beste Werbung für weitere Rekonstruktionen.
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Seinsheim ()

    • Den beiden Arbeiten ist ein fundamentaler Qualitätsunterschied zu attestieren.

      Links: grobe, uninteressante, unäesthetische Blattformen; dicke, grobe Stängel; wenig Plastizität der Blätter und Stängel durch fehlende oder falsch gesetzte Schattierung; eher derbe allgemeine Ausführung durch unförmige Blätter, fleckige, unpräzise Schattierung, unpräzise, und im Falle der hellen Schraffuren, viel zu grobe, ausgeprägte Schraffuren...
      Das Adjektiv grob oder derb kam mir unwillkürlich oft in den Sinn.

      Rechts: interessante, äesthetische Blattform, gute Gratwanderung zwischen Realismus und Stilisierung; elegante, feine Stängel; Plastizität durch realistischere Schattierung; sehr feine, elegante und gekonnte allgemeine Ausführung...
      Hier wüsste ich nichts zu kritisieren, eine wunderschöne Arbeit.

      Beide Arbeiten sehen übrigens wie Eichenlaub und nicht Akanthusblattwerk aus.
    • Ich halte demnächst auch ne Meissen-Tasse neben ne Französische Tapete aus dem 19. Jhd. und find letztere dann unendlich schlecht. Frag mich gerade, wo in Süddeutschland man so Kunstgeschichte studiert...
      Aber macht ruhig.

      Wenn man Seinsheim nachweist, dass er FakeNews verbreitet und unsauber argumentiert, dann wird darauf nicht geantwortet, wegen der ach so gemeinen Wortwahl... Man gestatte mir den "selbstgefälligen" und "impertinenten" erneuten Hinweis auf Beitrag 1933.

      Und dann zaubert er eben den nächsten Taschenspieltrick aus dem Hut.
      Ich gebe zu, der ist echt gut... Natürlich ist das Porzelliner-Bild deutlich besser. Aber es ist ja auch in ganz anderem Kontext, Maßstab und von einem begnadeten Künstler für Porzellan gestaltet und hat mit einer Deckenmalerei eben nicht viel zu tun...

      Guckt Euch einfach mal die alten Fotos an und dann überlegt euch, ob
      - Das wunderschöne Bild des Porzellanmalers dem Foto entsprechen wird,
      - man 400qm Deckenbildchen mit nem Filigranpinsel malt...

      -------------------

      Was ich mich frage, und ich lasse Euch an meinen Gedanken teilhaben:
      So viel Aufwand, um hier Deutungshoheit zu behalten und von der - vermutlich einmaligen - eigenen Unzulänglichkeiten mit aller Macht abzulenken?

      Ich stelle nach zwei GGGläschen Wein auch mal noch "alternative Fakten" zur Wahl, als schöne Verschwörungstheorie: Seinsheim ist Teil des Spiels im Für und Wider im Residenzschloss für nackte oder rekonstruierte Räume. Er hat hier die Aufgabe das Erzielte madig zu machen.
      Diese Behauptung ist natürlich ungefähr genau so seriös, wie seine in Beitrag 1933 behandelten Anwürfe. Aber es trägt sicher UNHEIMLICH zur weiteren Versachlichung der Diskussion bei... :)

      War das jetzt nett genug? Oder ist Ironie schon böse?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von eryngium ()

    • Wenn ich sehe, wieviel Ernergie hier im Klein-Klein der seitenlangen Diskussion verpufft, die an anderer Stelle da draußen so viel wertvoller und meiner Meinung nach sinnvoller wäre, könnte ich heulen.

      Tut mir leid, Leute.
      "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

      "Why not reinventing something from the past, something combining, nature and art." Lebanon Hanover - Fall Industrial Wall
    • eryngium schrieb:

      Ich halte demnächst auch ne Meissen-Tasse neben ne Französische Tapete aus dem 19. Jhd.

      Natürlich ist das Porzelliner-Bild deutlich besser. Aber es ist ja auch in ganz anderem Kontext, Maßstab und von einem begnadeten Künstler für Porzellan gestaltet und hat mit einer Deckenmalerei eben nicht viel zu tun...

      - man 400qm Deckenbildchen mit nem Filigranpinsel malt...
      Der Kollege von Seinsheim hat die Vergleichsblätter nicht für Porzellan entworfen und er hat sie auch nicht auf Porzellan gemalt. Man kann ganz eindeutig sehen, dass sie auf Karton vorgezeichnet und dann gemalt wurden. Er hat sie Aufgrund der Diskussion in diesem Strang extra als Vergleich angefertigt, und es wäre nur anständig und fair ihm dabei zuzutrauen, dass er dabei so vorgegangen ist, und mit den Vorausetzungen, dass ihm dabei nicht irgendein unfairer Vorteil zu Gute kam. Den einzigen Vorteil, den ich ganz klar erkennen kann: Seinsheims Kollege hat tatsächlich Ahnung und Übung wie man Blattwerk malt.

      eryngium schrieb:

      Wenn man Seinsheim nachweist, dass er FakeNews verbreitet und unsauber argumentiert...
      Ich stelle nach zwei GGGläschen Wein auch mal noch "alternative Fakten" zur Wahl...
      Ich glaube, wir alle wissen, wo die Schlagworte "Fake News" und "alternative Fakten" herkommen. Deshalb würde ich dich bitten, Politik aus dieser Diskussion rauszuhalten. Du bist relativ neu hier im Forum, und daher kannst du es nicht wissen, aber das Forum hat sich schon vor einer Weile dafür entschieden, die Architekturdiskussion und Politik voneinander getrennt zu halten. Das kam dem Diskussionsklima in diesem Forum und dem Öffentlichkeitsbild des Vereins sehr zugute.
    • langsam nervt diese endlose Diskussion nurnoch.

      Ist ja schön gut, dass es jemanden gibt der die Blätter schöner malen oder Gesichter besser modellieren kann.
      Darum geht es hier aber nicht.
      Hier wird ein Raum rekonstruiert, wie er damals war.
      Und wenn die Sachen damals schon nicht perfekt waren, müssen sie jetzt auch nicht besser sein.
      Rekonstruktion heißt ja schließlich nicht Verbesserung des Ursprungszustand.

      Ihr schlagt euch hier gegenseitig die Schädel ein, weil ihr denkt, dass man etwas besser machen kann.
      Aber ich gehe sehr stark davon aus, dass die Leute, welche an der Rekonstruktion mitgewirkt haben, viel mehr Wissen haben, was den Ursprungszustand angeht und sich auch intensiver mit dem Thema beschäftigt haben.
      Also bringen diese ganzen Vergleiche mit anderen Arbeiten überhaupt nichts, wenn man nicht eine Detailaufnahme des Originals hat.
    • ˄
      Volle Zustimmung, Chris1988.

      eryngium schrieb:

      Am "Langen Gang" ist man auf einem wunderbaren Weg zu einer fantastischen Reko mit
      - Komplett-Reko der Decke
      Bekanntlich haben relevante Teile der Wandmalereien das Inferno von 1945 überlebt (vor allem in den Schildbereichen der Fenster), hier 2 Beispiele:

      Foto 1
      Vergleichsbild zu Foto 1 aus dem Farbdiaarchiv

      Foto 2

      Erste Probearbeiten zur Wiederherstellung der Malereien erfolgten schon zu DDR-Zeiten: Klick

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BautzenFan ()

    • BautzenFan schrieb:

      Erste Probearbeiten zur Wiederherstellung der Malereien erfolgten schon zu DDR-Zeiten: Klick

      Dazu habe ich gehört, dass sie leider nicht so richtig zum Originalbefund im Langen Gang passen, sondern in den 70-ern nach Vorbildern aus Augustusburg (Die Fresken dort waren damals entdeckt und restauriert worden) angelegt worden sind.
      Man wird sich im Langen Gang nun am Original-Bestand orientieren, was eine andere Farbigkeit generiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von eryngium ()

    • Ich kann verstehen, dass manche die Diskussion über diesen einzigen Aspekt nervt, ich finde sie auch sehr anstrengend. Ich werde sie auch nicht mehr fortführen, möchte nur noch eines zu bedenken geben, weil es mir wirklich ein Herzensanliegen ist. Es geht bei der Reko nicht nur darum, Stadträume oder Interieurs in anheimelnder Atmosphäre wiedererstehen zu lassen, sondern Kunstwerke nachzuschaffen, denen man möglichst nahe kommen sollte. Und da ist das Beste gerade gut genug.
      Natürlich freuen wir uns über JEDE Reko, aber dennoch ist es schade, wenn man sieht, dass es hätte besser gemacht werden können - wenn man nur die richtigen Leute herangelassen hätte.
      Gerade weil das aber nicht immer geschieht, sind die Vorbehalte bei Denkmalpflegern, Restauratoren, Konservatoren, Kulturarbeitern und Kunsthistorikern nach wie vor immens. Ich habe viele intensive Kontakte mit diesen Berufsgruppen, gerade auch jenen, die an Hochschulen die Studenten - und damit die Entscheidungsträger von morgen - ausbilden. Und entweder wird mir immer wieder entgegengehalten, dass Rekonstruktionen keinen Sinn hätten, weil wir das Niveau von damals nicht erreichen könnten - und dann wäre es eben doch Las Vegas - oder aber, dass man es zwar könnte, es aber in zu wenigen Fällen gelänge.
      Nun kann man diesen Vorbehalten auf zwei Ebenen begegnen: Man kann das Thema Rekonstruktion auf der philosophisch-historischen Ebene aufrollen und zeigen, dass es Rekonstruktionen immer gegeben hat und dass eine Rekonstruktion nicht viel anders ist als die Neueinspielung eines Musikstücks, und dass ein Bauwerk oder ein Gemälde mehr ist als nur das geformte Material, nämlich die Idee, die man erneut in Form bringen kann. Setzt natürlich voraus, dass diese erneute Formgebung dann auch gelingt.
      Und darum besteht der zweite Ansatz darin, den Leuten gelungene, qualitativ hochwertige Rekonstruktionen zu zeigen. Man führt die Leute auf den Dresdner Neumarkt, sie sind von der städtebaulichen Wirkung, der räumlichen Wirkung, der Sichtbezüge, der Schönheit der Fassaden meist auf Anhieb überzeugt. Aber dann schauen sie auf die Details, vergleichen manche Stuckapplikation mit Originalphotos und fragen, warum manche Details auf den Fotos besser aussehen.

      Leichteres Spiel hatte ich dagegen bei der Schlossbaustelle in Berlin, wo ich, solange es noch möglich war, denkbar viele Begehungen für Professoren und Studenten organisiert habe. Ich bin mit ihnen in die Schlossbauhütte gegangen, habe sie mit Bildhauern, Bauleitern und Architekten sprechen lassen. Und wenn man dann wirklich gute Qualität vorweisen konnte, waren alle ehrlich beeindruckt. Und eine Reihe von Professoren sagten mir auch, nun seien sie mit dem Projekt versöhnt und würden auch in ihrer Lehre eine etwas andere Haltung einnehmen. Das ist es, worum es mir geht. Bewusstseinswandel durch Qualititätsnachweis.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Seinsheim ()

    • Ich hätte eine Frage zum Thronsaal im Residenzschloss.

      Dort werden ja diese Posamenten-Pilaster
      oldthing.de/Dresden-Eh-Koenigl…Thronsaal-1983-0020097215
      aus vergoldetem Silber-Lahn wieder an die Wände gebracht und teilweise werden Tressen in Messing-Lahn nachgebildet, wo notwendig.

      textilkonservierung.com/textil…on/references_detail.html


      Jetzt wird immer behauptet, diese Silber-Posamente wären soooo bedeutend und singulär.
      Weiß jemand hier mehr? Natürlich ist jedes Kunstwerk singulär. Aber ich habe Silber-Posamenten in Rastatt, München und Ludwigsburg gesehen. In Römischen Palästen und England gibt's das auch.
      Somit kann der Dresdener Bestand ja nicht einzigartig sein.
    • Neu

      BautzenFan schrieb:

      Ich besitze leider keine Insider-Informationen darüber, was bezüglich solcher Entscheidungsprozesse „hinter den Kulissen“ so abläuft. Aber dass bezüglich der betreffenden Säle (Großer Ballsaal und Propositionssaal) irgendwas im Busch ist, befürchte ich auch seit einiger Zeit. Reine Logik, abgeleitet aus der aktuellen Gesamtsituation der Rekonstruktionsmaßnahmen. Das folgende Grundrissbild ist Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen für diverse Ausschreibungen für die Paradezimmer:



      Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen

      Der rote Pfeil verdeutlicht den Transportweg für Materialtransporte in den Westflügel (beginnend am Lastaufzug an der Nordfassade). Die Firmen müssen ja bei Angebotserstellungen ihren diesbezüglichen Aufwand berücksichtigen. Nun betrachtet mal das Turmzimmer – es ist erreichbar entweder über den Großen Ballsaal oder über den Propositionssaal.

      Zum Eröffnungstermin des Turmzimmers gaben die SKD auf ihrer Pressekonferenz im November 2018 bekannt:

      SKD schrieb:

      Der Eröffnung des Kleinen Ballsaales im Januar folgt die Eröffnung der rekonstruieren Paraderäume im September. August der Starke hatte sie vor genau 300 Jahren anlässlich der Hochzeit seines Sohnes Kurprinz Friedrich August und der Kaisertochter Maria Josepha einrichten lassen. Zeitgleich eröffnet das Turmzimmer mit kostbaren Stücken aus der Porzellansammlung.

      Quelle: skd.museum/presse/2018/zukunft…ntgarde-und-alte-meister/
      Aus dieser Konstellation folgt nun – wie gesagt rein logisch – dass die beiden, bislang erst rohbaufertigen Säle im Nordflügel zeitlich NACHEINANDER fertiggestellt werden müssen. Man wird die Besucher des Turmzimmers nicht durch eine laufende Baustelle schleusen. Andererseits wird man das Turmzimmer auch nicht für einen längeren Zeitraum erst mal wieder schließen. Welcher Ausführungszeitraum ist für je einen der beiden Säle anzusetzen – falls eine historische Rekonstruktion erfolgt? (sehr „sportlich“ betrachtet: zweieinhalb Jahre?, 3 Jahre?). Dass der Fertigstellungstermin des Schlosses zwischenzeitlich auf 2024, 2025 (oder auf noch später) verschoben wurde, glaube ich freilich auch nicht – aber genau das würde es bedeuten.Also lange Rede, kurzer Sinn – dass sich nicht schon längst etwas tut in den genannten Sälen, ist kein gutes Zeichen. Denn das spricht doch für eine „abgespeckte“ Herrichtung.
      Die Fertigstellung des Schlosses (ohne Schlosskapelle) ist für 2021 anvisiert. Das wissen wir schon seit einiger Zeit von einer Insiderin: Marion Ackermann, Generaldirektorin der SKD. Turmzimmer und Paraderäume eröffnen gleichzeitig im September. Die SKD werben in diesen Tagen mit großem Aufwand dafür auf der Kunstmesse TEFAF in Maastricht (vgl. die Pressemitteilung sowie hier). Sie meinen es also wirklich ernst. Wesentlich entspannter ist der Zeitplan bei der Gemäldegalerie. Hier sind bereits genaue Termine für die Wiedereröffnung (7. Dezember) und die vorausgehenden Schließzeiten veröffentlicht worden.

      Der aktuelle Schlossplan der SKD, den ich so auch schon vor einiger Zeit gesehen habe, kündigt die Gewehrgalerie im Langen Gang für 2020 an und zu beiden Seiten des Turmzimmers im Nordflügel einen Ausstellungsbereich "Hofjagd, Feste, Maskeraden", der 2021 eröffnen soll. Thematisch passt dieser Bereich zu den benachbarten augusteischen Interieurs, die im September präsentiert werden sollen. Vermutlich wird die Ausstellung auch die Hofkultur der Renaissance in den Blick nehmen, denn damals wusste man in Dresden auch schon ordentlich zu feiern. Die rekonstruierbaren Raumfassungen der beiden Säle gehören in das 19. Jahrhundert und würden nicht besonders gut zum Thema der Ausstellung passen.

      Derzeit wird auch am Gastronomiebereich im Erdgeschoss gearbeitet (Peter Kulka). Später soll dann in den ältesten Gewölberäumen noch eine Ausstellung zur Schlossgeschichte eingerichtet werden. Dann sind wir mit den öffentlichen Bereichen des Residenzschlosses auch schon durch. Die einzigen Rekos, um die man jetzt noch streiten könnte, sind die beiden Säle neben dem Turmzimmer. Die Schlosskapelle befindet sich auf Kurs. Der aktuelle Rohbauzustand lässt nur eine Vollendung im Rekosinne zu. Die fachliche Diskussion über die Details der Rekonstruktion wird sicherlich bis zuletzt weitergehen. Die angestrebte Nutzung als Konzertsaal mit guter Akustik birgt hier kein Konfliktpotenzial.

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